Schweiz
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Der Staat unterstützt immer weniger Bürger bei der Finanzierung der Krankenkassen-Prämien.

Prämien explodieren – doch die Kantone gewähren immer weniger Menschen Verbilligungen

Bern spart nächstes Jahr 26 Millionen bei den Prämienverbilligungen, Schwyz entscheidet heute über sein Kürzungsziel. Obwohl die Prämien ungebremst steigen, können schweizweit immer weniger Leute auf staatliche Vergünstigungen zählen. Die Politik ist alarmiert.



Nächstes Jahr dürften die Krankenkassen-Prämien in der Schweiz erneut um rund fünf Prozent steigen. Das macht laut Berechnungen des Vergleichsdienstes Comparis allein in der Grundversicherung 270 Franken mehr pro Person und Jahr. Doch nicht nur deshalb reissen die Gesundheitskosten vielen Versicherten ein immer grösseres Loch ins Portemonnaie: Während die Prämien ungebremst steigen, sparen viele Kantone gleichzeitig bei den individuellen Prämienverbilligungen.

So debattiert der Schwyzer Kantonsrat heute über eine Kürzung der Verbilligungen. Bereits jetzt ist klar, dass sämtliche 32’000 Bezüger Abstriche hinnehmen müssen. Die Frage ist nur noch, in welcher Höhe. Der Berner Regierungsrat gab im August bekannt, dass er nächstes Jahr 26 Millionen Franken weniger für Prämienverbilligungen ausgeben will als ursprünglich budgetiert. Betroffen sind 120’000 Personen – oder vier der fünf Einkommensklassen.

Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die bereits seit Jahren im Gang ist: Profitierten um die Jahrtausendwende schweizweit 32,2 Prozent der Bürger von staatlich verbilligten Prämien, waren es im Jahr 2014 noch 26,9 Prozent (aktuellere Zahlen sind nicht verfügbar). Die Bezügerquoten sanken in diesem Zeitraum in fast allen Kantonen – teilweise drastisch. So erhielten im Thurgau im Jahr 2000 noch über 47 Prozent der Versicherten Prämienverbilligungen, heute sind es noch gut 27 Prozent.

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Die kantonalen Unterschiede sind beträchtlich – doch fast überall ging der Anteil der Bezugsberechtigten seit der Jahrtausendwende stark zurück. grafik: lea Senn, watson

Warum sind Prämienverbilligungen so weit verbreitet?

In der Schweiz hängen die Krankenkassen-Prämien im Gegensatz zu anderen Ländern nicht vom Einkommen der Versicherten ab. Die Prämienverbilligungen sollen als soziales Korrektiv dafür sorgen, dass trotzdem alle Haushalte die obligatorische Grundversicherung bezahlen können. Anspruch darauf haben laut Gesetz Versicherte, die in «bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen» leben. Allerdings variiert es von Kanton zu Kanton stark, wer davon profitiert. Denn während der Bund einen fixen Beitrag an die Prämienverbilligungen zahlt (7,5 Prozent der Gesamtkosten der obligatorischen Krankenversicherung), sind die Kantone frei zu entscheiden, wie viel Geld sie selber dazu beisteuern und wer bezugsberechtigt ist.

Auch die finanzielle Belastung jener, die Prämienverbilligungen erhalten, nahm in den letzten Jahren zu: Die betroffenen Haushalte wendeten im Jahr 2014 durchschnittlich zwölf Prozent ihres Einkommens für die Krankenkasse auf – 2010 waren es noch zehn Prozent, wie ein Monitoring des Bundes zeigt. Ursprünglich war das Ziel des Bundesrats, dass kein Haushalt mehr als acht Prozent seines Einkommens für die obligatorische Krankenkasse ausgeben muss. 

«Gerade für Familien und Leute mit tiefen Einkommen hat die Prämienlast das Mass des Erträglichen längst überschritten.»

Barbara Gysi, SP-Nationalrätin

SP-Gesundheitspolitikerin Barbara Gysi ist alarmiert: «Gerade für Familien und Leute mit tiefen Einkommen hat die Prämienlast das Mass des Erträglichen längst überschritten.» Angesichts des ungebremsten Prämienwachstums sei es verantwortungslos, wenn die Kantone zusätzlich noch an der Sparschraube drehten.

Die Sozialdemokraten brüten momentan über dem Text für eine Volksinitiative, die die Prämienbelastung pro Haushalt auf zehn Prozent des verfügbaren Einkommens beschränken will. Geplant ist, die Kriterien für den Bezug von Prämienverbilligungen zwischen den Kantonen zu vereinheitlichen. «Es darf doch nicht vom Wohnort abhängen, wie stark eine Familie unter den Prämien leidet!», so Gysi. Weiter soll der Bund nach dem Willen der SP mehr an die Verbilligungen beisteuern. «Es führt kein Weg daran vorbei, mehr Geld in die Hand zu nehmen.»

«Es ist leider so, dass die Prämienverbilligungen zunehmend zum Spielball der Finanzpolitik werden.»

Michael Jordi, Zentralsekretär GDK

Auch bei der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren ist man nicht glücklich über die Entwicklung. «Es ist leider so, dass die Prämienverbilligungen zunehmend zum Spielball der Finanzpolitik werden», bedauert Zentralsekretär Michael Jordi. Von einer «einschränkenden Harmonisierung» der Regeln wollten die Kantone aber nichts wissen. «In der Tat sind die Ausgangslagen in den Kantonen sehr unterschiedlich – es muss möglich bleiben, die Sozialpolitik nach den eigenen Bedürfnissen auszurichten.»

