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Eintracht Frankfurt mit dem sich verabschiedenden Trainer Adi Hütter will einen der heiss begehrten Plätze in der Champions League ergattern. Bild: keystone

Gerangel um zwei Plätze in der CL – und warum die Bundesliga auch sonst spannend bleibt

In den letzten zwei Runden der deutschen Bundesliga geht es um viel. Zu vergeben sind unter anderem zwei Plätze in der Champions League, ein fixer Platz in der 2. Bundesliga und der Barrage-Platz.

Publiziert: 15.05.21, 10:05

In die Ausmarchung am Tabellenende sind noch fünf Mannschaften involviert: Köln (29 Punkte) als Zweitletzter und derzeit Inhaber des direkten Abstiegsplatzes, Arminia Bielefeld (31), Werder Bremen (31), Augsburg (33) und trotz zuletzt guter Leistungen Hertha Berlin (34). In der vorletzten Runde vom Samstag um 15.30 Uhr stehen zwei direkte Duelle im Programm: Hertha Berlin gegen Köln und Augsburg mit Ruben Vargas gegen Werder Bremen.

Hinter Meister Bayern München kann das zweitplatzierte RB Leipzig nicht mehr aus den vier zur Teilnahme an der Champions League berechtigenden Plätzen verdrängt werden. Dafür ist das Gerangel um die weiteren zwei Plätze in der Königsklasse umso spektakulärer. Es balgen sich Wolfsburg (60 Punkte), Borussia Dortmund (58) und Eintracht Frankfurt (57) mit dem sich verabschiedenden Trainer Adi Hütter. Am Sonntag spielen Dortmund in Mainz und Wolfsburg in Leipzig, während Frankfurt bereits am Samstag mit dem Gastspiel beim abgehängten Absteiger Schalke die vermeintlich leichteste Aufgabe vor sich hat.

Für den Match in Leipzig fallen zwei der drei Spieler aus der Wolfsburger Schweizer Fraktion aus. Renato Steffen plagt sich seit längerem mit einer Fussgelenkverletzung herum, Kevin Mbabu mit Magenproblemen. Bleibt Admir Mehmedi. Der Zürcher war aber zuletzt unter Trainer Oliver Glasner nicht erste Wahl.

Man darf gespannt sein, wie Leipzig drei Tage nach dem gegen Borussia Dortmund mit 1:4 verlorenen Cupfinal abschneiden wird. «Es ist die Frage, die wir uns auch stellen», sagte Wolfsburgs Trainer Glasner. «Man kann es drehen und wenden wie man will. Es kann in beide Richtungen ausfallen.»

Um sich sicher für die Champions League zu qualifizieren, benötigt Wolfsburg noch vier Punkte aus den zwei Spielen. In der 34. Runde wird Wolfsburg daheim gegen Mainz spielen. «Wir können mit breiter Brust nach Leipzig fahren», sagte Glasner. «Wir haben ein sehr grosses Ziel vor Augen.»

Glasner selber wurde zuletzt als neuer Trainer von Eintracht Frankfurt gehandelt. «Ich habe einen Vertrag bis 2022», sagte er dazu. «Unser Fokus liegt auf dem Riesenziel Champions League.» (viw/sda/apa)

Alle Schweizer Trainer in der Bundesliga

Rolf Fringer: In der Saison 1995/96 Coach des VfB Stuttgart. Neben ihm sein Assistent, der spätere Weltmeistertrainer Jogi Löw. imago sportfotodienst / Sportfoto Rudel
Martin Andermatt: Führte den SSV Ulm im Sommer 1999 in die Bundesliga, stieg nach einer Saison wieder ab und wurde wenig später entlassen. imago/Pressefoto Baumann / imago images
Marcel Koller: Konnte 2004 mit dem 1. FC Köln den Abstieg nicht verhindern, stieg 2006 mit dem VfL Bochum auf und hielt den Underdog drei Saisons in der Bundesliga. imago/Ulmer / imago images
Hanspeter Latour: Übernahm im Januar 2006 den 1. FC Köln, konnte den Abstieg nicht verhindern und wurde nach schwachem Saisonbeginn in der 2. Liga im November entlassen. imago/Ulmer / imago/Ulmer
Lucien Favre: Mit 307 Bundesliga-Partien der mit Abstand erfahrenste Schweizer Coach in Deutschland. Von 2007 bis 2009 bei Hertha BSC, zwischen 2011 und 2015 bei Borussia Mönchengladbach und von Sommer 2018 bis Dezember 2020 bei Borussia Dortmund. EPA / CHRISTIAN CHARISIUS
Christian Gross: Übernahm im Dezember 2009 den kriselnden VfB Stuttgart, qualifizierte sich für die Europa League und wurde in der Folgesaison nach sechs Pleiten in den sieben Startspielen entlassen. Übernahm im Dezember 2020 den Auftrag, Schalke 04 vor dem Abstieg zu retten, und musste bereits nach zwei Monaten bereits wieder gehen. imago sportfotodienst / Sportfoto Rudel
Martin Schmidt: Im Februar 2015 überraschend vom Co-Trainer zum Cheftrainer des FSV Mainz befördert. Trainierte danach auch den VfL Wolfsburg und zuletzt Augsburg, bringt es auf 131 Bundesligaspiele als Trainer. EPA/EPA / DANIEL KOPATSCH
Urs Fischer: Führte den 1. FC Union Berlin im Sommer 2019 erstmals in die Bundesliga und hielt danach überraschend die Klasse. Arbeitet immer noch mit Erfolg bei den «Eisernen». keystone / Sven Hoppe
Gerardo Seoane: Nach viel Erfolg mit YB engagierte ihn im Sommer 2021 Bayer Leverkusen. keystone / FRIEDEMANN VOGEL

Schweizer Nationalspielerinnen über Rassismus

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