Endet Lucien Favres Zeit in Dortmund nach dieser Saison?
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«Ich werde darüber sprechen» – Medien spekulieren nach kryptischen Aussagen über Favre-Aus
Borussia Dortmund hat am Dienstag im Kampf um die deutsche Meisterschaft einen vielleicht entscheidenden Rückschlag hinnehmen müssen. Der BVB unterlag Bayern München zuhause mit 0:1 und hat sechs Spiele vor Schluss sieben Punkte Rückstand auf den Titelverteidiger.
Damit droht dem BVB auch im zweiten Jahr unter Lucien Favre eine Saison ohne Titel in der Meisterschaft oder im Pokal. «Es wird sehr schwierig», sagte auch Favre selbst im Interview mit «Sky».
Angesprochen darauf, ob er deshalb Sorgen um eine anstehende Diskussion um seine Person habe, meinte der Romand kryptisch: «Das sagt man hier seit Monaten. Ich lese keine Zeitung, aber ich weiss, wie es geht. Ich werde darüber sprechen in ein paar Wochen.»
Matthäus heizt Spekulationen an
Diese Äusserung werden von einigen Medien als Andeutung eines Rücktritts aufgefasst. «Ich habe gleich gedacht: Favre weg, Kovac kommt. Das war mein erster Gedanke», so etwa «Sky»-Experte Lothar Matthäus gleich nach dem Interview mit Favre.
Sky-Experte Lothar Matthäus.
Bild: EPA/EPA
Auch die deutsche Boulevardzeitung «Bild» sieht Favres Äusserungen als Andeutung eines baldigen Abgangs aus Dortmund. «Die kryptischen Äusserungen zu seiner Job-Situation nach dem Liga-Gipfel lassen nur einen Schluss zu: Favre hat beim BVB aufgegeben!», heisst es in einem Kommentar. Der Trainer habe nicht den Mut, sich schwierigen Situationen zu stellen, wird weiter kritisiert: «Wenn es mulmig wird, zieht sich Favre lieber freiwillig zurück, als sich in den Wind zu stellen. Wie bei Hertha. Wie in Gladbach. Wie jetzt in Dortmund?»
Zudem bemängelt Verfasser Michael Makus fehlendes Feuer beim Schweizer Trainer: «Favre ist kein Titel-Trainer! Der Taktik-Experte scheint sich selbst im Weg zu stehen: zu scheu, zu unsicher, zu emotions- und mutlos. Zu viel Analyse, zu wenig Attacke!» Auch Favres Wahl, Shootingstar Jadon Sancho zu Beginn nur auf der Bank zu lassen, sei fragwürdig gewesen.
Konkret über einen möglichen Abschied aus Dortmund wird sich Favre vor dem Ende der Saison wohl nicht äussern. Sein Vertrag beim BVB dauert eigentlich noch bis im Sommer 2021. (dab)
Top-Fussball ohne Fans – die Bundesliga in Corona-Zeiten
Nichts los in Augsburg: Auch kurz vor dem Spiel ist es ruhig um das Stadion. EPA / Tobias Hase / POOL
Sogar vor dem heissen Revier-Derby zwischen Dortmund und Schalke bleiben die Zuschauer dem Stadion fern. EPA / Martin Meissner / POOL
Medienschaffende müssen sich vor dem Eintritt ins Stadion die Temperatur messen lassen. EPA / Martin Meissner / POOL
Auch Kameraleute haben klare Vorschriften: Eine Maske ist im Stadion Pflicht. EPA / THOMAS KIENZLE / POOL
Auch in Leizpig wird an die Vorschriften erinnert. EPA / Jan Woitas / POOL
Auch für die Mitarbeiter herrschen strikte Hygienemassnahmen: Ein Balljunge in Dortmund desinfiziert den Ball. EPA / Martin Meissner / POOL
Ein ungewohntes Bild: Spieltag in Leipzig und keiner darf hin. EPA / Jan Woitas / POOL
Beim Aufwärmen halten die Dortmund-Spieler den geforderten Abstand zueinander. EPA / MARTIN MEISSNER / POOL
Die Spieler von Schalke gehen vor dem Spiel mit Maske auf den Platz ... AP / Martin Meissner
... wie auch Schiedsrichter Aytekin ... EPA / Martin Meissner / POOL
... und Timo Werner (links) und Kevin Kampl vom Leipzig. AP / Jan Woitas
Auch Interviews sind nur mit den nötigen Vorsichtsmassnahmen möglich: Leipzig-Coach Julian Nagelsmann trägt eine Maske ... AP / Jan Woitas
... und Düsseldorf-Trainer Uwe Rösler wird vor dem Spiel aus der Distanz befragt. AP / Sascha Schuermann
Statt euphorischen Zuschauern hört man während des Revierderbys nur die Rufe der Spieler. AP / Martin Meissner
Auch die Spieler auf der Tribüne dürfen sich nicht zu nahe kommen. AP / Sascha Schuermann
Konsequentes Social Distancing bei Dortmund nach dem Führungstreffer durch Erling Haaland ... AP / Martin Meissner
... etwas weniger Social Distancing bei Wolfsburg zwischen Torschütze Ginczek (links) und Assistgeber Mbabu ... EPA / TOBIAS HASE / POOL
... noch etwas weniger Social Distancing bei Vedad Ibisevic, welcher Matheus Cunha feiert ... EPA / THOMAS KIENZLE / POOL
... und gar kein Social Distancing bei Rabbi Matondo, welcher Achraf Hakimi umgrätscht. EPA / MARTIN MEISSNER / POOL
Auf der Pressetribüne hält man sich konsequent an die Regeln: Alle tragen einen Mundschutz und halten Abstand zueinander. EPA / MARTIN MEISSNER / POOL
Auch die Interviews nach dem Spiel sind klar geregelt: Markierungen auf den Boden zeigen, wo der Spieler und wo der Medienschaffende stehen muss. AP / Jan Woitas
Ein wahrer Kommentator eskaliert auch ohne Fussball
Video: watson / Lino Haltinner
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