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Zu Roosh V: Lasst uns gemeinsam Arschlöcher hassen!

Lasst uns Arschlöcher hassen!

Bild: shutterstock
03.02.2016, 19:0704.02.2016, 07:52
Yonnihof

Roosh V. Ach herrje.

Der Mann und seine wirren Aussagen schwirren nicht das erste Mal durchs Netz – und tragischerweise wohl auch nicht das letzte Mal.  

Mit ihm will ich mich auch gar nicht weiter beschäftigen (wer das will, kann sich das Video am Ende des Artikels anschauen) – ausser vielleicht damit, dass ich dafür bin, dass es legal wird, ihn windelweich zu prügeln. Aber natürlich nur zu seinem Schutz. Vor seinem eigenen Bullshit.  

Anyway.

Was mich viel mehr beschäftigt, sind die Kommentare, die unter der Berichterstattung zu Rooshs neustem Verbalerguss (pun intended) auftauchen. Es sei kein Wunder, schreiben einige, dass sich jemand in dieser Weise gegen den Radikalfeminismus und die Männerhetze der letzten Jahre wehre.  

Holy moly. Da muss ja wirklich einiges im Argen sein.  

Nun. Liebe missverstandene Männer. Ihr wehrt euch dagegen, dass man euch pauschal verurteilt. Das finde ich absolut richtig. Ich finde es auch nicht in Ordnung, wenn man Männer als gesamtes Geschlecht verteufelt und für Dinge verantwortlich macht, die nur ein kleiner Prozentsatz von euch begangen hat (Stichworte: Gewalt, Vergewaltigung, Unterdrückung).  

Lasst uns gemeinsam Arschlöcher hassen, nicht unser jeweils gegenteiliges Geschlecht als Ganzes.

Nun weiss ich aber nicht, wie förderlich es ist, wenn man sich mit Pauschalisierung gegen Pauschalisierung wehrt. Wisst ihr, was ich meine?

Bild

Hier das Plädoyer einer Feministin – und zwar einer Feministin im ursprünglichen Sinn des Wortes, nicht dessen, der mittlerweile fast schon zum Schimpfwort verkommen ist, sondern dessen, dass ich mich für die Gleichstellung der Frau mit dem Mann einsetze, nicht mehr und nicht weniger.  

Ich kann nur von mir selber reden, aber wenn ich als Frau von Vergewaltigern rede, dann meine ich Männer, die vergewaltigen. Nicht euch. Wenn ich von Unterdrückern rede, meine ich Männer, die unterdrücken. Nicht euch. Wenn ich von Schlägern rede, dann rede ich von Männern, die schlagen. Nicht von euch. Dasselbe gilt für Vergewaltigerinnen, Unterdrückerinnen und Schlägerinnen. Ich verurteile das alles zu gleichen Teilen.

Dass die Wahrscheinlichkeit extrem hoch ist, dass der Täter bei sexueller Gewalt ein Mann ist, heisst nicht, dass alle Männer Vergewaltiger sind. Dass Gewalt generell viel eher von Männern verübt wird, bedeutet nicht, dass ich euch alle für Schlägertypen halte. Dass es auf der Welt noch immer unglaublich viele unterdrückte Frauen ohne Rechte gibt, bedeutet nicht, dass ich denke, dass ihr das befürwortet, nur weil die Natur euch per Zufall einen Penis zugeteilt hat.  

Ich sehe nicht den Mann als gemeinsamen Nenner von alldem, sondern das Arschloch. Ich bin wütend auf Arschlöcher, ich verachte Arschlöcher, ich hasse Arschlöcher – nicht (!) Männer.  

Und das solltet ihr auch. Hasst denjenigen, der andern Leid antut, ob Mann oder Frau. Lasst uns gemeinsam Arschlöcher hassen, nicht unser jeweils gegenteiliges Geschlecht als Ganzes.  

Wenn also Roosh V. sagt, es sollte legal sein, Frauen zu vergewaltigen, dann ist er keiner, der sich «halt so wehrt». Nein, dann ist er jemand, der Vergewaltigung legalisiert sehen will – und schlicht und einfach ein Arschloch.

PS: Und wer's noch nicht glaubt, schaue sich bitte das untenstehende Video an.

Roosh Vs Verbalerbrochenes auf YouTube

Yonni Meyer
Yonni Meyer (34) schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen – direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony – aber nicht weniger unverblümt. 

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