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History Porn Teil XLIII: Geschichte in 23 Wahnsinns-Bildern

Publiziert: 10.03.19, 16:24 Aktualisiert: 11.03.19, 06:24

History Porn Teil XLIII: Geschichte in 23 Wahnsinns-Bildern

Das Schiffskätzchen der HMAS Encounter, eines leichten Kreuzers der Royal Australian Navy, schaut aus der Mündung einer 6-Zoll-Kanone, ca. 1915. bild: wikimedia
Zwei britische Krankenschwestern auf einem Motorrad mit Seitenwagen in Diksmuide, 1917. Die belgische Stadt stand damals im Frontbereich und die Deutschen fluteten sie durch das Öffnen der Schleusen der Yser im Oktober 1914. Im Verlauf des Krieges wurde die Stadt vollständig zerstört und in den 1920er Jahren wieder aufgebaut. bild: vintag.es
Essenslieferung in Stapeln in Japan ungefähr in den 50ern. bild: vintag.es
«Die Beichte» heisst dieses 1960 in Mexiko geschossene Bild des amerikanisch-deutschen Fotografen John Gutmann. bild: vintag.es
Klettern am Paradise Glacier im Mount Rainier National Park, Washington, 1911. bild: via vintag.es
Der grosse französische Impressionist Claude Monet (1840–1926) in seinem Atelier in Paris. In den ersten Jahren seiner Karriere wurde er nicht gerade von Erfolg verwöhnt – 1869 beschlagnahmten seine Gläubiger sogar alle seine Leinwände. Doch bald schon wurde er zu dem Mann, der der neuen Stilrichtung ihren Namen gab – mit seinem 1872 entstandenen Gemälde «Impression. Soleil levant». bild: vintag.es
Eine Frau posiert mit ihrer Boudoirpuppen-Sammlung in Paris, 1922. bild: vintag.es
Und wen haben wir hier? Unschwer zu erkennen, es ist Miss Lemon, 1920. bild: vintag.es
Gefolgt von der «Sausage Queen» aus dem Jahr 1955. Die US-Amerikaner und ihre ausgefallenen Schönheitswettbewerbe ... bild: vintag.es
Dieser hübsche Hybrid heisst «ConvAirCar Model 118» und stammt aus dem Jahre 1947. Leider ging er nie in Serie. Ein Testpilot musste mit dem Prototyp eine Bruchlandung machen, nachdem ihm unerwartet der Treibstoff ausgegangen war – er hatte die Tankanzeige des Autos abgelesen, nicht jene des Flugzeugs. bild: vintag.es
1925 machen sich die Frauen der privaten Feuerwehr von Achille Serre Ltd. auf den Weg zum Londoner Feuerwehrturnier. bild: imgur
Fat Man auf seinem Transportwagen auf Tinian Island, 1945. Fat Man war der Codename für die Atombombe, die am 9. August 1945 von den USA über der japanischen Stadt Nagasaki abgeworfen wurde. Sie war nach der drei Tage zuvor über Hiroshima abgeworfenen Little Boy die zweite – und zugleich letzte – in einem Krieg eingesetzte Atomwaffe. bild: rarehistoricalphotos
Strassenmusikanten in Paris, 1898. Das Bild schoss der französische Fotograf Eugène Atget (1857–1927). bild: vintag.es
Zwischen 1928 und 1932 wurden zwei riesige Prunkschiffe des römischen Kaisers Caligula (12–41)von der faschistischen Regierung Mussolinis geborgen, nachdem sie über 1900 Jahre auf dem Grund des Nemisees lagen. Im Innern waren sie einst mit Marmor, Mosaikböden, Heizungen, sanitären Anlagen und Bädern ausgestattet. bild: rarehistoricalphotos
Alfred G. Buckham hat diese atemberaubende Luftaufnahme von Edinburgh 1920 gemacht. Der Fotograf versuchte, stets möglichst extreme Wetterbedingungen einzufangen, um dem Bild mehr Dramatik zu verleihen. bild: Scottish National Portrait Gallery via vintag.es
Im Dezember 1915 fahren zwei Männer eine überflutete Strasse in Berkshire, England, hinunter. Die Themse trat damals über die Ufer und ergoss ihr Wasser über Eisenbahnlinien, Strassen und ganze Dörfer ... bild: vintag.es
.... 1926 geschah es schon wieder – doch diese Frauen wussten sich zu helfen und überquerten die überflutete Strasse in Middlesex mit einem Floss. bild: vintag.es
Und auch diese Kinder in Windsor scheinen von der Katastrophe nicht allzu sehr betroffen ... bild: vintag.es
Das Bildarchiv der ETH-Bibliothek veröffentlichte vor Kurzem 60'000 Bilder des Industriehistorikers Dr. Hans-Peter Bärtschi aus den Jahren 1965–2005. Besonderes Augenmerk legte Bärtschi stets auf die Eisenbahn, wie man an diesem Bild aus dem Jahr 1979 unschwer erkennen kann. Wir befinden uns auf der Strecke Bauma–Winterthur. bild: eth-bibliothek bilderarchiv
Und hier haben wir einen Dampfzug in der italienischen Stadt Ponte nelle Alpi, 1977. bild: eth-bibliothek bilderarchiv
Bärtschis Foto des Sitterviadukts in St.Gallen, 1972. Das 365 Meter lange Viadukt der ehemaligen Bodensee-Toggenburg-Bahn (BT) ist mit 99 Metern Höhe die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz. bild: eth-bibliothek bilderarchiv
Die Yabastrasse in der nigerianischen Stadt Ondo, 1982. bild: vintag.es
Fensterputzerinnen in London, ca. 1917. bild: vintag.es

Der letzte History Porn:

