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Nahost-Krise: Vom Schülermord zur Bodenoffensive

Die Lage in Nahost ist in den vergangenen Wochen immer weiter eskaliert, bis hin zu einer Bodenoffensive der israelischen Armee im Gazastreifen. Mehr als 1000 Palästinenser sind bisher ums Leben gekommen, Tausende wurden verletzt. Auch auf israelischer Seite starben dutzende Soldaten und einige Zivilisten.

Publiziert: 27.07.14, 13:01 Aktualisiert: 26.05.20, 22:25

12. Juni - Drei jüdische Religionsschüler verschwinden auf dem Heimweg von ihrer Schule in einer Siedlung im Westjordanland.

Plakate mit den drei verschwunden Jugendlichen werden gedruckt. Bild: ABIR SULTAN/EPA/KEYSTONE

15. Juni - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beschuldigt die radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas der Entführung der Jugendlichen. Die Armee sucht nach ihnen und riegelt das südliche Westjordanland ab. Hunderte Hamas-Mitglieder werden in den folgenden Tagen festgenommen.

Israelische Soldaten durchkämmen auf der Suche nach den Jugendlichen das Westjordanland. Bild: ABED AL HASHLAMOUN/EPA/KEYSTONE

30. Juni - Die Leichen der Vermissten werden auf einem Feld bei Hebron gefunden. In der Nacht fliegt die Luftwaffe massive Angriffe auf Ziele im Gazastreifen. Davor war Israel mit etwa 20 Kleinraketen beschossen worden.

Beerdigung der tot aufgefunden israelischen Teenagers. Bild: ABIR SULTAN/EPA/KEYSTONE

2. Juli - Die Leiche eines verschleppten 16-jährigen Arabers wird in einem Wald bei Jerusalem gefunden. Drei jüdische Tatverdächtige werden des Mordes angeklagt. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Rachemord nach dem Tod der drei israelischen Jugendlichen aus.

Trauerzug für den ermordeten 16-jährigen Palästinenser. Bild: ATEF SAFADI/EPA/KEYSTONE

8. Juli - Nach andauernden Raketenangriffen aus dem Gazastreifen startet die israelische Luftwaffe eine Offensive, Hunderte Ziele werden massiv bombardiert. Dabei sterben auch viele Zivilisten.

Israelische Raketen schlagen am 8. Juli in Beit Lahia im Gazastreifen ein. Bild: AP

17. Juli - Wenige Stunden vor einer humanitären Waffenruhe dringen 13 bewaffnete Palästinenser durch einen Tunnel nach Israel vor, die Luftwaffe beschiesst das Kommando. Nach dem Ende der auf fünf Stunden befristeten Waffenruhe eskaliert die Lage wieder. Israel startet eine Bodenoffensive in dem dicht besiedelten Palästinensergebiet, um Tunnel und Raketenlager zu zerstören.

Ein israelischer Offizier zeigt Journalisten einen Tunnel der Palästinenser. Bild: POOL/REUTERS

19. Juli - Die israelische Armee weitet ihre Bodenoffensive aus. Die Lage der Bevölkerung in Gazastreifen wird immer dramatischer.

Palästinenser suchen am 19. Juli Zuflucht in einer UNO-Schule im Gazastreifen. Bild: Lefteris Pitarakis/AP/KEYSTONE

20. Juli - Eine humanitäre Feuerpause zur Bergung von Toten in der Stadt Gaza bricht nach kurzer Zeit zusammen. Die israelische Bodenoffensive weitet sich zu einem Häuserkampf mit zahlreichen Toten auf beiden Seiten aus.

Israelische Raketen schlagen am 20. Juli in einem Quartier von Gaza-City ein. Bild: MOHAMMED SABER/EPA/KEYSTONE

22. Juli - Die US-Luftfahrtbehörde FAA verbietet amerikanischen Fluggesellschaft vorübergehend, Tel Aviv anzufliegen. Auch europäische Unternehmen stellen für mehrere Tage ihre Flüge ein.

Zahlreiche Flüge nach Tel Aviv fallen aus. Bild: Getty Images Europe

25. Juli - US-Aussenminister John Kerry legt laut Medienberichten den Konfliktparteien einen Vorschlag über eine einwöchige Feuerpause vor, in der unter ägyptischer Vermittlung Gespräche über eine längerfristige Friedenslösung aufgenommen werden sollen. Israel lehnt vorerst ab.

John Kerry versucht rund um die Uhr zu vermitteln. Hier telefoniert er am 25. Juli vom Gang in einem Hotel in Kairo aus mit dem Aussenminister von Katar. Bild: POOL

26. Juli - Eine zwölfstündige humanitäre Waffenruhe tritt in Kraft und hält. Israel und die Hamas hatten sich am Vortag darauf verständigt. Später wird sie um vier Stunden verlängert.

Die Palästinenser nutzen die Waffenruhe um die Toten aus den Trümmern der zerbombten Häuser zu bergen. Bild: AHMED ZAKOT/REUTERS

27. Juli - Nach anhaltendem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen erklärt die israelische Armee eine von ihr einseitig um weitere 24 Stunden verlängerte humanitäre Feuerpause für beendet.

Die Feuerpause ist beendet, die Granaten fliegen wieder. Bild: AVI ROCCAH/EPA/KEYSTONE

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