Schule - Bildung
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Arztbesuch am Sonntag, 1. Februar 2004, in der Abteilung fuer Geriatrie des Waidspitals in Zuerich bei einem betagten Mann. In der Klinik fuer Akutgeriatrie des Waidspitals Zuerich (der einzigen derartigen Klinik im ganzen Kanton) werden pro Jahr 600 stationaere Patientinnen und Patienten behandelt. Ihr Durchschnittsalter betraegt 83 Jahre. Und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei rund 40 Tagen. Altersmedizin, also geriatrische Aufgaben, ergeben sich dort, wo es den Wunsch und der Forderung der aelteren und kranken Menschen nach Selbstaendigkeit und Autonomie zu erfuellen gilt. Die Erreichung dieses Ziels setzt entsprechende medizinische, pflegerische, rehabilitative und soziale Angebote und Konzepte voraus.  (KEYSTONE/Gaetan Bally)  === EDITORIAL USE ONLY, ,   ===  : FILM]

Fallbesprechung während der Visite. Bild: KEYSTONE

Zu wenig einheimische Ärzte

Nur ein Viertel der neuen Ärzte stammt aus der Schweiz

Auf jeden Schweizer Studienabgänger in der Medizin kamen im vergangenen Jahr drei neue ausländische Ärzte.

22.05.14, 14:03 22.05.14, 18:09

Die Schweiz wird auch nach der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative noch lange auf ausländische Ärztinnen und Ärzte angewiesen sein. 836 neue Humanmediziner sind letztes Jahr diplomiert worden. Gleichzeitig haben die Behörden 2846 ausländische Diplome anerkannt.

Der Anteil der Ärztinnen und Ärzte mit ausländischen Diplomen stieg damit auf 29 Prozent, wie der Bundesrat in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der Solothurner SP-Nationalrätin Bea Heim schreibt.

«Dies zeigt, dass das Gesundheitswesen auf die Zuwanderung von Ärztinnen und Ärzten aus dem Ausland angewiesen ist.»

Trotzdem hätten kleine Spitäler in Randregionen zunehmend Schwierigkeiten, das nötige ärztliche Personal zu finden. «Dies zeigt, dass das Gesundheitswesen auf die Zuwanderung von Ärztinnen und Ärzten aus dem Ausland angewiesen ist», schreibt der Bundesrat.

Daran dürfte sich trotz der Bemühungen um zusätzliche Ausbildungsplätze in der Schweiz so rasch nichts ändern. Der Bundesrat möchte die Anzahl Abschlüsse auf bis zu 1300 pro Jahr erhöhen, hat in dem Bereich aber nur beschränkte Kompetenzen.

12 Jahre vom Studienbeginn bis zum Facharztdiplom 

Die Kantone haben in den letzten Jahren beträchtliche Anstrengungen unternommen. Zwischen 2008 und 2013 nahm die Anzahl Abschlüsse um einen Drittel zu. Die Universitäten Lausanne und Zürich haben 2013 je 60 neue Studienplätze geschaffen, Basel und Bern je 40. Im Kanton Tessin ist die Diskussion um die Schaffung einer biomedizinischen Fakultät im Gang.

Vom Studienbeginn bis zum Facharztdiplom dauert es jedoch rund zwölf Jahre. Erst dann werden sich die neuen Studienplätze auf die medizinische Versorgung der Schweiz auswirken. Für die Auswirkungen der Masseneinwanderungs-Initiative auf den Bereich verweist der Bundesrat auf die für Ende Juni angekündigten Umsetzungsvorschläge. (whr/sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
12
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Littlepage 22.05.2014 18:47
    Highlight Die Schweizer Matur ist die entscheidende Hürde. So manche importierte Fachkraft hätte sich wohl für eine andere berufliche Laufbahn entschieden (entscheiden müssen), wenn in ihrem Land die Anforderungen des Gymis mit unseren identisch wären. Fragt sich nur, wieso wir unserem Nachwuchs so grosse Steine in den Weg legen. Dümmer als anderswo sind unsere Kinder nicht.
    2 4 Melden
    • nanana 23.05.2014 02:39
      Highlight es hatt doch viele, welche die matur gemacht haben und medizin studieren wollen, aber keinen studienplatz bekommen, nur damit die schweiz bei der bildung sparen kann. das hat doch nichts mit der matur als "zu grosse hürde" zu tun.
      0 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 22.05.2014 17:55
    Highlight So lange man Kunst etc. studieren kann höre ich nicht mehr auf zu lachen.

    Man sollte den Anreiz schaffen, dass die Studenten etwas studieren was der Wirtschaft nütz. So verdient man ja eigentlich auch das Geld.

