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Yonnihof

Fick dich, biologische Uhr!



Gestern hatte ich Geburtstag. Ich wurde 27 Jahre alt. Schon wieder. Zum siebten Mal, um genau zu sein.  

Ich mache zwar oft Witze darüber, aber ich war nie eine Frau, die Mühe mit ihrem Alter hatte. Ich fand auch 30 zu werden völlig easy. Obwohl ich damals erst gerade meinen Master abgeschlossen, ein Doktorat abgebrochen und noch nie mehr als 2500 Franken pro Monat verdient hatte, fühlte ich mich wohl und hatte keine Versagensgefühle. Ich kam mit dem aus, was ich hatte und passte meinen Lebensstil dem an, ohne mich vollumfänglich einschränken zu müssen.  

Eigentlich fühle ich mich auch heute gut – 34 ist ein tolles Alter, sowohl für andere als auch für mich. Man ist (grösstenteils) bei sich angekommen, hat das eine oder andere ausprobieren können und weiss langsam, was man will und was nicht. Meine heutige Karriere begann erst, als ich 31 war und es war nicht vorauszusehen, welche Ausmasse sie annehmen würde.  

Beruflich läuft’s fantastisch, ich kann reisen, habe einen tollen Freundeskreis, eine tolle Wohnung und so weiter. Ich bin frei, unabhängig, easy peasy Gomfibrot. Der Traummann lässt zwar noch auf sich warten, aber auch der kommt dann schon noch. Eigentlich wär’ alles schon fast kitschig ideal-harmonisch.  

Wäre da nicht dieses leise «Tick ... Tack ... Tick ... Tack ...», das sich nun immer öfter in meinen Hinterkopf schleicht.  

JA. ICH WEISS. Ich dachte auch immer, das mit der biologischen Uhr sei Blödsinn und es käme alles zu seiner Zeit und wenn nicht, dann halt nicht und chilled sie mal, gopf.  

Nope. Leider bin ich da nicht anders als Millionen anderer Frauen. Heute im Tram zum Beispiel, da sah ich einen etwa einjährigen Buben in einem Flausch-Overall mit Füessli und Ohren und mir wäre fast der Uterus aus dem Unterleib gesprungen, so herzig fand ich ihn.  

Will ich das? Nein! Passiert’s einfach? Jawoll.  

Dann sind da die Falten. «Das sind ja nur Lachfalten!» DINI MUETER HÄT NU LACHFALTE. Da sind auch Stirnfurchen und Krähenfüsse und was auch immer diese Runzeln sonst noch für fürchterliche Namen tragen. Und plötzlich tauchen auch diese drahtigen Haare am Kinn auf. Und auf der Oberlippe. Eklig? ABER VOLL! Trotzdem nicht zu verhindern, wie es scheint.  

Mal ganz abgesehen von den weissen Haaren, die sich immer öfter an der Tönung vorbeischleichen. Wie es scheint, haben die dann zu allem Elend auch noch eine andere Struktur als der ganze Rest und fliegen, der Gravitation trotzend, stramm gen Himmel, damit man sie auch ja sieht. Arschlöcher.  

Gleichzeitig ertappt man sich immer öfter, wie man ganz ehrlich und aufrichtig interessiert die Arena schaut, ganze Zeitungen liest und wie man plötzlich Mittagsschläfchen als Lieblingshobby hat.  

Party macht man am liebsten schon spätnachmittags – damit man so gegen Mitternacht auch noch aufs letzte Tram kann und genügend Zeit hat, den mittlerweile drei Tage andauernden Kater zu verkraften.  

Irgendwann kommt’s noch soweit, dass ich meine Steuererklärung pünktlich einreiche, du, Ehrewort ...  

Bisher war ich eine Frau, die keine Probleme mit ihrem Alter hatte. Bis ich dieses Alter erreichte, wo ich bei jeder Pampers-Werbung Milcheinschuss bekomme, ich mir Gedanken über die Steuervorteile meiner 3. Säule mache und Birkenstock zu einer ernsthaften Alternative werden. 

Natürlich ist das alles nicht immer präsent. Normalerweise bin ich wirklich von Herzen happy und zufrieden. Aber ab und wann, ganz weit hinten in meinem Hirn, klingts, um meinen Lieblingsfreund Rafi zu zitieren: Tick, tack, tick, tack, motherfucking tick, motherfucking tack.  

