DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Rabbiner vor Gericht

Rabbi filmte nackte Frauen bei jüdischem Ritual

Ein Rabbi hat in Washington mit einer in einem Radiowecker versteckten Kamera in der Frauendusche neben der Mikwe, dem Tauchbad für die religiöse Reinigung, Jüdinnen nackt gefilmt.
20.02.2015, 10:3420.02.2015, 11:08

Ein US-Rabbiner hat sich vor einem Gericht in Washington schuldig bekannt, dutzende nackte Frauen bei deren Vorbereitung für ein rituelles jüdisches Bad heimlich gefilmt zu haben. Der 63-Jährige bekannte sich am Donnerstag des Voyeurismus in mehreren Fällen schuldig.

Dem Rabbi drohen im Fall eines Schuldspruchs bis zu 52 Jahre Gefängnis. Der Staatsanwalt sagte, der Mann habe seine Machtposition ausgenutzt, um davon zu profitieren, dass dutzende Frauen einen heiligen Raum für ein religiöses Ritual betraten.

«Er hat das Vertrauen jeder Frau missbraucht, deren privaten Moment er mit der Kamera aufnahm, und das Vertrauen einer ganzen Gemeinde, die auf ihn wegen seiner moralischen Vorbildfunktion zählte», sagte der Staatsanwalt. «Wir hoffen, dass sein Schuldeingeständnis seinen Opfern dabei hilft, nach vorn zu schauen.»

Hunderte weitere Frauen gefilmt

Der Rabbi der Kesher-Israel-Synagoge im Washingtoner Stadtteil Georgetown war im Oktober festgenommen worden, nachdem seine versteckte Kamera entdeckt worden war. Die Kamera befand sich in einem Radiowecker in der Frauendusche neben der Mikwe, dem Tauchbad für die religiöse Reinigung. 

Bei der Durchsuchung der Wohn- und Arbeitsräume des Rabbis wurden Aufnahmen gefunden, die zwischen März 2012 und September 2014 entstanden waren. Die darauf zu sehenden Frauen waren ganz oder teilweise entkleidet. Der Rabbi bekannte sich zudem schuldig, hundert weitere Frauen in anderen Bundesstaaten gefilmt zu haben. Das Urteil soll am 15. Mai fallen. (whr/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wegen Blackout-Gefahr: Bundesrat will Funkanlagen mit Notstrom-Systemen nachrüsten
Das Sicherheitsfunksystem Polycom soll mit Lithium-Ionen-Batterien ausfallsicher gemacht werden. Zudem sollen 60 mobile Notstromaggregate «für punktuelle, länger dauernde Ausfälle» beschafft werden.

Das für den Fall eines Blackouts installierte Sicherheitsfunksystem Polycom soll nach Meinung des Bundesrats nachgerüstet werden. Das Parlament soll für Beschaffung, Betrieb und Unterhalt bis 2035 einen Verpflichtungskredit in Höhe von 60 Millionen Franken bewilligen.

Zur Story