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Jordan n0thing gilbert, gamer, swatting, opfer

Die Action findet im Fenster am rechten Bildrand statt. Screenshot: YouTube/balhaki1998

Neues Phänomen: Swatting

Gamen, bis die Polizei kommt: Scherzanrufer hetzen Ahnungslosen das Spezialkommando auf den Hals

Swatter werden Leute genannt, die anderen Internetnutzern mit vermeintlichen Bombendrohungen oder Waffenalarmen die Hölle heiss machen – ein gefährliches Spiel.



Die Zuschauer des Live-Streams von Jordan «N0thing» Gilbert staunten nicht schlecht, als plötzlich mit Gewehren bewaffnete Polizisten durch das Schlafzimmer marschierten. N0thing ist ein professioneller «Counter-Strike»-Spieler, der seine Partien regelmässig live ins Internet überträgt.

Das SWAT-Team stürmt Jordans Zimmer

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Wer «Counter-Strike» kennt, weiss, dass es in diesem Fall «Counter Terrorists Win» heissen müsste. Video: YouTube/balhaki1998

Wie verschiedene Reddit-User berichten, wurde Jordan Opfer des sogenannten Swattings. Ein Internettrend bei dem sich Hacker einen Spass daraus machen, die Polizei mit Falschmeldungen zu narren. Sie rufen den Notruf an, gaukeln Bombendrohungen, Geiselnahmen oder Schiessereien vor und lassen die Behörden anschliessend zu ahnungslosen Opfern ausrücken. Der Name folgt aus der Bezeichnung SWAT für Spezialeinheiten der US-Polizei. Auch Prominente wie Rihanna oder Tom Cruise wurden schon Opfer von Swatting.

Jordan nimmts mit Humor

Bild

Bild: Facebook

Ein gefährliches Spielchen, wenn man die schwerbewaffneten Spezialeinheit sieht, die Jordans Zimmer stürmt. Laut seiner Facebook-Seite scheint aber alles glimpflich ausgegangen zu sein. 

Die angeblichen Täter freuen sich

Auf Twitter bekennen sich bereits mehrere User zu der Tat und üben sich in Schadenfreude. Laut Reddit-Usern sei es das wiederholte Mal, dass es zu einem solchen Streich gegenüber N0thing kam und die Polizei ihn mittlerweile kenne.

Das zweifelhafte Vergnügen mit den Uniformierten hatte auch Calebhart42, ein Gamer, der auf der Videoplattform Twitch sein Hobby überträgt. Tausende Zuschauer konnten live mitverfolgen, wie plötzlich die Polizei im Zimmer stand und den jungen Mann verhörte. 

Erst im Mai wurde in Ottawa, der Hauptstadt von Kanada, ein 16-Jähriger verhaftet, der sich über 30 Mal als Swatter betätigt haben soll, berichtet der US-Sender CBC. Auf Twitter bot er öffentlich an, andere auf Anfrage zu swatten.

Nach der Festnahme fand die Polizei in seiner Wohnung zahlreiche elektronische Geräte sowie Waffen und Munition. Bei seinem zweitletzten Tweet konnte von Einsicht oder Reue keine Rede sein:

Ein spannender Beitrag zu Swatting

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Video: YouTube/Vice News

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