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Illustration der neuartigen Batterie: Dank eingearbeiteter Nickelfolien lässt sich der Akku schneller laden als andere, sagen seine Entwickler. bild: Chao-Yang Wang Lab, Penn State

Neue Hochenergie-Batterie soll Elektroautos in zehn Minuten laden

Mini-Reichweite, Maxi-Ladezeit: Deshalb kommt das E-Auto nur langsam in Fahrt. Jetzt könnte aber alles ganz schnell gehen – mit einer neuen Power-Batterie, die Forscher vorgestellt haben.

Publiziert: 05.11.19, 11:06
Markus Abrahamczyk / t-online

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Wissenschaftler der Pennsylvania State University (USA) haben einen Lithium-Ionen-Akku präsentiert, der sich in nur zehn Minuten zu 80 Prozent laden lassen soll, was für eine Reichweite von 480 Kilometern genügt. Das ist ein deutlich schnellerer Ladevorgang als bei bisherigen Batterien. Die Entwicklung hat allerdings einen Nachteil.

Nickelfolien erwärmen den Akku

Der Trick der Forscher liegt in dünnen Folien aus Nickel, die in den Akku eingearbeitet sind, wie «Spiegel Online» berichtet. Wenn durch sie ein Strom geleitet wird, heizen sie sofort auf und erwärmen die Batterie auf 60 Grad. Durch diesen Temperaturanstieg werde es möglich, die Batterie anschliessend mit einer enormen Energiemenge zu speisen.

Aufheizen will man eigentlich vermeiden

Das erscheint zunächst widersinnig. Denn das Erwärmen der Batterie beim Laden soll vermieden werden, da dabei unerwünschte Effekte auftreten. Beispielsweise kann die Hitze zum Zersetzen bestimmter Stoffe führen. Die US-Forscher erwärmen ihre Batterie jedoch nur für sehr kurze Zeit, sodass die negativen Folgen weitgehend ausbleiben.

Das hätten Messungen bestätigt, wie es in dem Bericht heisst. Demnach hat die Batterie der Forscher selbst nach 2'500 Ladevorgängen noch eine Kapazität von mehr als 90 Prozent. Das ist ein besseres Ergebnis als von der Industrie erwartet wird. 

 Zunächst wurde die Batterie nur unter idealen Bedingungen im Labor aufgeladen. Vor der anschliessenden Entladung liessen die Forscher zehn Minuten zum Abkühlen vergehen. Bewiesen ist auch noch nicht, ob die Technik in einem Batteriepaket mit vielen gebündelten Zellen funktioniert. Unter Umständen lässt der Durchbruch also doch noch etwas auf sich warten.

Materialgemisch für Lithium-Ionen-Akkus könnte zum Durchbruch verhelfen

Einen etwas anderen Weg geht der britische Batterie-Spezialist Echion Technologies: Das Geheimnis der Schnellladung soll in einem Materialgemisch stecken, das dem Akku bei der Fertigung beigegeben wird. So soll das Laden nur sechs Minuten dauern – derzeit dauert das Aufladen bis zu mehreren Stunden, was viele Käufer abschreckt.

VW bringt den Golf für das Elektrozeitalter – den ID.3

Der ID.3 ist seit September 2020 erhältlich. Die Reichweiten variieren je nach Modell von 330 bis zu 550 Kilometern nach WLTP. VW
Der ID.3 hat ungefähr die Grösse eines Golf, bietet aber deutlich mehr Innenraum. VW
Aktuell gibt es den kompakten Stromer ab 33’200 (Stand April 2021). VW
Rechnet man die langfristigen Ersparnisse durch tiefere Energiekosten, günstigeren Unterhalt und die allenfalls verbilligte Versicherung bei E-Autos mit ein, dürfte der ID.3 für viele Menschen erschwinglich werden. VW
Zur Ausstattung zählen u.a. Navigationssystem, Verkehrszeichenerkennung, automatische Distanzregelung und Sprachsteuerung. VW
Die Luxusvariante ID.3 Max hat zusätzlich ein Panoramadach und ein Head-up-Display mit Augmented-Reality-Unterstützung. VW
Die Software des ID.3 erhält wie Smartphones über das WLAN bzw. Mobilfunknetz Over-The-Air-Updates, sprich neue Features und Optimierungen. VW
Der ID.3 basiert auf einem neuen Baukastensystem für Elektroautos. VW kann so auf der gleichen Basis kostengünstig weitere Modelle wie Kleinwagen, SUV oder Kombi entwickeln. VW
Der ID.3 soll laut VW der Golf für das Elektrozeitalter werden. VW

Das Elektroauto als Bekenntnis für den Klimaschutz

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