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Feuergefechte in Mazedonien fordern mehr als 20 Tote
quelle: ap/ap / visar kryeziu
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22 Tote und Dutzende Verletzte bei Feuergefechten in Mazedonien



Bei den schweren Feuergefechten zwischen Polizei und einer bewaffneten Gruppe im Norden Mazedoniens sind acht Polizisten und mindestens 14 Bewaffnete getötet worden.

Zudem seien 37 Polizisten bei dem Einsatz verletzt worden, der in Kürze beendet werde, sagte der Innenministeriumssprecher Ivo Kotevski am Sonntagnachmittag. Der Einsatz hatte am Samstagmorgen mit einer Razzia in einem mehrheitlich von ethnischen Albanern bewohnten Viertel begonnen. Am Sonntag waren immer noch sporadisch Schüsse in dem Viertel zu hören.

Medienberichte sprachen allerdings von «40 toten Uniformierten», die nach dem Ende der Polizeiaktion noch identifiziert werden müssten. Über zivile Opfer gab es zunächst keine Informationen. 30 Personen sind nach amtlichen Angaben verhaftet worden.

Smoke billows from a house in an area being investigated by the police, in northern Macedonian town of Kumanovo, Saturday, May 9, 2015. Authorities in Macedonia say police have clashed with an armed terrorist group in this northern Macedonian town, and parts of the town have been sealed off. Macedonia's state-run news agency MIA reported that four police officers were injured by gunfire, and three of them were taken to a hospital in the capital, Skopje. (AP Photo/Visar Kryeziu)

Die Gefechte dauern seit Samstag an. Der Polizeieinsatz soll in Kürze beendet werden. Bild: Visar Kryeziu/AP/KEYSTONE

Nach dem Kosovo und Albanien rief am Sonntag auch die Europäische Union zur Zurückhaltung auf. Der EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn äusserte sich «zutiefst besorgt» über die Gewalt und forderte, jede weitere Eskalation zu vermeiden. 

Die fast ausschliesslich von Albanern bewohnte Stadt war zuvor mit gepanzerten Fahrzeugen abgeriegelt worden, über dem Ort kreisten Helikopter. Bewohner berichteten von heftigen Schusswechseln. 

Military armored vehicles rush to the scene of an altercation involving the police, in northern Macedonian town of Kumanovo, on Saturday, May 9, 2015. Authorities in Macedonia say police have clashed with an armed terrorist group in this northern Macedonian town, and parts of the town have been sealed off. Macedonia's state-run news agency MIA reported that four police officers were injured by gunfire, and three of them were taken to a hospital in the capital, Skopje. (AP Photo/Visar Kryeziu)

Bei der Polizeiaktion kamen gepanzerte Wagen zum Einsatz. Bild: Visar Kryeziu/AP/KEYSTONE

Serbien reagiert

Serbien setzte zusätzliche Polizeikräfte in Richtung Grenze in Marsch. Regierungschef Aleksandar Vucic rief für Sonntag den Sicherheitsrat zusammen. Die nationalistische Kosovo-Partei Vetevendosje (Selbstbestimmung), die drittstärkste Partei im Kosovo, verlangte den «Stopp der polizeilichen und militärischen Unterdrückung der Albaner in Mazedonien».

Auch jenseits der mazedonischen Grenze in Südserbien wohnt eine bedeutende albanische Minderheit. Zwischen der slawischen Bevölkerungsmehrheit und den Albanern, die schätzungsweise bis zu 30 Prozent der Einwohner Mazedoniens stellen, war es in der Vergangenheit immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen. Zuletzt waren im Jahr 2001 bürgerkriegsähnliche Kämpfe nur durch Vermittlung der EU beendet worden. (lhr/sda/afp/dpa)

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