Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

WhatsApp-Nutzerin hat nach SIM-Karten-Wechsel die Nachrichten-Historie eines Unbekannten auf ihrem Handy. bildmontage: watson / shutterstock

WhatsApp-Nutzerin entdeckt fremde Chats auf ihrem Handy – das steckt dahinter

WhatsApp-Nutzer sollten nach einem Wechsel der Handynummer nicht vergessen, ihr WhatsApp-Konto zu schliessen oder auf die neue Nummer zu portieren. Sonst könnten sämtliche Chats auf dem Smartphone eines Fremden landen.



Ein Artikel von

T-Online

Als Abby Fuller WhatsApp unter ihrer neuen Handynummer einrichten wollte, tauchten auf einmal sämtliche Nachrichten eines völlig Unbekannten auf dem Bildschirm auf. Dabei handelte es sich höchstwahrscheinlich um den «Vorbesitzer» der Telefonnummer. So berichtet es die Betroffene – eine Amazon-Angestellte aus Seattle – auf Twitter. «Das kommt mir nicht richtig vor», fügt Fuller in dem Tweet hinzu.

Wie auch in der Schweiz werden in den USA Handynummern, die länger nicht mehr benutzt wurden, nach einiger Zeit neu vergeben. Die Swisscom gibt Nummern frühestens nach 120 Tagen wieder frei. Salt wartet mindestens sechs Monate, Sunrise ein Jahr.

WhatsApps Schutzmechanismus hat wohl versagt

Trifft der vorherige Nutzer keine Vorkehrungen, kann es passieren, dass der Nachnutzer die Folgen zu spüren bekommt. Er erhält beispielsweise rätselhafte Anrufe von Menschen, die eigentlich jemand ganz anderes erreichen wollen. Oder er bekommt die alten WhatsApp-Chats zu sehen. 

WhatsApp verspricht zwar, dass alle unter einer alten Rufnummer gespeicherten Daten nach 45 Tagen automatisch gelöscht werden. Wenn sich also ein neuer Nutzer unter dieser Nummer bei WhatsApp registriert, sollten alle Chats und Kontakte des Vornutzers verschwunden sein. Doch die Erlebnisse von Nutzern wie Fuller sprechen dafür, dass dieser Schutzmechanismus nicht immer funktioniert.

Laut Fuller waren in ihrem Fall sowohl das verwendete Smartphone als auch die SIM-Karte neu. Die neue Handynummer habe sie bereits seit über eineinhalb Monaten. Die von WhatsApp angegebene Löschfrist für die Vorgängerdaten müsste also verstrichen sein. Fuller und andere Kommentatoren gehen daher von einem «Bug», einem Programmierfehler, in der App aus. «Die Nachrichten hätten zusammen mit dem Konto gelöscht werden müssen, das ist aber nicht passiert», beschwert sich Fuller. 

WhatsApp hat sich zu dem Fall noch nicht geäussert. 

So verhinderst du, dass deine Chats auf fremden Handys landen

Auf seiner Webseite gibt WhatsApp Tipps, wie Nutzer nach einem Rufnummerwechsel ihre Privatsphäre schützen können. «Bevor du eine bestimmte Telefonnummer nicht mehr verwendest, solltest du deinen WhatsApp Account auf deine neue Nummer migrieren», heisst es dort. «Die einfachste Methode ist, unsere Nummer-ändern-Funktion zu verwenden.» Der alte Account werde nach dem Wechsel automatisch gelöscht. Wie das geht, haben wir hier erklärt.  

Wer nicht vorhat, WhatsApp auf dem neuen Handy weiterzunutzen, sollte seinen Account schliessen. Dazu ruft man im Menü (die drei Punkte oben rechts) die «Einstellungen» auf, geht dann auf «Account» und tippt auf den letzten Punkt «Account löschen». Um das Konto endgültig zu schliessen, muss nun die Rufnummer bestätigt werden. 

Generell empfiehlt es sich, die alte Handynummer bei einem Vertragswechsel mitzunehmen. Bei den meisten Anbietern ist das problemlos möglich, kostet zum Teil aber extra.

Hat man sich aber für eine neue Handynummer entschieden, gibt es nur eine Möglichkeit, die alte vor einer Neuvergabe zu schützen: Man muss sie auf einem billigen Zweithandy mit einer Prepaid-Karte «zwischenparken». Damit dieses nicht ebenfalls nach einiger Zeit deaktiviert wird, muss man die Karte ab und zu mit neuem Guthaben aufladen, Testnachrichten verschicken oder Anrufe tätigen. 