Auf diesem nachkolorisierten Bild aus dem Jahr 1913 sehen wir den grössten, den kleinsten und den schwersten Mann Europas. Die ursprüngliche Bildunterschrift lautete: «Cannon, der riesige holländische Koloss mit einem Gewicht von 738 Pfund (rund 335 Kilogramm) spielt Karten mit dem grössten russischen Kasachen und dem 70 Jahre alten Zwergen Chip.» bild: reddit
Das letzte Foto von Lenin. Der Gründer der Sowjetunion starb am 21. Januar 1924 um 4:23 Uhr im Alter von 53 Jahren, nachdem er mehrere Schlaganfälle erlitten hatte und danach komplett von der Aussenwelt abgeschirmt worden war. bild: wikimedia
Eine Frau wird 1972 durch einen Bombenangriff der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) in Belfast verwundet. Einst kämpfte die IRA für ein freies Irland, als aber 1921 Michael Collins den Anglo-Irischen Vertrag unterzeichnete, der den Irischen Freistaat garantierte, den Norden des Landes aber nach wie vor dem Vereinigten Königreich zusprach, spaltete sich die Armee in zwei Teile: Die einen, die auf Collins' Seite verblieben und den Vertrag guthiessen, und die anderen, die sich mit diesem Teilungskompromiss nicht zufrieden geben wollten. Was folgte, war der Irische Bürgerkrieg und später der Nordirlandkonflikt, in dem radikale IRA-Kämpfer im Namen eines vereinten Irlands immer wieder terroristische Anschlägen verübten. bild: reddit
Junge Frauen rauchen Cheroot-Zigarren in Burma (heute Myanmar), 1906. Der Tabak besteht aus Blättern des Cheroot-Baumes, vermengt mit einer geheimen Mischung aus Zusätzen wie Tamarindensaft, Holzstückchen, Bananen, Nüssen und Palmzucker. Der Filter der Zigarre setzt sich aus Maisblättern zusammen. bild: reddit
Jadwiga Dzido war eine polnische Widerstandskämpferin, die 1941 von der Gestapo gefangen genommen und ins grösste Frauenkonzentrationslager Ravensbrück deportiert wurde. Dort unterzog man sie medizinischen Experimenten, ihr Bein wurde aufgeschnitten und mit Bakterien, Schmutz und Glassplittern infiziert, um die Wirkung von Sulfonamid auf die Heilung infizierter Wunden zu testen. Sie überlebte den Horror, aber als sie auf Krücken nach Hause zurückkehrte, musste sie feststellen, dass ihre Mutter durch einen Bombenangriff getötet worden war. Sie ging nach Warschau, wo sie ihr Pharmazie-Studium abschloss. Im Dezember 1946 trat sie als Zeugin der Anklage im Nürnberger Ärzteprozess auf, wo ein Mediziner dem Gericht ihre von den Nazis zugefügten Wunden zeigte. bild: tumblr/historicaltimes
Zwei amerikanische Soldaten mit ihrem Weihnachtsbäumchen inmitten der Kampfhandlungen während des Vietnamkrieges, 1967. bild: reddit
Die Freiheitsstatue im Bau, 1884. Die 92,99 Meter hohe Kolossalstatue war ein Geschenk des französischen Volkes an die Vereinigten Staaten und wurde zwei Jahre später eingeweiht. bild: reddit
Vietnamesische Opernsängerinnen besteigen ihr erstes Flugzeug für die Pariser Kolonialausstellung, 1931. 1858 begann die französische Kolonialherrschaft in Vietnam. Es sollten Stützpunkte in Indochina errichtet werden, um die französischen Handelsinteressen in China besser durchsetzen zu können. bild: reddit
Allierte Offiziere am Denkmal des Ersten Weltkriegs in der Normandie, 1944. bild: collectionscanada
Der alte Telefonmast «Telefontornet» in Stockholm, Schweden, mit ca. 5500 Telefonleitungen, um 1890. Anfangs bestand der Mast aus nichts weiter als einer nackten, viereckigen Metallkonstruktion von 80 Metern Höhe, weshalb er der lokalen Bevölkerung ein Dorn im Auge war. Daraufhin beauftragte man einen Architekten, der den Turm mit vier Türmen verzieren liess. bild: rarehistoricalphotos
Bevor all die Hochhäuser, Eigentumswohnungen und Finanzzentren in Battery Park City entstanden, war das Gebiet hinter den Twin Towers eine Deponie. 1982 wurde die Künstlerin Agnes Denes vom Public Art Fund beauftragt, eine der bedeutendsten öffentlichen Arbeiten zu schaffen, die Manhattan je gesehen hatte. Anstelle einer Skulptur pflanzte Denes ein schönes goldenes Weizenfeld, direkt neben den glänzenden Silbertürmen des World Trade Centers. bild: rarehistoricalphotos
Zwei Assistenten und einige Freiwillige halfen Denes, den Müll zu entfernen, 225 LKW-Ladungen Oberboden zu verteilen und 1,8 Hektar Weizen zu pflanzen. Ein Bewässerungssystem wurde installiert. Im August erfolgte die Ernte, die über 450 kg gesunden, goldenen Weizen erbrachte. bild: rarehistoricalphotos
Das Weizenfeld auf dem 4,5 Milliarden Dollar schweren Land blitzte hinter den mächtigen Zwllingstürmen des WTC auf wie ein Mahnmal für Misswirtschaft, Verschwendung und Welthunger. Und schaute man auf die andere Seite, sah man dahinter, ganz winzig und wie eine surreale Vision, die Freiheitsstatue stehen. bild: rarehistoricalphotos
Eine Strasse in London nach den Bombenangriffen der deutschen Luftwaffe («The Blitz»), 1940. Rund 43'000 Zivilisten fielen dem Blitz zum Opfer. bild: imgur
«Hell» sagt der Haarschnitt dieser US-amerikanischen Matrosen, 1944. bild: imgur
Ein deutscher Kriegsgefangener wird von einem sowjetischen Soldaten bewacht, Stalingrad, 1943. In dieser grauenvollen Schlacht stirbt Hitlers Traum vom Endsieg – und mit ihm über eine Million Menschen. [[strong]a href="https://www.watson.ch/wissen/history/607399951-alle-sieben-sekunden-stirbt-ein-deutscher-soldat-in-der-hoelle-von-stalingrad" target="_blank"]Hier [/a][/strong] erfährst du mehr über die Schlacht. bild: i[a href="https://imgur.com/gallery/rRhVG" target="_blank"]mgur[/a]
Der traurige Tagebucheintrag des US-amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt am 14. Februar 1884. An diesem Tag starben seine Frau und seine Mutter. bild: imgur
Ein Luftschutzbeauftragter schaut nach den Kindern in den Hängematten, die zwischen den Bahngleisen einer Londoner U-Bahnstation gespannt worden sind. Die Zivilbevölkerung der britischen Hauptstadt suchte in allen möglichen Bunkern Schutz vor den deutschen Bomben, die zwischen dem 7. September 1940 und dem 16. Mai 1941 auf ihre Stadt niedergingen. bild: imgur
Ein Schulweg der etwas gefährlicheren Sorte: Kinder überqueren auf Seilrollen einen Fluss ausserhalb Modenas, Italien, 1959. bild: imgur
Drei burmesische Zirkus-Artistinnen beim Kartenspiel mit dem für die Frauen des Bergvolkes der Padaung typischen Spiralschmuck, London, 1935. Der so entstehende «Giraffenhals» ist durch Muskelschwund bald völlig erschlafft und ohne die stützende Wirkung des Schmuckes kaum in der Lage, den Kopf aufrecht zu halten. Die Halsmuskulatur kann sich jedoch rasch erholen, die Deformation des Skeletts hingegen, besonders die hängenden Schultern, bleiben für immer. bild: keystone Keystone
Und wen haben wir hier? Es ist Rollie Free, der Mann, der flach und nur im Badeanzug auf seiner Vincent HRD liegend, 1948 den Motorrad-Geschwindigkeitsrekord aufstellte: 242 Kilometer pro Stunde erreichte er, als er durch die Grosse Salzwüste von Utah flitze. bild: imgur
Lillian Boyer war eine amerikanische Flugakrobatin, genauer ein «wing walker», eine jener Verrückten, die in den Zwanzigern auf den Tragflächen von fliegenden Flugzeugen herumturnten. 1921 wurde sie von zwei Gästen des Restaurants, in dem sie als Kellnerin arbeitete, auf eine Flugzeugfahrt eingeladen. Schon bei ihrem zweiten Flug kletterte sie auf den Flügel und begann damit ihre Karriere als Luftkünstlerin. Sie wurde von der Öffentlichkeit für ihre Stunts gefeiert, bis die neuen staatlichen Vorschriften über niedrig fliegende und unsichere Flugzeuge sie und viele andere wing walker 1929 in den Ruhestand zwangen. bild: wikimedia Library of Congress
Bau des Atomiums in Brüssel für die Weltausstellung 1958. Es stellt eine aus neun Atomen bestehende, stark vergrösserte kubische Zelle des Kristallmodells des Eisens dar. bild: imgur
Am 20. November 1947 heiratete Queen Elisabeth II. ihren Philip, Duke of Edinburgh – und das war ihre Hochzeitstorte. bild: imgur

Und der vorletzte:

