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Nestlé ruft in der Schweiz weitere Säuglingsmilch zurück

Nestlé ruft in der Schweiz weitere Säuglingsmilch zurück

03.02.2026, 16:3303.02.2026, 17:51

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé ruft eine weitere Charge seiner Säuglingsmilch «Beba Optipro1» zurück. Die Massnahme erfolgt wegen des Nachweises des Toxins Cereulid, wie das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Dienstag mitteilte.

«Wir führen diesen Rückruf durch, obwohl die Cereulid-Menge in dieser Charge unter der neuen Empfehlung der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) liegt», schreibt Nestlé zum Rückruf. Dieser erfolgt laut dem WBF in Zusammenarbeit mit der zuständigen kantonalen Vollzugsbehörde. Nestlé hatte bereits Anfang Januar in mehreren Ländern Chargen von Säuglingsnahrung vorsorglich zurückgerufen.

Zahlreiche Rückrufe

Mittlerweise haben zahlreiche Hersteller von Säuglingsnahrung, darunter neben Nestlé auch Danone und Lactalis aufgrund eines Risikos der Cereulid-Kontamination in mehr als 60 Ländern Rückrufe von Säuglingsmilch durchgeführt. Auch der Schweizer Hersteller Hochdorf war betroffen. Hintergrund ist gemäss der Industrie ein in den Milchpulvern als Zutat verwendetes und verschmutztes Öl eines Zulieferers aus China.

Cereulid ist laut Gesundheitsbehörden ein von Bakterien gebildetes Gift, das 30 Minuten bis sechs Stunden nach der Einnahme plötzliche Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen verursachen kann. Das Toxin ist extrem hitzestabil. Es wird selbst durch Kochen, Braten oder Pasteurisieren nicht zerstört. (hkl/sda/awp)

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