Verwendete Quellen:

(str/t-online.de)

Ein Tag mit deinem Smartphone in 32 Bildern

«Gruppenchats sind der Horror!»

abspielen

Video: watson/Camille Kündig, Emily Engkent

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mimimimi 14.01.2019 20:45
    Highlight Highlight "Das steckt dahinter!"

    Und dann der Artikel so: "Keine Ahnung, kann gemäss der megaseriösen Webseite billigertelefonieren.de, die grad zuoberst bei Google kam, nicht passieren!"

    😒
  • Out of Order 14.01.2019 18:14
    Highlight Highlight Spannend. Ich dachte WhatsApp hat End-zu-End-Verschlüsselung? Dann ist die Mobilenummer der einzige benötigte Key dazu?

    Hmpf.

    Bin mal auf eine Erklärung von Facebook gespannt. Das dürfte nach meinem Verständnis überhaupt nicht möglich sein. Ansonsten könnte man (Kriminelle, Behörden, Polizei, etc.) mit einer Ersatz-SIM jegliche Verläufe wiederherstellen.
  • Imaginaerum 14.01.2019 17:39
    Highlight Highlight Dies ist mir auch einmal passiert mit einem Ersatzgerät der Swisscom vor ca. sieben Jahren. Da war das lokale Backup noch auf dem Gerät gespeichert. Es waren nur oberflächlich die Bilder etc. gelöscht worden, keine Formatierung.
  • Ecoliat 14.01.2019 14:33
    Highlight Highlight Ich dachte, die WhatsApp-Nachrichten sind Ende-zu-Ende verschlüsselt?
    Wie um Himmels Willen finden die unverschlüsselten Nachrichten den Weg auf das Handy, welches eine alte Nummer in Betrieb nimmt?
    Schade, dass darauf nicht eingegangen wird im Artikel, würde mich echt interessieren...
    https://www.whatsapp.com/security?lg=de&lc=CH
    • NotWhatYouExpect 14.01.2019 16:41
      Highlight Highlight End zu End ;) das Ende ist einfach immer nur Whatsapp selber.

  • Supermonkey 14.01.2019 14:19
    Highlight Highlight Ob sich dis wirklich so zugetragen hat ist doch sehr fraglich...
  • mrmouse 14.01.2019 13:54
    Highlight Highlight Aha, die E2E Verschlüsselung nutzt wohl die TelNr, wie praktisch... NSA & Co. danken wohl...
  • NotWhatYouExpect 14.01.2019 13:39
    Highlight Highlight Hm?

    Dachte die Chats werden nicht bei Whatsapp gespeichert, denn wenn ich meine Handy wechsle muss ich ja auch das Backup einspielen um den Verlauf meiner Chats zu haben.

    Nochmals einen Grund um mehr Threema zu nutzen.
    • Luca Sieber 14.01.2019 15:12
      Highlight Highlight Back-ups sind bei google drive gespeichert
    • NotWhatYouExpect 14.01.2019 16:40
      Highlight Highlight @Luca Sieber: Dir ist schon klar, dass deine Antwort kein Sinn ergibt?

      Backups auf meinem Google Drive tauchen nicht einfach bei einem anderen Benutzer mit anderem Handy auf.

    • who cares? 14.01.2019 19:44
      Highlight Highlight Also bei mir wird der Backup auf Google Drive gemacht.
      Beim iPhone auf der iCloud soweit ich weiss.

Diese Telefonbetrügerin läuft einem Hacker brutal ins Messer 😂

Betrügerische Anrufe von falschen Microsoft-Support-Mitarbeitern nehmen kein Ende. Ein Mitglied des Chaos Computer Clubs hatte die perfekte «Antwort».

Hinweis: Für Computer-Laien gibt es am Schluss des Beitrags eine Zusammenfassung.

Soll noch jemand behaupten, Telefonbetrüger hätten ein einfaches Leben. Bei Wildfremden anrufen, sich als Support-Mitarbeiter ausgeben, abkassieren, fertig.

Fertig? Ein aktueller Fall zeigt, dass auch das Leben als Fake-Microsoft-Angestellter gefährlich sein kann. Für die eigenen Nerven und für den Computer.

Ein Twitter-Thread des Hackers Rem0te alias @grauhut vom Chaos Computer Club (CCC) gehörte am Dienstag zu den …

Artikel lesen
Link zum Artikel