Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Niki Lauda aus dem Rennen im Bieterverfahren um Air-Berlin-Tochter

28.12.17, 14:17


ARCHIVBILD - Fluglinienbetreiber und Pilot Niki Lauda am Sonntag, 18. April 2010, nach der Landung des Testflugs mit einem A320 am Salzburger Flughafen. Die Fluglinie Niki folgt ihrer Mutter Air Berlin in die Insolvenz. (KEYSTONE/APA/BARBARA GINDL)

Der einstige Rennfahrer, Niki-Gründer und Pilot Niki Lauda wird die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki nicht zurückkaufen. Als Favorit wird nun der Billigflieger Vueling gehandelt Bild: APA/APA

Niki Lauda bekommt nun doch nicht die von ihm gegründete und mittlerweile insolvente Air-Berlin-Tochter Niki zurück. «Ich bin nicht mehr im Rennen», sagte Lauda der Zeitung «Die Presse».

Gegenüber der Nachrichtenagentur APA äusserte Lauda ausserdem die Befürchtung, dass ein Konkurs der Airline nun wohl nicht mehr abwendbar ist.

Er habe alleine ein Angebot für Niki unterbreitet, sagte der einstige Rennfahrer und Flugunternehmer. Thomas Cook habe für den Rest geboten. Er sei nicht mehr im Rennen; «das wurde uns gerade schriftlich mitgeteilt», sagte Lauda zur APA. Mehr könne er dazu derzeit nicht sagen. In dem Schreiben sei keine Begründung angeführt worden.

«Ich wollte Niki und die Jobs in Österreich erhalten», bedauerte Lauda. Wenn nun ans Ausland verkauft werde, seiner Vermutung nach in Richtung Vueling, dann bedeute dies die komplette Zerschlagung der Niki. «Dann haben wir in Österreich keine zweite Airline mehr.»

Ein Konkurs über Niki sei nun nicht mehr abwendbar, glaubt Lauda. Die Fluglizenz (AOC) sei nur bis 3. Januar verlängert worden.

Auf spanischen Branchenplattformen war in den vergangenen Tagen der britisch-spanische Konzern IAG, zu dem neben British Airways und Iberia auch der Billigflieger Vueling gehört, als Favorit für Niki gehandelt worden.

Derweil teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther in Berlin mit, um die Übernahme der österreichischen Airline werde exklusiv mit einem Bieter weiterverhandelt. Das habe der Gläubigerausschuss bei einer Sitzung am Donnerstag entschieden. In den nächsten Tagen solle der endgültige Kaufvertrag stehen. Namen nannte Flöther unter Verweis auf die zugesicherte Vertraulichkeit weiter nicht.

Niki hatte Mitte Dezember Insolvenz angemeldet und den Flugbetrieb eingestellt. Zuvor war die geplante Übernahme durch den deutschen Branchenprimus Lufthansa abgeblasen worden. Die EU-Wettbewerbshüter befürchteten Monopolstrecken. (sda)

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Oban 28.12.2017 18:30
    Highlight Toll was da Lauda wieder rauslässt, an anderen Orten fragt er sich weshalb LH die A321 von Niki schon alle hat und will diese zurück. Vergisst dabei das die Flieger nur geleast waren und es dem Anbieter freisteht wohin er diese vermietet. Im gleichen Atemzug hat er auch rausgelassen das er kein Personal übernimmt, das ist eh schon teilweise bei OS untergekommen.
    1 0 Melden

«Es isch eifach wieder mal zum Chotzä z’Züri!» – Swiss-Pilot tickt über Funk völlig aus

Für einen Swiss-Piloten wurde das ständige Warten auf die Starterlaubnis kürzlich zu viel. Er verlor im Gespräch mit einer Fluglotsin die Nerven und wurde ausfällig. Der Ausraster ist symptomatisch für ein grundsätzliches Problem.

Letzten Sonntag, Flug LX2156 von Zürich nach Palma de Mallorca. Es ist 12.16 Uhr und noch immer steht die Maschine am Gate. Dabei hätte sie gemäss Flugplan um 12.05 bereits abheben sollen. Doch am Mittag herrscht besonders viel Verkehr. Für den Piloten des Guten zu viel.

Was zur Hölle hier los sei, schnauzt er die Fluglotsin auf Englisch an – auf der Funkfrequenz, auf der alle anderen Piloten in Zürich mithören und die online archiviert ist.

... antwortet die Lotsin ebenfalls auf Englisch, der …

Artikel lesen