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Die grosse Tat: Jaba Kankava von Dnipro entfernt die Zunge aus Husjews Luftröhre und rettet ihm damit womöglich das Leben. Screenshot: Youtube/BPL

Zunge verschluckt

Gegenspieler rettet Kiew-Captain mit einer Grosstat das Leben

Das ukrainische Erstligaspiel zwischen Dnipro Dnipropetrowsk und Dynamo Kiew endet beinahe in einem Drama. Kiew-Spieler Oleh Husjew liegt nach einem Zusammenprall mit dem gegnerischen Torhüter ohnmächtig am Boden – und überlebt nur dank der sofortigen Reaktion seines Gegenspielers.

Es läuft die 22. Minute im sonntäglichen Spitzenkampf der ersten ukrainischen Liga zwischen Dnipro Dnipropetrowsk und Dynamo Kiew. Beim Stand von 0:0 wird Kiew-Spieler Oleh Husjew in die Tiefe geschickt, doch der hochspringende Dnipro-Torhüter schnappt sich den Ball gerade noch vor dem anrauschenden Husjew.

Was harmlos klingt, endet beinahe in einem Drama. Der Torhüter trifft Husjew bei seiner Aktion mit dem Knie mit voller Wucht im Gesicht. So hart, dass dieser mit verschluckter Zunge ohnmächtig am Boden liegen bleibt und – wie man später erfährt – in Lebensgefahr schwebt.

Nichts für schwache Nerven! Dnipro-Mittelfeldspieler Kankava rettet seinem Gegenspieler das Leben, indem er die Luftröhre von der verschluckten Zunge befreit. Video: Youtube/BPL

Es folgt eine Szene, die keinen Zuschauer kalt lässt. Dnipro-Mittelfeldspieler Jaba Kankava erkennt sofort den Ernst der Lage, stürmt zum reglosen Kiew-Spieler und rettet diesem in Doktormanier das Leben. Kankava greift in Husjews Mund, packt sich die Zunge und öffnet so die Atemgänge seines Gegenspielers.

Tod verhindert

Dass Kankava seinem Gegenspieler womöglich das Leben gerettet hat, zeigt ein Beispiel vom letzten November in Jordanien. Ein 19-jähriger Fussballer des jordanischen Vereins Al-Faisaly starb wegen einer verschluckten Zunge an Sauerstoffmangel. Im Gegensatz zu Kankava gelang es seinen Mitspielern nicht, die Atemröhre zu befreien und es wurde vergebens auf einen Notfallarzt gewartet.

Wie im Video zu sehen ist, konnte Husjew nach ersten Untersuchungen den Spital bereits auf eigenen Füssen betreten. Im Nachhinein bleibt wohl nur der Schock der ganzen Situation, und die Grosstat eines Spielers, der beweist, dass die Rivalität zwischen den Mannschaften nicht über den Fussball hinaus geht. Zum Dank gewinnt sein Dnipro das wichtige Spiel mit 2:0 und setzt sich vor Kiew auf dem zweiten Tabellenrang fest.



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