Die Scottish National Antarctic Expedition erforschte unter William Speirs Bruce in den Jahren 1902–1904 Teile der Antarktis. Am 9. März 1904 erreichte die Scotia den südlichsten Punkt ihrer Reise auf einer Breite von 74°01’S. An dieser Stelle wurde das Schiff von Packeis eingeschlossen und es bestand die Gefahr, den Winter über festzusitzen. Zu tun gab es ausser warten nicht viel – also hielt der Dudelsackspieler Gilbert Kerr einem Pinguin ein Ständchen. Nach vier Tagen kam das Schiff wieder frei und dampfte nach Nordosten. bild: wikimedia
Studentinnen malen Propaganda-Kriegsplakate ab; das zu kopierende Poster hängt an der Wand, New York, 1942. bild: rarehistoricalphotos
Ostdeutsche Arbeiter am 15. August 1961 beim Mauerbau an der Grenze zum französischen Sektor. bild: keystone
Ein Crow-Indianer – oder in ihrer Sprache Apsáalooke («Kinder des langschnäbeligen Vogels») in Montana, USA, 1908. Heute zählen sie ca. noch 12'000 Stammesmitglieder. bild: reddit
Nachkoloriertes Foto der Explosion der Atombombe «Baker» aus dem Crossroad-Test im Bikini-Atoll. Die Bombe wurde 27 Meter unter der Wasseroberfläche gezündet, 24. Juli 1946. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschloss US-Präsident Harry S. Truman Kernwaffenversuche zu starten, um deren Zerstörungspotential zu ermitteln. Während der Testserien von 67 Atombombenversuchen waren über 42'000 Techniker, Wissenschaftler und Militärs auf Bikini stationiert. Zudem wurden 242 Schiffe, 156 Flugzeuge und 5400 Versuchstiere (Ratten, Ziegen und Schweine) eingesetzt. bild: imgur
Raymond Bykes aus Norfolk, Virginia, USA, 1911. Der ca. 12-jährige Junge arbeitete jede Nacht bis nach ein Uhr Morgens als Fahrrad-Kurier. bild: rarehistoricalphotos
Britische Briefträger suchen am Tag nach dem deutschen Luftangriff zwischen den Trümmern nach noch bestehenden Adressen, Coventry, England, 15. November 1940. bild: reddit
Britische Zivilisten feiern Weihnachten mit einem Abendessen in einem Luftschutzkeller, während die Deutschen draussen ihre Bomben auf London niedergehen lassen, 25. Dezember 1940. Rund 43'000 Zivilisten fielen dieser Luftschlacht («The Blitz») zum Opfer. bild: reddit
Die Twin Towers des World Trade Center im Bau, 1960er. Sie gehörten mit jeweils 110 Stockwerken von insgesamt 417 und 415 Metern Höhe zu den höchsten Gebäuden New Yorks – bis sie durch die Terroranschläge des 11. September 2001 vollständig einstürzten. 2753 Menschen kamen dabei ums Leben. bild: imgur
Der Grosse und Kleine Mythen mit dem Vierwaldstättersee, 1906. Das Foto stammt vom Schweizer Naturforscher Arnold Heim. Mehr zu ihm und seinen Reisen findest du hier. bild: ETH-Bibliothek, Bildarchiv
Derek Meddings bestreut das von ihm entwickelte Miniatur-Satellitenbunker-Set für «James Bond 007 – Goldeneye» mit Mehl und Katzenstreu, 1995. bild: imgur
Die ersten Olympischen Spiele, nachdem sie im Jahre 393 vom römischen Kaiser Theodosius I. wegen der Verehrung heidnischer Götter verboten wurden, Athen, 1896. bild: imgur
Am 18. Mai 1980 bricht der «Mount St. Helens»-Vulkan im US-Bundesstaat Washington aus, wobei der gesamte nördliche Berggipfel hangabwärts rutscht. 57 Menschen kommen ums Leben, darunter ein Vulkanologe, der gerade dabei war, die Gase einer Fumarole zu messen. Die Asche bedeckt die ganze Umgebung, was diesen Mann mit Rollschuhen und Mundschutz dazu bewegt, ein bisschen aufzuräumen. bild: reddit
Amerikanische Bomber auf einer ihrer Missionen während des Zweiten Weltkriegs. bild: imgur
Die Goldbrunnenstrasse 115 in Zürich Wiedikon, 1907. bild: Baugeschichtliches Archiv, ETH-Bibliothek TAZ
Ernest Hemingway in Kuba, um 1954, das Jahr, in dem der US-amerikanische Autor den Literaturnobelpreis erhielt. Er war aber nicht nur Schriftsteller, sondern auch Reporter und Kriegsberichterstatter, Abenteurer, Hochseefischer und Grosswildjäger. bild: reddit
Brot-Auslieferung während des Irischen Bürgerkriegs, 1920er. Mehr zur irischen Geschichte findest du hier. bild: tumblr/historicaltimes
Koloriertes Bild des Coney Island Amusement Park in New York, 1903. bild: imgur
Wegen der Hitze in den Bergwerken Floristella Grottacalda arbeiten diese Schwefel-Mineure nackt, Sizilien, 1950. bild: reddit
Prager Bürger umringen sowjetische Panzer vor dem Gebäude des Tschechoslowakischen Rundfunks am ersten Tag der sowjetischen Invasion in die Tschechoslowakei, 21. August 1968. Dem sogenannten «Prager Frühling» – der Versuch der tschechoslowakischen Kommunistischen Partei (KPČ) unter Alexander Dubček, ein Liberalisierungs- und Demokratisierungsprogramm durchzusetzen – wird mit einer halben Million Soldaten des Warschauer Paktes ein Ende bereitet. bild: rarehistoricalphotos
Dubček rief dazu auf, auf militärischen Widerstand zu verzichten, da dieser von vornherein aussichtslos war. Doch die Bevölkerung verlangsamte durch zivilen Ungehorsam und verschiedene Aktionen die Besetzung ihres Landes. Sie verdrehten, übermalten, zerschlugen und montierten Ortstafeln und Strassenschilder ab, um die Eindringlinge zu verwirren. Die Eisenbahner leiteten Nachschubzüge für die Rote Armee auf Abstellgleise. Solidaritätskundgebungen in mehreren Städten der Sowjetunion wurden totgeschwiegen und die Demonstranten verschwanden in Gefängnissen oder flohen zu Zehntausenden das Land. bild: rarehistoricalphotos
Loomis Dean fotografierte diese Bike-fahrenden Ladys im Jahr 1949 fürs Life Magazine. bild: vintage.es
Für gewöhnlich trugen Frauen in dieser Zeit Röcke und standen in der Küche, statt auf solchen Maschinen durch die Welt zu rattern. bild: vintage.es
Deutsche Kriegsgefangene im US-Lager in Nonant-le-Pin nach dem Kessel von Falaise, einer Schlacht zwischen den westalliierten Streitkräften und der deutschen Wehrmacht in der Normandie. Während dem 12. bis zum 21. August 1944 fielen ca. 12'000 Deutsche, etwa 40'000–50'000 von ihnen wurden gefangen genommen. bild: rarehistoricalphotos
Alpinisten auf einem Gletschertisch des Rhonegletschers, 1895. Der Talgletscher im Quellgebiet der Rhone im äussersten Nordosten vom Wallis in den Zentralalpen reichte zu dieser Zeit noch weit ins Tal bei Gletsch hinunter und galt als Touristenattraktion. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts schmilzt er kontinuierlich – gut möglich, dass er bis ins Jahr 2100 fast vollständig verschwunden sein wird. bild: ETH-Bibliothek, Bildarchiv

History Porn: Showbiz-Edition – Teil X

BAM! Kommen wir gleich zur Sache! Und zwar mit Ann Margrets Gemälde-Tanz aus «The Swinger», 1966. Gemälde-Tanz? Ach, 60s, halt. samandrew.com / samandrew.com
Weiter mit schönen Frauen an schönen Ortschaften: Supermodel Iman im Londoner Hyde Park, 1979. vintageblackglamour.com / vintageblackglamour.com
Filmstill aus «La decima vittima», jenem dystopischen Sci-Fi-Streifen aus dem Jahr 1965 mit Marcello Mastroinni und – jap, das da ist sie – unser aller Ursi National in der Hauptrolle. pinterest / pinterest
Kreuz-Joker und Kreuz-Ass vom Rockstar-Kartenset, herausgegeben vom Musikmagazin NME Express 1991. dangerousminds.net / dangerousminds.net
Der 21-jährige Samuel L. Jackson 1969. reddit / reddit
Jodie Foster in London, 1974. histolines.com / histolines.com
Hippie-Gipfeltreffen in Indien, 1968, v.l.: Pattie Boyd (Model und Fotografin), John Lennon (The Beatles), Mike Love (The Beach Boys), Maharishi Mahesh (Yogi), George Harrison (The Beatles), Mia Farrow (Schauspielerin), Donovan (Folk-Musiker), Paul McCartney (The Beatles), Jane Asher (Schauspielerin) and Cynthia Lennon. freeanimals-freeanimals.blogspot.com / freeanimals-freeanimals.blogspot.com
The Hectics (1958-1962), Freddie Mercurys erste Schul-Band während seiner Zeit im St.Peter's Boys School in Panchgani, nahe Mumbai. Freddie ist der in der Mitte ... ach, ihr erkennt ihn sowieso. mtmtv.info/ / mtmtv.info/
Johnny Cash auf Elch-Jagd in Neufundland, 1961. whothefuckismisterfreedoom.com / whothefuckismisterfreedoom.com
So filmte man die Verwandlungsszene von «An American Werewolf in London», 1981. thisisnotporn.net / thisisnotporn.net
Eine junge Whitney Houston mit ihrer Mutter, der Soulsängerin Cissy Houston. africhroyale.com / africhroyale.com
Hey ho let's go: Joey Ramone, 15-jährig. diasp.eu / diasp.eu
Paul Newman am Film Festival von Venedig, 1963. moazedi.com / moazedi.com
Sexsymbole der 90er: Gillian Anderson und David Duchovny von «The X Files», 1997. vega-int.ru / vega-int.ru
Aw. Schauspielerin Jacqueline Bisset, 1967. historyinorbit.com / historyinorbit.com
Gitarren-Nerds während ihrer Pubertät: Tom Morello von Rage Against the Machine und Adam Jones von Tool. imgur / imgur
Marion Robert Morrison, später bekannt als John Wayne, 1930. historyinorbit.com / historyinorbit.com
Gewusst, dass Michael J. Fox raucht(e)? Hier ist er mit Regisseur Steven Spielberg auf dem Set von «Back to the Future», 1985. hollywoodmakesmesick.com / hollywoodmakesmesick.com
Tony Hawk, 1982 in Cardiff, Kalifornien. vk.com / vk.com
The Rock ... with a rock. reddit / reddit
Was die beiden wohl geschluckt haben? Buddy Holly und Little Richard auf Tournee, 1958. picssr.com / picssr.com
Und hier ebendieser Little Richard, Wild Man und Schwulenikone des Rock'n'Rolls, der verwirrenderweise nebenbei auch ordinierter Pfarrer war, bei der Morgenpredigt in Oakland, Kalifornien, 1981. entrelineas.org / entrelineas.org
Zmorge bei den Presleys anno 1959: Vater Vernon lässt sich von Grosi Minnie Mae bedienen. Nice to know: Letztere überlebte ihre Abkömmlinge. Elvis verstarb 1977, Vernon 1979, Minnie Mae? 1980! gramunion.com / gramunion.com
Und hier noch – wie es nun mal bei einer Prämisse wie Showbiz History halt so ist – leider ein Abschied: Niemand geringerer als die Queen of Soul, Aretha Franklin, verstarb am 16. August 2018 76-jährig. rock101online.mx / rock101online.mx
Wer Aretha Franklin live erlebte, dem konnte ihre Stimme ins Mark gehen. Zu den Jahren voller sozialer Umbrüche in den 60er und 70er in den USA lieferte Franklins Gesang den Soundtrack. AP / ANONYMOUS
Doch Beschreibungen könnten das Erlebnis, sie zu hören, nie gerecht werden. Vielleicht nur dies: Aretha Franklin war nicht eine Sängerin – sie war zwei Sängerinnen. Mindestens. neilyoungnews.thrasherswheat.org / neilyoungnews.thrasherswheat.org
May the Queen R.I.P. AP/AP / Paul Sancya

