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«Avengers: Endgame» pulverisiert Kinorekord – und sorgt für Schlägerei

Publiziert: 29.04.19, 13:20 Aktualisiert: 29.04.19, 14:05

Der Superheldenfilm «Avengers: Endgame» ist eines der grössten Kinospektakel der Gegenwart. Das bewies der Film nun auch anhand des Einspielergebnisses. Laut offiziellen Zahlen hat der Film am Startwochenende unglaubliche 1,209 Milliarden US-Dollar weltweit eingespielt. Damit hat der Film nicht nur sämtliche Erwartungen der Analysten übertroffen, sondern den bisherigen Rekord pulverisiert. Dieser wurde letztes Jahr vom Vorgänger «Avengers: Infinity War» aufgestellt und lag bei 640,5 Millionen Dollar.

Mann wird wegen Spoiler verprügelt

Dass die Zuschauer bei solch einem Ereignis keinen Spass verstehen, wenn es um Spoiler geht, zeigt ein Fall aus Hongkong. Dort soll ein Zuschauer verprügelt worden sein, nachdem er absichtlich gespoilert hatte. Laut dem Newsportal Asia One soll der Mann, der den Film bereits gesehen hatte, sich vor den Saaleingang gestellt haben und lauthals grosse Teile der Handlung herausgeschrien haben. Zuschauer, die auf den Einlass gewartet hatten, sollen ihn daraufhin angegriffen haben. Ein Bild, das im Internet zirkuliert, soll den Mann zeigen, wie er nach dem Vorfall benommen am Boden sitzt.

Football-Star erntet Shitstorm

In den USA erfuhr derweil der Football-Star LeSean McCoy, dass mit den Fans nicht zu spassen ist. Der Runningback der Buffalo Bills hatte den Blockbuster bereits letzten Freitag gesehen und danach eine entscheidende Szene auf Twitter gespoilert. Damit ruinierte er nicht nur vielen seiner 730'000 Follower den Film, sondern auch allen, die aus Neugierde seinen Account besuchten, weil dieser in den Twitter-Trends plötzlich auf den vorderen Plätzen stand.

LeSean McCoy. Bild: AP/FR170498 AP

Der Ärger eines Fans ging sogar so weit, dass er auf change.org eine Petition startete, die verlangt, den Vertrag des Profisportlers aufzulösen. Bisher wurde die Forderung allerdings von nur knapp 500 Leuten unterschrieben.

Die beiden Regisseure von «Avengers: Endgame», Anthony und Joseph Russo, hatten bereits vor dem Kinostart einen offenen Brief an die Fans veröffentlicht. Unter dem Hashtag #DontSpoilTheEndgame baten sie die Fans auf Twitter, keine Details zur Handlung zu verraten.

So geht es nach «Avengers: Endgame» weiter

Bereits im Juli wird der nächste Marvel-Film erscheinen. «Spider-Man: Far From Home» wird den Erzählbogen der sogenannten «Phase 3» abschliessen, die Marvel 2008 mit «Iron Man» und «Phase 1» gestartet hatte. Weiter geht es dann nächstes Jahr mit der «Phase 4», in welcher einige neue Superhelden eingeführt werden. Bisher bestätigte Filme sind «Doctor Strange 2», «Black Panther 2» und «Guardians of the Galaxy 3». Ausserdem soll es endlich auch einen Solofilm mit Black Widow geben, der zeitlich vor den Ereignissen von «Iron Man» spielen soll. (pls)

In diesen 15 Filmen wurde mit Spezialeffekten getrickst, ohne dass du es gemerkt hast