    Aber mann will ja lieber die finanzielle Umverteilung von reich zu "arm" vorantreiben. Und Jobs im Sozialwesen gibt es ja bekanntlich immer mehr - bezahlt sind sie auch viel zu gut, da vom Steuerzahler getragen.
    1 10 Melden
    • andybelle 22.05.2014 19:03
      Highlight Zu gut bezahlt? Immer schön solche Kommentare zu lesen. Sie haben wohl nicht wirklich eine Ahnung, was es heisst in diesem Bereich zu arbeiten?
      2 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.05.2014 19:14
      Highlight andybelle, verwechseln Sie Sozialwesen bitte nicht mit Gesundheitswesen.
      Ich schreibe hier über das Studium an sich und nicht über das Gesundheitswesen.

      Ich bin dafür, dass Numerus Clausus aufgehoben wird und man Studiengänge fördert welche benötigt werden.

      Als Beispiel nenne ich Studienrichtungen Kultur und Sozialpädagogik.

      Verwechseln Sie nichts!
      0 1 Melden
    • Lowend 22.05.2014 19:16
      Highlight Super und dann wären Schlachter für Menschen wie Sie dann Kandidaten, um Chirurg zu werden, weil sie gut mit dem Messern umgehen können und die Anatomie von Rindviechern kennen? Ich würde auch gerne mal in einer derart simplen Welt leben, wie die echten, rechten Superschweizer
      1 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.05.2014 19:21
      Highlight Da schreibe ich von Sozialwesen und die Leser verwechseln es mit Gesundheitswesen. Super nun bin ich der Depp der die Dislikes einsammeln darf :S
      0 0 Melden
    • andybelle 22.05.2014 20:16
      Highlight Ob Gesundheitswesen oder Sozialwesen; meine Meinung ändert sich nicht (und ja, ich kann lesen...hatte ich mal in der Schule gelernt, bei den überbezahlten Lehrern *ironie*).

      Es bringt nichts jetzt hier die Sache auszuschlachten denn wir zwei werden wohl nie auf einen grünen Zweig kommen. Ich bin halt so ein Sozi und he, Merci für die von Ihnen einbezahlte Steuern! Ich husch jetzt mal für sechs Wochen nach Dekadentonien und gönn mir fünfzehn Hugo's auf Sie.

      Und nur so damit wir wirklich noch zu BFF's werden; ich hab' Kunst studiert. Bevor ich so ein Sozi wurde. Ai, jetzt wo ich gebeichtet hab gehts besser.

      Nur so zum Schluss: disliken Sie mich ruhig, ich kann trotzdem friedlich zu Bett gehen.;-)
      2 1 Melden
  • sewi 22.05.2014 17:38
    Highlight Während unseren Kids der Zugang zu Matur und Uni erschwert wird, importiert man dann dt Aerzte
    2 0 Melden
  • Mbu 22.05.2014 17:12
    Highlight Die Folgen von Numerus clausus bei Medizin. Es ist offenbar billiger, Ärzte (und andere Fachkräfte zu importieren als selbst auszubilden. Volkswirtschaftlicher Unsinn! Die Rechnung geht nicht auf.
    3 0 Melden
    • gfc 23.05.2014 06:02
      Highlight Andere Staaten für eine sehr teure Ausbildung zu bezahlen lassen und selbst die ganzen Vorteile einzusacken: Doch, die Rechnung geht auf. Ob es sinnvoll und fair - gerade den Schweizer Talenten gegenüber - ist die andere Frage....
      0 0 Melden
  • Donald 22.05.2014 15:22
    Highlight Schön was alles als Gegenargument zur MEI dargestellt wird.

    Es ist schon seit Jahrzehnten klar, dass wir zu wenige Ärzte ausbilden, nicht erst seit der MEI. Die Schuld liegt bei den Regierungen und den Universitäten. Diese haben scheinbar noch nichts gelernt. Sie wollen die Anzahl in ein paar Jahren auf 1300 pro Jahr erhöhen obwohl schon heute 3000 benötigt werden und in Zukunft werden es noch mehr sein.

    Der Bundesrat ist ein visions- und planloses Gremium, das verzweifelt versucht von diesen Tatsachen abzulenken. Einfach nur peinlich.

    (Übrigens bin ich kein SVPler. Gerade deren Bundesrat finde ich einen der schlimmsten.)
    5 2 Melden

Oxford Uni verlängert Prüfungszeit – den Frauen zuliebe 

Studenten, die im Sommer 2017 an der Universität Oxford Mathematik- oder Informatikprüfungen ablegten, erhielten 15 Minuten mehr Prüfungszeit als ihre Kommilitonen im Jahr zuvor. Das nicht weil die Prüfungen schwieriger waren oder mehr Aufgaben beinhalteten, sondern um den Studentinnen zu helfen.  

Die Uni begründete den Zeitbonus damit, dass weibliche Kandidaten eher durch Zeitdruck beeinträchtigt würden als männliche. In den vergangenen Jahren war die Zahl männlicher …

Artikel lesen