Schweiz
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ZUM THEMA GEBURT STELLEN WIR IHNEN HEUTE , DONNERSTAG, 10. NOVEMBER 2016, FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUETUNG --- A new mother holds her newborn infant named Julia, to whom she has just given birth, pictured at the maternity unit of the Triemli Hospital in Zurich, Switzerland, on September 27, 2016. Julia was delivered by cesarean section because she was facing the wrong way for a vaginal delivery. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Kein Notfall: Die Geburt eines Babys. Bild: KEYSTONE

Krankenkassen weigern sich, für Geburten von Prämien-Sünderinnen zu zahlen

Wer seine Krankenkassen-Rechnungen nicht zahlt, hat in manchen Kantonen kein Anrecht mehr auf medizinische Behandlungen. Nun wächst die Kritik an den schwarzen Listen.



Ist die Geburt eines Kindes ein Notfall? Und was ist mit einer Krebsbehandlung? Über diese Frage streiten derzeit Krankenkassen, Kantone und Spitäler in mehreren Kantonen. Grund dafür ist eine Regelung, mit der die Kantone das Problem der säumigen Prämienzahler in den Griff bekommen wollen.

Denn: Immer mehr Menschen in der Schweiz zahlen ihre Prämien nicht. Im Jahr 2016 – neuere Zahlen sind nicht verfügbar – waren es laut Bundesamt für Statistik 140’000 Personen. Sie liessen Krankenkassen-Rechnungen im Wert von über 300 Millionen Franken offen.

Die Kantone Aargau, Zug, Solothurn, Luzern, Graubünden, Thurgau, St. Gallen, Schaffhausen und das Tessin reagieren auf das Problem, indem sie Prämiensünder auf eine schwarze Liste setzen. Die betroffenen Personen haben kein Anrecht mehr auf medizinische Behandlungen – es sei denn, es handelt sich um einen Notfall.

Schwarze Liste Krankenkasse Prämien

Die grün oder blau eingefärbten Kantone führen schwarze Listen. Bild: GDK

Die Regelung stellt Ärzte vor ein Dilemma. Dann etwa, wenn eine Frau mit Wehen ins Spital kommt, deren Name auf der schwarzen Liste steht. Wie die Aargauer Zeitung schreibt, sind im Kantonsspital Baden aktuell drei Fälle hängig, in denen sich die Krankenkasse weigert, die Kosten für eine Geburt zu übernehmen. Die Spitäler bleiben in diesen Fällen auf den Behandlungskosten sitzen.

Auch die Behandlung von Krebskranken erachten Krankenkassen nicht immer als «Notfall». In Baden sind derzeit die Rechnungen von rund 30 Krebspatienten offen, wie die Zeitung weiter schreibt. «Trotz Diagnose-Bericht weigern sich einzelne Kassen immer öfter, die Kosten für solche Fälle zu übernehmen», lässt sich Omar Gisler, der Sprecher des Spitals, zitieren.

In anderen Kantonen, die schwarze Listen führen, ist das Problem ebenfalls bekannt. «Wir haben auch solche Fälle, und zwar mit zunehmender Tendenz», bestätigt Oliver Schneider, Kommunikationsverantwortlicher der Solothurner Spitäler, auf Anfrage von watson. Er spricht von mehreren Fällen täglich.

Mit dem Problem vertraut ist auch das Kantonsspital Luzern. Die Bearbeitung dieser Fälle sei «mit Aufwand verbunden», heisst es bei der Medienstelle knapp. Am Kantonsspital St. Gallen ist derzeit ein einziger Fall pendent. Es handelt sich um die Rechnung für eine Geburt in der Höhe von 1600 Franken.

«Unsere Erfahrung ist, dass die Ärzte die Behandlung in der Regel als notwendig erachten.»

Oliver Schneider, Sprecher Solothurner Spitäler

Es sei am behandelnden Arzt zu entscheiden, ob etwa ein Patient oder eine Patientin trotz Eintrag auf der schwarzen Liste eine Behandlung benötige, so Oliver Schneider. «Unsere Erfahrung ist, dass die Ärzte die Behandlung in der Regel als notwendig erachten.» Gisler ergänzt, aus medizinischer Sicht sei es «fahrlässig», eine Frau wegzuschicken, deren Wehen bereits eingesetzt haben.

Die Diskussion nährt die Zweifel am Nutzen der schwarzen Listen. In Solothurn setzen sich derzeit mehrere Parteien dafür ein, das Instrument wieder zu kippen. Die erhoffte «abschreckende Wirkung» sei nicht eingetreten, begründen die Kantonsräte ihren Vorstoss.

Ernüchternd fällt das Fazit auch in Schaffhausen aus: «Wir stellen leider fest, dass sich die Zahlungsdisziplin nach Einführung der schwarzen Liste nicht verbessert hat. Im Gegenteil – die Liste wächst immer weiter», sagt Daniel Schär, stellvertretender Leiter des zuständigen Sozialversicherungsamts.

