Abstimmungen 2014
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Der traditionelle Rueeblimaert, aufgenommen am Mittwoch, 7. November 2012 in der Altstadt von Aarau. Verschiedenfarbige Ruebli in allen Variationen und Waren wie Christbaumschmuck, Kaese und Kuchen werden an die Kundschaft gebracht. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Traditioneller Rüblimärt in Aarau. Bild: KEYSTONE

Initiative angenommen

Karotten müssen in Aargauer Kindergärten fortan Rüebli heissen

In Aargauer Kindergärten darf künftig nur noch Mundart gesprochen werden. Gegen den Willen von Regierung, Parlament und den meisten Parteien haben die Aargauer Stimmberechtigten eine entsprechende Initiative angenommen.



Mit der Annahme der Initiative «Ja für Mundart im Kindergarten» wird das Anliegen im aargauischen Schulgesetz verankert. Der Aargau ist nach Zürich der zweite Kanton, in dem eine Mundart-Initiative angenommen wurde. In anderen Kantonen wurden ähnliche Initiativen verworfen oder sie scheiterten an der notwendigen Unterschriftenzahl. 

Die Aargauer Schweizer Demokraten SD warben mit dem Slogan «Rüebli statt Karotten» für ihr Anliegen. Mit Ausnahme der SVP sträubten sich alle Parteien gegen das Ziel der Initiative. Auch das Parlament und die Regierung empfahlen die Initiative zur Ablehnung. 

Die Regierung war den Initianten im Verlaufe der politischen Diskussion teilweise sogar noch entgegen gekommen. Sie legte fest, dass der Anteil der Schriftsprache im Unterricht von der Hälfe auf einen Drittel reduziert wird. Mit dieser neuen Regelung, die auf das im Herbst beginnende Schuljahr hätte eingeführt werden sollen, wollten sich die Initianten aber nicht abfinden. Sie hielten an der Initiative fest. (whr/sda)

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