Aktuelle Themen:

WhatsApp-Nutzerin hat nach SIM-Karten-Wechsel die Nachrichten-Historie eines Unbekannten auf ihrem Handy. bildmontage: watson / shutterstock

WhatsApp-Nutzerin entdeckt fremde Chats auf ihrem Handy – das steckt dahinter

WhatsApp-Nutzer sollten nach einem Wechsel der Handynummer nicht vergessen, ihr WhatsApp-Konto zu schliessen oder auf die neue Nummer zu portieren. Sonst könnten sämtliche Chats auf dem Smartphone eines Fremden landen.

Publiziert: 14.01.19, 13:18 Aktualisiert: 14.01.19, 13:34

Ein Artikel von

Als Abby Fuller WhatsApp unter ihrer neuen Handynummer einrichten wollte, tauchten auf einmal sämtliche Nachrichten eines völlig Unbekannten auf dem Bildschirm auf. Dabei handelte es sich höchstwahrscheinlich um den «Vorbesitzer» der Telefonnummer. So berichtet es die Betroffene – eine Amazon-Angestellte aus Seattle – auf Twitter. «Das kommt mir nicht richtig vor», fügt Fuller in dem Tweet hinzu.

Wie auch in der Schweiz werden in den USA Handynummern, die länger nicht mehr benutzt wurden, nach einiger Zeit neu vergeben. Die Swisscom gibt Nummern frühestens nach 120 Tagen wieder frei. Salt wartet mindestens sechs Monate, Sunrise ein Jahr.

WhatsApps Schutzmechanismus hat wohl versagt

Trifft der vorherige Nutzer keine Vorkehrungen, kann es passieren, dass der Nachnutzer die Folgen zu spüren bekommt. Er erhält beispielsweise rätselhafte Anrufe von Menschen, die eigentlich jemand ganz anderes erreichen wollen. Oder er bekommt die alten WhatsApp-Chats zu sehen. 

WhatsApp verspricht zwar, dass alle unter einer alten Rufnummer gespeicherten Daten nach 45 Tagen automatisch gelöscht werden. Wenn sich also ein neuer Nutzer unter dieser Nummer bei WhatsApp registriert, sollten alle Chats und Kontakte des Vornutzers verschwunden sein. Doch die Erlebnisse von Nutzern wie Fuller sprechen dafür, dass dieser Schutzmechanismus nicht immer funktioniert.

Laut Fuller waren in ihrem Fall sowohl das verwendete Smartphone als auch die SIM-Karte neu. Die neue Handynummer habe sie bereits seit über eineinhalb Monaten. Die von WhatsApp angegebene Löschfrist für die Vorgängerdaten müsste also verstrichen sein. Fuller und andere Kommentatoren gehen daher von einem «Bug», einem Programmierfehler, in der App aus. «Die Nachrichten hätten zusammen mit dem Konto gelöscht werden müssen, das ist aber nicht passiert», beschwert sich Fuller. 

WhatsApp hat sich zu dem Fall noch nicht geäussert. 

So verhinderst du, dass deine Chats auf fremden Handys landen

Auf seiner Webseite gibt WhatsApp Tipps, wie Nutzer nach einem Rufnummerwechsel ihre Privatsphäre schützen können. «Bevor du eine bestimmte Telefonnummer nicht mehr verwendest, solltest du deinen WhatsApp Account auf deine neue Nummer migrieren», heisst es dort. «Die einfachste Methode ist, unsere Nummer-ändern-Funktion zu verwenden.» Der alte Account werde nach dem Wechsel automatisch gelöscht. Wie das geht, haben wir hier erklärt.  

Wer nicht vorhat, WhatsApp auf dem neuen Handy weiterzunutzen, sollte seinen Account schliessen. Dazu ruft man im Menü (die drei Punkte oben rechts) die «Einstellungen» auf, geht dann auf «Account» und tippt auf den letzten Punkt «Account löschen». Um das Konto endgültig zu schliessen, muss nun die Rufnummer bestätigt werden. 

Generell empfiehlt es sich, die alte Handynummer bei einem Vertragswechsel mitzunehmen. Bei den meisten Anbietern ist das problemlos möglich, kostet zum Teil aber extra.

Hat man sich aber für eine neue Handynummer entschieden, gibt es nur eine Möglichkeit, die alte vor einer Neuvergabe zu schützen: Man muss sie auf einem billigen Zweithandy mit einer Prepaid-Karte «zwischenparken». Damit dieses nicht ebenfalls nach einiger Zeit deaktiviert wird, muss man die Karte ab und zu mit neuem Guthaben aufladen, Testnachrichten verschicken oder Anrufe tätigen. 

Verwendete Quellen:

(str/t-online.de)

Ein Tag mit deinem Smartphone in 32 Bildern

Juhu! Ein neuer Tag beginnt!
Deine ersten drei Handlungen am Morgen: 1. WhatsApp. 2. Instagram. 3. Facebook.
Auf dem Weg ins Bad knipst du dein «Guten Morgen»-Selfie für Instagram.
Wie du wirklich aussiehst, bleibt zum Glück im Dunkeln.
Dein Nach-dem-Duschen-Selfie.
Unter uns gesagt: Es gibt gar keine unpassenden Momente für Selfies.
Wirklich nicht!
Dein Angeber-Selfie.
Auf den Zug warten heute.
Auf die Kutsche warten damals.
Im Zug 2015.
Im Zug 1955.
Dein Schulweg.
Auf dem Weg zur Schule bleibt Zeit für wichtige SMS.
Und eine SMS von Mami, aber du hilfst ja gern ...
Mittagspause: «Noch nicht essen, ich muss noch ein Foto für Instagram machen!»
Beim Essen solltest du dich voll und ganz aufs Handy konzentrieren. Du wirkst so gleich viel sympathischer.
Zur Verdauung ein Mittagsschläfchen: Das interessiert vermutlich alle. Deshalb: genau! Selfie!
Warum arbeiten, wenn du noch ein vorteilhaftes Foto knipsen könntest?
Die Kleine hat gewisse Verhaltensmuster von dir adaptiert.
Dass du nach der Arbeit ins Fitness gehst, sollte die Welt unbedingt erfahren.
Wie es wirklich ist, muss ja niemand wissen.
... oder dass deine Partys so aussehen.
Also gehst du besser mal wieder raus. Zum Beispiel an ein Fussballspiel.
Euer Abendessen als Paar.
Dein Abendessen als Single.
Der Beweis: Mit dem Handy haben alle viel mehr Spass.
Doch wenn der Akku auf 1 % fällt ...
Nach diesem anstrengenden Tag gibt's noch ein Schaumbad – aber nicht ohne dein Handy!
Was treibt eigentlich Bello, während du in der Wanne liegst?
Bevor du einschläfst ...
Und zuletzt noch dies:

«Gruppenchats sind der Horror!»

Video: watson/Camille Kündig, Emily Engkent

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben