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Musikhören in den 80ern.

Als Sony vor 40 Jahren den ersten Walkman baute – und der Erfinder beinahe im Ruin endete

Das erste Gerät, in das jede und jeder jederzeit und allerorts die Kassette nach Wahl einlegen und sich über Kopfhörer zu Gemüte führen konnte. Vor 40 Jahren kam der erste Walkman auf den Markt. Er markiert den Beginn einer Ära.

Publiziert: 14.01.19, 19:05 Aktualisiert: 14.01.19, 19:05
Niklaus Salzmann / ch media

Vor vierzig Jahren hat das Individuum die endgültige Herrschaft über die Musik gewonnen. Zuvor mussten sich junge Leute in Discos dem Geschmack der DJs unterwerfen. Sie waren an Konzerten von der Tagesform der Band abhängig. Oder sie mussten in der elterlichen Stube darum kämpfen, zwischen Mozart und Beethoven an der Stereoanlage ein Zeitfenster für «YMCA» und «Stayin’ Alive» zu erhalten.

Dann, am 1. Juli 1979, kam ein Gerät auf den Markt, in das jede und jeder jederzeit und allerorts die Kassette nach Wahl einlegen und sich über Kopfhörer zu Gemüte führen konnte: der Walkman. Genau genommen der Sony Walkman TPS-L2, wie das erste Modell hiess. Es war der Beginn einer Ära, in der Musik mit kleinen, tragbaren Geräten abgespielt wird, jener Ära, in der wir bis heute leben.

Sonys Walkman TPS-L2 von 1979. bild: via ericwrobbel

Zuvor hatten Jugendliche auf ihren Radiorekordern an belebten Plätzen in voller Lautstärke «Highway To Hell» abgespielt und damit der Welt gesagt: Hier bin ich, ob es euch passt oder nicht. Die Generation Walkman dagegen zog den Kopfhörer über die Ohren und signalisierte damit: Lasst mich in Ruhe, so wie ich euch in Ruhe lasse.

Damit wurde das Musikhören von einem kollektiven zu einem persönlichen Erlebnis. Doch es ging nicht nur um Musik, sondern auch um Stil. Die Stereoanlagen und Radiorekorder der Siebziger mussten gross, ja wuchtig sein, um gut zu wirken. Der Walkman kam dagegen – für damalige Verhältnisse – klein und chic daher. Schon das erste Modell sah mit seiner blauen Farbe eher nach Spielzeug als nach Maschine aus. Spätere Ausgaben wurden etwas eleganter, runder und kleiner, doch der Miniaturisierung waren durch die Dimensionen der Audiokassetten Grenzen gesetzt.

Die Original-Verpackung des ersten Sony-Walkman. bild: ebay

Hinzu kam die eine oder andere technische Spielerei; Geräte, bei denen die Kassette nicht mehr gewendet werden musste, was Musikgenuss in Endlosschlaufe ermöglichte. Equalizer und Knöpfe zur Verstärkung der Bassfrequenzen, welche die miserable Qualität der miniaturisierten Kopfhörer wettmachen sollten. Und der Suchlauf, der automatisch den Beginn des nächsten Liedes fand. Letzteres war für Kassettenliebhaber ein Segen: Endlich waren sie nicht mehr gezwungen, auch die weniger genehmen Songs anzuhören oder durch mühsames Hin- und Herspulen das Lieblingsstück zu suchen.

Doch im Grunde war diese Funktion ein verzweifelter Versuch, mit Kassetten den CDs nachzueilen, bei denen in Sekundenbruchteilen auf jedes Lied zugegriffen werden konnte. Drei Jahre nach dem Walkman kamen die ersten CDs auf den Markt, und bereits nach weiteren zwei Jahren gab es auch für sie mobile Abspielgeräte zu kaufen.

Walkman-Erfinder kam aus Deutschland

Jedes Unternehmen, das Unterhaltungselektronik herstellte, musste damals ein Walkman-Modell anbieten. Doch nur eines durfte die Geräte so nennen: Sony hielt die alleinigen Rechte für den Begriff. Es waren Glanzjahre für die japanische Firma. Weniger glänzend ging es derweil einem gewissen Andreas Pavel aus Deutschland. Er hatte bereits im Jahr 1977 ein Patent für ein tragbares Gerät zum Abspielen von Musikkassetten eingereicht, die «körpergebundene Kleinanlage für hochwertige Wiedergabe von Hörereignissen».

