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In Mazedonien ist es während eines Polizeieinsatzes in der nördlichen Stadt Kumanovo zu Schusswechsels zwischen der Polizei und bewaffneten albanischen Gruppen gekommen. AP/AP / Visar Kryeziu
22 Tote, 14 bewaffnete Albaner und 8 Polizisten, meldete das Innenministerium. EPA/EPA / NAKE BATEV
Die Regierung schickte Spezialtruppen in das Gebiet. EPA/EPA / NAKE BATEV
Es kamen schwer gepanzerte Fahrzeuge zum Einsatz. EPA/EPA / NAKE BATEV
Sogar eine Drohne flog für die Aufklärung aus der Luft über der Stadt. X01157 / OGNEN TEOFILOVSKI
Ein Trauerzug für einen getöteten Polizisten. X01390 / MARKO DJURICA
Auch die ethnischen Albaner aus Mazedonien beten für die getöteten Polizisten. EPA/EPA / VALDRIN XHEMAJ
In der Hauptstadt Skopje standen die Fahnen auf Halbmast. AP/AP / Boris Grdanoski
Die Spezialtruppen evakuierten mehrere Person, darunter auch Kinder, aus dem Gebiet in Kumanovo. AP/AP / Visar Kryeziu
Die Gefechte dauern seit Samstag an. Der Einsatz soll am Sonntag-Nachmittag beendet werden. AP/AP / Visar Kryeziu
Doch immer noch hört man vereinzelte Schüsse in der mazedonischen Stadt. EPA/EPA / GEORGI LICOVSKI
Bereits am 5. Mai war es in Mazedonien zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und der Bevölkerung gekommen. X01157 / OGNEN TEOFILOVSKI
Anlass war die versuchte Vertuschung der Tötung eines 22-Jährigen durch die Polizei im Jahr 2011. AP/AP / Boris Grdanoski
Am 6. Mai gingen nochmals 1'000 Demonstranten auf die Strassen in Skopje. Dieses mal verlief die Demo allerdings friedlich. (AP Photo/Boris Grdanoski) AP/AP / Boris Grdanoski
Die Frage bleibt: Wann kommt die ehemalige jugoslawische Republik zur Ruhe? AP/AP / Visar Kryeziu
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EPA/EPA / NAKE BATEV
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22 Tote und Dutzende Verletzte bei Feuergefechten in Mazedonien

Publiziert: 10.05.15, 16:19 Aktualisiert: 11.05.15, 06:58

Bei den schweren Feuergefechten zwischen Polizei und einer bewaffneten Gruppe im Norden Mazedoniens sind acht Polizisten und mindestens 14 Bewaffnete getötet worden.

Zudem seien 37 Polizisten bei dem Einsatz verletzt worden, der in Kürze beendet werde, sagte der Innenministeriumssprecher Ivo Kotevski am Sonntagnachmittag. Der Einsatz hatte am Samstagmorgen mit einer Razzia in einem mehrheitlich von ethnischen Albanern bewohnten Viertel begonnen. Am Sonntag waren immer noch sporadisch Schüsse in dem Viertel zu hören.

Medienberichte sprachen allerdings von «40 toten Uniformierten», die nach dem Ende der Polizeiaktion noch identifiziert werden müssten. Über zivile Opfer gab es zunächst keine Informationen. 30 Personen sind nach amtlichen Angaben verhaftet worden.

Die Gefechte dauern seit Samstag an. Der Polizeieinsatz soll in Kürze beendet werden. Bild: Visar Kryeziu/AP/KEYSTONE

Nach dem Kosovo und Albanien rief am Sonntag auch die Europäische Union zur Zurückhaltung auf. Der EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn äusserte sich «zutiefst besorgt» über die Gewalt und forderte, jede weitere Eskalation zu vermeiden. 

Die fast ausschliesslich von Albanern bewohnte Stadt war zuvor mit gepanzerten Fahrzeugen abgeriegelt worden, über dem Ort kreisten Helikopter. Bewohner berichteten von heftigen Schusswechseln. 

Bei der Polizeiaktion kamen gepanzerte Wagen zum Einsatz. Bild: Visar Kryeziu/AP/KEYSTONE

Serbien reagiert

Serbien setzte zusätzliche Polizeikräfte in Richtung Grenze in Marsch. Regierungschef Aleksandar Vucic rief für Sonntag den Sicherheitsrat zusammen. Die nationalistische Kosovo-Partei Vetevendosje (Selbstbestimmung), die drittstärkste Partei im Kosovo, verlangte den «Stopp der polizeilichen und militärischen Unterdrückung der Albaner in Mazedonien».

Auch jenseits der mazedonischen Grenze in Südserbien wohnt eine bedeutende albanische Minderheit. Zwischen der slawischen Bevölkerungsmehrheit und den Albanern, die schätzungsweise bis zu 30 Prozent der Einwohner Mazedoniens stellen, war es in der Vergangenheit immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen. Zuletzt waren im Jahr 2001 bürgerkriegsähnliche Kämpfe nur durch Vermittlung der EU beendet worden. (lhr/sda/afp/dpa)

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