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Berliner Philharmoniker gratis im Stream – 160'000 sehen «Carmen»

Publiziert: 14.03.20, 06:47

Berliner Philharmoniker. Bild: EPA

Die Berliner Philharmoniker stellen während der Schliessung ihres Saals mehr als 600 Konzerte kostenlos als Streams im Internet zur Verfügung. In der «Digital Concert Hall» seien Aufnahmen aus mehr als zehn Jahren abrufbar.

Darunter sind 15 Konzerte mit dem neuen Chefdirigenten Kirill Petrenko, teilte das Orchester am Freitag mit. Dazu kämen Pausengespräche mit Dirigenten und Solisten sowie Dokumentationen zur Orchestergeschichte ebenso wie die Projekte des Education-Programms des Orchesters.

Mit dem Code «BERLINPHIL» könnten nach einer Registrierung alle Konzerte und Filme für 30 Tage kostenfrei abgerufen werden. Der späteste Termin zum Einlösen des Codes sei der 31. März 2020.

Mit ihrem Stream von der Oper «Carmen» hatte die Staatsoper Unter den Linden am Donnerstag nach eigenen Angaben einen grossen Publikumserfolg. Den Livestream in Zusammenarbeit mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hätten online mehr als 160'000 Zuschauer in der ganzen Welt abgerufen.

Die für den 18. März geplante Generalprobe der Neuproduktion von Mozarts Oper «Idomeneo» unter der musikalischen Leitung von Simon Rattle und der Regie von David McVicar werde ebenfalls in Kooperation mit dem RBB vor leerem Saal aufgeführt und live auf den Websites von Staatsoper und RBB gestreamt.

Der Hintergrund: Zur Eindämmung des Coronavirus bleiben alle Berliner Theater und Konzertsäle bis zum 20. April geschlossen. (aeg/sda/dpa)

