Hongkong
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#UmbrellaRevolution

Polizei entfernt Barrikaden in Hongkong – Maskierte attackieren Demonstranten

13.10.14, 04:53 13.10.14, 09:26

Polizisten entfernen Barrikaden. Bild: CARLOS BARRIA/REUTERS

In Hongkong hat die Polizei am Montag nach Angaben der Protestbewegung damit begonnen, die von Demonstranten errichteten Barrikaden zu entfernen. Sie räumten vor allem am Hauptdemonstrationsort im zentralen Geschäftsviertel Admiralty Strassensperren ab.

Wie die Polizei mitteilte, habe man ein Verkehrschaos verhindern wollen, und nicht die Proteste beenden. Die Beamten haben sich nach der Aktion wieder zurückgezogen, berichten Journalisten vor Ort.

Maskierte Angreifer

Demokratieaktivisten und dutzende maskierte Männer haben sich derweil gewaltsame Auseinandersetzungen geliefert. Die Maskierten stürmten Barrikaden am Hauptdemonstrationsort im zentralen Geschäftsviertel Admiralty, wogegen sich die Demonstranten wehrten. Dies berichteten Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP. Die Polizei kesselte die Maskierten ein und warf mindestens zwei Männer zu Boden.

«Nehmt die Triaden fest», riefen Protestierende in der Umgebung, womit sie die Vermummten der chinesischen Mafia zurechneten. «Waffen, Waffen», riefen andere Demonstranten. Zuletzt hatte es mehrfach Berichte gegeben, Angehörige der Triaden provozierten die Aktivisten bewusst.

Zuvor hatten dutzende Beamte an den Plätzen Stellung bezogen. Die Demonstranten, deren Zahl in der Nacht zum Montag deutlich gesunken war, wurden offenbar von der Polizeiaktion überrascht. Es machte sich Panik vor einer Räumung durch die Polizei breit.

Während die Barrikaden im Regierungsviertel Admiralty von der Polizei weggeräumt werden, bauten Demonstranten an mehreren Orten, etwa im Geschäftsviertel Mongkok, neue auf.

«Proteste sind ausser Kontrolle geraten»

Die Hongkonger Führung hat die Proteste für mehr Demokratie als illegal bezeichnet und damit Befürchtungen einer gewaltsamen Auflösung der seit rund zwei Wochen anhaltenden Demonstrationen geweckt.

Regierungschef Leung Chun Ying sagte am Wochenende, Peking werde nicht auf die Forderungen eingehen. Bild: BOBBY YIP/REUTERS

Am Wochenende sagte der Verwaltungschef von Hongkong, Leung Chun Ying, die kommunistische Führung in Peking werde von ihrem Beschluss nicht abrücken, bei der Wahl seines Nachfolgers 2017 nur vorab bestimmte Kandidaten zuzulassen. 

Die Regierung werde sich zwar weiter um Gespräche mit den Demonstranten bemühen. Ihre Bewegung sei aber ausser Kontrolle geraten. Die Blockade von zentralen Teilen der Wirtschaftsmetropole könnte nicht endlos weitergehen. (sda/reu/afp)



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 13.10.2014 08:51
    Highlight Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung ist ein höheres Gut als das Demonstrationsrecht. Daher muss jeder Protest friedlich und in geordneten Bahnen ablaufen. Größere Events wie Gipfeltreffen werden von vornherein hermetisch abgeriegelt, um jeglichen Protest zu verhindern. Warum sollten die Behörden in HK diese Rechte nicht haben. Hinzufügen muss man, dass die Proteste der Studenten einen wirtschaftlichen Hintergrund haben. Mit dem Status der Kronkolonie hat HK de facto seine Sonderstellung samt wirtschaftlicher Privilegien eingebüsst. Seine neue Rolle als Teil Chinas muss HK erst noch finden. Es besteht die Gefahr, dass andere Zentren wie z. B. Shanghai wichtiger werden. Die Berufsaussichten der Studenten in HK sind nicht mehr rosig, da sie mit Festlandchinesen konkurrieren müssen.
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Über 100 Festnahmen bei Räumung weiterer Barrikaden in Hongkong

Nach Zusammenstössen zwischen Polizisten und Demonstranten hat die Hongkonger Regierung weitere Strassensperren räumen lassen. Bis zum Mittwochmorgen Ortszeit wurden nach Polizeiangaben mehr als 100 Aktivisten festgenommen, die sich gegen die Räumung im Geschäftsviertel Mong Kok wehrten, darunter auch Protestführer Joshua Wong. Der Student ist das Gesicht der Protestbewegung in Hongkong und hatte die Demonstrationen für mehr Demokratie vor zwei Monaten initiiert. Nun hat die Polizei ihn …

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