Wirtschaft

Paul Krugman

Ein Prozent Reiche wird über die restlichen 99 Prozent regieren: In diesem Video erfahren Sie, was in unserer Gesellschaft falsch läuft

05.05.14, 18:28 06.05.14, 15:54

Das neue Buch von Thomas Piketty «Kapital im 21. Jahrhundert» schlägt zurzeit hohe Wellen. Darin zeigt der französische Ökonom anhand von Daten, wie im Kapitalismus die Reichen immer reicher werden und eine neue Generation von Wohlhabenden heranwächst – nämlich ihre Erben. Bis ins Jahr 2030 werden sich die Superreichen die Macht über Politik, Regierung und Gesellschaft sichern können. 

Für Nobelpreisträger Paul Krugman war Pikettys Werk eine Offenbarung. «Wir steuern auf eine oligarchische Gesellschaft zu, in der einzelne Familiendynastien die Wirtschaft und somit einen Grossteil der arbeitenden Bevölkerung, die 99 Prozent, kontrollieren werden», sagt er im Interview mit Journalist Bill Moyers. 

Sehen Sie selbst, was passiert, wenn das Kapital schneller wächst als die Wirtschaft. Die 24 Minuten lohnen sich! 

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 08.05.2014 19:04
    Highlight War ja bis jetzt immer so. Nur können wir heute viel mehr zerstören als früher. So nanoteilchenscheiss
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  • nell 07.05.2014 10:38
    Highlight Unglaublich was wir mit uns machen lassen - doch wir können etwas tun, gehen wir auf die Strassen, zu den Friedens Mahnwachen, immer montags in vielen Städten! Auch hier findet man wertvolle Infos: http://www.wissensmanufaktur.net/
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  • Kasi 06.05.2014 23:24
    Highlight Erstens die Überschrift ist falsch. Wieso "unserer Gesellschaft"??? Das sind die Amis. Zum Glück trennt uns der Atlantik von denen. Ist für mich nichts neues was in dem Video erzählt wird. Alles eine logische Folge des amerikanischen Traums. Möglichst viel verdienen und nichts abgeben. Funktioniert natürlich super wenn der Rest der Welt sich von zwei Kriegen erholt, wird aber zum Problem wenn die anderen aufholen und man jetzt für einander sorgen müsste. Was viele Menschen nicht begreifen, ist das solche Entwicklungen sehr langsam voranschreiten. Solch komplexe Systeme wie die Wirtschaft, Politik und die Gesellschaft als Ganzes sind sehr träge. Logisch gibt es immer wieder mal Ausschläge nach unten und oben aber ein die Richtung bleibt gleich wenn man sie mal eingeschlagen hat. Zum Beispiel die französische Revolution. Bis der Grundgedanke umgesetzt wurde dauerte es 200 Jahre.
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    • Kastigator 07.05.2014 10:15
      Highlight Was genau ist denn bei uns anders? Auch unsere Konzerne sind mehrheitlich durch internationale Gesellschaften kontrolliert, und zusätzlich haben wir noch die "direkte Demokratie", die je länger, je mehr von wenigen Oligarchen ausgenutzt wird, um den Staat zu schwächen und zu erpressen und ihren eigenen Vorteil durchzusetzen. Oder weshalb wehrte sich Blocher gegen den EWR? Genau: Seine Kartelle/Oligopole und die seiner Gschpänli waren gefährdet. Dank Blochers Kampf konnte Walter Frey weiter als Monopolist über die Autopreise bestimmen, und Blocher braucht keine Parallelimporte zu fürchten. Um genau dasselbe geht es beim momentanen Gschtürm gegen EU-Recht. Ich fürchte also, wir sind sogar schon weiter fortgeschritten als die EU - und wiegen uns zusätzlich in der Illusion von "Demokratie".
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    • Kasi 07.05.2014 11:27
      Highlight Bei uns kontrollieren nicht die Reichen die Politik. Da unser Parlament direkt gewählt wird. Ausserdem ist es möglich jedes beliebige Gesetz per Initiative in die Verfasdung zu schreiben, wenn die Mehrheit der Bevölkerung dies für richtig haltet. Nur weil die Politik vielleicht nicht gerade so läuft wie du es wünschst sind noch lange keine dunklen Mächte im Spiel.
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    • Kari Metzger 08.05.2014 15:18
      Highlight Es stimmt, die Reichen kontrollieren nicht die Politik, aber sie haben die Politiker gekauft, daher stimmt es halt doch: Wer zahlt befiehlt, nicht wer gewählt ist. Siehst du jetzt den Puck, oder geht es zu schnell.....
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  • Gelöschter Benutzer 05.05.2014 22:21
    Highlight tick tack...
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    • Romeo 06.05.2014 10:53
      Highlight Soziale Unruhen sind vorprogrammiert.
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Tote Kinder im Kongo, Mani Matter und die Moral – der «Arena»-Zoff zu Glencore und Steuern

Trägt die Schweiz eine Mitschuld an der Armut Afrikas? Ist Steuervermeidung legitim? Die neusten Enthüllungen aus den «Paradise Papers» zur Offshore- und Rohstoffbranche warfen Fragen auf, die für zünftigen Streit zwischen SVP-Banker Thomas Matter und Drittwelt-Freund Jean Ziegler sorgten.

Eins vorneweg: Es gibt für bürgerliche Politiker angenehmere Themen für einen Auftritt in der «Arena», als wenn es um die Machenschaften des Zuger Rohstoffriesen Glencore geht. Dieser war von Moderator Jonas Projer eingeladen worden, einen Vertreter in die Sendung zu schicken – Glencore lehnte ab. Einen Konzern zu verteidigen, der mit vergifteten Böden, Schmiergeldzahlungen und Ausbeutung in Verbindung gebracht wird und selber die Öffentlichkeit scheut, ist kein Spass.

In der Sendung, welche sich …

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