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Ricardo Rodriguez ist mit knapp 34 Millionen Franken neu der wertvollste Schweizer Nati-Star.  Bild: Reuters

Es geht um Millionen

Rodriguez hängt Shaqiri ab – alle Marktwert-Veränderungen der Schweizer WM-Helden im Überblick

Geld regiert die Fussballwelt: Das Nati-Abenteuer in Brasilien hat die Marktwert-Hierachie des Schweizer Teams gehörig durcheinander gewirbelt. Es gibt einen neuen Spitzenreiter und viele altgediente Verlierer.

16.07.14, 19:37 04.07.16, 00:04
Alex Dutler, Melanie Gath
Melanie Gath
Melanie Gath

Redaktorin

Kinder, wie die Zeit vergeht! Mehr als zwei Wochen sind seit dem dramatischen WM-Aus der Schweiz gegen den späteren Finalisten Argentinien bereits ins Land gezogen. 

Während ganz Deutschland siegestrunken seine Weltmeister feiert, denken Schweizer Fans nur noch selten wehmütig an Blerim Dzemailis späten Pfostenkracher zurück. Ottmar Hitzfeld hat sich derweil schon fast ans Rentnerdasein gewöhnt und die Ferien der meisten Nati-Stars neigen sich dem Ende zu.

Auch hinter den Kulissen wird schon wieder knallhart Buchhaltung gemacht. Das Fussballportal transfermarkt.de hat für fast alle Schweizer Nationalspieler neue Marktwertdaten veröffentlicht, welche die WM-Auftritte bereits berücksichtigen. Und es hat sich einiges getan.

Die grossen Gewinner

Platz 1: Ricardo Rodriguez

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Wie in der Bundesliga entpuppt sich Ricardo Rodriguez auch an der WM als absoluter Dauerbrenner und wirbelt während der gesamten 390 Minuten die Gegner mit seinen Flankenläufen durcheinander. Nach dem famosen Startspiel gegen Ecuador (2 Assists) folgt gegen Frankreich ein Leistungsknick. Aber schon gegen Honduras gehört der Linksverteidiger mit einer grossen Rettungstat auf der Linie wieder zu den Matchwinnern und ist danach auch im Achtelfinal bärenstark. 

Die Belohnung: Ein Marktwertplus von 9,68 Millionen Franken. Neu führt Rodriguez mit knapp 34 Millionen die Rangliste der wertvollsten Schweizer Nati-Spieler alleine an. Welcher Spitzenklub krallt sich den Wolfsburger Weltklassemann?

Platz 2: Josip Drmic 

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Obwohl der 21-jährige Aufsteiger in Brasilien keinen persönlichen Torerfolg verbuchen kann, gehört er zu den grossen Marktwert-Gewinnern. 

Gegenüber der letzten Erhebung vor der WM legt der zukünftige Leverkusen-Angreifer um 20 Prozent auf 14,5 Millionen Franken zu. Hauptverantwortlich ist sein Auftritt beim 3:0 gegen Honduras, bei welchem Drmic zweimal als kongenialer Vorbereiter für Xherdan Shaqiri glänzen kann.

Platz 3: Admir Mehmedi

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Viele Experten hätten den formstarken Admir Mehmedi in Brasilien gerne anstelle von Granit Xhaka auf seiner Lieblingsposition hinter Josip Drmic gesehen. Ottmar Hitzfeld brachte ihn für Valentin Stocker auf links – und auch da überzeugte der Freiburg-Legionär auf ganzer Linie. 

Unvergessen bleibt der emotionale Torjubel gegen Ecuador, drei Minuten nach seiner Einwechslung. Mehmedi steigert seinen Marktwert um mehr als ein Viertel auf knapp 8,5 Millionen.

Platz 4: Michael Lang

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13 Minuten Einsatzzeit im dritten Gruppenspiel gegen Honduras – keine üppige Ausbeute für den Rechtsverteidiger. Doch mit 23 Jahren ist er derzeit das grösste Versprechen für die Zeit nach Stephan Lichtsteiner. Sein Marktwert klettert um 33 Prozent auf 2,4 Millionen Franken.

Platz 5: Mario Gavranovic

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Schon in der Vorbereitung hat Mario Gavranovic mit Verletzungspech zu kämpfen. In Brasilien muss er dann vorerst psychisch untendurch: Der Platz auf der Ersatzbank beschert dem 24-jährigen Angreifer viel Frust. Kumpel Shaqiri musst ihn trösten.