Weiter sei zwischen einer Kürzung und einer Optimierung der Prämienverbilligungen zu unterscheiden: «Wenn ein Kanton etwa dafür sorgt, dass ein Studienabgänger nicht noch Jahre weiter Prämienverbilligungen bezieht, obwohl er längst Vollzeit arbeitet, ist das zu begrüssen.»

«Das Gesundheitswesen ist ein Moloch, der endlos Geld verschlingt – da kann man noch so viel hineinpumpen.»

Heinz Brand, SVP-Nationalrat

Für SVP-Nationalrat Heinz Brand, Präsident des Krankenkassenverbands Santésuisse, sind die Vorschläge der Sozialdemokraten reine Symptombekämpfung. «Das Gesundheitswesen ist ein Moloch, der endlos Geld verschlingt – da kann man noch so viel hineinpumpen.» Wichtiger sei es, dafür zu sorgen, dass die Prämien nicht noch weiter ansteigen. «Sonst wird der Gap zwischen dem Kostenwachstum einerseits und den Abstrichen bei den Verbilligungen andererseits für viele Familien tatsächlich unerträglich gross.»

Brand räumt ein, dass es schwierig sei, eine griffige Lösung zur Dämpfung des Kostenwachstums zu finden. Ein guter Ansatz wäre aus seiner Sicht jedoch etwa eine Beschränkung der Ärztezulassungen.

Im Interview: So sieht ein Krankenkassen-Experte die Prämienzukunft

Was kostet eigentlich eine Operation?

Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Centurio 07.09.2017 15:05
    Highlight Highlight Das Schweizer Gesndheitssystem ist ein Selbstbedienungsladen für die Leistungserbringer. Hier muss man den Hebel ansetzen - die Vorschläge der SP sind völlig falsch. Prämienverbilligungen gehören ausnahmslos gestrichen - Agrarsubventionen und Nationaler Finanzausgleich übrigens ebenso. Es erstaunt mich irgendwie nicht, dass die vier Kantone mit dem höchsten Anteil an IPV-Bezügern allesamt SVP-Stammlande sind...
  • Centurio 07.09.2017 13:59
    Highlight Highlight Na ja, die Gesundheitskosten steigen ja, weil es der Stimmbürger so wollte. Man hat gegen Parallelimporte bei Medikamenten gestimmt, man hat Managed Care abgelehnt, im Kanton Zürich hat man für die Medikamenten-Abgabe durch Ärzte gestimmt. Alles Kostentreiber. Und höhere Kosten führen zu höheren Prämien. Die nächste Abstimmung kommt bestimmt...mal schauen, ob der Stimmbürger etwas gelernt hat.
  • dnsd 06.09.2017 23:43
    Highlight Highlight Die gleichen die hier jammern sind dafür, dass es den Flüchtlingen welche noch nie etwas zu unserer Gesellschaft beigetragen haben an nichts fehlt.
    • ujay 07.09.2017 13:34
      Highlight Highlight Manche entbloeden sich nicht, zu jedem Thema das Migrationsthema ins Feld zu fuehren. Zeigt wenigstens, welchen geistes Kind deine politische Ideologie ist. Das ist nicht nur sackschwach, sondern entbehrt jedem Argument. Hast du ueberhaupt gecheckt, um was es im Artikel geht?
    • dnsd 10.09.2017 15:37
      Highlight Highlight @ujay: Da offensichtlich weniger Geld für Prämienverbilligungen zur Verfügung steht und daher Kürzungen vorgenommen werden, stellt sich automatisch die Frage wo mehr Geld ausgegeben wird.
  • Hugo Wottaupott 06.09.2017 14:20
    Highlight Highlight Mal Zwangsmedikationen durch !!RICHTER!! oder ähnliche Gestalten abschaffen.
  • piedone lo sbirro 06.09.2017 13:13
    Highlight Highlight wer daran glaubt, dass die schamlosesten formen der verfilzung in der schweizer politik allmählich an akzeptanz verlieren, der müsste die wahl von cassis als katastrophalen rückschritt empfinden.

    cassis ist nicht nur mitglied der kommission für soziale sicherheit und gesundheit, er ist deren präsident.

    gleichzeitig lässt er sich seine tätigkeit für den krankenkassen-lobbyismus-verband „curafutura“ mit
    180 000 CHF pro jahr entlohnen!

    selbst gemessen an den standards des schweizer „miliz“-parlamentarismus ist das ein einsamer gipfel der unverschämtheit.
    • Centurio 07.09.2017 14:03
      Highlight Highlight Die Krankenkassen haben überhaupt kein Interesse sn steigenden Prämien. Im Gegenteil: Die KK lancieren laufend Vorschläge, wie die Kostenexplosion gedämpft werden kann. Anscheinend hast Du keine grosse Ahnung vom Gesundheitswesen.
    • piedone lo sbirro 07.09.2017 15:31
      Highlight Highlight @Centurio

      dass die SVP bzw. die krankenkassen in bezahlschreiber investieren ist mir nicht neu, die tiefen anforderungen die sie dabei stellen hingegen schon.
  • HAL9000 06.09.2017 13:12
    Highlight Highlight Deprimierender Artikel...
  • piedone lo sbirro 06.09.2017 13:11
    Highlight Highlight SVP/FDP unterstützen cassis weil es zu den althergebrachten und immer noch breit praktizierten gebräuchen der ch-politik gehört, dass sonderinteressen sich ganz legal und nach belieben parlamentarier kaufen können.
    man nennt das „milizsystem“ – kurioserweise auch dann, wenn die „miliztätigkeit“ unserer volksvertreter ausschliesslich darin besteht, hochbezahlte politische lobbying-arbeit zu leisten.