Ich wäre so gerne die Ausnahme. Ich wünschte mir, es wäre mir egal, dass meine Perspektiven auf ein Familienleben mit Chind und Chegel mit jedem Jahr schwinden. Ich wünschte mir, mir zu sagen, es gehe auch ohne eigene Kinder, würde mich in irgendeiner Form beruhigen.

Tut es nicht. Mein Alter ist eine Realität. Meine Sorgen auch. Ich weiss zwar, dass ich das Leben auch mit mir allein aushalten würde und dafür bin ich sehr dankbar. Trotzdem macht sich immer wieder eine Art Wehmut um verpasste Chancen in mir breit, mit der ich eventuell für immer leben muss.

Es bleibt wohl nur der Optimismus. Und bis meine biologische Uhr endlich ihren blöden Mund hält, muss ich wohl mit dem Kind in mir Vorlieb nehmen.

Ich hoffe, es trägt ein Ganzkörperpischi mit Füessli. Jöö. Weisch wie herzig.

Yonnihof Yonni Meyer

Yonni Meyer

Yonni Meyer (34) schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen – direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony – aber nicht weniger unverblümt. 
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33
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lialia 27.01.2016 15:57
    Highlight Highlight äxgüsi. yonni meine ich natürlich.
    danke yonni. <3
  • lialia 27.01.2016 15:53
    Highlight Highlight danke anna. <3
  • Bruno Wüthrich 27.01.2016 11:29
    Highlight Highlight Nachträglich alles Gute zum Geburi. Jöö - so härzig. Zarte 34 Jährchen. Meine Tochter ist genau so alt. Ich sollte mal nachfragen, ob ihr dieses Alter auch so nahe geht. Unsere Uhren ticken nun mal. Ich sage mir deshalb ein immer noch höheres Lebensalter voraus, nur um sagen zu können, ich hätte meine Lebensmitte noch nicht erreicht. Damit mache ich mir wohl etwas vor, aber Sie können mit ruhigem Gewissen folgende Rechnung aufstellen: Wenn Sie 60 sind, wird es normal sein, in diesem Alter (60) noch Kinder zu bekommen. Und ihre Lebenserwartung wird hoch genug sein, die Kinder gross zu ziehen.
  • Zuki 27.01.2016 08:37
    Highlight Highlight Danke für den Text! Ich bin zwar ein Mann aber ab und zu überkommen mich solche Gefühle / Gedanken ebenfalls.
  • guby 27.01.2016 08:21
    Highlight Highlight Dieser Beitrag ist genial! Ich musste tatsächlich lächeln. Und das am Morgen. Bisher wusste ich nicht mal, dass das überhaupt möglich ist. Vielen Dank dafür!
  • Forst 27.01.2016 07:55
    Highlight Highlight Ich würde mich 100% wiedererkennen wenn ich nicht vor 15 und 13 Jahren Sohn und Tochter geboren hätte. Ich weiss, dass ich mich verzehren würde nach Kindern. Und das ist das fiese: heute in der fucking strübsten Teenie-Phase derselben kann ich nicht verstehen, wie ich einen so weitreichenden Entscheid dermassen emotional und naiv fällen konnte...
  • Liv_i_am 27.01.2016 06:22
    Highlight Highlight Also das Mittags-powernäppli ist bei uns Jugendlichen der grösste Renner, alle, die Zeit für ein kleines Schläfchen über den Mittag haben, werden beneidet. \^-^/
  • Wilhelm Dingo 27.01.2016 05:37
    Highlight Highlight Scharfzüngig wie immer doch die Wortwahl erscheint mit teils eher für den Stammtisch geeignet als für eine Zeitung.
    • MarGo 27.01.2016 15:48
      Highlight Highlight und ich wollte grad ihre ehrliche und direkte Wortwahl loben... so einen Text darf man ganz klar so schreiben, wie einem "dschnorre gwachse isch"... :)
  • qumquatsch 27.01.2016 00:43
    Highlight Highlight na dann häppi purzteltag so nachträglich und so.
    kann dich beruhigen, Onesies sind gerade der letzte Schrei! nur die Söckchen musst du selbst dran mechen, halt so selbst ist die Frau und gegens Alter hast du sicher auch zum Nähen gefunden, odär?

