Hat im All Grosses vor: Elon Musk.
Bild: AP Photo/Chris Carlson
Elon Musk will in sieben Jahren auf dem Mars leben – die Chancen stünden bei 70 Prozent
Der umtriebige Unternehmer Elon Musk will in wenigen Jahren auf den Mars umziehen. Die Chancen dafür stehen seiner Meinung nach aktuell bei 70 Prozent. Raumfahrtexperten halten eine Besiedlung des Planeten für extrem unrealistisch.
Elon Musk möchte den Mars besiedeln. Die Chancen dafür stünden aktuell bei 70 Prozent, sagte der Unternehmer nun. «Ich rede davon, dort hinzuziehen. Der Preis wird vermutlich bei mehreren hunderttausend Dollar liegen», sagte der 48-Jährige in der US-Sendung «Axios» vom Sonntag. Er sei sich aber der Risiken bewusst. «Die Wahrscheinlichkeit, auf dem Mars zu sterben, ist viel höher als auf der Erde. Es wird hart.» Musks Plan sieht vor, den Mars zu besiedeln; Raumfahrtexperten halten dies für extrem unrealistisch.
Er würde bei einer erfolgreichen Landung rund um die Uhr arbeiten, um etwa die Basisstation aufzubauen, sagte Musk weiter. Viel Zeit für Freizeit bleibe da nicht. «Es herrschen dort brutale Bedingungen. Die Chancen sind also gross, dass du dort stirbst. Wir glauben daran, dass man zurückkehren kann, aber sind nicht sicher.»
Der umstrittene Tesla-Chef und Selfmade-Milliardär arbeitet mit seiner US-Raumfahrtfirma SpaceX daran, Menschen irgendwann zum Mars zu fliegen. Zuletzt hatte er den Namen des ersten kommerziellen Weltraumpassagiers für einen Rundflug um den Mond bekanntgegeben. Der japanische Milliardär Yusaku Maezawa soll nach aktueller Planung im Jahr 2023 mit dem Raumschiff Big Falcon Rocket den Mond umrunden.
Rivale und Amazon-Chef Jeff Bezos arbeitet derweil mit seiner Raumfahrtfirma Blue Origin an der Kolonialisierung des Mondes. (oli/aargauerzeitung.ch)
Nicht nur zum Spass schickte Elon Musk dieses Auto ins All
Video: watson
Wie Elon Musk mit Tesla durchstartete
Tesla Motors, oder kurz Tesla, wurde 2003 von Silicon-Valley-Ingenieuren gegründet. Sie wollten beweisen, dass Elektrofahrzeuge herkömmlichen Autos überlegen sind. Getty Images North America / Joe Raedle
Namensgeber ist der Physiker und Erfinder Nikola Tesla. Er hatte schon 1888 einen raffinierten Elektromotor patentieren lassen. Getty Images North America / Trixie Textor
Mit diesem Antrieb debütierte 2008 der Tesla Roadster. Mit der limitierten Auflage von 2500 Autos und einem Preis ab 100'000 Euro war die Firma noch nicht am Ziel ... Getty Images North America / Vince Bucci
Tesla Motors hat sich zum Ziel gesetzt, Elektrofahrzeuge massentauglich zu machen. Im Bild: Ein Tesla Modell S (2014). AP/AP / Ng Han Guan
Die Geschichte des börsennotierten Unternehmens ist eng verknüpft mit der Geschichte seines Geschäftsführers Elon Musk. 2003 stieg er als Investor bei dem US-Unternehmen ein. Getty Images North America / Kevork Djansezian
Musk ist Multimilliardär. 1999 verkaufte er seine erste Firma Zip2 für 307 Millionen Dollar. Später baute er den Online-Bezahldienst Paypal mit auf, der 2002 von Ebay übernommen wurde. AP / PAUL SAKUMA
Mit dem 2002 gegründeten US-Unternehmen SpaceX führt Elon Musk Raumflüge durch. Seit Oktober 2012 finden regelmässige Flüge zur Versorgung der ISS statt. X01879 / SCOTT AUDETTE
Die Tesla-Autos werden in den USA in einem ehemaligen Toyota-Werk gebaut. Im Bild: Musk, 2010, mit dem Toyota-Chef und dem damaligen kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger (von rechts). Getty Images North America / Justin Sullivan
Die zweite Tesla-S-Generation wurde vor allem für Geschäftskunden entwickelt und kostet um die 65'000 Euro. Im Bild: das 2015 vorgestellte Modell S 70D. AP/AP / Carlos Osorio
Gemeinsam mit Panasonic baut Tesla zurzeit für fünf Milliarden Dollar in den USA eine riesige Batterie-Fabrik, die «Gigafactory». 6500 Mitarbeiter sollen dort beschäftigt werden. X02985 / JAMES GLOVER
In der Gigafactory will Musk auch Akkus fertigen lassen, die als Energiespeicher für Privathäuser und Firmen dienen und die Stromversorgung günstiger und sicherer machen sollen. GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Max Whittaker
Elon Musk ist auch Verwaltungsratspräsident des US-Solaranlagenherstellers SolarCity. AP / MARK LENNIHAN
Tesla beschreibt sich selber als «mehr als ein Autohersteller, nämlich ein Technologie- und Designkonzern, der sich innovativen Energielösungen verschrieben hat». AP / CARLOS OSORIO
Tesla wurde denn auch schon verschiedentlich mit Apple verglichen. Allerdings gab es zuletzt auch Spannungen, weil sich die beiden Unternehmen Ingenieure abwerben. Laut Gerüchten will auch Apple ein Elektroauto entwickeln. EPA/EPA / ANDREW COWIE
Negative Publicity gab es 2013 wegen Elektroautos, die ausbrannten. Innert Wochen gab es mehrere Zwischenfälle. AP Tennessee Highway Patrol
2013 wäre Tesla Motors wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten fast an Google verkauft worden. Dann kam die Wende. In den vergangenen zwei Jahren ist der Börsenwert von sechs auf rund 26 Milliarden Dollar gestiegen. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Seit letztem Jahr wissen wir, dass er nicht nur die Auto- und Raumfahrtindustrie modernisieren will. Der Unternehmer plant angeblich, Satelliten kleiner und billiger zu machen. Ziel ist es, weltweiten kabellosen Internetzugang zu ermöglichen. X80002 / STRINGER
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