    hat nicht der ehemalige FDP-gesundheitspolitiker gutzwiller einen unübersehbaren strauss von verwaltungsrats- und beratungsmandaten in der pharma-, versicherungs- und spitalbranche eingesammelt?
  • piedone lo sbirro 06.09.2017 13:05
    Highlight Highlight die explodierenden krankenkassenkosten sind der vetternwirtschaft unserer bürgerlichen politikern geschuldet.

    lesen sie, wie sich die SVP-krankenkassenvertreter frehner, stahl, brand, eberle, kuprecht, und giezendanner auf unsere kosten eine goldige nase verdienen:

    https://www.infosperber.ch/index.cfm?go=Artikel/Gesundheit/Helsana-Kassen-CEO-Weder-wirtschaftlich-noch-zweckmassig

    https://lobbywatch.ch/de/artikel/groupe-mutuel-filz-zahlt-sich

    https://www.woz.ch/1608/krankenkassenfilz/wer-unsere-praemien-explodieren-laesst

    welcome to SVP, der partei des mittelstandes!
  • Queen C 06.09.2017 11:45
    Highlight Highlight Bis zu welcher Einkommenshöhe wird Prämienverbilligung gewährt?
    Uns hat die Behörde damals, als wir gerade mit 80K/Jahr und 1 Kind starteten, geradezu vehement aufgefordert, die uns zustehenden Verbilligung einzufordern. Braucht jemand in dieser Situation tatsächlich Unterstützung? Vielleicht auch da mal genauer hinschauen...
    • Vosi 06.09.2017 13:26
      Highlight Highlight Kantonal unterschiedlich
      Bei uns im Aargau bekommst du PV wenn du als Single nicht mehr als 29950 steuerbares Einkommen hast und wenig Vermögen, da angerechnet. Auf den 29950 zahlst du noch steuern...Ein Sozialfall kostet ohne Steuerausfälle etwa 30000 im Jahr...
      Rechne...
  • Troxi 06.09.2017 11:36
    Highlight Highlight Ich denke eine der einfachsten Mittel zur Senkung der Kosten, ist ein jährlicher Check, welcher in den Prämien enthalten ist. Denn dann könnte man sämtliche langzeit Kosten senken. Zusätzlich eine Einheitskasse einführen.
    • who cares? 06.09.2017 20:48
      Highlight Highlight Ich glaub nicht, dass das zielführend ist. Auf was soll getestet werden? Diabetes? HIV? Psychische Krankheiten? Vitaminmangel? Krebs (welcher und wo)? Parkinson? So quer durchs Band könnte man tagelang testen.
    • Centurio 07.09.2017 14:05
      Highlight Highlight Einheitskasse heisst Abschaffung des Wettbewerbs unter den KK, was zu steigenden Kosten führt. Aber immer wieder erfrischend, wenn Menschen ohne rudimentärste Kenntnisse der Ökonomie denken, eine Einheitskasse würde zu tieferen Kosten führen....
  • dorfne 06.09.2017 10:10
    Highlight Highlight Beispiel: Die Bewilligungsverfahren für Medikamentenpreise bei Swissmedic. Beispiel: der Hersteller will 1000 Fr. für ein Medikament. Swissmedic sagt nicht, der Preis ist im Vergleich zu Forschungsaufwand, Herstellung und Vertrieb zu hoch. Swissmedic geht hin und schaut für welchen Preis dieses oder ein ähnliches Medikament in andern Ländern bereits auf dem Markt ist. Und wenn der Durchschnittspreis ca. 1000 Fr. ist, wird es bewilligt. d.h. der Hersteller kann verlangen so viel er will, er muss einfach überall ähnlich viel verlangen. Ueberteuert ist kein Kriterium.
    • El Vals del Obrero 06.09.2017 18:44
      Highlight Highlight Das ist ja fast so, wie bei der "Quartierüblichkeit" von Mietzinsen.
  • dorfne 06.09.2017 09:44
    Highlight Highlight Ein Ansatz: die Ärzte sollten klarer kommunizieren mit ihren Patienten, damit sie weniger häufig zum Arzt gehen. Beispiel Arthrosebeschwerden. Schreibe aus eigener Erfahrung. Da macht es oft wenig Sinn immer zum Arzt zu gehen, weils nicht besser wird. Wie lebt man mit diesen Beschwerden? Was kann man sich gutes tun? Schmerztherapie und Physio statt Operationen, weil eine OP keine Garantie ist für künftige Schmerzfreiheit usw.. usf. Chronisch Erkrankte (z.B. Diabetes) könnten von spezialisiertem Pflegepersonal betreut werden. Pkt. 2: Abgabe v. Kompetenzen durch die Ärzte.
  • Elpolloloco 06.09.2017 09:39
    Highlight Highlight Heute würde ich einen early Picdump begrüssen 🙄
  • HugoHabicht 06.09.2017 09:11
    Highlight Highlight Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht...
  • Davo 06.09.2017 08:54
    Highlight Highlight «Es darf doch nicht vom Wohnort abhängen, wie stark eine Familie unter den Prämien leidet!»

    Aber die Steuerlast dann schon?
    Die kantonal z.T. riesigen Unterschiede ist ein grosses Problem des Föderalismus.
    • dnsd 06.09.2017 23:48
      Highlight Highlight Bullshit! Föderalismus mach das ganze System effizient! Willst du etwa Zentralismus à la France oder wie in Italien? 27 Ideen sind besser als eine.
    • Centurio 07.09.2017 14:10
      Highlight Highlight @dnsd. Blödsinn. Unser Föderalismus hat zu einer völlig verfehlten Spitalpolitik geführt. Jedes Heidiland-Kantönchen das vom Finanzausgleich lebt meint, es müsse eine grosses Kantonsspital haben. Zahlen müssen es ja dann die andern, nämlich die Kantone TH, BS, GE,VD und ZG, welche die anderen 20 Griechenländchen via NFA durchfüttern.

