Schweiz
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Wahlen 2015

SVP wirbt bei Grünliberalen um Listenverbindungen

SVP Parteipraesident Toni Brunner anlaesslich der Delegiertenversammlung der SVP am Samstag, 5. April 2014, in Naefels. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Toni Brunner: Liebe Grünliberale, wie wärs mit uns? Bild: KEYSTONE

SVP-Präsident Toni Brunner reicht im Hinblick auf die Wahlen 2015 der Grünliberalen Partei die Hand. Er fordert sie auf, über Listenverbindungen mit SVP und FDP nachzudenken. Es gehe darum, das bürgerliche Lager in der kommenden «Richtungswahl» zu stärken.

«Unser natürlicher nächster Partner, mit dem wir die grössten Übereinstimmungen haben, ist nach wie vor die FDP», sagte Brunner in einem Interview mit der «Schweiz am Sonntag». Doch im Bezug auf die GLP breche er nun ein Tabu und sage: «Wieso nicht auch einmal Listenverbindungen im Verbund mit der SVP und der FDP?»

Die Grünliberalen würden «ab und an» konsequenter als die CVP und die BDP politisieren. In finanz- und wirtschaftspolitischen Fragen sowie in Ausländer- und Asylfragen seien «durchaus Berührungspunkte vorhanden».

Im Gegensatz zu den Wahlen 2011, in dem das bürgerliche Lager «zwischen vier uns sieben Sitze an Mitte-Links verlor, weil es getrennt in die Wahlen stieg», solle für 2015 «in rund zehn Kantonen irgendeine Art Verbindung zwischen SVP und FDP möglich sein», schätzt Brunner.

Vorbehalte seitens der FDP

Die Schweiz stehe vor einer Richtungswahl. Der Freisinn müsse entscheiden zwischen einer «Stärkung der freiheitlichen und ordnungspolitischen Geister, oder den Sozialisten und ihren Verbündeten in die Hände spielen.»

Keine Partei werde deswegen ihre Positionen über Bord werfen müssen. «Dies ist eine rein rechnerische Übung», sagte der St. Galler Nationalrat. Dem pflichtet auch FDP-Präsident Philipp Müller bei. Listenverbindungen seien «eine rein arithmetische Angelegenheit», sagte er in einem Interview mit der «Sonntagszeitung».

Es gehe dabei einzig darum, allfällige Restmandate nicht der Links-Grünen zu überlassen. Vor allem die Kantonalparteien seien für Listenverbindungen zuständig. Müller prophezeit bei denen indes «einige inhaltliche Diskussionen, insbesondere in der Romandie», wenn die SVP «wirklich an allen angekündigten Initiativen» festhalte. (rey/sda)



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    Alle Leser-Kommentare
  • papparazzi 24.08.2014 16:58
    Highlight Highlight Toni Brunner hat recht! Vielfach politisieren die Grünen konsequenter als die "wankelmütige" CVP.
  • Romeo 24.08.2014 12:15
    Highlight Highlight Ich denke, dass Herr Bäumle und seine Mitglieder genug integer sind, um diesem Schleimversuch zu widerstehen.
  • quark 24.08.2014 08:14
    Highlight Highlight ich dachte immer GL Anhänger hätten Wissen und Charakter. bleibt so bitte

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