History Porn Teil XXXI: Geschichte in 27 Wahnsinns-Bildern

Die 19-jährige Prinzessin Elisabeth während des 2. Weltkrieges. Sie gehörte dem Auxiliary Territorial Service (ATS) an, der Frauenabteilung des britischen Heeres. Sie liess sich zur Truck-Fahrerin und Mechanikerin ausbilden. bild: imgur
Das Verbrecherfoto des Katzenmörders von Pennsylvania, 1924. So nannte man den schwarzen Labrador Pep. Er habe den Stubentiger der Gouverneurs-Gattin getötet. Dafür bekam Pep lebenslänglich, abzusitzen in der Eastern-State-Strafanstalt, die ein paar Jahre später auch Al Capone beehren wird. Erfunden hat diese Geschichte ein Journalist, um die Wahrheit ein bisschen aufzupeppen: Der Gouverneur bekam Pep von einem Verwandten geschenkt. Doch als er anfing, die Sofapolster zu zerbeissen, sollte er ein neues Zuhause bekommen – in der besagten Strafanstalt. Allerdings nicht als Sträfling, sondern als Therapiehilfe für die Rehabilitierung von Insassen.
Anna Coleman Ladds bei der Arbeit, 1918. Die amerikanische Bildhauerin machte Masken für die entstellten Soldaten des 1. Weltkriegs. Viele der Verletzungen waren derart schlimm, dass sie auch mit mit Hilfe plastischer Chirurgie nicht zum Verschwinden gebracht werden konnten. In ihrem Studio in Manchester modellierte Ladds die Masken anhand von Fotografien der unversehrten Gesichter. bild: rarehistoricalphotos
Für Wimpern, Augenbrauen und Schnäuze verwendete sie echtes Haar. Damit die Prothesen nicht verrutschten, führten Schnüre hinter die Ohren oder sie bekamen Halt durch Brillenbügel. bild: rarehistoricalphotos
Und hier haben wir Boris Karloff in der Maske von «Frankenstein» während einer Drehpause, 1931. Jeden Tag musste sich der Schauspieler einer vierstündigen Prozedur unterziehen, um zum kantigen Monster zu werden. bild: reddit
Auch deutsche Männer jüdischer Herkunft zogen in den 1. Weltkrieg. Viele von ihnen in der Hoffnung, dadurch nicht mehr als Bürger zweiter Klasse behandelt zu werden. Doch der alltägliche Antisemitismus begegnete ihnen auch unter den Soldaten. Sie würden sich vor dem Dienst fürs Vaterland drücken, hiess es. In Wahrheit kämpften rund 100'000 Juden für ihr «Vaterland», welches sie nach dem Krieg auch noch für die Niederlage verantwortlich machte: Laut der Dolchstosslegende war das deutsche Heer im Felde nämlich unbesiegt geblieben. Nur durch Verrat sozialistischer und jüdischer Kräfte sei es in die Knie gezwungen worden. bild: imgur
Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain, der Katzen mehr mochte als Menschen. Er schrieb: «Könnte man den Menschen mit der Katze kreuzen, würde man damit den Menschen verbessern, aber die Katze verschlechtern.» Twain hatte mindestens 32 Katzen, die Namen trugen wie Beelzebub, Buffalo Bill, Satan, Sünde und Pest. bild: vintag.es
Das Zweihänderschwert des friesischen Seeräubers Grutte Piers (1480-1520). Der Überlieferung zufolge war er ein Turm von einem Menschen, so stark wie ein Ochse. Ein Bauer, der grobe Witze erzählt und die Erde mit seinem Lachen zum Zittern bringt. Das Herz aber randvoll mit Liebe zu seiner Frau. Doch 1515 wird sein Dorf von der Schwarzen Garde niedergebrannt, dem Landsknechtregiment, das die freien Bauern an der Nordseeküste unterwerfen will. Seine Frau wird bei dem Angriff getötet – und Grutte wird – vom Schmerz über den Tod seiner Frau zur Rache getrieben – ein blutrünstiger Freiheitskämpfer. bild: twitter/museumarchive
Der 4-jährige Michael Finder springt aus dem Fenster ins Springtuch der Feuerwehr; es ist ein Sprung von Ost- nach Westberlin, 1961. Davor sprang seine Mutter, sein Vater wird ihm nachfolgen. Die Gebäude an der Neubauer Strasse werden wenig später heruntergerissen, um an deren Stelle die Mauer zu errichten. bild: rarehistoricalphotos
Der spanische Maler Pablo Picasso mit seiner Maler- und Schriftstellerfreundin Françoise Gillot, 1950. bild: vintag.es
Der Morrison-Schutzraum war eine Art Innenkäfig, der die Bewohner Londons im Falle eines Bombenabwurfs auf ihr Haus vor Schutt und Trümmern schützen sollte. Denn draussen tobte die Luftschlacht um England, oder, wie es die Briten nennen, «The Blitz». bild: ww2today
Der Morrison-Schutzkäfig war eine Alternative zum «Anderson Shelter», ein im Garten verbudelter Bunker aus Wellblech, in dem die britischen Städter während der schweren Bombardierungen die Nächte zubringen mussten. Rund 43'000 Zivilisten fielen den Luftangriffen der Wehrmacht zum Opfer und über eine Million Häuser wurden beschädigt oder gänzlich zerstört. bild: keystone
Joseph Merrick wurde im viktorianischen London als Elefantenmensch bekannt, 1889. Seine Mutter starb früh, und die neue Frau seines Vaters wollte von dem deformierten Jungen nichts wissen. So verschlug es ihn auf den Jahrmarkt, wo er sich zur Schau stellte, um Geld zu verdienen. Aufgrund seiner Wirbelsäulenverkrümmung konnte Merrick nur im Hocken schlafen. Doch als er starb, fand man ihn im Bett liegend. Sein schwerer Kopf sank nach hinten in die Schlafunterlage und überstreckte die Luftröhre so sehr, dass er nicht mehr atmen konnte. Ob es mit Absicht geschah oder nicht, weiss keiner. bild: wikimedia
Die Besetzung von Istanbul, 1918 bis 1923. Britische, französische und italienische Truppen besetzten die Stadt nach der Kapitulation des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg. bild: vintag.es
4. Juli 1984: Ein Brontosaurus auf dem Weg zum Museum of Science in Boston. Eine Aufsehen erregendere Werbung für die Eröffnung einer neuen Dinosaurier-Ausstellung gibt es wohl nicht. bild: boston
Ein männliches und weibliches Anatomie-Lehrmodell aus Elfenbein, je 15 cm gross, ca. 18. Jh. In den Bauch solcher geschnitzter Frauenfiguren wurde oftmals der «Fötus in utero» eingefügt. Die Figuren wurden paarweise hergestellt, ausgestreckt auf Ruhebetten liegend, die Köpfe auf einem mit Spitzen verzierten Kissen. Die Vorderseite des Rumpfes kann wie ein Deckel abgenommen werden, damit die einzelnen Organe zum Vorschein kommen. bild: flickr/otishistoricalarchives
US-amerikanische Soldaten zollen den im Kampf gefallenen Pferden Tribut, Camp Cody in New Mexico, 1916. Allein im Dienste der britischen Armee starben im Ersten Weltkrieg acht Millionen Pferde. Auf jeden toten britischen Soldaten kamen damit mehr als acht tote Pferde. Und die Briten waren nicht die Einzigen. Tiere – auch Esel, Hunde und Tauben – dienten allen am Krieg beteiligten Nationen. bild: express
Der deutsche Flugzeugbauer Max Wiedenhöft, wie er mit einem Raketen betriebenen Flugfahrrad über den Flughafen Berlin-Tempelhof flitzt, 1920er. 167 km pro Stunde soll es zurücklegen, die Ziel-Schnelligkeit liege allerdings bei 400 km/h – Dies schrieb jedenfalls eine deutsche Zeitung. Als 1.April-Scherz. bild: vintag.es
In Wahrheit ist das Bild eine Montage, zusammengebastelt aus einem Foto von Wiedenhöft, wie er einige Wochen zuvor sein Raketen-Fahrrad auf dem Dach des Flughafens testet. bild: vintag.es
1930: Die 19-jährige Bessie Stringfield wirft blind einen Penny auf die Karte der USA und fährt dann alleine mit ihrem Motorrad an den angezeigten Ort. Damit war sie die erste schwarze Frau, die mit einem Bike jeden amerikanischen Staat durchkreuzte. Aufgrund rassistischer Vorurteile war sie in den meisten Motels nicht willkommen. Was sie aber nicht an ihren Touren hinderte: Acht Mal durchfuhr sie das ganze Land – und schlief dabei oft auf ihrem Bike oder bei dunkelhäutigen Familien, die sie bei sich aufnahmen. bild: vintag.es
Adolf und Walter Bomonti waren zwei Berner, die mit ihrer Brauerei in Istanbul die moderne Bierproduktion in der Türkei begründeten, 1887. Noch heute steht das senfgelbe Fabrikgebäude mit seinem Turm – und auch das Bier ist noch zu haben. Allerdings gehört die Marke inzwischen dem türkischen Getränkekonzern Anadolu Efes. Im Bild: Biertrinken im Garten der Bomonti-Fabrik, 1910. bild: vintag.es
Ein gepanzertes Heimwehr-Auto der damals tschechoslovakischen Marke Škoda auf Patrouille in Wien, 1934. bild: tanks-encyclopedia
1911 macht sich der australische Polarforscher Douglas Mawson mit seinem Team auf in die Antarktis. Eine Teilnahme an der Terra-Nova-Expedition (1910-1913) seines britischen Kollegen Robert Falcon Scott hatte er ausgeschlagen. Dieser verlor den Wettlauf an den geographischen Südpol gegen seinen norwegischen Kontrahenten Roald Amundsen und starb auf der Rückkehr an Unterkühlung und Unterernährung. Im Bild: Die Commonwealth Bucht, 1912. bild: vintag.es
Auch Mawson sollte zwei Männer in den von ihnen entdeckten Gletschern verlieren. Ganz allein legt er Hunderte von Meilen zurück zum Basislager, wo Xavier Mertz auf ihn wartet. Im Bild: Sturm am Kap Dension, 1912, wo Mawson das Basislager aufgeschlagen hatte. bild: wikimedia Photolab Imaging Services
Die beiden sind wegen des Verlusts der Vorräte gezwungen, ihre Schlittenhunde zu schlachten – und zu verspeisen. bild: vintag.es
Mertz starb wenig später. Und Mawson überlebte nur knapp – er stürzte in eine Gletscherspalte, sein Schlitten verhakte sich am Spaltenrand. Doch es gelang ihm, wieder herauszuklettern. Im Bild: Mawsons Kollege Cecil Madigan mit Eismaske, 1912. bild: vintag.es
Bei seiner Rückkehr interessierte sich die Öffentlichkeit wenig für Mawsons Entdeckungen. Da war der tragische Tod seines Kollegen Scott, der mit allerletzter Kraft noch ein paar Zeilen ans Vaterland und an seine Frau richtete, bevor er in der Eiswüste den letzten Atemzug tat. Und nun brach auch noch der Erste Weltkrieg aus. Im Bild: Adeliepinguine nach einem Sturm am Kap Dension, 1912. bild: vintag.es