      Föderalismus in der Schweiz heisst: 20 Kantone leben auf Kosten von 6 Kantonen.
    • Centurio 07.09.2017 15:01
      Highlight Highlight Korrigendum: Ich meinte den Kanton "ZH", nicht "TH".
  • @BlackStar 06.09.2017 08:47
    Highlight Highlight Die Politik ist alarmiert. Und jetzt, was passiert? Nichts! SP will die Prämien durch Umverteilung finanzieren - damit wird der Kostenanstieg nicht gelöst, sondern noch forciert.
    Erst wenn alle die KK Prämie zu 100% selbst finanzieren müssen, ist der Leidensdruck hoch genug, dass endlich Massnahmen zur Senkung der Gesundheitskosten ergriffen werden.
    • dorfne 06.09.2017 09:33
      Highlight Highlight Das wäre dann noch neoliberaler als die amerikanische Tea-Party erlaubt! Der Konsum von med. Leistungen sollte a) eingedämmt und b) kanalisiert werden. Man könnte im Kleinen anfangen. Arztzeugnis erst nach einer Woche. Der KV-Stift ruft augs Festnetz an und kontrolliert den Krankenstand. Schummler kriegen eine schr. Verwarnung und einen Eintrag ins Personaldossier. Und im Wiederholungfall.....
    • MasterPain 06.09.2017 10:55
      Highlight Highlight Wölfli: Krank sein heisst nicht, dass man dauernd zu Hause ist/sein muss. Oft wird einem zu frischer Luft geraten. Ich habe 3 Kinder und einen Hund, da muss ich zwangsläufig mal aus dem Haus selbst wenn ich krank bin. Arbeitgeber resp. deren Versicherungen verlangen schon lange vor einer Woche ein Arztzeugnis... etc.
    • reaper54 06.09.2017 11:21
      Highlight Highlight @Wölfli beim Lamm Festnetz so etwas gibts noch?
      Abgesehen davon finde ich deine Grundidee keinen schlechten Vorschlag.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hexentanz 06.09.2017 08:26
    Highlight Highlight Wie halt auch jede Krankenkasse noch Werbung und Sponsoring betreibt. Wir konnten dem ein Ende setzen mit einer Einheitskasse - Abgelehnt.

    Wir könnten einen "Arzt-50er" Einführen wie in DE, wo jede Konsultation in Bar mit einem 20er gestartet wird.

    Will nicht wissen wie viele in die Notaufnahme gehen ohne dass sie es brauchen.

    Weiter kann es doch nicht sein, dass Novartis und Roche Milliarden an Gewinn, Boni und Dividenden ausschüttet, während hier die "armen" ausgepresst werden.

    Wohne in Basel und kenne die Prunkbauten obengenannter.

    Schade wird nicht mehr unternommen (mich inklusive).
    • Elpolloloco 06.09.2017 09:06
      Highlight Highlight glaube das mit den 20 Euros ist wieder vom Tisch, da es nix gebracht hat.
    • Hexentanz 06.09.2017 13:51
      Highlight Highlight @G. Schlecht .. Danke für die Aufklärung bezüglich Werbekosten.

      Was den Notfall angeht, bin ich mir sicher, dass viele die ihre Krankenkasse selbst bezahlen sich dessen bewusst sind und sowieso so wenig wie möglich zum Arzt - erst recht Notaufnahme - gehen wie möglich.

      Ich rede hier eher von Leuten welche die Kosten sowieso nicht selbst bezahlen und somit auch kein Gespür für die Kosten haben.

      Ist ja auch schwer zum Hausarzt im Dorf zu gehen, wenn man z.B die Sprache nicht beherrscht.

      Soll jetzt nicht "Schubladisierend" sein, aber der 0815 Bünzli geht nicht in die Notaufnahme ohne Grund.
  • Thinktank 06.09.2017 08:25
    Highlight Highlight Wer sich's nicht leisten kann, soll auch keine Kinder zeugen. Solange man die Kostensteigerungen im Selbstbedienungsladen Gesundheitssystem nicht auf die Leute umlegt, wird auch keine Verbesserung eintreten. Erst wenn es die SP Wähler beginnt zu Schmerzen, werden sie Massnahmen akzeptieren. Leider schüttet die Linke jedes Problem mit Umverteilung und Geld zu, statt sich um die Ursachen zu kümmern.
    • dorfne 06.09.2017 09:49
      Highlight Highlight Zwangssterilisationen sind Gott sei Dank verboten.
    • El Vals del Obrero 06.09.2017 10:04
      Highlight Highlight Ja, und wenn man ein Kind ist, das die Eltern sich nicht haben leisten können, dann muss man das Kind dafür bestrafen.

      Schliesslich ist ja das Kind daran schuld. Es hätte doch in der Gebärmutter wissen müssen, dass es nicht finanzierbar ist.
    • El Vals del Obrero 06.09.2017 10:55
      Highlight Highlight @Hansdamp_f:

      Jetzt haben wir auch keinen Wettbewerb. Oder allenfalls einen extrem teuren Pseudo-Wettbewerb.

      Sämtliche Leistungen der Krankenkasse sind politisch vorgegeben. Da kann es deswegen schon per Definition keinen Wettbewerb-Druck geben.

