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Blutbad in Uherský Brod

Neun Tote bei Amoklauf in tschechischem Pub – Polizei stürmt Wohnung des Amokläufers

Bei einem Amoklauf in einem Pub im südmährischen Uherský Brod gab es neun Tote und mehrere Verletzte. Der Täter, offenbar ein 60-jähriger, psychisch verwirrter Mann aus der Stadt, wurde von einem Sonderkommando der Polizei erschossen.

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Video: YouTube/Bugün TV

Ein Amokläufer hat in einer tschechischen Kleinstadt ein Blutbad angerichtet und acht Menschen getötet. Der Täter sei ebenfalls umgekommen, teilte Innenminister Milan Chovanec mit. Der Schütze eröffnete am Dienstagnachmittag plötzlich in einem beliebten Restaurant in der Stadt Uhersky Brod, rund 250 Kilometer südöstlich von Prag, das Feuer.

Der 62-Jährige habe mit zwei Pistolen «kopflos um sich geschossen», sagte der Bürgermeister der Stadt im Sender CT. Chovanec schloss einen Terrorakt aus und sprach von der Tat eines verwirrten Einzeltäters. Nähere Einzelheiten zum Motiv wurden nicht bekannt. Auch die Umstände seines Todes waren zunächst unklar.

Ehefrau verhaftet

Es seien bis zu 25 Schüsse gefallen, sagte Bürgermeister Patrik Kuncar. Der Täter stamme aus dem Ort und sei möglicherweise geistesgestört gewesen. Unter den getöteten Gästen waren der Polizei zufolge sieben Männer und eine Frau. Die Umgebung der Bierhalle, in der zur Tatzeit rund 20 Gäste zusammengesessen hatten, wurde weiträumig abgeriegelt.

Später stürmten Polizisten auch die Wohnung des Amokläufers. Dort hatte sich dessen Ehefrau verbarrikadiert, wie die Agentur CTK in der Nacht zum Mittwoch berichtete. Die offenbar verwirrte Frau sei zu einem Krankenwagen geführt und weggefahren worden. Die Polizei wollte die Wohnung nach möglichen weiteren Waffen durchsuchen.

Keine kriminelle Vergangenheit

Der Mann hatte nach Angaben der Polizei einen Waffenschein. Es sei aber unklar, ob er auch eine Erlaubnis für den Besitz der Waffen gehabt habe, mit denen er acht Menschen erschoss, sagte Innenminister Milan Chovanec. Der Schütze habe keine kriminelle Vergangenheit gehabt.

Ein Sprecher von Präsident Milos Zeman teilte mit, dieser lasse sich laufend über die Untersuchungen informieren. «Der Präsident ist schockiert von diesem mörderischen Angriff», sagte Zemans Sprecher Jiri Ovcacek in Prag. Regierungschef Bohuslav Sobotka zeigte sich «schockiert von der tragischen Attacke», wie der Sozialdemokrat in Prag mitteilte.

Der tschechische Privat-Fernsehsender Prima bestätigte, dass der mutmassliche Täter vor dem Amoklauf angerufen habe. Er habe gesagt, er fühle sich schikaniert und werde die Sache «in die eigenen Hände nehmen». Der Mitarbeiter habe demnach sofort die Polizei von dem Telefonat verständigt, sagte Prima-Sprecherin Marie Fianova.

Die südmährische Stadt Uhersky Brod hat etwa 17'000 Einwohner und liegt unweit der Grenze zur Slowakei. 

Die Tat ereignete sich in Uherský Brod. Quelle: googlemaps

(sda/dpa)



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