History Porn Teil XXIV: Geschichte in 25 Wahnsinns-Bildern

England, 1941: Das RAF-Ballon-Kommando war eine Einheit der britischen Royal Air Force, welche für die Sperrballone verantwortlich war. Diese erschwerten oder verunmöglichten den feindlichen Piloten den Anflug auf Bodenziele, da die angreifenden Flugzeuge durch die Seile der Ballons zum Absturz gebracht werden konnten. So wurden die Piloten gezwungen, in grösserer Höhe zu fliegen, wodurch die Bomben gar nicht erst abgeworfen werden konnten oder zumindest an Treffgenauigkeit erheblich einbüssten. Während der Luftschlacht um England arbeiteten im Ballon-Kommando Frauen und Männer Seite an Seite. Und als die Männer knapp wurden, bildeten sich reine Fraueneinheiten. Ihre Aufgabe war es, den Ballon mit Hilfe von Winden in korrekter Position zu halten, was vor allem bei schlechtem Wetter sehr anstrengend war. bild: iwm Imperial War Museums
USA, 1960: Wenn Waffenfabriken versuchen, an Weihnachten Umsatz zu machen. bild: vintag.es
Kinder von sieben bis siebzehn würden sich wahnsinnig darüber freuen, ein Luftgewehr unter dem Baum zu finden, heisst es in solcherlei Anzeigen. bild: vintag.es
Berlin, 1955: High-Tech-Zigarettenautomat, der zusätzlich Nachrichten, aktuelle Sportresultate und die Wetterprognose verlas. bild: reddit
Die Ermordung des ägyptischen Staatschefs Anwar as-Sadat. Im Bild sieht man, wie sich ägyptische Soldaten nach dem Attentat um die Verwundeten kümmern. Der Angriff der vier Islamisten der Gruppe al-Dschihad dauerte ca. zwei Minuten. Dann lagen Sadat und zehn weitere Männer am Boden. Einer der Attentäter wurde von den Sicherheitskräften getötet, die anderen drei verletzt und festgenommen. Sadat wurde in ein Militärspital geflogen, wo ihn elf Ärzte operierten. Zwei Stunden später war er tot. Sadat fiel seiner Versöhnungspolitik zum Opfer: Für seine Bemühungen im Friedensprozess mit Israel erhielt er zusammen mit Menachem Begin 1978 den Friedensnobelpreis. bild: rarehistoricalpictures
Sowjetische Soldaten vergehen sich an einer deutschen Frau in Leipzig, August 1945. Als die alliierten Truppen Deutschland besetzten, kam es zu Massenvergewaltigungen. Die Soldaten rächten sich an den Frauen für die Verbrechen der Wehrmacht. Die Vergewaltigung als Akt des Eroberers ist so alt wie der Krieg selbst. Die Demütigung der Frauen des besiegten Feindes erhöht das Gefühl der Überlegenheit. Rund zwei Millionen Fälle von sexuellem Missbrauch ereigneten sich in der sowjetischen Besatzungszone. Viele Frauen wurden mehrfach vergewaltigt, manche bis zu siebzig Mal. bild: rarehistoricalpictures
Atompilz von Grable auf der Nevada Test Side, 1953. Bei der Operation Upshot-Knothole wurden insgesamt elf nukleare Sprengsätze getestet. Das Geschütz M65, das den Spitznamen «Atomic Annie» trug, feuerte im Rahmen der Testreihe die einzige nukleare Granate ab, die jemals verschossen wurde. Grable erreichte eine Stärke von 15 Kilotonnen, etwa so viel wie die Hiroshima-Bombe. bild: rarehistoricalpictures
An der Westfront in Frankreich, 1918. Britische Soldaten, Frauen und Kinder der lokalen Bevölkerung posieren vor einem deutschen Graffiti. Unter «Gott strafe England» steht das Wort «Huns» (dt. Hunnen), die Bezeichnung, welche die Briten den Deutschen verpasst hatten. Es bezieht sich auf die Hunnenrede Kaiser Wilhelms II., die er 1900 zur Niederschlagung des Boxeraufstands im Kaiserreich China gehalten hatte. Darin verlautbarte er: «Kommt ihr vor den Feind, so wird derselbe geschlagen! Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht!» Die britische Kriegspropaganda griff die Hunnen-Metapher im Ersten Weltkrieg auf. Sie verwendete sie als Synonym für die Deutschen und ihr als barbarisch bezeichnetes Verhalten. bild: flickr/nationallibraryofscotland
In einem Spital in London werden Baby-Gasmasken getestet, 1940. bild: reddit
Der Chor der Kathedrale Notre Dame in Paris wird mit Sandsäcken vor Bombenangriffen geschützt, 1940. Als Hitler im Juni die Stadt für gerade mal zwei Stunden besucht, fährt er an der gotischen Kirche nur vorbei. bild: reddit
Eine Kundgebung zur Abschaffung des Abtreibungsverbots in Rom, 1975. Der Schwangerschaftsabbruch wird in Italien 1978 legalisiert. Da die eingeführte Fristenregelung in dem katholischen Land jedoch umstritten war, kam es 1981 zu einer Volksabstimmung, in der sich 68 Prozent dafür aussprachen. Das sogenannte Gesetz 194 gibt Frauen bis zum 90. Tag der Schwangerschaft das Recht, nach einem Beratungsgespräch eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Danach – von der 12. bis zur 22. Woche – ist dies nur noch im Fall von schweren Missbildungen des Fötus möglich oder wenn das Leben der Mutter gefährdet ist. Abtreibungen müssen innerhalb des staatlichen Gesundheitssystems vollzogen und gemeldet werden. Theoretisch müssten alle öffentlichen Spitäler Abbrüche vor und nach 90 Tagen anbieten. Doch die Realität sieht anders aus: Nur knapp 60 Prozent der Spitäler bieten diese Dienstleistung überhaupt an. bild: reddit
Unsanftes Wecken eines Obdachlosen in London, 1902. Das Bild stammt vom berühmten US-amerikanischen Schriftsteller und Journalisten Jack London. In seinem Buch «The People of the Abyss» zeigt er das trostlose Leben in den Bezirken des East Ends in London auf. Dafür wohnte er selbst für mehrere Monate in diesem Gebiet, schlief sogar auf der Strasse – und ertrug all die Strapazen wie die ca. 500'000 armen Menschen in London. Schon davor schrieben andere über die prekären Verhältnisse der Londoner Slums, so zum Beispiel Friedrich Engels in «Die Lage der arbeitenden Klasse in England», 1845. Die Schrift gilt als Pionierwerk der empirischen Sozialforschung, doch Engels verwendete dafür Quellen aus zweiter Hand, Jack London hingegen erlebte die Missstände hautnah. bild: historicaltimes
