Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05651553 A handout picture taken in November 2016 and made available by the Australian Research Council (ARC) Centre of Excellence for Coral Reef Studies on 29 November 2016 shows scientists assessing coral mortality on Zenith Reef following the bleaching event, Northern Great Barrier Reef, Queensland, Australia. A new study has found higher water temperatures have ravaged the Great Barrier Reef, causing the worst coral bleaching ever recorded by scientists. In the worst affected area 67 percent of a 700km swath in the north of the reef lost its shallow-water corals over the past eight to nine months, the ARC Centre of Excellence for Coral Reef Studies based at James Cook University study found.  EPA/ANDREAS DIETZEL/ARC CENTRE OF EXCELLENCE FOR CORAL REEF STUDIES AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Ein Forscher untersucht das Great Barrier Reef. Bild: EPA/AAP/ARC CENTRE OF EXCELLENCE

Forscher haben erfolgreich Korallen am Great Barrier Reef transplantiert



Australische Forscher haben erfolgreich Korallenlaich aus einem Teil des Great Barrier Reef in einen anderen gefährdeten Teil transplantiert. Das Projekt könnte helfen, beschädigte Ökosysteme weltweit wiederaufzubauen.

Die Forscher Wissenschaftler der australischen Southern Cross Universität hatten Ende vergangenen Jahres grosse Mengen an Korallenlaich vor der Insel Heron Island im südlichen Teil des Great Barrier Reefs gesammelt und ausgebrütet.

Die geschlüpften Larven brachten sie in beschädigte Gebiete des 2300 Kilometer langen Korallenriffs. Acht Monate später fand das Forscherteam dort junge Korallen vor, die den Umzug überlebt und im Schutz von Netzwänden gewachsen waren.

Das erfolgreiche Projekt liesse sich nicht nur für das Great Barrier Reef anwenden, sondern habe möglicherweise globale Bedeutung, sagte Teamleiter Peter Harrison am Sonntag. «Es zeigt, dass wir beginnen können, beschädigte Korallenpopulationen wiederaufzubauen und zu reparieren.»

Stark bedrohtes Ökosystem

Laut Harrison handelt es sich bei der Transplantation von Korallenlarven um eine gänzlich neue Methode der Korallenvermehrung. Beim herkömmlichen «Anbau von Korallen» würden etwa Ableger gesunder Korallen abgetrennt und an anderer Stelle ins Riff gesteckt, in der Hoffnung, dass sie wieder wachsen.

Das Great Barrier Reef vor Australiens Nordostküste ist das weltgrösste Korallenriff. Der Klimawandel und die damit verbundene Erwärmung der Ozeane bedroht das Ökosystem. Doch auch die Wasserverschmutzung durch Schifffahrt und Landwirtschaft in der Nähe der Küste spielen eine Rolle bei der Zerstörung der Korallen.

Das Great Barrier Reef besteht aus 400 unterschiedlichen Korallenarten und beherbergt 1500 Fischarten sowie 4000 Arten von Weichtieren. Zudem leben dort viele gefährdete Tiere wie der Dugong (Seeschwein) oder die Grosse Grüne Meeresschildkröte. Die Unesco hatte das Riff 1981 zum Weltnaturerbe erklärt. (leo/sda/afp)

Darum verlieren die Korallen ihre Farben und sterben

Play Icon

Video: srf

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • BenFränkly 26.11.2017 20:10
    Highlight Highlight Verpflanzen nutzt aber nur dann etwas, wenn zuerst die Lebensbedingungen für die Korallen im Zielgebiet (z.B. Great Barrier Reef) verbessert werden.
    Wenn man zwar verpflanzen kann, die Korallen dann aber letztlich ebenso am zu warmen, verschmutzten Wasser oder wegen anderer schädlicher Einflüsse zu Grunde gehen, dann müsste man erst Sisiphos als Arbeiter fürs verpflanzen wiederbeleben...

Erster Verlierer: Der Regenwald. Warum Brasiliens neuer Präsident eine Klima-Gefahr ist

Der Rechtspopulist Jair Bolsonaro hat die Präsidentenwahl in Brasilien gewonnen. Der Ex-Militär kam auf 55,14 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt am Sonntag nach der Auszählung fast aller Stimmen mitteilte. Sein Gegner Fernando Haddad von der linken Arbeiterpartei erhielt demnach 44,86 Prozent.

Erster Verlierer der Wahl dürfte jedoch der Regenwald sein. Und von dieser Niederlage sind wir alle betroffen.

Denn Jair Bolsonaro macht sich nicht viel aus dem Regenwald. Der Rechtsextreme findet …

Artikel lesen
Link to Article