    und so neben allem, finde die Ehrlichkeit in diesem Artikel toll und gerade den Satz zum "sich selbst Aushalten können" ist doch irgendwie ne starke Überlegung. Frage mich dies selbst immer mal wieder... die Antwort fehlt mir noch
  • Karl33 26.01.2016 23:52
    Highlight Highlight Wenigstens beklagst du dich nicht, dass Männer Angst vor Bindungen mit starken Frauen hätten. Solche Sprüche waren zwei Jahrzehnte lang quasi gesellschaftlicher Mainstream in der Schweiz, wenn bindungsunfähige Frauen keinen Mann fanden.
    • Yonni Moreno Meyer 27.01.2016 01:50
      Highlight Highlight Also ich darf keine pauschalen Aussagen über das Beziehungsverhalten von Männern machen, Sie aber dürfen das Verhalten von Frauen (über Jahrzehnte hinweg) pauschalisieren? Oder verstehe ich Ihren Kommentar falsch?
  • Mayadino 26.01.2016 21:41
    Highlight Highlight Ich liebe deine texte, obwohl ich in einer komplett anderen situation stecke.
  • pedrinho 26.01.2016 21:39
    Highlight Highlight Nur keine panik, fuer depressionen ist es noch etwas frueh, aus eigener erfahrung eine frau wird erst ab 39 erst richtig "interessant", denn 40 wird sowieso keine.....

    Dann erst ist sie wirklich hinreissend, selbststaendig, weiss was sie will und vieles anderes dem "jugendlichen leichtsinn" entsprungenes tritt in den hintergrund. Alle wege sind offen.

    Immer noch genug zeit fuer eine familie, depressionen oder auch nur ein bis fuenf katzen die dann zuhause auf dich warten..... ;)
  • Aninana 26.01.2016 20:23
    Highlight Highlight Mein Mami hatte mich mit 45J., ganz natürlich. Du kannst deiner Uhr also ruhig sagen sie soll erst in ein paar Jahren wieder anfangen zu ticken ;)
    • Ylene 27.01.2016 09:59
      Highlight Highlight Das ist schön für dich und deine Mutter, leider aber die Ausnahme.
      Der Grossvater meines Arbeitskollegen hat beinahe 70 Jahre täglich geraucht und ist mit 87 noch voll zwäg! Soll ich jetzt daraus schliessen, dass rauchen nicht schädlich ist - oder dass dieser Mann einfach Glück hat? Hmm...
    • Hope 28.01.2016 00:14
      Highlight Highlight Nein, rauchen ist nicht schädlich - für manche Menschen. Genau so wie es doch schädlich ist - für andere Menschen. Du sollst aus Aninana's Antwort nur eins schliessen, und zwar, dass nicht alles auf jeden passt. Du kannst gerne behaupten, rauchen sei schädlich. Alle Menschen, die dennoch gesund und lange leben, hatten Glück. Ich könnte behaupten, rauchen ist nicht schädlich. Alle Menschen, die dennoch daran erkrankt sind, hatten einfach nur Pech.
    • Hope 28.01.2016 00:14
      Highlight Highlight Du darfst auch behaupten, dass alle Frauen, die mit 45 noch ein Kind kriegen, Glück haben. Genau so darf ich behaupten, dass alle Frauen, die mit 45 kein Kind mehr kriegen können, Pech haben. Es ist immer eine Sache von Veranlagung, Glück, usw. Wieso muss man den Menschen immer den Durschnitt unter die Nase halten und behaupten, das wäre die Norm? Wenn du CHF 1'000'000.- auf dem Konto hast und ich CHF 0.-, dann hätten wir statistisch gesehen beide je CHF 500'000.-. Wir alle können genau diejenigen sein, die eben Glück haben.
  • blüemli 26.01.2016 19:56
    Highlight Highlight wow, danke für deine Ehrlichkeit! und super geschrieben, wie immer! ... die tickende Uhr kenn ich. sie tickt übrigens auch weiter, wenn man nicht mehr Single ist ... nur kommen dann immer noch die (wohlmeinenden) Kommentare der glücklichen Babymütter dazu: "Ja und ihr? Wänd ihr de kei Chind?" bäh. ja, grundsätzlich scho, aber s chlapped ebe nöd bi allne so nach Plan, weisch ...
  • müüüsli 26.01.2016 19:13
    Highlight Highlight ich bin zwar na jung, aber danke für de mega sympathischi & ehrlichi text! :)