Vier Hauptkriegsverbrecher am Nürnberger Prozess, 1946. Ein lachender Hermann Göring (Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe), Rudolf Hess (Mitglied des Ministerrates für Reichsverteidigung), Joachim von Ribbentrop (Reichsminister des Auswärtigen) und Wilhelm Keitel (Chef des Oberkommandos der Wehrmacht). Sie amüsieren sich über einen Übersetzungsfehler. Göring entzog sich seiner Hinrichtung mit einer Zyankali-Giftkapsel. Hess wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und versuchte sich insgesamt mindestens vier Mal umzubringen. 1941 stürzte er sich von einem Balkon, 1945 stiess er sich ein Brotmesser in die Brust, 1959 zertrümmerte er seine Brille und schnitt sich mit den Scherben die Pulsadern auf, 1977 versuchte er dasselbe mit einem Messer, 1987 starb er im Gefängnis, indem er sich mit einem an einem Fenstergriff befestigten Verlängerungskabel erhängte. Von Ribbentrop und Keitel wurden zum Tod verurteilt und gehängt. bild: reddit
Henry Kissinger, der ehemalige Nationale Sicherheitsberater (1969-1973) und Aussenminister der Vereinigten Staaten (1973-1977) trifft Dolly Parton, 1985. bild: reddit
Die Berliner Mauer an der Bernauer Strasse, 1967. An dieser Stelle wurden während der Teilung der Stadt eine Reihe von Fluchten und Fluchtversuchen nach West-Berlin unternommen. Seit 1998 befindet sich hier auch die Gedenkstätte. bild: tumblr/westberlin
Annie Oakley (1860-1926) war eine US-amerikanische Kunstschützin. Sie trat in der Wildwest-Show von Buffalo Bill auf – dem berühmten Bisonjäger und Begründer des modernen Showbusiness. Heute wird sie in den USA als nationale Ikone und erster weiblicher Superstar der Popkultur gefeiert. Zu ihren Lebzeiten zählten Königin Victoria und Oscar Wilde zu ihren Bewunderern, ebenso der König von Italien und der russische Zar. Man erzählt sich auch, Annie habe dem späteren deutschen Kaiser Wilhelm II. als Kronprinz die Zigarette aus der Hand geschossen. bild: wikipedia
Eine Pyramide aus erbeuteten Pickelhauben am Grand Central, New York, 1919. Über 12'000 Helme zierten die Pyramide, die Ende des Krieges aus deutschen Lagern in die USA gesandt wurden. Es zeigte sich während des Ersten Weltkriegs schnell, dass die Pickelhauben für die moderne Kriegsführung nichts taugten. Die Messingbeschläge reflektierten das Licht und erschwerten die Tarnung der Soldaten im Feld, zusätzlich ragten die Spitzen (ursprünglich sollten sie Hiebe mit Säbeln oder ähnlichen Blankwaffen seitlich ablenken) verräterisch aus den Schützengräben. bild: rarehistoricalphotos
So wurde 1915 angeordnet, die Spitze – sie liess sich bei späteren Modellen abschrauben – im Fronteinsatz nicht mehr zu tragen. Doch da die Helme aus Leder waren, – dessen Beschaffung zudem teuer war – boten sie keinerlei Schutz vor Granatsplittern. Also führte die deutsche Armee Anfang 1916 den Stahlhelm ein – und reduzierte damit tödlich ausgehende Kopfverletzungen um rund 70 Prozent. bild: rarehistoricalphotos
A. G. Eremenko auf dem ikonischen Bild des sowjetischen Kriegsfotografen Max Alpert, in der Nähe von Woroschylowhrad (heutiges Luhansk), Ukraine 1942. Alpert wusste allerdings nicht, wen er da fotografierte, er taufte das Bild «Kombat», ein militärisches Akronym für einen Bataillonskommandanten. Als das Foto geschossen wurde, führte Eremenko seine Männer in den Kampf gegen die Truppen der Wehrmacht – und wurde Minuten später getötet. Seine Identität wurde erst geklärt, als die Witwe Eremenkos und die gemeinsamen Kinder das Bild 1965 auf der Titelseite der russischen Tageszeitung «Prawda» sahen. bild: wikimedia
Ein südkoreanisches Mädchen sitzt allein auf der Strasse. Im Koreakrieg wurde hier vom 15. bis 28. September 1950 die Schlacht um Incheon geschlagen. Alliierte Truppen, vor allem der Vereinigten Staaten – landeten hier im Rücken der Nordkoreaner. Dies war einer der Wendepunkte des Koreakrieges, die nordkoreanische Volksarmee hatte zu diesem Zeitpunkt bis auf Busan bereits fast die gesamte koreanische Halbinsel unter ihrer Kontrolle. Am Ende brachte der dreijährige Krieg einen Status quo ante – und mehr als vier Millionen Tote. bild: reddit
Im Oktober 1941 erobern Truppen der deutschen 6. Armee Charkiw (heutige Ukraine) – die damals viertgrösste Stadt der Sowjetunion – kampflos. Der deutsche Militärfotograf Johannes Hähle, der diese Bilder schoss, gehörte zur Propagandakompanie 637 und sollte den Vormarsch der 6. Armee als Bildberichter begleiten. bild: rarehistoricalpictures
Die deutschen Besatzungstruppen agierten in Charkiw unter dem Reichenau-Befehl, der Hitlers rassenideologischen Vernichtungskrieg im Osten zum Ziel hatte. Die Soldaten terrorisierten die nach der Schlacht verbliebenen Einwohner; viele wurden als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt, die meisten Juden wurden beim Massaker von Drobyzkyj Jar umgebracht. Die Leichen sowjetischer Kommandanten hingen an Balkonen, um die Zivilbevölkerung zu ängstigen. bild: rarehistoricalpictures
Die Besatzer konfiszierten riesige Mengen Esswaren, um die eigenen Truppen damit zu versorgen. Im Januar 1942 waren ein Drittel der verbliebenen Bevölkerung von Charkiw verhungert. Der sowjetische Autor Alexei Nikolajewitsch Tolstoi (ein entfernter Verwandter von Lew Tolstoi) schrieb: «Ich habe Charkiw gesehen. Als wäre es Rom im fünften Jahrhundert. Ein riesiger Friedhof.» bild: rarehistoricalpictures
Ein US-amerikanischer Soldat teilt seine Banane mit einer Ziege, während der Schlacht um Saipan im Pazifikkrieg, 1944. bild: recreoviral
Die Teilnehmerinnen der «Miss Universe»-Wahlen posieren für die Presse, als Miss Neuseeland plötzlich in Ohnmacht fällt. Man beachte das geradezu schadenfreudig anmutende Gesicht der Miss Honduras. Kalifornien, USA, 1954. bild: clubcarmelita