      Allenfalls bei Verwaltungskosten und Details wie angebotene Hotlines kann es einen gewissen Druck auf die Kosten durch den Wettbewerb geben. Aber das wird durch Marketing-Kosten für den Pseudo-Wettbewerb und für die unzähligen Parlamentarier-Verwaltungsräte wohl wieder aufgehoben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bokl 06.09.2017 08:25
    Highlight Highlight Ich bin mit Herrn Brand einer Meinung, dass der Hebel primär bei den Kosten anzusetzen ist. Die Reduktion der Prämienverbilligungen, dämpft aber die Kosten des Gesundheitswesen in keiner Weise, sondern bestraft einfach die Einkommensschwachen.

    Eine Beschränkung der KK-Belastung auf z.B. 10%/12% des Einkommens dämpft die Kosten auch nicht, aber verteilt die Last auf alle Steuerzahler. Das ist aus meiner Sicht fairer und sollte auch den Druck auf alle erhöhen, mehrheitsfähige Kompromisse zu Kostensenkung zu finden.

    • Hexentanz 06.09.2017 13:55
      Highlight Highlight Beim lesen deines Kommentars ist mir noch was eingefallen, wahrscheinlich bei den Prozenten:

      Mein Gedanke war:
      "Was, wenn man die Krankenkassenprämien Prozentual zum Einkommen setzt?"

      Aber leider hab ich selbst die Antwort:
      Da die Prämien ja wieder pro Kanton sind, bezahlen dann die Reichen in ZG usw. ja dann wohl wieder nichts, weil das Kantonal sicher verhindert wird.

      Hab meine Frage selbst beantwortet, aber den Gedanken fand ich passend^^
    • Samurai Gra 06.09.2017 16:05
      Highlight Highlight Also wenn man sagt das 2% des Lohnes abgezogen werden und das absolute Maximum unter 10% liegt dann bin ich dafür
  • dan2016 06.09.2017 08:21
    Highlight Highlight es mag sein, dass das Gesundheitswesen optimierungsbedarf hat. Hier geht es letztendlich aber um den Steuerwettbewerb (bei welchem wirklich einige glauben, dass es bei diesem Wettbewerb um Staatliche Effizienz gehe). Nein, erfolgreich sein im Steuerwettbewerb heisst selbstverständlich Nettoempfänger in andere Kantone abschieben oder verhindern, dass diese zuziehen. Und dazu gehören halt viele Alte, die meisten Auszubildenden, Familien. Und wenn wir hier den nächsten Artikel über den Finanzausgleich bekommen, wünschen wir, dass der Steuerwettbewerb zusätzlich angeheizt wird.
  • Wilhelm Dingo 06.09.2017 08:12
    Highlight Highlight 1. Entschlackung des Leistungskatalogs (z.B. Massnahmen die nicht wissenschaftlich belegt sind fliegen raus)
    2. Einschränkung der Übernutzung des Systems (z.B. generell höhere Selbstbehalte, hohe Selbstbeteiligung bei Notfalldiensten)
    3. Den Privatspitälern genauer auf dei Finger schauen (z.B. deren optimierungen wenn sie auf der Spitalliste stehen)
    4. Enschlackung der Medikamentenliste (z.B. Medikamente deren Wirkung nicht ausreichend belegt ist , fliegen raus)
    5. Enschlackung der Spitaladministration (weniger Personal für Projekte und Qualitätszirkel etc.)
    • karl_e 06.09.2017 12:02
      Highlight Highlight Höhere Selbstbehalte sind kontraproduktiv. Was ist denn, wenn einer mit einer ernsten Erkrankung nicht zum Onkel Doktor geht, weil er das Gefühl hat, die Sache sei nicht ernst? Das könnte erst recht teuer werden.
      Sagt es doch offen, ihr selbsllosen Neoliberalen: Am liebsten wärs euch, wenn die Armen auf Arztbesuche verzichten und so das Gesundheitswesen effektiv entlasten. Die Bestatter wird es freuen.
    • Wilhelm Dingo 06.09.2017 12:32
      Highlight Highlight @karl_e: nein, falsch interpretiert, blaubar hat es gut formuliert: die Krankenkasse soll eine Versicherung sein welche mich vor Risiken schützt die ich nicht tragen kann. Gilt eigentlich für alle Versicherungen...
    • karl_e 06.09.2017 13:31
      Highlight Highlight "unleistbare Kosten" ist etwas schwammig. Für die einen sind das bereits 300 Franken, für die Happy Few 300'000 oder mehr. Die Tragbarkeit ist also individuell höchst verschieden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vespa Timo 06.09.2017 08:11
    Highlight Highlight Für das Leasingauto reicht die Kohle allerdings...komische Prioritätensetzung!
    • Frausowieso 06.09.2017 08:20
      Highlight Highlight Stimmt schon. Viele gönnen sich ein Auto, ein TV-Abo für 100.-, ein Natelabo, immer das aktuellste Natel, gehen in den Ausgang etc und motzen dann über die KK-Prämien, die sie sich nicht leisten können. Es gibt allerdings auch viele Familien, die die KK Prämien kaum bezahlen können. Das ist schon heftig. Ich kann mir die Prämien leisten und trotzdem schmerzen die 380.- jeden Monat. Es ist halt krass viel Geld, dass du einfach mal so ausgibst, ohne direkt eine Gegenleistung zu erhalten.
    • Vespa Timo 06.09.2017 08:37
      Highlight Highlight Keine Gegenleistung? Du erhältst eine der besten Gesundheitsversorgung der Welt! Rundum sorglos für läppische 380 Stutz... Annahme 5000 Chf Nettoeinkommen dann sind es magere 7.6%! In Deutschland 14.6%! Da bleibt genug für den unersättlichen Konsum der Schweizer... Sicherlich gibt es auch wirklich arme Familien... Diese werden auch weiterhin Verbilligungen bekommen.
    • Elpolloloco 06.09.2017 08:43
      Highlight Highlight naja die Gegenleistung ist, dass wenn Du mal ernsthaft krank wirst, Du dich nicht finanziell ruinieren oder sterben musst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fax 06.09.2017 08:10
    Highlight Highlight Ich könnte mich im Ausland versichern, vielleicht?
    Z.b. Zahnärzte in Frankreich haben ganz tiefe Tarife vorgeschrieben. Die Folgen sind nicht eben vorteilhaft, nebst dem Preis..
    Gibts keine Deutsche Billigkasse?
    • lilas 06.09.2017 08:41
      Highlight Highlight Wenn Du hier lebst dann musst Du auch hier versichert sein. (siehe Krankenversicherungspflicht) Seit dem Freizügigkeitsabkommen müssen sich auch Grenzgänger in der Schweiz versichern.
  • Frausowieso 06.09.2017 08:07
    Highlight Highlight So ein leides Thema. Die Prämien sind definitiv zu hoch. Mein Einkommen ist nicht schlecht und trotzdem belastet mich die Krankenkasse recht stark. Für ärmere Familien und Leute mit schwächeren Einkommen muss das noch viel schlimmer sein. Andererseits sehe ich auch, dass man wegen wirklich jedem Seich zum Arzt rennt. Teilweise weil man muss, wegen dem Arztzeugnis, teilweise weil man hinter jedem Pickel Krebs vermutet. Zudem erwartet jeder die beste Behandlung und Krankheiten werden nicht mehr akzeptiert. Logisch steigen da die Prämien rasant an. Nur hab ich hier auch keine Lösung.
  • Trasher2 06.09.2017 08:05
    Highlight Highlight Liebe Politiker, herzlichen Dank für dieses verlogene Gesundheitssystem.
    Es ist ja ein Witz wenn Herr Brand darüber beklagt, dass das Gesundheitswesen ein Moloch sei. Ihr liebe Politiker habt diesen Moloch zu verantworten!
    Ihr macht doch einander Geschenke und schaut, dass ja niemandem den Profit wegfällt.
    Ihr schafft Bedinungen, dass Spitäler und Ärzte noch weniger leisten und noch mehr verdienen können. Ihr wollt nicht, dass Pharmafirmen die gleichen Preise für Medis, wie im Ausland verlangen und ihr schiebt keinen Riegel gegen Vermittlungs Provisionen und hohe Werbebudgets bei den KK!
    • Posersalami 06.09.2017 08:33
      Highlight Highlight @rich enough: Ich hätte gerne Zahlen dazu. Ich habe noch nirgends eine vollständige Aufstellung der Kosten gefunden. Sie müssen ja Zugang dazu haben. Bitte teilen!