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Sogenannte Liquidatoren reinigen das Dach des Reaktorblocks 3 vom stark strahlenden Schutt und Graphitblöcken, die vom Druck der Explosion des benachbarten Blocks 4 dorthin geschleudert worden waren, April 1986. Sie ersetzten die hierfür zuerst verwendeten, aber wegen der Strahlung versagenden deutschen und japanischen Roboter, weshalb sie auch als «Bioroboter» bezeichnet wurden. Der Tschernobyl-Fotograf Igor Kostin, der auch dieses Bild schoss, war selbst selbst fünfmal bei der Arbeit der Liquidatoren anwesend und erklärte später dazu: «Sie durften wegen der hohen Strahlung nur für 40 Sekunden auf das Dach, warfen eine Schaufel Schutt hinunter und kamen wieder zurückgerannt. Sie bekamen eine Urkunde, 100 Rubel und wurden weggeschickt.» bild: reddit
«Die Bilder der Liquidatoren sind meine absoluten Lieblingsaufnahmen. Sie haben die Drecksarbeit erledigt und von ihnen spricht keiner. Deshalb sollen ihnen meine Bilder ein Denkmal setzen», sagte der Fotograf (im Bild). Danach fotografierte er auch Menschen in der Todeszone und in der Moskauer Strahlenklinik Nr. 6, missgebildete Tiere und verlassene Landschaften, Dörfer und Städte. Seine Bilder durften wegen der herrschenden Zensur und der nach dem Unfall ausgerufenen Nachrichtensperre zunächst nicht veröffentlicht werden. Er selbst meinte: «Meine Fotos zeigen die Geschichte, sind aber auch wie eine Gebrauchsanweisung für die nächste Generation.» bild: dissident-media
Als es Touristen noch erlaubt war, die Cheopspyramide zu besteigen und dort in Badehosen rumzuhocken, Gizeh, Ägypten, 1938. bild: reddit
Eine syrische Frau verteilt Lebensmittel und Kleidung an griechische Flüchtlinge in Syrien. Die Titelseite der Zeitung «Huna al-Quds» von 1943. Die Flucht vor Krieg über das Mittelmeer fand also vor 77 Jahren schon einmal statt. Allerdings ging die Fahrt damals in die andere Richtung. Griechen und Menschen aus dem Balkan gelangten mit Fischerbooten zu den Flüchtlingslagern in Syrien, Palästina und Ägypten. bild: reddit
Der Lebensmittelhändler George J. Nicholls in seinem selbst entworfenen Speck-Kostüm, das ihm den ersten Preis – dotiert mit 40 Guineas (britische Goldmünzen) – des Covent Garden Fancy Dress Ball einbrachte, London, 1894. bild: wikimedia
Die Ruinen der Kathedrale von Arras, einer nordfranzösischen Stadt, in der vom 9. April bis zum 16. Mai 1917 britische und kanadische Truppen gegen deutsche kämpften und dabei einen Teilerfolg – es gelang ihnen, dem Feind einen strategischen Höhenzug bei Vimy abzunehmen – verzeichnen konnten. bild: reddit
Pablo Escobar (rechts, 1949–1993), der mächtigste und brutalste Drogenboss und Kopf des kolumbianischen Medellín-Kartells, posiert als Gangster neben seinem Cousin Gustavo Gaviria, Las Vegas, 1980er. bild: reddit
Am 19. April 1970, drei Tage vor dem 100. Geburtstag Lenins, war auf dem Leninplatz in Berlin-Friedrichshain eine 19 Meter hohe Lenin-Statue aus rotem ukrainischem Granit feierlich enthüllt worden. Die Statue sollte die Ehrfurcht und Dankbarkeit der ostdeutschen Bevölkerung für Lenin ausdrücken. Nach dem demokratischen Umbruch 1989/90 wurde über den Umgang mit öffentlichen Symbolen der SED-Herrschaft diskutiert, allein in Ost-Berlin standen etwa 800 Denkmäler zur Disposition. Das Lenin-Denkmal in Berlin-Friedrichshain stehe für Personenkult und Unterwerfung unter eine Diktatur, wurde im November 1991 entschieden. Es musste weg. Der Protest liess nicht lange auf sich warten. bild: ghdi.ghi-dc
Marlon Brando als Marcus Antonius am Set von «Julius Caesar», 1953. Als Vorlage des Films diente Shakespeares Bühnenstück «The Tragedy of Julius Caesar». bild: reddit
Der Bau der Capanna Regina Margherita – deutsch Margheritahütte – einer Schutzhütte auf der Signalkuppe im Monte-Rosa-Massiv der Walliser Alpen in Italien, 1889. Die Landesgrenze zur Schweiz verläuft wenige Meter westlich der Hütte. Sie liegt auf einer Höhe von 4554 m s.l.m. und ist damit das höchstgelegene Gebäude Europas. bild: reddit
Hier sieht man ihren Standort vom Flugzeug aus, 1934. bild: walter mittelholzer, ETH-Bibliothek Zürich
