Panorama
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Auktion gestoppt

Kanadisches Dorf will toten Wal auf Ebay verkaufen

06.05.14, 02:21 06.05.14, 09:39
Wal Kanada eBay

Die mittlerweile gelöschte Auktion auf Ebay. Screenshot: eBay

Wegen fehlender Mittel für die Beseitigung eines toten Pottwals hat ein kanadisches Fischerdorf versucht, den angeschwemmten Kadaver über die Auktionsplattform Ebay zu verkaufen. Der Internetdienst beendete die Versteigerung, weil diese gegen die Regeln verstösst. 

Bis Montagmittag (Ortszeit) erzielte die Gemeinde St. George in Neufundland dutzende Gebote, das höchste davon lag bei 2000 Dollar. Doch als das ungewöhnliche Angebot Schlagzeilen machte, stoppte Ebay die Versteigerung. Wie ein Mitarbeiter sagte, verstiess diese gegen die Regeln des Auktionshauses, wonach Tiere weder tot noch lebendig verkauft werden dürfen

Der 12-Meter-Wal war vor einer Woche tot angespült worden. Das 1000-Einwohner-Dorf hat nach eigenen Angaben nicht die Mittel, um den verwesenden Kadaver zu beseitigen. Die kanadische Fischereibehörde lehnte es ab, der Gemeinde dabei zu helfen. 

Der Gemeinderat votierte darauf wegen der befürchteten Geruchsbelästigung durch die Verwesung am Sonntag dafür, den Wal im Internet zu versteigern. 

Solange jemand den Wal wegschafft 

Die Bundesbehörden hätten «dem Dorf keine Hilfe angeboten», sagte Bürgermeister Peter Fenwick der Nachrichtenagentur AFP. «Sie sagten nur, ‹Ihr müsst ihn loswerden›, weshalb wir uns entschieden haben, ihn auf Ebay einzustellen. Ehrlich, wir würden ihn für nichts verkaufen, wenn wir müssen – solange sie die Verantwortung dafür übernehmen, den Wal wegzuschaffen.» 

Auch die kanadischen Bundesbehörden wiesen Bürgermeister Fenwick inzwischen darauf hin, dass der Verkauf illegal sei. «Wir sind jetzt an einem Punkt, an dem wir prüfen müssen, ob es irgendein Schlupfloch in den Bestimmungen gibt.» 

Er wolle gegen kein Gesetz verstossen und den Wal illegal verkaufen. «Wir haben keine grosse Wahl, denn, wenn er hier bleibt und verrottet, wird das ein furchtbarer Gestank.» 

Ähnliche Probleme in anderen Dörfern

Nicht nur St. George hat ein Wal-Problem – auch die Gemeinde Trout River. Gif: watson

Zwei andere Dörfer in Neufundland kämpfen mit ähnlichen Problemen, nachdem zwei auf der Liste der gefährdeten Arten stehende Blauwale bei ihnen angespült wurden. Einer von ihnen blähte sich durch die Verwesung auf, weshalb die Bewohner des Dorfes Trout River eine Explosion befürchten

Ein Museum in Ontario will nun Forscher schicken, um die Wal-Kadaver zu bergen. Die Kadaver könnten künftig in der Forschungssammlung des Museums Wissenschaftlern zur Verfügung stehen. (sda/afp) 



Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Grosses büsi, kleines gefäss

Ich hock jetzt hier rein

Katzen steigen gern in Sachen hinein, in die sie eigentlich nicht hineingehören und schon gar nicht hineinpassen. Sie tun es trotzdem – und fühlen sich augenscheinlich ziemlich wohl dabei. 

(rof, via BoredPanda)

Artikel lesen