      @Schweizer Bünzli: Wer alle 4 Jahre eine bürgerliche Regierung wählt bekommt auch bürgerliche Politik (ich wähle andere Parteien).
    • Zarzis 06.09.2017 13:01
      Highlight Highlight Schaut euch mal an wie viel eine Spezifische Behandlung in einem Kt. Spital kostet und wie viel in einer Privat Klinik.
      Beispiel mein Vater seine Prostata Behandlung:
      A.) In die Privat Klinik, nächste Woche Behandlung, selbstbehalt Fr. 2000.-
      Er, nee, kann warten also ins Kt. Spital.
      Behandlung 3wochen später und gesamt Kosten 2 500!! Selbstbehalt 250.-!
      Kumpel der Halb-Privat Versichert war ging mit dem Selben ins Privat Spital und Bezahlte die 2 000 Selbstbehalt, die Behandlung Kostete Total 12 000!!
      Das ist der Kostentreiber, diese Privatspitäler mit den Halb- und Privat Patienten!
  • Posersalami 06.09.2017 08:04
    Highlight Highlight Ist alles egal. Sobald die Luftwaffe ihre neuen Kampfjets und die neue Flugabwehr für 9 mia hat kann sie die hohen Preise vom Himmel holen!

    Im ernst, es ist mehr als genügend Geld im Land vorhanden, um den Einkommensschwachen mit der KK zu helfen. Der Staat muss nur zugreifen. An eine effektive Kostenbremse im Gesundheitswesen glaube ich nicht. Darüber wird diskutiert seit ich denken kann, getan hat sich nichts. Die Gesundheitsindustrie hat einfach zu viele Vertreter im Bundeshaus.
  • Crazyscientist 06.09.2017 07:49
    Highlight Highlight Einheitskasse und einkommensabhängige Prämien. Nur so können Familien entlastet werden.
    • Elpolloloco 06.09.2017 07:59
      Highlight Highlight dann aber lieber gleich ein staatliches Gesundheitssystem wie der NHS - der Ansatz der einkommensabhängigen Prämien löst nicht das Kosten- sondern nur das Verteilungsproblem.
    • Wilhelm Dingo 06.09.2017 08:04
      Highlight Highlight 1. Die Einheitskasse verbilligt die Prämein allenfalls um wenige Prozehnt, auf jeden Fall entstünde eine riesige Organisation.
      2. Die Einkommensabhängige Prämei wäre de facto eine Steuer. Leistung wird damit ein weiteres Stück unantraktiver.
    • Crazyscientist 06.09.2017 08:07
      Highlight Highlight Heute hocken die gleichen Gesichter im Vorstand von Krankenkassen, Pharmafirmen und Spitälern es herrscht kein Willen da zu sparen
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 06.09.2017 07:49
    Highlight Highlight Es kotzt mich echt an. Entschuldigung, aber ich kann es nicht anders formulieren. Jedes Jahr das gleiche Gewäsch. Ja, wegen dem und dem ist nun das und das und deshalb können wir nicht das und jenes..
    Bla, bla, bla..

