Aktuelle Themen:

US-Militärjet nahe deutscher Stadt Trier abgestürzt

Publiziert: 08.10.19, 18:26

Eine F-16 hebt vom US-Militärflughafen in Spangdahlem DE ab. Bild: AP

Ein Kampfjet vom US-Flugplatz Spangdahlem im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz ist bei einem Übungsflug verunglückt. Der Pilot kann sich per Schleudersitz retten.

Ein US-Kampfflugzeug ist am Dienstagnachmittag im Westen Deutschlands abgestürzt.

«Ich kann den Absturz einer unserer F16-Maschinen bestätigen», sagte eine Sprecherin vom US-Flugplatz Spangdahlem im Bundesland Rheinland-Pfalz. Die Maschine sei von dem Stützpunkt gestartet und während eines Routine-Trainingsflugs abgestürzt. Der Pilot habe sich über den Schleudersitz gerettet und sei mit kleineren Verletzungen geborgen worden, hiess es in einer Mitteilung. Er kam in ein Spital.

Feuerwehrleute bereiten ihre Ausrüstung nahe der Absturzstelle vor. Bild: EPA

In Spangdahlem ist das 52. Jagdgeschwader stationiert: Es umfasst eine F16-Kampfjet-Staffel mit mindestens 24 Flugzeugen. Zur US-Base gehören rund 4000 US-Soldaten.

Die Polizei Trier teilte mit, die Absturzstelle bei Zemmer im Kreis Trier-Saarburg sei weiträumig abgesperrt worden. Auf Schäden gebe es keine Hinweise. Nach Angaben des Ortsbürgermeisters von Zemmer, Edgar Schmitt, ging der Jet über einem Waldstück zu Boden. Der Unfall wird untersucht.

Anwohner wurden aufgefordert, die Absturzstelle zu meiden. Fahrzeuge sollten den Bereich grossräumig umfahren. Mehrere Kreisstrassen wurden für den Verkehr gesperrt.

Es ist der zweite Unfall mit Militärmaschinen in Deutschland innert weniger Monate. Bei einer Luftkampfübung waren im Juni an der Müritz im ostdeutschen Land Mecklenburg-Vorpommern zwei Eurofighter der Bundes-Luftwaffe in grösserer Höhe kollidiert und abgestürzt. Ein Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz und überlebte den Unfall verletzt, der andere - ein 27-Jähriger - starb. (sda/dpa)

Die schwersten Unfälle der Schweizer Luftwaffe der letzten Jahre

28. September 2016: Ein Helikopter der Schweizer Armee stürzt beim Gotthard ab. Zwei Piloten kommen ums Leben, eine Person wird verletzt. EPA/KEYSTONE / TI-PRESS / SAMUEL GOLAY
29. August 2016: Eine F/A-18 zerschellt am Sustenpass. Der Pilot kommt ums Leben. EPA/KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
14. Oktober 2015: Eine F/A-18 stürzt südöstlich von Besançon ab. Der Pilot wird verletzt. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott) KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
23. Oktober 2013: Ein F/A-18 Flugzeug der Schweizer Armee stürzt am Lopper bei Alpnach Dorf im Kanton Obwalden beim Vierwaldstaettersee ab. (KEYSTONE/Urs Flueeler) KEYSTONE / URS FLUEELER
30. März 2011: Ein Helikopter des Typs Cougar stürzt im Urner Maderanertal während eines Ausbildungsflugs im Nebel ab. Der Fluglehrer und sein Schüler werden schwer verletzt. POOL REUTERS / ARND WIEGMANN
12. November 2002: Bei einem Absturz eines Kleinflugzeuges der Schweizer Armee in einem Waldstück bei Bonaduz, GR, werden beide Flugzeuginsassen getötet. Das Flugzeug hatte zuvor das Seil der Luftseilbahn Rhäzuens-Feldis touchiert. (KEYSTONE/Arno Balzarini) KEYSTONE / ARNO BALZARINI
12. Oktober 2001: Oberhalb von Cans-Montana VS touchiert eine Alouette III ein Kabel und geht beim Aufprall in Flammen auf. Die vier Insassen kommen ums Leben. KAPO WALLIS
25. Mai 2001: Bei einem Grenzüberwachungsflug touchiert ein Alouette-III-Helikopter bei Delsberg JU ein Kabel und stürzt ab. Der Pilot und drei Grenzwächter werden tödlich verletzt. KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
25. Mai 2001: Ein Angehöriger der Luftwaffe untersucht im Gebiet Haute Borne bei Delsberg JU das Wrack eines Helikopters des Typs Alouette III des Grenzwachtkorps der Schweizer Armee. Der Pilot und drei Grenzwächter sterben. (KEYSTONE/Alessandro della Valle) KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
18. August 1999: Ein Super Puma berührt bei der Landung im Raum Realp-Hospental UR unkontrolliert den Boden. Ein Armeeangehöriger wird leicht verletzt, der Helikopter beschädigt. © SCHWEIZER ARMEE / STR
14. Oktober 1998: stürzt bei Bichwil in der St. Galler Gemeinde Oberuzwil eine PC 9 der Schweizer Flugwaffe auf eine Wiese ab. Der Pilot kommt dabei ums Leben obwohl er kurz vor dem Absturz noch den Schleudersitz betätigt. (KEYSTONE/Archive) KEYSTONE
08. April 1998: Nördlich von Crans-Montana stürzt ein F/A-18-Kampfjet der Schweizer Armee ab. Beide Insassen sterben. (KEYSTONE/LUKAS LEHMANN) KEYSTONE / LUKAS LEHMANN
12. November 1997: Bei Schneetreiben und schlechter Sicht stürzt eine Pilatus Porter PC6 beim Dorf Boltigen im Simmental ab. Der Unfall kostet fünf Insassen das Leben. (KEYSTONE/SIMON STETTLER) KEYSTONE / SIMON STETTLER

Die Schweizer Armee präsentiert erste F/A-18-Pilotin

Video: SRF / Roberto Krone

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben