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Der bislang letzte Match auf Sand: Federer im Halbfinal der French Open 2019 gegen Nadal. Bild: EPA

Federers Rückkehr auf Sand – 711 Tage nach dem letzten Ernstkampf

Das Geneva Open hat mit Roger Federer erstmals die grösste Attraktion im Welttennis im Angebot – und keiner darf im Stadion zuschauen. Für den 20-fachen Grand-Slam-Champion geht es in Genf nach der langen Pause vor allem um Spielpraxis.

Publiziert: 13.05.21, 16:53 Aktualisiert: 13.05.21, 17:15

Mit Stan Wawrinka (2016 und 2017) oder Alexander Zverev (2019) erscheinen in der Siegerliste des vor sechs Jahren wieder belebten ATP-Turniers in Genf hochkarätige Namen. In diesem Jahr ist aber der grösste von allen gemeldet: Roger Federer. Der 39-jährige Basler gibt sein mit Spannung erwartetes Comeback auf Sand.

Seine Rückkehr in Doha (auf Hartplatz) nach mehr als einem Jahr Pause verlief im März zwiespältig. Federer zeigte seine spielerische Klasse, im zweiten Spiel innerhalb von 24 Stunden dann aber auch, dass er physisch noch nicht wieder voll da war. Nun, nach weiteren zweieinhalb Monaten Aufbau, folgt in Genf der nächste Anlauf. Wenn er am Dienstag (18 Uhr) nach einem Freilos zur Zweitrundenpartie antritt, wird es 711 Tage her sein seit dem letzten Ernstkampf auf Sand, im Halbfinal des French Open 2019 in Paris gegen Rafael Nadal.

In erster Linie Matchpraxis

Die Erwartungen sind entsprechend nicht riesig, der erfolgreichste Tennisspieler der Geschichte ist beim 250er-Event nicht der Topfavorit. Zwar wird er diesmal zwischen dem ersten und einem allfälligen zweiten Spiel einen Tag Pause erhalten, danach würden Viertel- (Donnerstag), Halb- (Freitag) und Final (Sonntag) aber Schlag auf Schlag folgen. Federers Fokus liegt jedoch auf Wimbledon (28. Juni bis 11. Juli), Genf und eine Woche später Roland Garros dienen in erster Linie dazu, Matchpraxis zu sammeln.

Dennoch ist der Hype natürlich gross, mit einem ebenso grossen Wermutstropfen. In der wunderbaren Anlage im Parc des Eaux-Vives sind gemäss Corona-Regeln des Bundes nicht mehr als 100 Zuschauer pro Tag zugelassen. Tickets wurden keine verkauft, der privilegierte Zugang ist Sponsoren und Partnern vorbehalten.

Federer hat schöne Erinnerungen an Genf, wo er unter anderem 2019 beim Laver Cup triumphierte und 2014 auf dem Weg zum Titelgewinn mit dem Schweizer Davis-Cup-Team den Viertelfinal (gegen Kasachstan) und den Halbfinal (gegen Italien) gewann, beide Male in der Palexpo-Halle. Auch beim damaligen Challenger-Turnier im TC Drizia Miremont war er in den Anfängen seiner Profikarriere schon im Einsatz, jedoch nie im Interclub gegen Eaux-Vives.

Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft

Neben der Gegenwart (und in absehbarer Zeit Vergangenheit) des Schweizer Tennis gibt es am linken Ufer des Genfersees nächste Woche auch dessen Zukunft sehen. Der erst 18-jährige Dominic Stricker, im letzten Jahr Juniorensieger am French Open und im März Sieger des Challenger-Turniers in Lugano, gibt dank einer Wildcard sein Debüt auf ATP-Stufe. Unter Umständen kommt mit einer weiteren Wildcard oder aus der am Samstag beginnenden Qualifikation ein weiterer Schweizer dazu. Der zweifache Sieger Stan Wawrinka dürfte nach seiner Fussverletzung Anfang Februar noch nicht bereit sein für einen Einsatz.

Die Besetzung darf sich aber auch so sehen lassen. Vor allem die junge Garde ist sehr gut vertreten. Hinter Federer wird der kanadische Linkshänder Denis Shapovalov (ATP 14), der Ende letzten Jahres erstmals den Top Ten angehörte, als Nummer 2 gesetzt sein.