Und im Aargau zog SVP-Regierungsrätin Franziska Roth den Ärger ihrer Partei auf sich, indem sie sich zur Aussage hinreissen liess, die schwarze Liste löse keine Probleme, sondern «schaffe neue».

«Wenn man schon solche Listen betreibt, müssen viele der säumigen Prämienzahler eng betreut werden – sonst ist die Wirkung gleich null.»

Susanne Hochuli, Patientenschützerin

Damit kommt sie zum gleichen Schluss wie ihre Vorgängerin Susanne Hochuli (Grüne), die inzwischen die Stiftung für Patientenschutz präsidiert. Zu watson sagt Hochuli: «Es kann nicht der Sinn der schwarzen Listen sein, dass die Spitäler am Ende auf ihren Rechnungen sitzen bleiben.» Die Entwicklung zeige, dass sich die Probleme mit dem Instrument lediglich verlagerten.

Susanne Hochuli

Patientenschützerin Susanne Hochuli wünscht sich ein Umdenken. Bild: Keystone

Bei vielen Menschen auf der Liste sei das Problem nicht, dass sie die Prämien nicht zahlen wollten, sondern dass sie es nicht könnten, so Hochuli. Ohne Hilfe gelinge es den Betroffenen nicht, den Schulden zu entkommen. Die Patientenschützerin hofft darum, dass die Kantone das System überdenken. «Wenn man schon solche Listen betreibt, müssen viele der säumigen Prämienzahler eng betreut werden – sonst ist die Wirkung gleich null.»

Bei bürgerlichen Parlamentariern im Aargau finden diese Argumente allerdings kein Gehör. Schaffe man die Liste ab, bestrafe man damit die ehrlichen Prämienzahler, sagte SVP-Grossrat Clemens Hochreuter in der «Aargauer Zeitung». Auch FDP- und CVP-Politiker stellen sich auf den Standpunkt, es sei noch zu früh, um die Übung abzubrechen.

Einheitlichere Prämienverbilligungen gefordert

Nicht nur beim Umgang mit säumigen Prämienzahlern gleicht die Schweiz einem Flickenteppich. Auch die Regelungen punkto Prämienverbilligungen unterscheiden sich von Kanton zu Kanton stark. Geht es nach den Grünen, soll sich das ändern: In einem Postulat verlangt die Fraktion, dass der Bundesrat abklären lässt, «wie die Praxis der Prämienverbilligung in den Kantonen verbessert und vereinheitlicht werden kann». In der kommenden Frühlingssession debattiert der Nationalrat darüber. Der Bundesrat zeigte sich in seiner Antwort bereit, Verbesserungsmöglichkeiten zu prüfen. Besorgt zeigt er sich insbesondere darüber, dass einzelne Kantone ihre Prämienverbilligungsbeiträge in den vergangenen Jahren stark gesenkt haben. (jbu)

Du musst 2018 noch mal mehr für deine Krankenkasse bezahlen

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Booker 25.02.2018 16:51
    Highlight Highlight Man muss unterscheiden zwischen jenen die nicht bezahlen können und jenen die nicht bezahlen wollen. Vorallem Zweitere die dann das neuste iPhone haben, ein teures Flat All inclusive Abo, Geld für Zigaretten etc. Da kann man schon strikter sein, die anderen kriegen ja Prämienvergünstigungen von Kanton.
  • Walser 25.02.2018 11:59
    Highlight Highlight Diese Diskussionen passen gerade gut zu tun den Enthüllungen der komplett übertriebenen Ärztehonorare. Wie wärs mal hier aufzuräumen statt bei denen die man sowieso unterstützen muss.
  • runner 25.02.2018 08:48
    Highlight Highlight Wenn die Mütter nicht zahlen, sollten die Väter eben zahlen, sie sind ja immerhin mit beteilitgt!
  • Evan 24.02.2018 19:59
    Highlight Highlight Wie schafft man es eigentlich, sich die KK nicht leisten zu können? Wenn man wenig verdient, wird einem ja der grösste Teil übernommen.
    • öpfeli 24.02.2018 20:25
      Highlight Highlight Scheinbar wird jetzt auch bei der Prämienverbilligung gespart. Man kommt schwieriger hinein als auch schon.
      Aber ich weiss nichts genaueres, wurde mir einfach erzählt von einer Betroffenen.
    • Mermegil Schweiz 24.02.2018 23:08
      Highlight Highlight ja im kanton schwyyz wird am 4.märz darüber abgestimmt unter dem vorwand solchen mit hohem vermögen nichts mehr zu zahlen wird denen die es brauchen die prämien die bezahlt werden reduziert
    • Maracuja 25.02.2018 12:29
      Highlight Highlight Vielleicht weil gewisse Kantone diese Beiträge immer mehr kürzen? In Luzern gab es letztes Jahr sogar einen Stop bei der Auszahlung der Prämienverbilligungen, weil sich das Parlament lang nicht auf ein Budget einigen konnte. https://www.srf.ch/news/regional/zentralschweiz/kritik-am-kanton-luzern-krankenversicherer-kommen-kunden-wegen-rueckzahlungen-entgegen
  • Caprice 24.02.2018 16:07
    Highlight Highlight Die KKs sind zu teuer, ja. Aber wer wirklich schlecht oder gar nicht verdient, dem wird geholfen. Das ist dann eine Frage der Organisation und der Prioritäten. Es käme mir im Leben nicht in den Sinn, einfach die KK nicht zu zahlen, dann lieber alles andere danach...
  • Boerig 24.02.2018 15:23
    Highlight Highlight Was man hier alles in den Kommentaren hören muss, ist teilweise unglaublich und erschreckend. Dauernd wird behauptet, die Betreffenden seien selber Schuld, es gäbe niemanden dem nicht geholfen würde, etc, etc. So einfach ist es nicht liebe Leute! Oft suchen Betroffene viel zu spät Hilfe und dann wird ihnen richtigerweise die alten KK-Schulden nicht bezahlt, nur die aktuellen und zukünftigen. Zu glauben die Leute zahlen mit böser Absicht ihre KK-Prämien nicht ist grossmehrheitlich nicht der Fall, das sind populistische Behauptungen, die auf Einzelfällen beruhen.
  • Olf 24.02.2018 14:28
    Highlight Highlight Ich habe kürzlich gelesen wie das österreichische Modell der Krankenkasse funktioniert, man könnte das von mir aus praktisch 1 zu 1 für die Schweiz übernehmen.