Vom Muskelprotz zum Mägerlimuck – «Captain America»: Zehn Kilogramm Muskelmasse zulegen fiel Captain-America-Schauspieler Chris Evans wesentlich leichter, als sich so weit runterzuhungern, dass er überzeugend den Superhelden vor seiner Verwandlung mimen konnte. Daher griffen die Filmemacher zu Computereffekten, sogenannten CGI (Computer Generated Imagery), um Evans kleiner und schmächtiger zu machen. Für gewisse Szenen stellte zudem ein anderer Schauspieler seinen Körper zur Verfügung und Evans Kopf wurde digital aufgesetzt.
Kevin Costners Haar – «Waterworld»: Weil sein Haar zu lichten begann, ordnete Costner an, dass sein Haupt per Computer aufgeforstet werden soll. Bei einem ausufernden Budget von 175 Millionen US-Dollar spielte diese Ausgabe wohl auch keine Rolle mehr.
Die Beule – «Superman Returns»: Weil Brandon Rouths Lümmel eine zu grosse Ausbuchtung im engen Superman-Kostüm hinterliess, wurde sein Gemächt mit digitalen Effekten verkleinert, schreibt die US-Webseite Cracked. Endlich hat mal jemand an die armen Kinder gedacht.
Falsche Zwillinge – «Social Network»: Statt im Facebook-Film Zwillinge für die Rolle der Winkelvoss-Brüder zu casten, entschied sich Regisseur Davin Fincher für eine andere Lösung. Schauspieler Armie Hammer musste allerdings nicht eine Doppelrolle übernehmen, stattdessen wurde Josh Pence im Nachhinein Hammers Gesicht aufgetragen, sodass die beiden wie Zwillinge aussahen.
Und so sieht das Resultat aus.
Künstliche Träne – «Blood Diamond»: Weil Jennifer Connelly in «Blood Diamond» dem Filmteam zu wenig Emotionen zeigte, fügte man nachträglich ein paar Tränen ein. Und das sei noch gar nichts, wie der US-Blog Cracked berichtet. Heutzutage sei es völlig normal, dass Gesichtszüge oder Augenlieder so bearbeitet werden, dass sie die richtigen Gefühle vermitteln.
Nichts ist echt – «Game of Thrones»: Dass die Drachen in «Game of Thrones» nicht echt sind, liegt auf der Hand. Aber wie viel in der Kultserie tatsächlich künstlich erzeugt wird, ist beeindruckend. Es gibt kaum einen Stein, der nicht mit Spezialeffekten versehen wurde, wie in diesem Video wunderschön zu sehen ist. Auch die berühmte kroatische Stadt Dubrovnik ist kaum wiederzuerkennen, nachdem sie mit viel Arbeit in Kings Landing verwandelt wurde.
Hier das Original.
Einmal die TV-Version.
Und einmal ohne Effekte.
Das falsche Schild – «Stirb Langsam 3»: Im dritten Teil der Action-Serie «Stirb Langsam» muss unser Held Bruce Willis aka John McClane mit einer umgehängten Werbetafel durch Harlem spazieren. Auf der Tafel prangen die Worte: «I Hate Niggers» – Ich hasse Neger. In Wahrheit war das Schild leer und der Satz wurde später digital hinzugefügt. Der Film-Blog Oracleoffilm vermutet, dass das Filmteam fürchtete, ein Foto des nackten Willis mit Schild könnte nach draussen gelangen und aus dem Kontext gerissen werden.
«Der Tod steht ihr gut»: Über 20 Jahre alt und die Effekte beeindrucken noch immer. In der schwarzen Komödie mit Bruce Willis, Meryl Street und Goldie Hawn sieht man die Schauspieler mit verdrehtem Kopf und einem Loch im Bauch.
Man zeigt nicht mit der Waffe auf Menschen – «Indiana Jones»: Im vierten Teil «Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull» wurde für den Kinotrailer eine Szene entschärft, in der mehrere russische Schergen die Waffen auf Indiana Jones richten.
Im Trailer zielen all Waffen plötzlich woanders hin. Andernfalls hätte der Trailer keine Altersfreigabe ab 12 Jahren erhalten.
Gar nicht so nackig – «Machete»: Wenn Schauspieler sich nicht nackt zeigen wollen, muss entweder ein Körperdouble her oder im Fall von Jessica Alba wurde die Unterwäsche nachträglich per Computer entfernt.
Mehr Mukkis – «Ghost Rider»: Der damals 43-jährige Nicolas Cage legte sich ordentlich ins Zeug für den Marvel-Superhelden-Streifen. Den Produzenten war sein Sixpack dennoch zu kümmerlich, also wurde mit Spezialeffekten noch eine Schippe draufgelegt.
Künstliche Schamhaare – «Fifty Shades of Grey»: Um nicht eine Ab-18-Altersfreigabe zu kassieren, trugen die Schauspieler bei heiklen Szenen Prothesen, um ihre Geschlechtsteile zu verbergen. Diese können anschliessend digital wegretuschiert werden. Damit das Ganze nicht zu prüde ausfiel, wurden im Nachhinein ein paar Schamhaare aufgetragen.
Das Retortenbaby – «Twilight: Breaking Dawn»: Im Film bringt die Heldin Bella eine Mensch-Vampir-Kreuzung zur Welt. Statt ein echtes Baby zu verwenden, stammt der kleine Hosenpupser komplett aus dem Computer. Echte Babys hätten zu wenig frühreif gewirkt, also griff man in die Trickkiste.
Falscher Atem – «Social Network»: Um zu veranschaulichen, dass es draussen schweinekalt ist, wurden in einer Szene künstliche Dampfwölkchen eingefügt. Man hätte die Szene besser in einem Kühlraum gedreht und die restliche Kulisse im Computer erstellt, als diesen ganz offensichtlich falschen Atem den Zuschauern ins Gesicht zu pusten.
Waffen? Welche Waffen? – «E.T.»: Um den Kultfilm mit dem kleinen Ausserirdischen kinderfreundlicher zu gestaltet, liess Steven Spielberg die Waffen durch Funkgeräte ersetzen. Glücklicherweise machte er seine Entscheidung für die Bluray-Fassung wieder rückgängig.
Die falsche Birne – «Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger»: In den «Star Wars»-Filmen ist kaum etwas echt. Die Raumschiffe, die Aliens, die Planeten, alles ist CGI. Erstaunlicher sind jedoch die kleinen Dinge, wie die künstliche Birne, die Anakin an Padme verfüttert. Die sieht so offensichtlich falsch aus, dass es schon wieder lustig ist.

Beifang: Marsch-Kapelle stellt Superhelden dar

Video: watson

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