History Porn Teil VII: Geschichte in 25 Wahnsinns-Bildern

Ein südkoreanischer Mann weint beim Abschied seines Bruders, der wieder zurück nach Nordkorea muss. Durch den Krieg getrennt, haben sich die beiden seit 60 Jahren nicht gesehen. 2015 wurden den getrennten Familien und Freunden erlaubt, sich für drei Tage wiederzusehen, bevor sie sich wieder für lange Zeit trennen mussten. bild: imgur
Westberliner Eltern zeigen ihre Kinder den Ostberliner Großeltern, 1961. bild: via 1jux
Deutsche Kriegsgefangene in amerikanischen Lagern sehen den Filmbericht über deutsche Konzentrationslager. Dies war Teil des Entnazifizierungsprogramms. Wenn das Ohr die Erzählungen über den Völkermord an 5,6 bis 6,3 Millionen europäischen Juden nicht glauben wollte, dann musste man es den Augen zeigen. bild: United States Holocaust Memorial Museum via rarehistoricalphotos
Die Gräber eines katholisch-protestantischen Ehepaars, das wegen ihrer unterschiedlicher Konfession nicht gemeinsam bestattet werden durfte. Nach 38 Jahren Ehe starb der Mann 1880, sie folgte ihm acht Jahre später nach. Sie wollte aber nicht in ihrem Familiengrab begraben werden, sondern direkt an der Mauer zum protestantischen Teil des Friedhofs. So nahe an ihrem Mann wie es eben ging. bild: via unusualplaces
«Werfel bekommt sein erstes Paar neuer Schuhe», heisst dieses Foto, das 1946 im Life Magazine erschien. Werfel war ein sechsjähriges Waisenkind aus Österreich. Die Schuhe erhielt es vom Amerikanischen Roten Kreuz. bild: sixpenceee
Der Renndirektor Jock Semple will der einzigen Frau, die den Boston Marathon 1967 läuft, die Startnummer abreissen. Es ist Kathrine Switzer und ihr Freund kommt ihr zur Hilfe, stösst Semple zur Seite, sodass sie ihr Rennen fortsetzen und ins Ziel einlaufen kann. Die Rangelei spielte sich direkt vor dem Pressebus ab, die Fotos gingen um die Welt und lösten heftige Diskussionen um den Frauensport aus. Switzer wurde zwei Tage nach dem Lauf aus der Amateur Athletic Union ausgeschlossen, lief aber weiter inoffiziell Rennen. 1972 wurden dann erstmals Frauen offiziell in Boston zugelassen. Switzer wurde Dritte in 3:29:51 h. bild: kathrinswitzer
Das letzte Foto von Lenin, 1923: Hier hatte er bereits drei Schlaganfälle hinter sich und war taub. bild: wikimedia
Tot kann man ihn allerdings bis heute anschauen gehen: In seinem Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau: Er sieht sogar jedes Jahr ein bisschen besser aus, weil sich die Forscher der Mausoleum-Gruppe so gut um ihn kümmern. Sie balsamieren ihn alle zwei Jahre neu ein und ersetzen die faul gewordenen Haut- und Fleischpartien mit Plastik. Dazu kriegt er alle drei Jahre einen neuen Massanzug frisch aus der Schweiz, wo das Lüstergewebe produziert wird; ein glänzender Wollstoff, den Lenin wohl während seines Zürcher Aufenthalts zu schätzen gelernt hat. Nur 2009 hat er keinen neuen bekommen. Wegen der Wirtschaftskrise wurde sein Anzug nur gründlich gewaschen und glattgebügelt.
Der Moment, als der fünfjährige, taub geborene Harold Whittles dank der Wissenschaft zum ersten Mal hören kann, 1974. bild: Jack Bradley via rarehistoricalphotos
Jobsuche in der Zeit der Grossen Depression in den USA, 1930er. bild: via pinterest
Bolaji Badejo, der nigerianische Kunststudent, der durch seine Rolle im Film «Alien» von Ridley Scott bekannt wurde. Er war 2,08 Meter gross, weshalb er vom Regisseur in einer Bar angesprochen und für die Rolle des titelgebenden Ausserirdischen gebucht wurde. Das Kostüm hat selbstverständlich das Schweizer Genie HR Giger entworfen. bild: imgur
Istvan Reiner wurde gemeinsam mit seiner Mutter und seiner Grossmutter nach Auschwitz deportiert. Seine Mutter wurde bei der Selektion Zwangsarbeit zugewiesen, sie überlebte den Krieg. Istvan und seine Grossmutter wurden vergast. Das Foto entstand kurz vor seinem Tod. bild: sixpenceee
Akrobaten auf dem Dach des Empire State Building, New York, 1934. Mit einer Höhe von 381 Metern – bis zur Antennenspitze rund 443 Meter – war das von 1930 bis 1931 in sehr kurzer Bauzeit errichtete Gebäude nicht nur das höchste Gebäude New Yorks, sondern bis 1972 auch das höchste der Welt. bild: rarehistoricalphotos
Eine Erotiktänzerin zeigt dem Richter, dass ihre Unterwäsche gross genug ist, um alles zu verdecken, nachdem sie von einem Undercover-Polizisten in Florida festgenommen wurde. bild: imgur
Joe Masseria, der US-amerikanische Mobster der Cosa Nostra und früher Boss der Genovese-Familie, liegt tot am Boden eines Restaurants in Brooklyn. In der Hand hält er das Pik-Ass. Masseria war von 1920 bis zu seiner Ermordung 1931 der Boss aller Bosse («capo di tutti i capi»). bild: via myenglishclub
«Marines Call It That Two Thousand Yard Stare» heisst das Gemälde des Kriegsmalers Thomas C. Lea. Er hat es 1944 nach der Schlacht um Peleliu angefertigt: Ein völlig erschöpfter Soldat nach der Schlacht, mit leerem Blick starrt er ins Nirgendwo. Nach der Veröffentlichung des Bildes im Life Magazin wurde sein Titel zum Synonym für den Gesichtsausdruck eines traumatisierten Soldaten. bild: wikimedia
Alle tragen Hüte in New York, 1930er. bild: imgur
Ein schottischer Dudelsackspieler mit Kilt im Ersten Weltkrieg. Über 1000 «Pipers» starben während des Krieges. Sie begleiteten ihre Kameraden aufs Schlachtfeld. Der Spieler Harry Lunan, der letzte der Überlebenden, sagte: «Ich spielte einfach, was mir gerade in den Sinn kam. Ich war stets besorgt, dass ich über den unebenen Boden stolpern könnte, was mein Spiel unterbrochen hätte. Der Dudelsack ermutigte die Truppen. Die Musik erinnerte sie an ihre Familien, für die wir gekämpft haben. Der Feindbeschuss war mörderisch, die Männer um mich fielen tot um. Ich hatte Glück.» bild: via britishpathe
Am 28. August 1939 verlässt Leonardo da Vincis Mona Lisa das Louvre in Paris und es sollte erst nach dem Krieg zurückkehren – zusammen mit all den anderen Meisterstücken des Museums, die vor den Deutschen in Sicherheit gebracht worden waren. bild: twistedsifter
Die Rettungsaktion der Carpathia: Gegen 4:00 Uhr am 15. April 1912, gut anderthalb Stunden nach dem Untergang der Titanic, erreichte die Carpathia als erstes Schiff die angegebene Position und nahm kurze Zeit später die ersten Überlebenden aus den Rettungsbooten an Bord. Die Zeitschrift GEO berichtete dazu, dass die Titanic eine um etwa 10 sm (18,5 km) falsche Position meldete, so dass die Rettungsboote nur zufällig zwischen den Eisbergen gefunden wurden. Am Abend des 18. April 1912 fuhr die Carpathia im strömenden Regen mit den 705 Überlebenden des Titanic-Unglücks im Hafen von New York ein, von tausenden Menschen im Battery Park und am Cunard Pier erwartet. Noch einige Zeit später wurden die Besatzungsmitglieder der Carpathia in allen Häfen, die das Schiff ansteuerte, als Helden gefeiert. bild: britannica
Sowjetische Graffiti im Berliner Reichstag nach der Schlacht um Berlin, 1945. bild: pinterest
Die Gründung Tel Avivs am 11. April 1909: Die parzellierten Sanddünen werden an 60 Familien mittels beschrifteter Muscheln verlost. bild: wikimedia
Der letzte russische Zar Nikolaus II. lässt seine Tochter Anastasia an seiner Pfeife ziehen. In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 wurde die ganze Zarenfamilie von Männern der Tscheka umgebracht. In zwei Reihen sollten sie sich aufstellen, für ein Foto, hiess es. Dann schossen die 11 Männer alle gleichzeitig auf ihre Zielpersonen. Der Zar starb sofort, seine Kinder nicht. Die Kugeln prallten an den Zarenkindern ab, weil die Kammerdienerin vorher den Familienschmuck in ihre Mieder eingenäht hatte und nun mit einem ebenso wertvoll gefüllten Kissen versuchte, die Schüsse abzuwehren. Das ganze Abschlachten dauerte zwanzig Minuten, am Ende stachen die Mörder mit ihren Bajonetten zu. bild: kapital.criptomoney
Die Besatzung des US-Coast-Guard-Kutters «Spencer» schaut zu wie ein deutsches U-Boot in der Atlantikschlacht zerstört wird. bild: U. S. Coast Guard Photo via ibiblio
Der dänische Polarforscher Peter Freuchen mit seiner Frau, 1947. bild: kapital.criptomoney

