«White Lives Matter» – Eklat bei Partie zwischen Manchester City und Burnley
Kurz vor dem Premier-League-Spiel zwischen Manchester City und dem FC Burnley ist es zu einer unschönen Szene gekommen. Laut englischen Medienberichten flog ein Flugzeug mit einem Banner mit der Aufschrift «White Lives Matter – Burnley» (Weisse Leben zählen - Burnley) über das Stadion der Citizens.
Die Spieler beider Klubs waren vor dem Anpfiff am Mittelkreis niedergekniet, um ihre Unterstützung im Kampf gegen Rassismus zu demonstrieren. Danach kam das Flugzeug. Seit dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd nach Polizeigewalt protestieren weltweit hunderttausende Menschen gegen Rassismus - unter dem Motto «Black Lives Matter» (Schwarze Leben zählen). Wer das Flugzeug und das Banner organisiert hat, war zunächst nicht bekannt.
Burnley verurteilte noch während der Partie die Aktion ausdrücklich. «Wir möchten klarstellen, dass diese Leute bei uns nicht willkommen sind. Dies ist in keiner Weise das, wofür der Burnley Football Club steht, und wir werden eng mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Verantwortlichen zu identifizieren und lebenslange Verbote zu erlassen», teilte der Verein mit.
Burnley stehe voll hinter der «Black Lives Matter»-Initiative der Premier League: «Wir entschuldigen uns vorbehaltlos bei der Premier League, bei Manchester City und bei allen, die zur Förderung von Black Lives Matter beitragen.» (sda/dpa/rst)
Aus für die Südstaaten-Flagge
Als Reaktion auf das rassistisch motivierte Massaker von Charleston hat der US-Bundesstaat South Carolina im Juli 2015 die Konföderierten-Flagge eingeholt. AP/AP / John Bazemore
Das Banner wehte ein halbes Jahrhundert am State House in Columbia - bis zum Jahr 2000 auf dem Dach, anschliessend auf einer Grünfläche vor dem Gebäude. X00052 / TAMI CHAPPELL
Die Ehrenwache der Staatspolizei von South Carolina war für das Einholen der Flagge zuständig. EPA/EPA / RICHARD ELLIS
Langsam zogen die Polizisten die Flagge den zehn Meter hohen Flaggenmast herunter. X02552 / JASON MICZEK
Danach wurde sie sorgsam zusammengefaltet. AP/AP / John Bazemore
Am Ende wurde die Flagge Allen Roberson übergeben, dem Leiter des staatlichen Militärmuseums, wo sie künftig aufbewahrt wird. EPA/EPA / RICHARD ELLIS
Tausende Schaulustige jubelten, als die Flagge zum letzten Mal vom Mast geholt wurde. Getty Images North America / John Moore
Victor Garlington zeigt ein Foto seines Grossonkels Richard Putt, der 1913 in South Carolina gelyncht worden war. Für ihn und viele andere ist die Flagge der Konföderierten ein Symbol des Rassismus. Getty Images North America / John Moore
Einige unverbesserliche Flaggenfans verfolgten die Zeremonie am Freitag ebenfalls. Für sie verkörpert das Stück Stoff das kulturelle Erbe der Südstaaten. X02552 / JASON MICZEK
Die republikanische Gouverneurin Nikki Haley sagte, es sei ein grosser Tag für South Carolina. Ihre Gedanken seien bei den Opfern des Massakers vom 17. Juni. EPA/EPA / RICHARD ELLIS
Am 17. Juni erschoss der 21-jährige Dylann Roof in einer der ältesten schwarzen Kirchgemeinden der USA neun Schwarze während einer Bibelstunde. Anschliessend tauchten Fotos auf, die ihn mit einer Konföderierten-Flagge zeigen. X80001 / HANDOUT
Dadurch wuchs der Druck, die Flagge zu entfernen. Nach einer erbitterten 13-stündigen Debatte stimmte das Parlament von South Carolina in der Nacht auf Donnerstag dafür. AP/The State / Tim Dominick
So fühlen sich Rassismus-Betroffene in der Schweiz
Video: watson / lea bloch, lino haltinner
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