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Fussmatten mit Nationalflagge: Amazon macht indische Aussenministerin wütend



Fussmatten mit indischer Nationalflagge haben die Regierung in Neu Delhi gegen den Online-Grosshändler Amazon aufgebracht. Amazon müsse sich für den Verkauf der Fussabtreter über seine kanadische Webseite entschuldigen und die das Land beleidigenden Produkte umgehend aus dem Angebot nehmen, forderte Indiens Aussenministerin Sushma Swaraj am Mittwoch auf Twitter.

«Sollte dies nicht unverzüglich geschehen, werden wir offiziellen Vertretern von Amazon kein Visa in Indien mehr gewähren. Wir werden auch die Visa zurückziehen, die bereits ausgestellt sind.»

Amazon Indien erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA, den Vorfall noch nicht kommentieren zu können. Der Grosshändler ist in den Verkauf der Fussmatten allerdings nicht direkt involviert. Sie werden von einem anderen Anbieter angeboten. Amazon stellt lediglich eine Art Marktplatz dar.

Das Unternehmen ist seit 2013 in Indien vertreten und hat seitdem Milliarden Dollar in das Land investiert. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Intellektueller 12.01.2017 08:48
    Highlight Highlight Gäähhhhhhn!
  • lilie 12.01.2017 08:18
    Highlight Highlight Ich hab jetzt wirklich sehr lange nachdenken müssen, bis ich endlich darauf kam, warum sich die Regierung in Indien so über eine scheinbare Lappalie aufregt: In Indien gelten Füsse als unrein. Es gilt als sehr unhöflich, die Fusssohlen beim Sitzen gegen den Gesprächspartner zu richten.

    Daher kommt wohl das Abtreten der Schuhe auf der Landesflagge in ihrem Empfinden tatsächlich symbolisch dem "Beschmutzen" der Landesehre gleich.

    Es wäre gut gewesen, diese Erklärung noch beizufügen, sonst macht es wirklich keinen Sinn.
    • Olaf44512 12.01.2017 10:52
      Highlight Highlight Macht nach wie vor keinen Sinn.
    • Sauäschnörrli 12.01.2017 20:37
      Highlight Highlight Kommt dass nicht aus dem Buddhismus? In Thailand haben sie uns das auch gesagt, ausserdem wohnt im Kopf die Seele, man darf also einem Buddhist auch nicht an den Kopf fassen. Mit den Füssen seinen Kopf berühren wär also dass Ultra-No-Go. 😉
    • lilie 13.01.2017 06:50
      Highlight Highlight @Sauschnörrli: Die Inder sind vorwiegend Hinduisten.

      Scheint aber sowieso eher eine kulturelle Geschichte zu sein. Der folgende Reise-No-Go-Führer zählt es als Nr. 1 für den ganzen asiatischen und arabischen Kulturraum auf und nennt es "eine grobe Beleidigung":

      http://m.bild.de/reise/2011/urlaub/tourist-kanada-hitlergruss-nicht-nachmachen-16209584.bildMobile.html?wtmc=mw
  • meine senf 12.01.2017 07:47
    Highlight Highlight Heutzutage hat man auf vielen Orten der Welt manchmal das Gefühl, dass "Nation" Religion ersetzt.

    Statt irgendwelche religiöse Symbole, deren Hinterfragung oder "falsche" Benutzung ein Tabu ist, treten Nationalsymbole wie Flaggen. Statt dass man an irgendeinen religiösen Erlöser glaubt, glaubt man dass irgendein ein reicher Demagoge sämtliche Probleme lösen wird.
  • Sauäschnörrli 11.01.2017 21:39
    Highlight Highlight Schnell Didier, tu was, das gibts auch von der Schweizer Flagge. Ah, warte, das Format stimmt nicht, kann also nicht unsere Flagge sein.
    User Image
    • Sauäschnörrli 12.01.2017 11:51
      Highlight Highlight Musst nes icht gleich Zenur nennen, wenn Watson es mal nicht schafft Kommentare sofort aufzuschalten.

      Und wieso zwingst du mich immer deine Aussagen zu googeln um dann heraus zu finden dass die Mehrheit nicht stimmt?

      "Die Schweizer Fahne, korrekt Flagge, gilt weltweit als Sonderfall: Vor dem UNO-Hauptsitz in New York flattert sie als einzige Fahne in quadratischer Form."

      http://www.swissinfo.ch/ger/schweizer-kreuz--quadrat--rechteck-oder-sonderfall-/6909062
    • Pingupongo 12.01.2017 18:07
      Highlight Highlight Ein ungeguldiges Auge...
  • Olaf44512 11.01.2017 21:25
    Highlight Highlight Als ob die dort keine anderen Probleme hätten. Zum Beispiel dass man Fussmatten mit der Landesflagge als Problem ansehen kann.

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