Charlie Hebdo
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Trotz Protest des Bürgermeisters

«Charlie Hebdo»-Attentäter Said Kouachi anonym in Reims beigesetzt



Der von der Polizei erschossene «Charlie Hebdo»-Attentäter Said Kouachi ist im nordostfranzösischen Reims beigesetzt worden. Er habe sich den Vorschriften beugen müssen, sagte Bürgermeister Arnaud Robinet am Samstag.

Robinet hatte zunächst angekündigt, er wolle eine Beisetzung Said Kouachis und seines Bruders und Mit-Attentäters Chérif in seiner Stadt mit allen Mitteln verhindern. Der Bürgermeister fürchtete, das Grab könnte sich zu einer Art Pilgerstätte für Islamisten entwickeln.

Das Begräbnis fand Freitagnacht unter Polizeischutz und im Beisein von Angehörigen Kouachis statt, wie aus informierten Kreisen verlautet wurde. Said Kouachi wurde in einem anonymen Grab bestattet, der Name des Friedhofs wurde nicht genannt.

UNSPECIFIED - JANUARY 08:  Pictured in this composite of handout photos provided by the Direction centrale de la Police judiciaire on January 8, 2015 are suspect Said Kouachi, aged 34, (L) and suspect Cherif Kouachi, aged 32, who are both wanted in connection with an attack at the satirical weekly Charlie Hebdo. Twelve people were killed yesterday including two police officers as two gunmen opened fire at the offices of the French satirical publication on January 7, 2015.   On January 8 French police published photos of two brothers wanted as suspects over the massacre at the magazine. (Photo by Direction centrale de la Police judiciaire via Getty Images)

Die Kouachi-Brüder. Bild: Getty Images

Beisetzung darf nicht abgelehnt werden

Saids Bruder Chérif Kouachi soll nach dem Wunsch seiner Witwe in Gennevilliers im Grossraum Paris beigesetzt werden. Die Witwe hatte sich auch für eine dortige Beisetzung von Said Kouachi eingesetzt, was der Bürgermeister des Ortes jedoch ablehnte. Chérif Kouachi hatte zuletzt in Gennevilliers gelebt. Der Bürgermeister erklärte, er habe deshalb «keine Wahl», als ihn dort bestatten zu lassen.

Die beiden Brüder hatten am Mittwoch vergangener Woche beim Angriff auf die Satirezeitung «Charlie Hebdo» in Paris zwölf Menschen getötet und wurden zwei Tage später bei einem Polizeieinsatz erschossen.

Laut französischem Gesetz können Stadtverwaltungen eine Bestattung nicht verhindern, wenn der Verstorbene zuletzt in dem Ort gelebt hat oder dort gestorben ist. (lhr/sda/afp)

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