    Da stehen sie also wieder, die Gesundheitspolitiker mit ihren Kravatten und ihrem Einheitssprech, wie jedes Jahr, vor die Kamera. Es tut uns leid, aber..

    Und dieses Jahr werden also die Maximalfranchisler so richtig drangenommen. Locker mal 10 - 15% wieder raufschlagen.

    Das Gesundheitssystem in der Schweiz ist gescheitert.
    • Frausowieso 06.09.2017 08:14
      Highlight Highlight Stimmt, aber hast Du eine Lösung? Kannst Du ein Land aufzeigen, dass es besser im Griff hat? Wenn Du in der Schweiz krank wirst, kannst Du meistens schon am gleichen Tag zum Arzt. Ich bin chronisch krank und musste noch nie länger, als eine Woche auf einen Spezialistentermin warten. Durch ein Forum, in welchen ich mich mit anderen Patienten mit meiner Krankheit austausche, weiss ich, dass man z.B. in Deutschland oder England teilwiese monatelang auf so einen Termin warten muss. Die Qualität lässt dann, wenn man grundversichert ist, auch sehr zu wünschen übrig.
    • N. Y. P. D. 06.09.2017 08:47
      Highlight Highlight @strange
      Es liegt nicht an mir, eine Lösung zu haben. Wer in die Politik steigt, hat unter anderem im Pflichtenheft die Aufgabe, das Gesundheitssystem auf eine gesunde Basis zu stellen.
      Was mich auf die Palme treibt, ist der Umstand, dass nicht mal am Horizont erkennbar ist, wie man die jährlichen 5% Prämienerhöhung reduzieren kann.
      Es freut mich, dass Du so gut betreut bist. Aber, meine Güte, es wird langsam unbezahlbar für Familien..
  • stabiler 06.09.2017 07:46
    Highlight Highlight Ich befürchte, das Problem der ständig steigenden Prämien wird sich erst lösen lassen, wenn der Leidensdruck noch höher wird. Im Moment befinden wir uns immer noch im Stadium ideologischer Grabenkämpfe und Partikularinteressen.

    "Am Lohn lässt sich nichts machen!" (Ärzte)

    "Am Preis der Medikamente lässt sich nichts machen!" (Pharma)

    "Mindestfranchise erhöhen/Praxisbeitrag einführen - nicht mit uns" (links)

    "Einheitskasse - niemals!" (rechts)

    "Spitalleistungen konzentrieren - njet" (Kantone)

    "Freie Arztwahl einschränken - nein!" (Stimmvolk)

    Und das Karussell dreht und dreht...
    • Elpolloloco 06.09.2017 08:19
      Highlight Highlight jein. Eine Einschränkung des Leistungskataloges weg von Vollkasko hin zu Risikoversicherung wäre sicher wünschenswert, es gibt aber durchaus auch andere Möglichkeiten, z.B. Löhne der Spezialärzte massiv (!) senken und Spitäler schliessen oder zu ambulanten Gesundheitszentren umbauen.

      Jedem Täli sein Spitäli muss endlich aufhören, die Wege in der Schweiz sind eh schon kurz.
    • Töfflifahrer 06.09.2017 08:22
      Highlight Highlight So lange die Lobby der Bevölkerung im Parlament nicht mit der Lobby der Pharma-, Wirtschaft- und Ärztevertreter konkurrieren kann, wird sich auch nichts ändern. Obwohl dies ja eigentlich der Witz der Jahrhunderts ist, denn im Parlament sollten ja die Volksvertreter sitzen.
    • Töfflifahrer 06.09.2017 09:01
      Highlight Highlight @Schweizer Bünzli: Ich tue das, aber leider bin ich da aktuell (noch) ziemlich alleine auf weiter Flur. Die meisten glauben wirklich den Mist der von den (Profi) Politikern und den Parteien gelabbert wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caruso_8 06.09.2017 07:27
    Highlight Highlight Wär nid sinvoll wenn die Ärzte au biz weniger verdienen würden?
    • Elpolloloco 06.09.2017 08:02
      Highlight Highlight ich moderierte vor zwei Wochen einen Workshop zu einem Gesundheitsthema mit Vertretern von Spitälern, Ärzten, Spitex, etc.

      Der Ärztevertreter meinte allen Ernstes, dass es eine Frechheit sei, dass die armen Ärzte so ein teures Studium machen müssten.