Drei Tage vor dem Spiel gegen Argentinien folgt der absolute Tiefpunkt: Kreuzbandriss – Spitalaufenthalt in der Schweiz statt Achtelfinal in São Paulo. Immerhin kann sich Gavranovic nur schon durch Hitzfelds Aufgebot mit einem Marktwertzuwachs von rund 300'000 Franken über die verkorkste WM hinwegtrösten. 

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Die grossen Verlierer

Platz 1: Valon Behrami

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Valon Behramis unfassbare Willensleistung – sein kriegerischer Sololauf über das halbe Feld vor dem 2:1 gegen Ecuador – macht ihn für viele Fans zu einem der grossen Helden dieser WM. Dabei hat er vor und nach dieser Sternstunde seine liebe Mühe mit dem Niveau. Erst gegen Argentinien gelingt dem Napoli-Söldner wieder ein richtig überzeugendes Spiel. Der Markt lässt sich nicht blenden: Valon Behrami ist der grösste Verlierer. Er büsst fast fünf Millionen Franken ein – und damit ein Viertel seines Werts.

Platz 2: Stephan Lichtsteiner

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Der vielleicht beste Schweizer Rechtsverteidiger aller Zeiten kann an dieser WM nicht sein gewohnt hohes Niveau abrufen. Vor allem gegen Frankreich wirkt er überfordert und im Duell mit Argentinien verschuldet er das entscheidende Gegentor in der 118. Minute durch einen haarsträubenden Ballverlust. Die Quittung: Sein Marktwert sinkt um 12 Prozent auf 18,1 Millionen Franken.

Platz 3: Gökhan Inler 

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Die Bilanz des Nati-Captains bei dieser WM ist insgesamt nicht schlecht – aber eben auch nicht überragend. Von ihm hat man sich mehr offensive Impulse und einige Fehlpässe weniger erhofft. In Sachen Marktwert fällt beim 30-Jährigen langsam auch das Alter ins Gewicht: Minus 2,4 Millionen Franken.

Platz 4: Blerim Dzemaili

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Drei Joker-Einsätze, 54 Minuten Spielzeit und ein Tor. Zwar hat Blerim Dzemaili das Schweizer Spiel bei jeder Einwechslung belebt, doch es war unter dem Strich eben doch nicht seine WM. Vielleicht steigen Dzemailis Aktien unter Vladimir Petkovic wieder – aber ewig Zeit bleibt dem mittlerweile 28-jährigen Angreifer nicht mehr. Sein Marktwert sinkt um 13 Prozent.

Platz 5: Johan Djourou

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Schwach ins Turnier gestartet – und dann noch weiter abgesackt. Wie Karim Benzema beim 2:5 gegen Frankreich den Schweizer Innenverteidiger zerzaust, grenzt an seelische Grausamkeit. Zum Glück fängt sich Johan Djourou dann doch noch und liefert gegen Honduras und Argentinien zwei solide Spiele ab. Sein Marktwert bricht trotzdem dramatisch ein.

Platz 6: Reto Ziegler 

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In der Nati hat der direkte Konkurrent von Überflieger Rodriguez derzeit keinen Stich. Und auch auf Vereins-Ebene ist Reto Ziegler nicht wirklich zu beneiden. Der Leihvertrag mit Sassuolo ist ausgelaufen und bei seinem Besitzerklub Juventus wird er trotz gültigem Vertrag wohl keine Chance erhalten. Sein Marktwert leidet: Minus 40 Prozent auf 1,8 Millionen Franken.

Schweizer WM-Fahrer ohne Marktwertveränderung

Yann Sommer 9,6 Millionen
Diego Benaglio 7,2 Millionen
Roman Bürki 3,0 Millionen
Fabian Schär 9,6 Millionen
Philippe Senderos 3,0 Millionen
Steve von Bergen 1,8 Millionen
Gelson Fernandes 3,6 Millionen
Granit Xhaka 12,1 Millionen
Valentin Stocker 8,4 Millionen
Tranquillo Barnetta 3,6 Millionen
Xherdan Shaqiri 24,2 Millionen
Haris Seferovic 5,4 Millionen



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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Riccardo 23.07.2014 14:32
    Highlight Gute Zukunft für die Nati!
    1 0 Melden
  • Devante 17.07.2014 16:49
    Highlight alte FCZ schule halt.....die top 3 allesamt aus der eigenen talent-schmiede ;)
    2 1 Melden
  • StonedCow 17.07.2014 09:48
    Highlight Rodriguez zeigt konstant gute Leistungen - verdient ;)
    3 0 Melden
    • droelfmalbumst 18.07.2014 15:40
      Highlight ja schon aber gleich 34Mio ist ein absoluter Witz...

      Toni Kroos kostet ja weniger und ist mind. 5x besser :o
      0 2 Melden

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