  • danifee 26.01.2016 18:42
    Highlight Highlight Und irgendwann kommt dieser Moment, wo du auf dem Klo hockst, deinen Tampon anschaust und denkst: "Shit, schon wieder eine Chance weniger." Es ist echt zum Kotzen.
  • Ich hol jetzt das Schwein 26.01.2016 18:09
    Highlight Highlight Warte nur, bis du freiwillig und mit grossem Vergnügen Arte und 3Sat schaust! Das sind tolle Sender, im Fall! Aber als ich das das erste Mal feststellte (so nach dem etwa 5. Mal freiwillig und gezielt etwas auf diesen Sendern schauen), musste ich mir eingestehen: Jetzt bist du ein alter Sack. Und ja, nicht wirst, bist! Ach, und noch für Matthias Studer: Meine Harry habe ich schon, aber deutlich länger. Die wird dafür jetzt laufend aufgemotzt, vielleicht auch ein Zeichen für nahende Midlife Crisis (in gut 2 Wochen 41)... Kein Plan. Und die Sprache der Jugend wird immer komischer... Fuck!
    • blüemli 26.01.2016 19:57
      Highlight Highlight hihi. ich hab arte schon mit 22 gemocht. ups.
    • Frausowieso 26.01.2016 22:34
      Highlight Highlight Schaue ich schon seit meiner Jugend und zwar fast ausschließlich. Vielleicht liegts ja an dem....
    • Belin 26.01.2016 22:45
      Highlight Highlight 3sat, arte, ja genau! Im Auto höre ich häufig SRF1. Da läuft richtig gute Musik und die Themen, die da besprochen werden: meistens sehr interessant. SRF3 hör ich immer weniger. Die Hitparade: eine Katastrophe. Ja, ich bin alt geworden. 34.
      Zu Hause dann einen Internet Radiosender mit neu zu entdeckenden Indie Bands hören und schon fühl ich mich zehn Jahre jünger :)
      In dem Sinne HAPPY BIRTHDAY!
  • Zeit_Genosse 26.01.2016 18:08
    Highlight Highlight Was da tickt ist (nur) das Leben. Und das Leben will weiterleben. Und das geht so ......
  • milkdefeater 26.01.2016 18:00
    Highlight Highlight Ist man mit 34 nicht bereits zum achten Mal 27?
    • Yonni Moreno Meyer 26.01.2016 18:05
      Highlight Highlight Doch. Mathi isch schwierig. Pscht.
  • Miicha 26.01.2016 17:33
    Highlight Highlight Ach Yonni! Reden wir in 5 Jahren nochmal. In dieser Zeit kann so viel passieren und ich drück dir die Daumen, dass du wenn auch nicht unbedingt Kinder, dann doch noch den Traummann findest. Das geht zum Glück in jedem Alter :)
  • Ophelia Sky 26.01.2016 17:29
    Highlight Highlight Mir gehts schon so seit Anfang 20. Immer wenn ich Babys sehe will ich auch eins. Ich witzle dann immer mit meinem Freund: Ich lenke sie ab und du nimmst den Kinderwagen inkl. Kind und rennst. Wir treffen uns zu Hause. 😄 Hat bis jetzt noch nicht geklappt.
    • Mayadino 26.01.2016 21:40
      Highlight Highlight kenn ich, bin dann jung mami geworden ❤️👍🏻
  • Matthias Studer 26.01.2016 17:10
    Highlight Highlight Ja was will man dazu noch sagen?

    Ich bin bald 43 und entdecke die Midlife Crisis. Hätte mich jemand vor 2 Jahren angesprochen, ich hätte den Kopf geschüttelt und wäre weiter gelaufen. Heute muss eich mit zähneknirschen gestehen, ja, ich will ein Motorrad, eine Triumph, eine die mich in den zweiten Lebensabschnitt begleitet. Eine, die meine Wehwehchen kennt und diskret schweigt und mit blubbern weiterläuft.
    • Yonni Moreno Meyer 26.01.2016 17:26
      Highlight Highlight Wunderbar ehrlich! Danke dafür.

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