    https://www.ess-europe.de/krankenversicherung-oesterreich/
    • nukular 24.02.2018 15:31
      Highlight Highlight Das system finde ich eher unfair...warum muss alles einkommensabhängig gemacht werden? Für was soll ich denn mehr verdienen, wenn ich dann doch wieder mehr bezahlen muss als ein anderer? Irgendwo hört das sozial sein einfach auf...
    • Olf 24.02.2018 16:07
      Highlight Highlight Bei uns ist das System alters- geschlechtsabhängig, also auch unfair.
    • Echo der Zeit 24.02.2018 16:55
      Highlight Highlight @nukular: Das ist schon so. Es gibt Länder da ist es anders. Da geht das Geld für denn Sicherheitsdienst, die Privatschule, die Privatklinik drauf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Watson=Propagandahuren 24.02.2018 14:11
    Highlight Highlight Und ich dachte Zwangs-KK zahlen wir damit sichergestellt ist dass JEDE/R die Grundversorgung erhält?
    Wenn das nicht mehr so ist wie will man dann noch den Zwang rechtfertigen?
  • pedrosuizo 24.02.2018 13:50
    Highlight Highlight Wenn man einige dieser Kommentare liest, hat man den Eindruck, die liberale Revolution hat nie stattgefunden... Pranger und Schikane an Menschen, die gar keine Chance haben, diese Prämien zu bezahlen, sind wie ein Rückfall ins 17. Jahrhundert. Über das Gebahren der KK muss man eh nicht mehr diskutieren.
  • ostpol76 24.02.2018 13:47
    Highlight Highlight Mit dem BWM eine Bahnhofsrunde zu fahren ist eben 1000 mal cooler als Prämien zu zahlen!
    • Saraina 24.02.2018 17:48
      Highlight Highlight Sooo viele Frauen sehe ich nicht mit dem BMW eine Bahnhofsrunde fahren. Und Geburten sind halt klassische Frauengeschichten, der Kindvater muss dafür nicht gerade stehen.
  • tinu32 24.02.2018 12:53
    Highlight Highlight "Schaffe man die Liste ab, bestrafe man damit die ehrlichen Prämienzahler, sagte SVP-Grossrat Clemens Hochreuter"
    Wenn die Spitäler auf den Rechnungen sitzen bleiben, trifft es halt die Steuerzahler...
    • zeromaster80 24.02.2018 13:49
      Highlight Highlight Es trifft auch sonst die Steuerzahler, das Risiko nicht bezahlter Prämien liegt hauptsächlich beim Kanton. Und nach linker Logik ist das auch fair, Steuern zahlt man schliesslich nicht pauschal pro Kopf.
  • Saul_Goodman 24.02.2018 12:46
    Highlight Highlight Moment mal 🤔
    Wenn jemand ohne kk ein baby bekommt soll er das geld für die geburt selbst berappen. Warum soll das am spital hängen bleiben?

    Wenn ich bei krebs trotzdem behandelt werde, frage ich mich warum ich überhaupt kk zahlen soll... kleinere eingriffe kann ich auch selber bezahlen...aber genau wegen solchen horrorszenarien hat man die kk
    • Hierundjetzt 24.02.2018 12:59
      Highlight Highlight Weil Du im Spital nicht bar bezahlst sondern eine Rechnung erhältst...
  • Echo der Zeit 24.02.2018 12:29
    Highlight Highlight Die Säumigen Prämien Zahler sind nicht das Problem - sondern die Ärzte die nach Lust und Laune rum Operieren. Kürzlich im Radio sagt so ein Gott in Weiss - Wir bieten die Leute zwei mal auf, auch wen die Untersuchung in einem mal erledigt werden könnte - um auf die Kosten zu kommen - Ähnliches Beispiel - Wir Reinigen unser Operations Werkzeug nicht mehr und brauchen Einweg Materialien - um auf die Kosten zu kommen. Sinnlose Knie und Schulter Operationen - noch so gerne.
    • atomschlaf 24.02.2018 13:06
      Highlight Highlight Du hast ja schon recht, aber das jetzt rein gar nichts mit dem Thema des Artikels zu tun.
    • Statler 25.02.2018 15:30
      Highlight Highlight @atomschlaf: natürlich hat das was damit zu tun. Denn es sind genau diese Faktoren (u.A.), welche die KK-Prämien in die Höhe treiben, sodass gewisse Leute selbige nicht mehr bezahlen können.
  • mountaineer 24.02.2018 12:18
    Highlight Highlight An alle, die hier wieder eine Einheitskasse fordern: Diese würde genau gar nichts an dieser Problematik ändern.

    Das Problem liesse sich höchstens lösen, indem die Prämien direkt vom Lohn oder der Rente abgezogen würden.
    • Posersalami 24.02.2018 13:50
      Highlight Highlight Eine Einheitskasse senkt die Kosten. Nur ein VR, keine Werbung, keine Shareholder, kann ganz anders verhandeln, staatlich kontrolliert usw.

      Bei der SUVA klappt das ganz hervorragend.

      Zudem könnte, analog zur SUVA, die Prämie einfach vom Lohn abgezogen werden. Mit dem aktuellen Modell wäre die Bürokratie doch etwas gross.
    • mountaineer 24.02.2018 14:27
      Highlight Highlight Eine Einheitskasse könnte die Kosten nur marginal senken.
      Die Verwaltungskosten in der Grundversicherung betrugen 2016 knapp 5 Prozent des Prämienvolumens. Auch wenn wir jetzt von der äusserst optimistischen aber kaum realistischen Annahme ausgehen, dass eine Einheitskasse mit der Hälfte auskäme, würde die Ersparnis schon im ersten Jahr durch die allgemeine Kostensteigerung aufgefressen.

      Solange Leistungskatalog und Vertragszwang nicht angetastet werden, könnte auch eine Einheitskasse nichts ausrichten.

      https://www.moneyland.ch/de/krankenkassen-provisionen-verwaltungskosten-2017
    • Hoppla! 24.02.2018 14:39
      Highlight Highlight Ja, und statt Kunde bist du Bittsteller. Tolle Sache!

      Ich kann mich z.B. an die PTT-Zeiten als Bittsteller erinnern. Nein, danke!
    Weitere Antworten anzeigen
  • TrueClock 24.02.2018 12:12
    Highlight Highlight Ich bin für eine Schwarze Liste für Krankenkassen!
    • zeromaster80 24.02.2018 13:59
      Highlight Highlight Die Listen kommen nicht von den Kassen... Aber gegen die Kassen zu schiessen ist halt populär.
  • Boerig 24.02.2018 12:03
    Highlight Highlight Diese Listen sind so oder so ein absoluter Skandal und zwar aus ganz anderen Gründen: Sämtliche säumigen Prämienzahler werden betrieben, ok. Ok? Ja, aber bei allen anderen Verträgen, wird mir dann gekündigt und ich muss nur für die alten Schulden geradestehen. Hier aber handelt es sich um einen Knebelvertrag - Ich werde zwar bis zu meinem Lebensende für Prämien betrieben und verschuldet, für Leistungen, die ich gar nicht mehr erhalte, bezw. mir vorenthalten werden! Ich knn weder KK wechseln, geschweige sie allgemein Kündigen. Falls ich sie jemals bezahle, dann macht die KK sogar gewinn...
  • kadric 24.02.2018 12:00
    Highlight Highlight Es gibt da eine einfache lösung. Wir müssten zurück ins Mittelater dafür. Die Leute welche die Prämien nicht zahlen sollte man auf einem Anschlagbrett im Gemeindehaus veröffentlichen, sprich an den Pranger stellen. Da würde man die Schamgefühle treffen und die hälfte der Nichtzahler würde reduziert werden.
  • Lester McAllister 24.02.2018 12:00
    Highlight Highlight Wer mal in der Situation war, kennt ja das Spiel mit den Rechnungen.
    - Miete, Kreditrate oder Swisscom nicht zahlen--> mühsame Folgen ( kein Netz, Kündigung der Wohnung, Verlust der Krditwürdigkeit oder Forderung der Gesamtsumme durch Bank)

    - Steuer oder KK nicht zahlen--> keine oder sehr späte Folgen
  • Swizzi 24.02.2018 11:46
    Highlight Highlight Das ist richtig so. In den meisten Fällen könnten sie, wollen aber nicht.