      Ein zugewanderter Chirurg (Deutscher) meinte mal, dass er anfangs in der Schweiz ein schlechtes Gewissen hatte, diese Beträge in Rechnung zu stellen, die seien ja jenseits.
    • dorfne 06.09.2017 10:20
      Highlight Highlight @Elpollo. Es bringt nichts, wenn man die Aerzte dauernd über die Tarife schikaniert. Darunter leiden dann vor allem die Patienten. Ich bin der Überzeugung dass a)die Übernutzung des Angebotes durch die Patienten eine Ursache für die Kostenexplosion ist; und dass b)Spitäler Gewinn machen müssen und die Fallpauschale eingeführt wurde, treibt die Kosten seit Jahren in die Höhe. Die Spitäler müssen schauen, dass sie so viele "Fälle" wie möglich haben um in die Gewinnzone zu kommen. Da wird aus der Not heraus getrickst und geschummelt in der Hoffnung niemand merkt es.
    • Frausowieso 06.09.2017 11:52
      Highlight Highlight Das mit der Fallpauschale ist so eine Sache. Letztes Jahr musste ich für einen kleinen Eingriff ins Spital. Eigentlich hätte ich am Abend wieder nach Hause gekonnt, da ich die Narkose gut vertragen habe. Der behandelnde Arzt hat mich einbehalten, da sie sonst laut ihm " zu wenig Geld für den Eingriff vergütet bekommen". Als er mir das sagte, war ich total baff. Ich getraute mich nicht zu widersprechen, aber eigentlich hätte ich gehen sollen. War ja auch für mich blöd, da man selbst pro Spitaltag einen Betrag zahlen muss und da ich nicht im Kanton blieb, so wie so noch mals mehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 06.09.2017 07:25
    Highlight Highlight ... Es ist leider so, dass wohl in den meisten Kantonen die Prämienverbilligung nur als ein Topf gesehen wird, der zum Ausgleich des Budgets herhalten kann. Dieser Topf hat so leider rein gar nichts mehr mit der effektiven Notwendigkeit der Bevölkerung für zahlbare Krankenkassenprämien zu tun.
    Wenn die Kantone ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen, müssen die sich nicht wundern, wenn der Bund immer mehr Kompetenzen an sich reisst. Ob dies gut ist, bezweifle ich aber die Kantone sind selbst Schuld.
  • Töfflifahrer 06.09.2017 07:19
    Highlight Highlight Vor 2 Jahren sass ich im Zug im Abteil gegenüber dem mit 4 Kantonalpolitikern, darunter dem RR Finanzen. Nach einigem Small Talk, kamen Diskussionen zu politischen Fragen auf. Solche Kuhhändel habe ich sonst noch nie erlebt. Wenn du mir, dann kann ich, ... Bei einem Thema (Ausstellung eines lokalen Künstlers - zur Förderung des Tourismus??) stellte einer doch noch die Frage wie das denn finanziert werden soll. Der Finänzeler erläuterte, dass die Prämienverbilligungen ja eh noch nicht feststünden und dass dies daraus locker finanziert werden könne. Es gäbe auch noch Möglichkeiten da und dort.
  • Ökonometriker 06.09.2017 07:18
    Highlight Highlight Die demographische Entwicklung hinterlässt bei den Krankenkassen und der Altersvorsorge wohl ihre deutlichsten Spuren.
    Weder ein Leistungsabbau noch mehr Prämienverbilligungen können dieses Problem effektiv lösen - es dürfte in den nöchsten 20 Jahren eher noch schlimmer werden.
    Die geburtenstarken Jahrgänge haben einfach zu wenig gespart, man hat zu hohe Zinserträge angenommen und sich verspekuliert. Jetzt bezahlen die Jungen via AHV und KK.
    • fax 06.09.2017 08:01
      Highlight Highlight Aber was sind Lösungen?
    • Ökonometriker 06.09.2017 10:18
      Highlight Highlight @fax am Ende ist es eine Verteilungsfrage (so lange man nicht einfach den Armen die Gesundheitsversorgung streichen will).

      Da sich das Volksvermögen auf die alte Generation konzentriert würde ich es für sinnvoll erachten, diese für die von ihnen verursachten Kosten zur Verantwortung zu ziehen (d.h. keine Subventionierung der KK-Prämien der Alten durch die Jungen mehr) und dafür die EL für die Ärmeren der alten Generation auszubauen. Aber das ist eine subjektive Sichtweise.
  • Jarl Ivan 06.09.2017 07:02
    Highlight Highlight https://www.xn--prmienklau-r5a.ch/
    In Luzern sparen wir überall bei Bildung, Sicherheit, Gesundheitswesen.
    Dank tiefer Unternehmunssteuern, obwohl diese nicht kommen da fehlende Büroräumlichkeiten kein Anreiz sind. Beispiel Mobility die ja abwandert
  • TheMan 06.09.2017 07:00
    Highlight Highlight Die Grossen Städte werden von Links Regiert. Jetzt sehen wir mal wie Egal das Volk der Linken sind.
    • Jarl Ivan 06.09.2017 07:53
      Highlight Highlight In Luzern bürgerlich
    • TheMan 06.09.2017 08:41
      Highlight Highlight Falsch die Einheitskasse würden die Kösten nur zum Explodieren bringen. Den dan gäbe es keinen Offenen Markt und keine KK würde versuchen die andere zu Unterbieten. Ebenfalls würde es Viele Arbeitslose geben. Was auch nicht der Sinn der Sache wäre.
    • Zarzis 06.09.2017 15:55
      Highlight Highlight @TheMan
      Natürlich!!
      Darum sind ja in der "Kommunistischen" USA die Kosten am höchsten. Da werden Astronomische Preise Verlangt! Da der Markt ja so spielt?
      Soll ich wenn ich einen Unfall habe, erst noch Offerten einholen, wo ich am Günstigsten Behandelt werde?
      Und was mich auch Stört, mein Schwager in den USA hat immer ein Notizblatt bei sich, in welchem Spital er sich im Notfall behandeln lassen kenn. Da die KK da nicht alle Bezahlen.
      Meine Schwester mit CH KK kann überall Behandelt werden!!
      Echt ganz ganz tolles System!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sensenmaa 06.09.2017 07:00
    Highlight Highlight Uhh In Thema wittere ich ein riesiges Konfflikt Potential... Wenn das mal gut geht...

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

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