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Bild: EPA/DPA

WhatsApp-Mitgründer Koum: Vom armen Einwanderer zum Milliardär

Es gibt ihn doch noch, den amerikanischen Traum: Jan Koum wuchs in ärmlichen Verhältnissen in einem Dorf bei Kiew auf, jetzt ist er milliardenschwer. Doch seine Wurzeln hat er nicht vergessen.
20.02.2014, 05:1920.02.2014, 11:41

Für den 37-jährigen WhatsApp-Mitgründer Jan Koum krönt der Deal mit Facebook einen märchenhaften Aufstieg aus ärmsten Verhältnissen zum Milliardär. Er wuchs in einem Dorf in der Ukraine auf, sein Haus hatte weder Strom noch warmes Wasser.

Anfang der 90er-Jahre kam Koum im Alter von 16 Jahren mit seiner Mutter in die USA. Dort angekommen war die Familie zunächst auf Sozialhilfe angewiesen. Koum hat das nicht vergessen: Für die Unterzeichnung des Verkaufs an Facebook habe er das verlassene Behördengebäude ausgesucht, in dem er einst für Lebensmittelmarken anstand, schrieb das Magazin «Forbes». Koums Anteil an WhatsApp mache ihn jetzt 6,8 Milliarden Dollar schwer, hiess es.

Koum war kein einfacher Teenager und hatte eine problematische Schulzeit in Mountan View. Doch er brachte sich selber Computerfähigkeiten mit Büchern bei, kam an die Universität  – die er schliesslich für ein Engagement beim Internetgiganten Yahoo wieder hinschmiss. Dort lernte er auch Brian Acton kennen, mit dem er später WhatsApp gründete. Ironischerweise, nachdem beide von Facebook abgelehnt worden waren.

Jugendzeit sensibilisierte ihn auf Privatsphäre

Die Erlebnisse seiner Jugendzeit hätten ihn und WhatsApp entscheidend geprägt, sagte Koum. Die Überwachung im Sowjetregime habe seinen Sinn für Datenschutz geschärft - so berührte ihn der Stasi-Film «Das Leben der Anderen», den er vor kurzem sah. Seine Eltern hätten selten telefoniert, weil sie wussten, dass sie vom Staat abgehört wurden.

Und der einstige Wunsch, mit seinem Vater zu kommunizieren, der in der Ukraine geblieben war, habe ihm den Wert eines Dienstes wie WhatsApp gezeigt. 

«Wir wollten eine App entwickeln, die eine 60-jährige Oma ohne jegliche Computerkenntnisse nutzen könnte»
Jan Koum, «Forbes»

Dabei mangelt es Koum nicht an Ehrgeiz: «Wir wollen auf jedem einzelnen Smartphone sein und wir wollen das wichtigste Kommunikationssystem in der Welt werden», sagte er der dpa am Rande der Internetkonferenz DLD in München im Januar. (rey/sda)

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