Ein Strassenbahn-Schild im von den Nationalsozialisten besetzten Krakau, Polen, September 1941. bild: reddit
Henry Cyril Paget, 5. Marquess von Anglesey, in einem seiner vielen extravaganten Theaterkostüme, die gemeinhin mit echten Juwelen besetzt und aus kostbaren Stoffen gefertigt wurden, Wales, ca. 1900. Er galt bereits zu Lebzeiten als eines der exzentrischsten Mitglieder des britischen Hochadels. Er tourte mit seinen Theater-Produktionen drei Jahre lang durch Grossbritannien und Europa. 50 Leute und Lastwagen mit Gepäck, Kostümen und Requisiten begleiteten den Marquess in seiner Limousine. Gezeigt wurden englische Pantomimes und Stücke von William Shakespeare und Oscar Wilde. bild: wikimedia
Mit besonderer Vorliebe verkleidete er sich als Queen Eleanor of Aquitaine. Daneben gab er auch weiterhin grosse Summen für Schmuck, Pferde, Kutschen, Automobile und Yachten aus. 1904 musste Henry Paget Konkurs anmelden, nachdem er Schulden in Höhe von annähernd einer halben Million Pfund (heute etwa 50'000'000 £,) angehäuft hatte. Um die Gläubiger auszuzahlen, wurde eine 40-tägige Auktion veranstaltet, in der seine opulenten Kleidungsstücke, Schuhe, Schmuck und Juwelen versteigert wurden. Um seine Gläubiger auszuzahlen musste er sich von insgesamt 17'000 Objekten trennen. Er starb im Alter von 29 Jahren an Tuberkulose. bild: wikimedia
Blick vom Pont Alexandre III über die Seine auf die internationalen Pavillons der Weltausstellung in Paris, 1900. bild: reddit
Der deutsche Kaiser Wilhelm II. in britischer Uniform und der britische King George V. in deutscher Uniform, 1912. Beide waren Enkel der britischen Königin Victoria, also Cousins. bild: reddit
Ein New Yorker Polizist feuert 1931 seinen .38er Dienstrevolver aus nächster Nähe in ein Stück kugelsicheres Glas mit einer Testperson dahinter. bild: reddit
Der sowjetische Soldat Schirobokow ist nach der Befreiung seines Dorfes wieder mit seiner Familie vereint, August 1943, UdSSR. bild: reddit
Ein riesiger «Cardón»-Kaktus (Pachycereus pringlei), Mexiko, um 1895. Diese Pflanzen können eine Wuchshöhe von etwa 12 Metern erreichen, vereinzelt gar über 19 Meter Höhe, was sie zu den grössten Kakteen macht. bild: vintag.es
Im 19. Jahrhundert wurden Menschen mit Albinismus gern in «Freak Shows» gezeigt. Sie teilten ihr Schicksal mit tätowierten oder deformierten Frauen, Menschen mit Hypertrichose, die man wegen ihrer im ganzen Gesicht wuchernden Haare auch «Haarmenschen» nannte, mit Kleinwüchsigen und sonstigen Leuten, die wegen ihrer körperlichen Besonderheiten als menschliche Kuriositäten bestaunt wurden. Mit ihren mehr oder weniger freiwilligen Auftritten bestritten sie ihren Lebensunterhalt. Noch heute werden Menschen mit Albinismus in Ländern wie Kenia, der Demokratischen Republik Kongo, Swasiland und Malawi ermordet. In Tansania und Burundi werden sie aufgrund eines Aberglaubens gejagt, der besagt, sie besässen glücksbringende Kräfte. Sie werden von «Witch doctors» getötet, damit diese aus ihren Körperteilen Zaubermittel herstellen können. In Simbabwe diente der Aberglaube, Geschlechtsverkehr mit Albinos würde eine HIV-Infektion heilen, als Vorwand, Frauen mit Albinismus zu vergewaltigen. Im Jahr 2018 wurde in Simbabwe als Gegenreaktion eine «Miss Albino» gewählt. bild: vintag.es
Republikanische Milizionärinnen während des Spanischen Bürgerkriegs, 1937. bild: reddit
Und nun kommen wir zum viktorianischen Schnurrbartlöffel! Denn jeder Mann, der etwas auf sich hielt, pflegte seinen Schnauz mit Wachs. Nur schmolz dieser sofort in die Tasse, wenn man am heissen Tee nippte. Und nicht nur das. Manch ein Tee oder Kaffee verfärbte sogar das so liebevoll gehegte Schnurrbarthaar. Und so erfand ein findiger Engländer erst die Schnauz-Tasse (mustache cup) zum Schutz des Allerheiligsten. Diese wurde dann bald vom Schnauz-Löffel (mustache spoon) mit ausgeklügelter Schutzvorrichtung abgelöst, der 1868 von dem New Yorker Löffeldesigner Solon Ferrer erstmals patentiert wurde. bild: vintag.es
Wartezeiten an einem Fernbusbahnhof in Los Angeles wurden im Jahr 1969 mit Münzfernsehern überbrückt. bild: reddit

Der Kampf gegen die Drohnen

Video: SRF / SDA SRF

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