Seine Pläne trug er ein Jahr zuvor an einer Messe in Düsseldorf vor – auch Vertretern von Sony. Es kam zu einem jahrelangen Rechtsstreit, der Pavel fast ruinierte. Bis man sich schliesslich aussergerichtlich einigen konnte: Sony zahlte ihm einen zweistelligen Millionenbetrag – und gab so indirekt zu, dass Pavel den Walkman erfunden hatte.

Das war 2004, zu einer Zeit, als der iPod das portable Musikgerät der Stunde war. Und als Sony 2010 bekannt gab, die Produktion von Walkmans einzustellen, interessierte dies niemanden; Musik kommt heute aus dem Smartphone. Doch auf Plattformen wie Ebay werden für den TPS-L2 gut und gern 500 Franken oder mehr bezahlt – was ziemlich nahe am Preis eines Smartphones liegt. (aargauerzeitung.ch)

31 Dinge, die uns in den 90er-Jahren schrecklich genervt haben

Die folgenden Bilder zeigen, was uns in den 90er-Jahren schrecklich genervt hat. Zum Beispiel zwei Tage am perfekten Mixtape für die Angebetete arbeiten – und dann das!
So sah das WhatsApp der 90er aus.
Das Facebook der 90er: Ein einziger wirklich peinlicher Eintrag der Klassenfreunde im Poesiealbum konnte das ganze Schuljahr vermasseln!
Wenn man unterwegs war und der Gameboy das machte: Batterie leer und natürlich kein Ersatz dabei! :(
Heute unfassbar, aber in den 90ern wurde man sogar im Flugzeug zugequalmt ...
Das iTunes bzw. Spotify der 90er: Finde den Song, den du vor zwei Jahren so prima fandest ...
Dein Netflix bzw. die Filmsammlung brauchte auch etwas mehr Platz ...
Du hast als erster deiner Freunde das brandneue Windows 95 installiert ...
... und dann passiert das hier!
Das Google Maps der 90er musste man nach Gebrauch mühsam wieder zusammenfalten. Ich krieg das bis heute nicht richtig hin.
Mit der Showview-Nummer aus der Programmzeitschrift einen Film auf Video aufnehmen galt als Hightech. Leider wurden zu gefühlt 50 Prozent die letzten zehn Minuten des Films nicht aufgezeichnet!
Dieser aufsässige Kerl war mühsamer zum Schweigen zu bringen als Mario Barth und Roger Schawinski zusammen.
Wenn das Nintendo-Spiel nicht startete, hat nur noch das geholfen – manchmal.
Das Bandsalat-Trauma war ein verbreitetes Problem in den Neunzigern. Es liess sich nur mit Geduld und mithilfe eines Bleistifts beheben.
Nämlich so: Drehen, drehen, drehen.
Das wöchentliche Drama am Sonntagnachmittag: Beim Aufnehmen der Hitparade hat der Moderator garantiert reingeschwatzt – immer beim Lieblingslied!
Und dann der Discman, der nicht in die Hosentasche passen wollte.
Die kleinste Erschütterung beim Laufen oder im Bus sorgte für die berüchtigten Musik-Aussetzer.
Es war ein dunkles Zeitalter, einfach zum Heulen!
Internet? Ja, das gab's! Doch das WLAN der Neunziger bestand aus Kabelsalat hinter dem Schreibtisch der Eltern, auf dem der Computer stand.
Um überhaupt ins Internet zu gelangen, musste man jedes Mal mit einem Modem einen speziellen Computer anrufen.
Zunächst brauchte man aber einen Kollegen, der sich mit Computerkram auskannte und einem das Modem unter Windows 95 konfigurierte.
Die neuartige Internetverbindung über das Telefonkabel sorgte für gewisse Interessenkonflikte in sonst harmonischen Familien.
Ein Video herunterladen dauerte nicht Sekunden, auch nicht Minuten, sondern Stunden – oder länger ...
Die Floppy-Disk war das Youporn der 90er.
Internet auf dem Handy? Ja, das gab's auch schon. Es hiess WAP, war furchtbar langsam, unfassbar teuer und eigentlich hat's niemand benutzt.
Auf dem Handy musste man ständig alte SMS löschen, da es höchstens 20 Nachrichten speichern konnte.
Und so sah das Gruppenfoto aus! comments://621961189/58511

So sieht es aus, wenn ein Typ aus den 90ern ins 2018 reist

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

So warb das Computer-Magazin «Računari» in den 80ern und 90ern um Leser 🤓

Weisst du noch? Diese Technik fanden wir damals richtig fortschrittlich 

21 wunderbar lustige Beispiele, wie wir uns in den 90ern das Internet vorstellten

Als die Maus rollen lernte – herrliche PC-Werbung aus den 70ern und 80ern

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