    Ein Beispiel aus meinem Umfeld:
    Die Prämien werden immer erst bezahlt bei der 3. Mahnung oder noch später, aber die Handyrechnungen der Familie inkl. 2 Kinder und die Digital TV Abos werden pünktlich bezahlt (über 350.-- p/Mt.). Sonst würde die DL ja eingestellt und das wäre ja eine Katastrophe!
  • Posersalami 24.02.2018 11:42
    Highlight Highlight Einfache Lösung: Die Grundversorgung stellt eine Einheitskasse, von mir aus mit hohem Selbstbehalt usw., die monatliche Gebühr wird direkt vom Lohn abgezogen. Wer eine tiefere Franchise und mehr Leistung will kann ja dann eine Zusatzversicherung bei einer privaten KK abschliessen.

    Problem gelöst.
  • Flint 24.02.2018 11:27
    Highlight Highlight Insbesondere für Hausärzte ein Problem. Patienten mit Leistungsstopp zu behandeln bedeutet für den Arzt die Behandlung inkl. Medikamente aus eigener Tasche finanzieren zu müssen. Auch nicht gerade fair von den Patienten. Deshalb finde ich die schwarzen Listen ok. Wenn jemand sich trotzdem bahandeln lassen will geht das in den Fällen mit Vorauszahlung / Barzahlung trotzdem.
  • Nik G. 24.02.2018 11:24
    Highlight Highlight Es muss endlich dafür gesorgt werden, dass die Prämien bezahlbar bleiben! 2 Klassen Medizin wir kommen!
  • chicadeltren 24.02.2018 11:22
    Highlight Highlight Wenn man halt lieber die Handyrechnung statt die KK-Prämie bezahlt...
    • Flint 24.02.2018 12:13
      Highlight Highlight Oder das Auto-Leasing...
  • Marex1950 24.02.2018 10:49
    Highlight Highlight Das ist schon in Ordnung. Wenn ich auch ohne Prämienzahlung behandelt werde, ist es auch für mich eine Option, die Zahlung zu verweigern. Schafft endlich eine Einheitskasse analog SUVA. Es können Milliarden gespart werden, wenn Managerlöhne und Prunkbauten nicht mehr finanziert werden müssen. Ein grosser Teil der Verweigerer WOLLEN nicht zahlen und die sollen bestraft werden.
    • chicadeltren 24.02.2018 11:24
      Highlight Highlight Die werden aber mit einer Einheitskasse sicher nicht mehr bestraft sondern als "Kollateralschaden" mit dem System mitgeschleppt...
    • zeromaster80 24.02.2018 14:11
      Highlight Highlight Die Einheitskasse spart real ca. EINE Prämienerhöhung zu neuen Jahr das war es dann auch schon. Die Kostensteigerung kommt nicht von steigenden Verwaltungskosten. Ein unliebsamer Fakt für die Einheitskassen-Propaganda.
    • mr-marple 24.02.2018 15:47
      Highlight Highlight @zeromaster80 hast du Daten dazu? Würd mich interessieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 24.02.2018 10:45
    Highlight Highlight Selbstverständlich muss bei Geburten geholfen werden, auch wenn die Mutter die Prämien nicht bezahlt hat. Es geht ja um die Gesundheit des Kindes, das kann nichts für seine Mutter.

    Nichtsdestotrotz brauchen wir ein wirksameres Betreibungswesen, damit Leute, die die Prämien bezahlen könnten, das auch tun.
    • Posersalami 24.02.2018 11:45
      Highlight Highlight Völliger Unsinn.

      Prämie einer zu bildenden Einheitskasse für die Grundversorgung direkt vom Lohn abziehen und gut. Es kann weder sein dass jemand nicht behandelt wird, noch dass die Ärzte auf Kosten sitzen bleiben.

