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Shitstorm Sondergleichen

Es ist keine Vergewaltigung, wenn die Frau ohnmächtig ist. Sagt Sänger CeeLo Green. Das sieht der Rest der Welt ein bisschen anders, Vollpfosten!

Publiziert: 03.09.14, 11:43 Aktualisiert: 03.09.14, 12:18
Lüthi Susanne

Bild: Getty Images North America

Der Sänger CeeLo Green musste sich vor wenigen Tagen vor Gericht verantworten. Er soll 2012 einer Frau Ecstasy verabreicht haben, ohne dass sie davon wusste. Anschliessend soll er die Frau vergewaltigt haben. 

Vor den Richtern machte Green laut Buzzfeed Gebrauch des sogenannten «Plea of no contest», was im US-Gesetzt bedeutet, dass der Angeklagte die Schuld weder anerkennt noch abstreitet. Er verzichtet auf eine Verteidigung und erkennt das Gerichtsurteil an, ohne eine Gesetzesübertretung zuzugeben. 

CeeLo Greens Vergewaltigungs-Theorie

Der Sänger musste gewusst haben, dass es besser war, vor Gericht zu schweigen. Denn was er dort nicht aussprach, später aber twitterte, ist mehr als fragwürdig:

«Wenn eine Person ohnmächtig ist, ist sie ja nicht bei Sinnen. Somit kann sie ihr Einverständnis ja gar nicht geben.» bild: Twitter/screenshot

Ein weiteres Müsterchen, wie Green so tickt:

«Wenn jemand in ein Haus einbricht, gibt es Glasscherben. Wo ist dein glaubwürdiger Beweis, dass jemand vergewaltigt wurde?» bild: twitter/screenshot

Der Sänger muss irgendwann wohl doch noch gemerkt haben, dass er da ziemlichen Schrott zwitschert. Er hat alle Tweets zum Thema gelöscht. Als sich die Lage immer noch nicht zu beruhigen schien dann auch seinen ganzen Twitter-Account. Doch der Schaden ist angerichtet, die Screenshots gemacht:

Fast schon philosophisch handelt Green das Thema Vergewaltigung in diesem Tweet ab: «Also wenn ich es VERSUCHT, aber NICHT geschafft hätte, aber die Person behauptet, ich HÄTTE – was ist dann wirklich passiert?»

Mittlerweile hat der 40-Jährige einen neuen Twitter-Account – und behauptet jetzt, dass die vorherigen Tweets gar nicht von ihm stammten. Er entschuldigt sich von ganzem Herzen für die Kommentare, die ihm «zugeschrieben» werden auf Twitter. Es wäre nicht das, woran er glauben würde. Natürlich nicht.

«Ich entschuldige mich von ganzem Herzen für die Kommentare, die mir zugeschrieben werden auf Twitter. Sie waren idiotisch und es ist nicht das, was ich glaube.»

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Doch so leicht kommt er nicht davon: Mit seinen unsensiblen Aussagen hat er einen Shitstorm sondergleichen losgetreten:

Dank CeeLo Greens schrecklichen Ansichten konnte diese Twitter-Userin mit gutem Grund seine sämtlichen Lieder auf all ihren Geräten löschen.

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«Jemand sollte CeeLo Green erklären, wie Twitter funktioniert. Die Leute können lesen, was du schreibst.»

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«Die einzigen Songs, die ich von CeeLo Green je mochte, waren ‹Crazy› und ‹Fuck You›. Heute beschreiben beide meine Gefühle ihm gegenüber.»

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«Karma kriegt dich, Dicker»

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Stellvertretend für unzählige weitere Tweets, die alle dieselbe Aussage haben:

«Sie sind dir nicht zugeschrieben. Du hast diese Dinge gesagt. Hab wenigstens die Eier, dazu zu stehen.»

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Und hier noch eine Botschaft von CeeLo Green für CeeLo Green:

Video: youTube/Ceelo Green

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