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Erneut starkes Erdbeben im Nordosten Japans – keine Tsunami-Gefahr

Publiziert: 14.05.21, 06:52

Ein Erdbeben der Stärke 6.0 hat am Freitag den Nordosten Japans erschüttert. Sein Zentrum lag vor der Küste der Präfektur Fukushima in einer Tiefe von 40 Kilometern, wie die Meteorologische Behörde mitteilte.

Die Gefahr durch einen Tsunami bestehe nicht. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht.

Das Atomkraftwerk in Fukushima. Bild: keystone

Vor zehn Jahren war dieselbe Region von einer Tsunami-Katastrophe mit Tausenden Toten heimgesucht worden. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi kam es zu einem Super-Gau.

In jüngster Zeit wird die Region erneut wiederholt von Erdbeben heimgesucht. Im Februar wurden dabei rund 150 Menschen verletzt. (sda/dpa)

Grösste Atom-Unfälle der letzten 25 Jahre

6. April 1993: In der russischen Anlage Tomsk-7 werden durch einen Unfall grosse Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt. Auslöser war die Reinigung eines Reaktions-Gefässes mit Salpetersäure, was zu einer unkontrollierten Kettenreaktion führte. Globalsecurity.org
In Folge des Unfalls werden 100 Quadratkilometer Fläche im Gebiet Sewersk kontaminiert. Globalsecurity.org
30. September 1999: In einer Brennelemente-Fabrik in Tokaimura, 120 Kilometer nördlich von Tokio, befüllen Arbeiter einen Vorbereitungstank mit 16,6 kg Urangemisch (statt der vorgeschriebenen 2,3 kg). Daraufhin setzt eine unkontrollierte Kettenreaktion ein. KYODO NEWS / AP Photo/Kyodo Newsmous
35 bis 63 Menschen werden verstrahlt. Drei Arbeiter wurden einer besonders hohen Radioaktivität von bis zu 17 Sievert ausgesetzt. 300'000 Anwohner werden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. wikipedia
11. März 2006: In einer Bestrahlungsanlage zur Herstellung radiopharmazeutischer Produkte beim Institut national des radio-elements (IRE) in Fleuris (Belgien) versagt eine Hydraulik-Maschine. Blanckaert, Lieve
11. März 2011: Ein Erdbeben und ein darauf folgender Tsunami verursachen erhebliche Schäden an der Stromversorgung und dem Kühlsystem im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi. Vier von sechs Reaktorblöcken werden zerstört, in dreien kommt es zu einer Kernschmelze. AP Tokyo Electric Power Co. via Kyo
Beim Unglück wird doppelt so viel radioaktives Material freigesetzt wie beim Reaktorunglück in Tschernobyl. Mindestens 20 Arbeiter werden verstrahlt. AFP / AFP
100'000 bis 150'000 Einwohner rund um Fukushima müssen das Gebiet vorübergehend – teilweise auch dauerhaft – verlassen. Hunderttausende in landwirtschaftlichen Betrieben zurückgelassene Tiere verenden. AP / Gregory Bull

So sieht das AKW in Fukushima von innen aus

Video: SRF / SDA SRF

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