      Wir hatten die günstige Einheitskasse in der Hand, leider hat das Volch einmal mehr der dümmlichen Propaganda geglaubt.
  • Roro Hobbyrocker 24.02.2018 10:37
    Highlight Highlight Ich bin nicht per se gegen die schwarzen Listen, bei mir im Geschäft habe ich eine Arbeiterin welche Schulden hat (Heirat einer falschen Person). Sie kann nur zum Arzt, wenn sie bar bezahlt, ausser Notfall. Dadurch sind wir als Arbeitgeber plötzlich in der Lage das jemand länger nicht zur Arbeit kommt, da man nicht zum Arzt kann (geschweige dem fehlenden Zeugnis). Dazu kommt das sie die Krankenkasse nicht wechseln kann, wegen der schwarzen Liste. Das heisst die Krankenkasse muss sie jetzt trotzdem bezahlen, Leistung bekommt sie nicht und die obwohl sie in einen Jahr aus den Schulden sein wird.
  • P1erre991 24.02.2018 10:22
    Highlight Highlight Wir hatten die Einheitskasse niemals ablehnen dürfen! Wir sind selber schuld oder besser gesagt die die sie abgelehnt haben sind schuld! Seit wann sagen die Politiker die Wahrheit??
    • Exodus 25.02.2018 21:59
      Highlight Highlight Schwierig.
      Krankenkassen haben einen grossen direkten Einfluss in der Politik, und Politiker können heute auch eine Führungsposition in einer Krankenversicherung haben.
      Einige Beispiele:
      Ein Drittel der Gesundheitskommision ist eng mit den Krankenkassen verbunden.
      Die Präsidenten von NR und SR sind auch Mitarbeiter mit Führungsposition bei Groupe Mutuel.
      Unser BR Ignazio (Kranken-)Cassis präsidierte den Curafutura-Krankenkasseverband, und Curaviva.
  • SJ_California 24.02.2018 10:20
    Highlight Highlight Unser Sozialsystem basiert darauf, dass jeder einzelne etwas dazu beiträgt. Gibt es mehr und mehr Steuer-, KK- und ähnliche Sünder, so steht das ganze System auf der Kippe. Resultat: jeder zahlt die effektiven Kosten seiner Behandlungen.
    Will man als Volk dieses System weiterhin, so muss die Politik bald Lösungen finden.
    Ein direkter Abzug vom Lohn wäre wohl kein falscher Ansatz. Und eine effizientere Prämienverbilligung für Wenigverdiener.
    • The Destiny // Team Telegram 24.02.2018 13:49
      Highlight Highlight "Ein direkter Abzug vom Lohn wäre wohl kein falscher Ansatz."

      Ja es müssen Lösungen gefunden werden, Bsp. Prämie im Verhältnis zum Einkommen(75%), der Rest ist eine massiv günstigere Grundgebühr.

      Aber sowas wie oben werde ich nie unterstützen, mein Lohn gehört mir genauso wie meine Rechnungen und die Konsequenzen die das nicht bezahlen mit sich tragen.
  • atomschlaf 24.02.2018 10:12
    Highlight Highlight Wenn jemand dauerhaft nicht zahlen KANN, dann können diese Personen oder Familien Sozialhilfe beantragen.
    Geschieht dies nicht, dann kann man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass jemand nicht zahlen WILL und lieber die Allgemeinheit die Kosten tragen lässt.
    • Iko5566 24.02.2018 23:16
      Highlight Highlight Wieder mal ein sehr durchdachter Kommentar...nicht. Wie im Artikel zu lesen zahlt der Arzt oder das Spital die Behandlung, resp. macht sie ohne sie in Rechnung stellen zu können. Demnach zahlt die Allgemeinheit viel eher, wenn die Kk durch die Sozialhilfe finanziert wird. Aber Hauptsache Stimmung machen. Denken ist überbewertet.
  • El diablo 24.02.2018 10:08
    Highlight Highlight Man sollte die Patienten, die nicht bezahlen konsequent nicht behandeln. Wieso sollte man eine Leistung beziehen dürfen, die man nicht bezahlen kann/will? Selber Schuld sage ich da nur.
    • chicadeltren 24.02.2018 11:28
      Highlight Highlight Wenns ums Ohren putzen oder ne Erkältung geht, klar. Aber wenn jemand um Atem ringend vor dir steht, würdest du ihn auch behandeln, ob er nun zahlen kann oder nicht...
    • El diablo 24.02.2018 12:23
      Highlight Highlight Bei lebensnotwendigen Operationen bei denen es um Minuten geht einverstanden. Aber alles andere (auch Geburten oder Krebs) sollte man kalt bleiben. Wr nicht bezahlt hat auch kein anrecht auf eine Behnadlung.
    • Charlie Brown 24.02.2018 13:10
      Highlight Highlight @ElDiabolo: Du argumentierst stringent zu deinem Nickname.
    Weitere Antworten anzeigen
  • nass 24.02.2018 10:01
    Highlight Highlight Wenn ich meine Prämien nicht mehr zahlen kann stell ich auch kein Kind mehr auf die Welt.
    • nukular 24.02.2018 10:36
      Highlight Highlight Man kann jeder gemeinde melden, dass man die steuern monatlich zahlen will...mach ich auch so..
    • Menel 24.02.2018 10:51
      Highlight Highlight Dann sollte man endlich auch die Verhütungsmittel in die Grundversicherung aufnehmen!
    • Roman h 24.02.2018 11:19
      Highlight Highlight @menel
      Ist Sex ein Grundbedürfnis?
      Wer kein Geld für Kinder oder Verhütung hat, der muss halt auf Sex verzichten
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wambolium 24.02.2018 09:57
    Highlight Highlight "Bei vielen Menschen auf der Liste sei das Problem nicht, dass sie die Prämien nicht zahlen wollten, sondern dass sie es nicht könnten"