History Porn Teil V: Geschichte in 30 Wahnsinns-Bildern

Ein letztes Mal an Godzilla herummodellieren, bevor er für den Kultmonsterfilm vor die Kamera treten darf, 1954. bild: ebaumsworld
Tian’anmen-Massaker in Peking am Platz des Himmlischen Friedens: Bei der gewaltsamen Niederschlagung des Volksaufstandes am 3. und 4. Juni 1989 durch das chinesische Militär kamen Schätzungen zufolge ca. 2600 Menschen ums Leben, rund 7000 wurden verletzt. bild: art-on
Ein deutscher Nachrichtenhund bringt Neuigkeiten an die Front während einer deutschen Offensive, 1918. bild: imgur
Jeder Millimeter besetzt: Ein Parkplatz vor dem Handelsministerium in Washington, D.C. während eines Bus-Streiks im Mai 1974. bild: imgur
Die Angestellten der US-amerikanischen Douglas Aircraft Company arbeiten an den Gehäusen für die Flugzeugnasen der «Havoc» (A-20-Bomber), 1943. bild: via national geographic
Zuerst muss Michael Jackson gegen Michael Jordan Basketball spielen, dann fordert ihn Jacko zum Tanzen heraus, 1992. bild: fiuxy
Nach der gewonnenen Schlacht um Berlin, 1945: Russische Soldaten befördern einen Nazi-Reichsadler aus dem Reichstagsgebäude. bild: worldwarIIzone
Die Freiwillige Feuerwehr von St.Petersburg: Die erste Feuerwehrsfrau steht an zweiter Stelle von rechts: Maria Ermolova trägt eine Brandbekämpfungsausrüstung, 1910. bild: humus
Der britische Brigadier General John Vaughan Campbell brieft die 46. Division auf der Riquevalbrücke während der Schlacht am Saint-Quentin-Kanal. In dieser Schlacht gelang es den Alliierten im Oktober 1918, die defensive Siegfriedstellung der Deutschen (von den Alliierten Hindenburglinie genannt) zu durchbrechen. bild: wikimedia
1954: In der südafrikanischen Stadt Kimberley, genauer in der «De Beer»-Diamanten-Mine werden die Arbeiter nach jeder Schicht geröntgt, um Diebstahl zu verhindern. Manche schluckten die Diamanten oder versteckten sie in sich selbst zugefügten Wunden. bild: imgur
Alliierte Soldaten machen sich am Ende des Zweiten Weltkriegs lustig über Hitler; auf dem Balkon der zerstörten Reichskanzlei in Berlin, 1945. bild: rarehistoricalphotos
1975 in New York City: Zwei Obdachlose sitzen im Schatten des World Trade Center, das zwei Jahre davor fertiggestellt wurde. bild: pinterest
Ein kleines Mädchen schaut sich den Auftritt der Beatles in der Ed Sullivan Show an, Februar 1964.
Auf dem Bild des deutschen Malers Johannes Grützke vereinen sich die «vier berühmten Basler» auf der Mittleren Rheinbrücke: Der Schweizer Maler Arnold Böcklin, der Schweizer Rechtshistoriker, Altertumsforscher und Anthropologe Johann Jakob Bachofen (berühmt durch sein Werk «Das Mutterrecht»), der Schweizer Kulturhistoriker Jacob Burckhardt (berühmt u. a. durch sein Hauptwerk «Die Cultur der Renaissance in Italien») und der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche («Also sprach Zarathustra»), der mit nur 25 Jahren (und einem mächtigen Schnauz) zum ausserordentlichen Professor für klassische Philologie an die Universität Basel berufen wurde. bild: Progressives Museum Basel
Nevada Test Side, 1957: Das Kleinluftschiff war in der Luft, als nur acht Kilometer weiter die Operation Plumbbob lief. Bei dieser grössten Serie US-amerikanischer Kernwaffentests wurden 30 Bomben getestet. bild: picrail
1936: Ein Werbeplakat für den Mercedes-Benz Typus 540K. Über dem schicken Gefährt fliegt die Hindenburg, die ebenso mit einem Daimler-Benz-Motor betrieben wurde. Ein Jahr später wurde der Zeppelin bei der Landung in Lakehurst (New Jersey, USA) zerstört, als sich die Wasserstofffüllung entzündete. 36 Menschen kamen ums Leben. bild: pinterest
Das Bild von Queen Elizabeth II stammt vom britischen Fotografen Cecil Beaton und wurde an ihrer Krönung am 2. Juni 1953 in der Westminster Abbey aufgenommen. bild: hamlethamster
Prohibition in den USA, 1920–1933. Das landesweite Verbot des Verkaufs, der Herstellung und des Transports von Alkohol wurde als «The Noble Experiment» bezeichnet. Auf dem Bild sehen wir, wie der Prohibitionsagent Izzy Einstein Alkohol in den Gully kippt. Viel bewirkte das Gesetz nicht. Die Kriminalität wurde damit nicht gesenkt und den Agenten gelang es nicht, alles und jeden zu überwachen. Allein in New York stieg die Zahl der heimlichen Flüsterkneipen («Speakeasy») von 1922 bis 1927 von rund 5000 auf mindestens 30'000. Im Zuge der Grossen Depression wurde die Prohibition immer unpopulärer, bis der Genuss von Wein und Bier am 23. März 1933 von Präsident Franklin D. Roosevelt durch den «Cullen-Harrison Act» wieder legal wurde. Im Dezember war die Bahn dann wieder ganz frei für den Alkohol; dank dem 21. Verfassungszusatz.
Kim Jong Uns neuste Anschaffung. Nein, Blödsinn, hier handelt es sich um eine Japanische Kriegstuba. Damit wurde aber nicht getrötet, sondern geortet. Mit dem Aufkommen der militärischen Fliegerei begann die Forschung und Entwicklung von Geräten zur Luftraumüberwachung. Diese Kriegstuba diente als akustischer Radar, womit man den Motorenlärm von Flugzeugen hören und damit orten konnte. Mit Entwicklung des auf Funkwellen basierenden Radars Mitte der 1930er wurden solche akustischen Lokalisierer überflüssig. bild: richelieussammelsurium
Einfach auch mal hinsetzen und die Schuhe vom Sand reinigen. Der amerikanische Soldat befindet sich auf der Insel Saipan, der grössten der Inselgruppe der Nördlichen Marianen im Pazifik. US-Marines landeten hier am 15. Juni 1944 und eroberten die Insel nach einer dreiwöchigen Schlacht. Von der Insel Tinian südlich Saipans starteten die B-29-Bomber Enola Gay und Bockscar, welche die Atombomben über Hiroshima und Nagasaki abwarfen. Noch 1952 wurden japanische Soldaten auf Saipan entdeckt, die die Nachricht vom Ende des Zweiten Weltkrieges nie erreicht hatte. bild: us marine corps via national geographic
Die Suche nach diesen japanischen «Holdouts» übernahmen oft Spürhunde. Hier auf der Insel Biak, 1945. bild: historum
Und wo wir schon bei Kriegshunden sind: Butch sitzt am Grab seines Dobermann-Freundes, der bei der Schlacht um die Pazifikinsel Guam starb, 1944.
Ein paar Sombreros für zwischendurch, Mexico City, ca. 1910. bild: cdn
Klondike-Goldrausch, 1898: Auf dem Bild ist der 1067 Meter hohe Chilkoot-Pass zu sehen, den die 100'000 Goldsucher zuerst überwinden mussten, um an den goldenen Klondike River bei Dawson zu kommen. Der Goldrausch war ausschlaggebend, dass das Yukon-Territorium errichtet und die Grenze zwischen Alaska und Kanada gezogen wurde. Viele der dort lebenden Indianer fielen den neu eingeschleppten Krankheiten zum Opfer und die Karibuherden, die bis anhin ihre Lebensgrundlage darstellten, wurden drastisch dezimiert. bild: old photos
London, September 1940: Die Bomben des Zweiten Weltkriegs hielt dieses Pärchen nicht davon ab, sich in einer zerstörten Kirche das Jawort zu geben. Der Pfarrer geleitete die frisch Vermählten nach der Zeremonie über die Trümmer bis zum Ausgang. bild: via national geographic
Fussball-Weltmeisterschaft, 1974: Am 22. Juni treffen im Hamburger Volksparkstadion erst- und letztmals die zwei deutschen A-Nationalmannschaften aufeinander: Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) spielte gegen die Bundesrepublik Deutschland (BRD) – und gewann überraschend mit 1:0 durch ein Tor von Jürgen Sparwasser. bild: imgur
Während des Ersten Weltkriegs: Weil Männer und Pferde an der Front gebraucht wurden, mussten sich diese Französinnen selbst vor den Pflug spannen. bild: womanhistory
Haltet euch fest: Es ist ein Mythos, dass Albert Einstein schlecht in der Schule war. Manche seiner Biographen haben das System von Schweizer Noten nicht verstanden – 6 = das Beste, was du kriegen kannst. Und weil Einstein seine Matura an der Aargauer Kantonsschule machte und es in seinem Zeugnis von Fünfern und Sechsern nur so wimmelte, war er eben nicht schlecht, sondern saugut in der Schule. Ausser im Französisch; da bekam er eine Drei. bild: wikimedia
Das Leben geht in diesem vom Zweiten Weltkrieg zerstörten russischen Dorf weiter: Ballett-Stunde ist angesagt. bild: pinterest
Um zu schliessen, wie wir begonnen haben, nochmal ein bisschen Filmgeschichte: Steven Spielberg und E.T., 1982. bild: 3djuegos

(rof)