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Der Besucheransturm im Fitnesscenter bleibt aus. Viele Kundinnen und Kunden halten sich noch zurück. Bild: EPA

Weniger Besucher, höhere Kosten – auch für Fitnesscenter rechnet sich Wiedereröffnung kaum

Neben den Gastrobetrieben müssen sich auch die Fitnesscenter an strenge Hygienemassnahmen halten. Auch für sie rechnet sich das Geschäft aktuell kaum – trotz Grundfinanzierung durch Jahresabos.

Publiziert: 27.05.20, 12:25 Aktualisiert: 27.05.20, 14:40

«Duschen Sie wenn möglich zuhause, halten Sie in den Garderoben immer zwei Meter Abstand.» So und ähnlich lasen sich die Informationsmails der hiesigen Fitnesscenter. Seit rund zwei Wochen darf in den Studios wieder geschwitzt werden. Doch wie auch in den Restaurants rechnet sich das Geschäft seit der Wiedereröffnung kaum. Die Schutzvorkehrungen sind strikt und Herr und Frau Schweizerin halten sich mit den Besuchen noch zurück.

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«Die maximale Anzahl an Personen, die in die Studios dürfen, wurde in den vergangenen zwei Wochen so gut wie nie erreicht», heisst es auf Anfrage beim Migros-Genossenschafts-Bund. Der orange Riese ist mit den Activ-Fitness-Ketten und den Fitnessparks der grösste Player im Schweizer Fitnessgeschäft. Er gewährt seiner Kundschaft einen Time-Stop des Abos von acht Wochen.

Wer auch weiterhin noch nicht in die Studios will, kann den Time-Stop zudem verlängern. «Rund 25 bis 30 Prozent unserer Kundschaft macht von der Verlängerung bis zum 7. Juni Gebrauch», so die Kommunikationsmanagerin Ariane Lang.

Auch in den Studios des NonStopGyms habe es deutlich weniger Besucherinnen und Besucher, sagt Sprecherin Ellen Berg. Das wirke sich auch auf den Geschäftsgang aus. «Wir haben weniger Besucher und höhere Kosten, weil wir mehr Material und Personal brauchen.»

Bei der Migros klingt es ähnlich: «Auch wenn es eine gewisse Grundfinanzierung durch Jahresmitgliedschaften gibt, spielt der Verkauf von Personal Trainings, Massagen oder Produkten wie Sportriegeln eine grosse Rolle», so Lang. Hinzu komme ein Rückgang an gelösten Abos, da während der Shutdown-Phase gar kein Verkauf stattfinden konnte.

Weniger Kundschaft bedeutet auch weniger Buchungen von Personal Trainings: Das hat Einfluss auf den Geschäftsgang der Fitnesscenter. bild: shutterstock

Einen Lichtblick gibt es jedoch: Dass die Besucherinnen und Besucher auf den Geschmack des Hometrainings gekommen sind und den Muckibuden gänzlich den Rücken zudrehen, davor fürchten sich die Fitnessstudios nicht. Der Grossteil der Mitglieder kenne den Vorteil des geführten Trainings, sagt Lang vom Migros-Genossenschaftsbund. «Und viele wollen das motivierende Erlebnis durch eine Kursinstruktorin nicht missen.» Und auch bei NonStopGym ist man überzeugt, dass viele Kundinnen und Kunden in Zukunft wieder im Studio erscheinen werden.

Microsoft stellt Fitness-Armband und Gesundheits-App vor

Kachel-Design: Auf dem Display des Microsoft-Armbands sind Symbole in der typischen Optik von Windows 8 zu sehen.
Auswertung auf dem Handy: Eine ebenfalls neue Health-App soll die gesammelten Daten auswerten und mit der Zeit in der Lage sein, Empfehlungen für Verhaltensänderungen auszusprechen.
Innenleben: Etliche Sensoren messen wie oft und wie intensiv sich der Armbandträger bewegt. Zusätzlich sind ein Pulsmesser und ein Lichtsensor integriert.
Fitness-Triple: Schon lange gibt es Fitnessarmbänder von anderen Herstellern. Hier sind die Modelle Garmin Vivofit, Samsung Gear Fit und Jawbone Up24 zu sehen.
Samsung Gear Fit: Per Update beseitigte der koreanische Konzern einen grossen Mangel seiner kleinen Smartwatch und ermöglichte es, die Bildschirmdarstellung ins Hochformat zu drehen. Um die Gear Fit sinnvoll nutzen zu können, braucht man ein Samsung-Galaxy-Tablet oder -Smartphone.
Kontaktstellen: Auf der Unterseite befindet sich eine Kontaktleiste für den Netzteiladapter sowie das Pulsmessgerät.
S Health: Für die Auswertung der gesammelten Bewegungsdaten bietet Samsung eine App mit umfangreichen Funktionen an.
Garmin Vivofit: Dieses Modell kann ein bisschen bunt sein, denn die Armbänder sind auswechselbar. Fünf Farben stehen zur Wahl.
Auswertung: Auf einer einzigen Bildschirmseite stellt das Garmin-Armband grafisch und in Zahlenform dar, wie viele Schritte es gemessen hat.
Jawbone Up24: Hätten die Designer ihm nicht eine neue Oberflächenstruktur verpasst, könnte man das neue Fitness-Armband der Amerikaner nicht von seinem Vorgänger unterscheiden.
Motivation: Mit grossen Aktivitätsbalken und aufmunternden Nachrichten versucht die Jawbone-App, ihren Nutzer dazu zu bringen, sich mehr zu bewegen.
Inter-App-Konnektivität: Die Jawbone-App kann mit anderen Apps und Diensten verknüpft werden, um deren Daten ebenfalls zu nutzen.
Runtastic Orbit: Es ist das erste Fitness-Armband, das mit der populären App des Linzer Unternehmens zusammenarbeitet. Der winzige Bildschirm leuchtet nur auf Knopfdruck auf.
Motorola Moto 360: Wie alle Smartwatches mit Android-Wear-Betriebssystem zeichnet sie jeden Schritt ihres Trägers auf. Matthias Kremp
Fertig! In Abständen misst die Moto 360 auch den Puls und weist darauf hin, wenn man nach ihrer Meinung bereits aktiv genug gewesen ist. Matthias Kremp
Apple Watch: Auch die Computeruhr des iPhone-Konzerns soll Fitnesswerte messen und auch gleich auswerten können. Ihre Markteinführung ist allerdings erst für 2015 geplant.
Kein neuer Markt: Etliche Hersteller ringen um Kunden für ihre Fitness-Tracker. Hier Geräte von Nike, Withings, Fitbug und Misfit.

Trotz Lockerung bleibt dieses Lokal zu

Video: watson / Lea Bloch

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