Der schönste Sportbetrug aller Zeiten: Schüler lassen gehbehinderten Kameraden gewinnen
Diese Geschichte geht so richtig ans Herz. Der kleine Daniel Boyers aus dem englischen Ashton-in-Makerfield, auf halbem Weg zwischen Liverpool und Manchester gelegen, möchte nicht am Schulsporttag teilnehmen. Denn der Zehnjährige leidet an Kinderlähmung. Daniel hat deshalb Schwierigkeiten beim Laufen und sagt seiner Mutter gemäss den Manchester Evening News, er fürchte sich vor dem Wettrennen. Bestimmt werde er nur ausgelacht, wenn er zu rennen versuche.
Was der Mutter nicht gelingt, schaffen Daniels Mitschüler. Sie überzeugen ihn, auch zu starten. Was dann passiert, sorgt reihum für feuchte Augen. Die anderen Fünftklässler drosseln ihr Tempo, so dass Daniel als Erster über die Ziellinie rennen kann. «Ich habe noch nie gewonnen!», freut sich der Knirps und fällt seiner Mutter überglücklich um den Hals.
«Er hat jedes Jahr teilgenommen und ist immer Letzter geworden», erzählte Mutter Wendy Boyers anschliessend der Zeitung. Sie habe keine Ahnung davon gehabt, dass die Mitschüler ihren Sohn gewinnen lassen würden. «Was sie da gemacht haben, ist einfach nur grosse Klasse», strahlte die 40-Jährige. (ram)
Nicht nach unten gucken! Der schwindelerregendste Schulweg der Welt
Dramatische Bilder von Schulkindern aus der chinesischen Provinz Sichuan: 15 Schüler im Alter von 6 bis 15 Jahren klettern eine rund 800 Meter hohe Leiter an einem extrem steilen Hang hinauf. Es ist für sie der einzige Weg, um alle zwei Wochen von ihrem Internat nach Hause zu kommen.
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Die Kinder leben mit ihren Familien in dem weit abgelegenen Dorf Atuler. Der chinesische Fotograf Chen Jie wurde bei einem Aufenthalt dort auf die Klettertour aufmerksam: «Ich war geschockt, als ich das gesehen habe.»
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Der Aufstieg dauert rund anderthalb Stunden und ist lebensgefährlich. Chen Jie kletterte einige Male mit. «Der kleinste Zwischenfall, und du fällst direkt in den Abgrund», sagte er dem «Guardian». Er hoffe, dass seine Bilder etwas an der «schmerzvollen Realität» des Dorfes ändern könnten.
Chen Jies Wunsch könnte erfüllt werden: Die örtliche Regierung kündigte an diesem Freitag an, man wolle dem Dorf helfen, den Schulweg für die Kinder sicherer zu gestalten. Zunächst sollen solide Stufen aus Stahl her. Langfristig solle es noch eine bessere Lösung geben, sagte ein Regierungsvertreter. Das Dorf soll wirtschaftlich besser angebunden und für den Tourismus geöffnet werden.
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Die 72 Familien in Atuler gehören zu einer Bevölkerungsminderheit in China – und zählen zu den ärmsten Menschen des Landes.
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Der harte Schulweg für die Kinder von Atuler ist für viele ein Sinnbild für die eklatanten Unterschiede in Chinas Entwicklung: In einigen Teilen zeigt sich das Land als moderne, hoch entwickelte Wirtschaftsnation, andere Gegenden verharren in grosser Armut.
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