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Madeleine Albright: «Was in Amerika passiert, ist die Hölle»

Publiziert: 19.09.20, 06:26 Aktualisiert: 19.09.20, 07:28

Madeleine Albright Bild: EPA/EPA

Die frühere US-Aussenministerin Madeleine Albright hat vor Präsident Donald Trump gewarnt. «Dass ein Mensch mit Macht denkt, er stehe über dem Gesetz, und eine freie Presse sei der Feind des Volkes, das ist gefährlich», sagte die 83-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) (Samstag) mit Blick auf den Präsidenten. «Was in Amerika passiert, ist die Hölle. In sehr vieler Hinsicht.» Die Demokratin Albright war von 1997 bis 2001 unter Präsident Bill Clinton Aussenministerin der USA.

Albright sagte laut RND, Faschismus beruhe stets auf einer Spaltung der Gesellschaft. «Ein Führer identifiziert sich mit einer Gruppe auf Kosten einer anderen, die dann als Sündenbock benutzt wird.» Das könnten Immigranten sein oder auch Schwarze, die gegen Polizeigewalt demonstrieren und dafür als Terroristen dargestellt würden. Faschismus sei «keine Ideologie, sondern ein Prozess, um die Macht zu gewinnen». Dabei würden Trennlinien in Gesellschaften, die ohnehin vorhanden seien, von politischen Führern für ihren eigenen Machtanspruch ausgenutzt. Dies sei nicht neu.

Vor wenigen Tagen hatte sie bereits dem «Stern» gesagt, Trump sei zwar kein Faschist. «Aber Trump hat mit Sicherheit einen autoritären Instinkt.» Er glaube, er selbst sei die Lösung von allem. Das besorge sie zutiefst. «Statt die Menschen zusammenzubringen, provoziert er Spaltung. Das ist eine Methode aus dem Einmaleins des Autoritarismus.» (sda/dpa)

Die wichtigsten Termine bis zu den US-Wahlen

Donnerstag 20. August (Daten beziehen sich auf US-Zeit, teilweise werden die Events erst am nächsten Tag europäischer Zeit statfinden): Joe Biden wird an der Democratic National Convention in Milwaukee eine Rede halten. Biden wird an der Convention offiziell als demokratischer Kandidat gegen Donald Trump nominiert werden. keystone / USA BIDEN HARRIS HANDOUT
Ab Montag 24. August: Donald Trump wird an der 2020 Republican National Convention in North Carolina seine Rede halten – allerdings vermutlich von Washington aus. Die Convention findet aufgrund von Corona an diversen Orten statt. Das Datum und der Zeitpunkt von Trumps Rede ist noch nicht sicher. keystone / Oliver Contreras / POOL
Dienstag 29. September: Die erste Präsidentendebatte findet in Cleveland statt. keystone
Mittwoch 7. Oktober: Die erste Debatte der Vizepräsidenten Kamala Harris und Mike Pence geht in Salt Lake City, Utah über die Bühne. keystone / Charlie Neibergall
Donnerstag 15. Oktober: Die zweite Präsidentendebatte findet in Miami, Florida statt. keystone / Carolyn Kaster
Donnerstag 22. Oktober: Für die dritte Präsidentendebatte geht es nach Nashville, Tennessee. keystone / Andrew Harnik
Am 20. September beginnen die sogenannten Early Votings. In einigen Bundesstaaten können die Wahlberechtigten ab dann schon für ihren Favoriten stimmen. sda / Patrick Semansky
Die Wahl des nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten wird am Dienstag, 3. November stattfinden. sda / Paul Sancya

Kurz erklärt: So funktionieren die US-Wahlen

Video: watson

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