    Genau das ist das Problem. Für viele Working-Poor-Arbeiter, sind die KK-Kosten eine enorme Belastung. Daher sollten mMn endlich die Kopfprämien durch eine einkommensabhängige Prämie ersetzt werden.
    • ARoq 24.02.2018 10:22
      Highlight Highlight Wenn das Einkommen nicht reicht um die Prämien zu bezahlen hat man in der Regel Anspruch auf Prämienverbilligung:
      https://www.ch.ch/de/verbilligung-krankenkassenpramien/
    • Waggis 24.02.2018 10:29
      Highlight Highlight Die können aber Prämienverbilligungen verlangen! Im Kanton SO wird diese sogar anhand der Steuererklärung automatisch gewährt!
    • Marex1950 24.02.2018 10:53
      Highlight Highlight Wenn ich schon die Prämien nicht zahlen kann, stelle ich auch keine Kinder auf die Welt. Wie soll ich die Kosten für ein Kind aufbringen?? So werden Sozialfälle produziert und vom Staat gefördert, wenn immer der Staat einspringen soll.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wolf2000 24.02.2018 09:56
    Highlight Highlight Man müsste halt einführen . Das Steuern un Kk direkt vom Lohn abgezogen wird. Dann hätten wir viel weniger Probleme .
    • Gonzolino_2017 24.02.2018 10:14
      Highlight Highlight Sie haben jetzt schon gar nichts verstanden! Das mützt vielleicht dann, wenn grundsätzlich genügend Geld für die Lebenshaltungskosten vorhanden ist, aber anders ausgegeben wird! Dort wo kein Geld vorhanden ist, kann auch nichts abgezogen werden und das Existenzminimum darf nicht unterschritten werden, damit würde auch mit ihrem Vorschlag kein Problem wirklich gelöst, sondern nur verschoben - das Geld fehlt, weil unsere Lebenshaltungskosten für die tiefen Einkommen viel zu hoch sind! (Mieten, jährlicher KK Prämienanstieg, täglicher Einkauf mit Schweiz-Zuschlag etc.)
    • Genti 24.02.2018 10:50
      Highlight Highlight Und dann? Können ihr essen nicht mehr bezahlen, ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen, da das Geld für das nötigste fehlt und Rennen gleich zur Sozialhilfe.
    • Rabbi Jussuf 24.02.2018 11:52
      Highlight Highlight Das stimmt wohl. Aber es käme einer Entmündigung des Bürgers gleich.
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  • droelfmalbumst 24.02.2018 09:55
    Highlight Highlight arbeite in der branche und ihr dürft mir wirklich glauben...die mehrheit bezahlt nicht weil sie nicht wollen oder es als unwichtig empfinden.... völlig richtig dass dann die kosten nicht bezahlt werden! wer wirklich nicht bezahlen kann dem wird geholfen. oder ist es normal dass jemand der eine S-klasse fährt seit jahren es nicht hinkriegt die KK zu bezahlen? wohl kaum....
    • Faenker 24.02.2018 10:08
      Highlight Highlight Ich sehe das schon auch so. Momentan lösen die Listen aber das Problem nicht, es verlagert eibfach die Kosten ans Spital. Denn kein Arzt würde einer schwangeren Frau die Behandlung verweigern nur weil sie auf der Liste steht. Die juristischen und moralischen Folgen wären unkalkulierbar...
    • Gonzolino_2017 24.02.2018 10:17
      Highlight Highlight Wenn dem tatsächlich so ist ( ... und das gibt es sicher auch!), dann liegt es an den Gemeinden/Kantonen dies zu ändern! Betreibung, Veräusserung, bis hin zur Lohnpfändung!
    • Matti_St 24.02.2018 10:29
      Highlight Highlight Klar fahren die meisten ein teures Auto und bezahlen die KK Prämie nicht.
      Anscheinend bestätigt mal wieder, bloß weil man in der Branche arbeitet, ist das kein Beleg, dass man von mehr eine Ahnung hat. Egal ob ihr bei der KK arbeitet oder auf einem Amt.
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  • Baba 24.02.2018 09:54
    Highlight Highlight Ach Herr Hochreuter, letztendlich bezahlt ja doch alles die Allgemeinheit. Mit der Liste einfach noch mit ein bisschen zusätzlichem Administrationsaufwand, da diese Liste bestimmt nicht gratis geführt wird!

    Es darf tatsächlich nicht sein, dass den Spitälern der schwarze Peter zugeschoben wird, bzw diese auf ihren Kosten sitzen bleiben. Ärzte sind verpflichtet, Leben zu retten/zu schützen. Nicht sinnfreie Administrationsmittel zu berücksichtigen.

    Die Rechte sollte endlich begreifen, dass ein einfaches Listeli keine Probleme löst (Frau Roth scheint es zu dämmern).
    • Marex1950 24.02.2018 10:56
      Highlight Highlight Vielleicht könnte mann bei den Ärzten und den überrissenen Honoraren beginnen zu sparen. Wäre doch ein Ansatz, wenn jeder „Spezialarzt“ nicht 1 Million verdient, sondern NUR die Hälfte. Kommt ein ganz schöner Batzen zusammen.
    • Obey 24.02.2018 12:31
      Highlight Highlight Wenn sie eine Klinik führen würden und Ärzte für 500'000.- einstellen würden, würde man Ihnen immernoch die Türe einrennen, weil sie WEIT über dem Durchschnittslohn zahlen würden. Ihre Lohnvorstellungen der Ärzte sind meilenweit von der Realität entfernt. An unserem Gesundheitswesen verdient in erster Linie die Pharmabranche und das Management der Krankenkassen. Ärzte sind nicht in erster Linie die Profiteure davon.
  • redeye70 24.02.2018 09:52
    Highlight Highlight Ich bin mir sicher, es gibt schwarze Schafe die das Geld lieber anderweitig nutzen statt die Prämien zu zahlen. Wenn aber trotz schwarzer Listen die Zahlungsausfälle zunehmen, steckt def. ein ganz anderes Problem dahinter. Die bürgerlichen Parteien wollen einfach nicht wahrhaben, dass es in unserem Land für immer mehr Menschen immer schwieriger wird durchzukommen. Verursacht wird das meiner Meinung nach vor allem durch die massiv gestiegenen Mitzinsen, die schnüren unserer Volkswirtschaft langsam die Luft ab. Notabene die Bürgerlichen sehen da keinen Handlungsbedarf.
    • atomschlaf 24.02.2018 10:16
      Highlight Highlight Mit Links oder Rechts hat dies nicht viel zu tun.
      Die linken "Problemlösungen" sehen meist so aus, den Leistungsträgern noch mehr Steuergelder aus der Tasche zu ziehen um noch mehr umzuverteilen, was genau so nicht nachhaltig ist.
      An den steigenden Mietzinsen sind links und grün genau so mitschuldig wie die gewinnmaximierenden Immobilienhaie. Wesentliche Treiber sind dort nämlich die massive Zuwanderung und die Baulandverknappung was beides von linker und grüner Seite befürwortet wird.
  • wipix 24.02.2018 09:50
    Highlight Highlight Soweit ich informiert bin, würde die Wohngemeinde für die Prämien der KVG Grundversicherung aufkommen und kann zumindest vom Kanton die Prämienverbilligung erwarten.
    Diese Prämien bleiben natürlich geschuldet, eine Sanierung / Lohnpfändung wäre logisch. Der Schuldner wäre aber immerhin betreut, soweit er das zulässt, und ärztliche Behandlungen würden im normalem Rahmen durch die KK bezahlt.
    Die schwarze Liste Lösung ist eindeutig nicht zu Ende gedacht.
  • Petersilly 24.02.2018 09:48
    Highlight Highlight Tja, woran liegt das wohl das so viele ihre Krankenkassenrechnung nicht mehr zahlen können. 🙄
    Die, die nicht wollen sind hier nicht gemeint ...
  • Matti_St 24.02.2018 09:43
    Highlight Highlight Mit dem Betreibungssystem in der Schweiz gibt es keine, keine Prämienzähler. Das ist nur noch ein Kindergarten.
    Mit anderen Worten, die KK kommen immer an ihr Geld. Dank Gebühren verdienen sie noch mehr mit einem, dank Digitalisierung, kleinsten Aufwand.
    Am Schluss geht es nur darum, Kranken einen Denkzettel zu verpassen.
  • Nelson Muntz 24.02.2018 09:42
    Highlight Highlight wie weiss die Kasse bei der Geburt, ob dasBaby eine Prämien-Sünderin sein wird oder nicht?
  • Turi 24.02.2018 09:36
    Highlight Highlight Wenn man für Krebskranke nicht bezahlt, gibts keinen Grund, für Geburten zu bezahlen. Krebs wählt man sich nicht aus, Schwangerschaft schon.
    • Marex1950 24.02.2018 10:57
      Highlight Highlight Bravo, gute Frage.
    • Flötist 24.02.2018 16:09
      Highlight Highlight Schwangerschaft sucht man sich nicht in jedem Fall aus. Definitiv nicht.
    • Lavamera 24.02.2018 22:00
      Highlight Highlight Das Kind wählt sich aber nicht die Mutter aus.

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Das Komitee der Initiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot – Ja zu Forschungswegen mit Impulsen für Sicherheit und Fortschritt» sammelte bereits über 111'000 Unterschriften, wie dessen Website zu entnehmen ist. 100'000 sind für das Zustandekommen nötig.

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