Schweiz
FIFA

FIFA-Skandal: Verhafteter Funktionär will nicht im Knast bleiben und geht vor Bundesstrafgericht

FIFA-Skandal: Verhafteter Funktionär will nicht im Knast bleiben und geht vor Bundesstrafgericht

10.06.2015, 16:5210.06.2015, 16:56

Das Bundesstrafgericht in Bellinzona wird sich über einen Aspekt des FIFA-Skandals beugen müssen: Einer der sieben inhaftierten FIFA-Funktionäre hat gegen den Auslieferungshaftbefehl des Bundesamtes für Justiz Beschwerde erhoben.

Der Mann, der am 27. Mai in Zürich festgenommen worden war, wehrt sich dagegen, während der Dauer des Auslieferungsverfahrens in die USA in Haft bleiben zu müssen. Den Entscheid des Bundesstrafgerichts können sowohl der Funktionär wie auch das Bundesamt für Justiz (BJ) beim Bundesgericht in Lausanne anfechten, wie die BJ am Mittwoch mitteilte.

Kollusionsgefahr 

Die sieben festgenommenen FIFA-Funktionäre werden gemäss US-Verhaftsersuchen verdächtigt, Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen zu haben. Sie sitzen in verschiedenen Haftanstalten im Kanton Zürich in Auslieferungshaft.

Wegen Kollusionsgefahr wird der Kontakt unter den inhaftierten FIFA-Funktionären unterbunden. Dies gilt bis zum Abschluss des Auslieferungsverfahrens, das bei Ausschöpfung sämtlicher Rechtsmittel erfahrungsgemäss rund sechs Monate dauern kann.

Da sie sich gegen die Auslieferung wehren, hat die Schweiz die USA aufgefordert, für alle sieben Personen innert der vom bilateralen Auslieferungsvertrag vorgesehenen Frist von 40 Tagen formelle Auslieferungsersuchen zu stellen. (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die Post verdrängt private Anbieter digitaler Zustellplattformen
Der Kanton Bern kauft eine digitale Zustellplattform von der Post – ohne Ausschreibung. Das zeigt: Beim digitalen Brief droht ein Monopol.
22 Millionen Seiten physische Dokumente und Rechnungen verschickt die Berner Kantonsverwaltung pro Jahr an Bevölkerung, Wirtschaft und Behörden. Viele davon können aus Sicherheitsgründen nicht einfach per E-Mail zugestellt werden. Darum baut der Kanton Bern derzeit eine sichere digitale Zustellplattform auf. Empfänger erhalten somit künftig wichtige kantonale Post im sogenannten ePost-BE-Briefkasten.
Zur Story