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epa05361332 A photograph made availavble 13 June 2016 shows a Ghanaian collecting recyclable material at the polluted Korle Gono beach, that is covered in plastic bottles and other items washed ashore, following weeks of heavy flooding in Accra, Ghana 12 June 2016. The recyclable materials were washed from the capital Accra through the Korle lagoon ending up at the beach. Waste pollution is a continuing problem in Ghana.  EPA/CHRISTIAN THOMPSON

Die zweitgrösste Gefahr ist laut Studie verschmutztes Wasser. Bild: EPA

Schlimmer als Kriege und Krankheiten: Umweltverschmutzung verkürzt jedes sechste Leben



Umweltverschmutzungen kosten einer internationalen Studie zufolge mehr Menschen das Leben als Kriege und Krankheiten. Für das Jahr 2015 zählten die Forscher etwa neun Millionen Todesfälle wegen Schadstoffen in der Luft, im Wasser oder im Boden.

Einer von sechs vorzeitigen Todesfällen könne auf eine Aussetzung mit giftigen Stoffen zurückzuführen sein, erklärte die medizinische Fachzeitschrift «The Lancet» in einer am Freitag in dieser Art erstmals erschienenen Studie. Die Umweltverschmutzungen, von dreckiger Luft bis zu unsauberem Wasser, führten bei mehr Menschen zum Tod als etwa Aids, Tuberkulose und Malaria zusammengerechnet.

Die wichtigsten Todesursachen waren dabei Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Lungenkrebs. Fast alle der Todesfälle seien in armen oder aufstrebenden Ländern zu verzeichnen, fanden die Wissenschaftler heraus.

Folge des Industrieausbaus

Vor allem in den Ländern, in denen die Industrie rapide ausgebaut werden, seien die Auswirkungen zu spüren. Auf diese Länder, darunter Indien, Pakistan, China, Bangladesch oder Madagaskar, entfalle ungefähr ein Viertel der Toten.

Für zwischendurch: Ralph ärgert sich masslos über Umweltsünder

Video: watson/Ralph Steiner, Emily Engkent

«Verschmutzung ist viel mehr als eine Herausforderung für die Umwelt – es ist eine schwerwiegende und allgegenwärtige Bedrohung, die viele Aspekte der menschlichen Gesundheit betrifft», sagte Philip Landrigan, Professor bei der Icahn School of Medicine, der an der Untersuchung beteiligt war.

Allein die Luftverschmutzung, etwa durch den Verkehr oder durch offene Feuer, stehe in Zusammenhang mit 6.5 Millionen Todesfällen. Die zweitgrösste Gefahr sei verschmutztes Wasser, durch das Infektionen übertragen würden und an dem 1.8 Millionen Menschen gestorben seien.

Einbussen in Billionen-Höhe

Die finanziellen Einbussen, die in Verbindung mit den Todesfällen durch Umweltverschmutzung entstanden, betragen laut «The Lancet» weltweit rund 4.6 Billionen Dollar, etwa 6.2 Prozent der globalen Wirtschaft.

Die Studie wurde von etwa 40 internationalen Wissenschaftlern zusammengetragen und im Medizin-Fachblatt «The Lancet» veröffentlicht. Der Bericht stellt den ersten Versuch dar, umfassende Daten zu Todesfällen durch Umweltverschmutzungen weltweit zusammenzutragen. (viw/sda/reu/ap)

Der Mensch zerstört die Tierwelt

Video: srf

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ramy 20.10.2017 11:02
    Highlight Highlight Danke dass auch mal dieses Thema behandelt wird.

    Klar, Krieg, Hunger oder Anschläge sind schlimm, keine Frage. Aber was wir unserer Umwelt und somit uns, den Tieren, unseren Kindern und folgenden Generationen antun, ist eine Katastrophe und wird weitaus mehr das Leben kosten, als irgendein Krieg es jemals tat. Doch wird es kaum beachtet. Die Folgen sind nicht direkt, akut und plötzlich - wie z.B. bei einem Anschlag - doch weitaus schlimmer. Es gibt keine traurige, mitleiderregende Geschichten, wie bei hungernden oder trauernden Kinder, weshalb sich leider viel zu wenig dafür interessieren.
  • ojama 20.10.2017 10:45
    Highlight Highlight Hallo, (@watson) ich bin sehr intressiert an euerer Quell Studie. Könntet ihr mir hier vielleicht einen Link zum Paper antoworten? Danke viel mals.
  • Wehrli 20.10.2017 08:24
    Highlight Highlight Und dann gibts den Hattrick: Krieg in einem Verschmutzen Land und hast die Cholera am Arsch; da wirds dann schwierig dem Herrn zu verzeihen.

    Arbeiten wir darauf zu, dass es von allem ein bisschen weniger gibt.

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