Der Norweger Casper Ruud (ATP 16) stand in den letzten drei Masters-1000-Turnieren auf Sand (Rom 2020, Monte Carlo und Madrid in diesem Jahr) jedes Mal im Halbfinal. Der Chilene Cristian Garin (ATP 22) gewann seit 2019 fünf ATP-Turniere auf Sand und der 2,11 m grosse Amerikaner Reilly Opelka (ATP 47) steht diese Woche in Rom im Viertelfinal. Alle vier sind noch keine 25 Jahre alt. (ram/sda)

Wen der schon alles traf … Roger Federer und die Stars

Roger Federer winkt seinen Fans – dazu gehören auch zahlreiche Promis. Diese Anhänger traf der Tennis-Star schon. AP/AP / Andrew Brownbill
Mit diesem Schnappschuss eröffnete Federer sein Instagram-Konto: Das Bild zeigt ihn mit Basketball-Legende Michael «Air» Jordan.
Federer als «Man in Black» mit US-Schauspieler Will Smith.
Amüsiert lauscht Roger Federer auf der Couch von «Wetten, dass...?» den Ausführungen von Schauspieler Jackie Chan. EPA / MARCUS FUEHRER
Treffen mit der Königin des Hüftschwungs: Federer und Sängerin Shakira begegnen sich in ihrer Funktion als Unicef-Botschafter. AP ATP / STEPHEN CHERNIN
Hollywood-Schauspielerin Zoe Saldana traf Federer bei einem Werbe-Auftritt für Moet-Chandon.
An den Australien Open trifft Roger Federer den britischen Prinz William EPA / BENJAMIN SOLOMON / TENNIS AUSTRALIA HANDOUT
… und in Wimbledon seine Grossmutter, Königin Elizabeth II. AP Pool, Getty Images / OLI SCARFF
Treffen mit der nächsten Blaublütigen: Federer 2014 mit Prinzessin Charlene von Monaco. EPA / VALERY HACHE / POOL
Mit Survival-Experte Bear Grylls wagte sich Federer «Into the Wild».
Mit Ski-Star und Federer-Groupie Nummer 1 Lindsey Vonn spielt «King Roger» auf dem Jungfraujoch. PHOTOPRESS / ALEXANDRA WEY
Mit DJ Bobo teilte er sich den gleichen Sponsor, weshalb die beiden eine Roller-Tour unternahmen. KEYSTONE / YOSHIKO KUSANO
In Estoril besucht Roger Federer 2008 den Töffrennfahrer Tom Lüthi PHOTOPRESS / ALESSANDRO DELLA VALLE
… und er trifft dort auch die MotoGP-Ikone Valentino Rossi. PHOTOPRESS / ALESSANDRO DELLA VALLE
Ob er wollte oder ob ihn Mirka mitschleppte? Gemeinsam mit Vogue-Chefin Anna Wintour an einer Modeschau in New York. EPA/EPA / JOHN TAGGART
Handshake mit der grossen Golf-Legende: Federer trifft Tiger Woods. AP / LAURENT REBOURS
Ende 2003 erhält Roger Federer aus den Händen von Boris Becker die Auszeichnung zum «Schweizer Sportler des Jahres». KEYSTONE / LUKAS LEHMANN
Gemeinsam mit Pete Sampras schaut sich Federer ein das NBA-Match an. EPA / PAUL BUCK
In Rom trifft er die Fussball-Legende Francesco Totti und dessen Familie. AP / FELICE CALABRO'
«Schau Spongebob, so dehnst du dich richtig!» EPA / BARBARA WALTON
2006 trifft Federer im Vatikan den damaligen Papst Benedikt den 16.
Federer zu Besuch bei Thabo Sefolosha in der NBA.
Mit Microsoft-Gründer Bill Gates spielt Federer ab und an Tennis, so auch 2020 in Kapstadt. AP / Halden Krog
Fussballer Toni Kroos zählt zu den grössten Federer-Fans überhaupt.
Bei einem Namibia-Besuch wird Federer von Präsident Hage Geingob empfangen.

Nico muss sich beim Debattierclub beweisen – und fliegt auf die Schnauze

Video: watson

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