Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Das ist es also, das auffaltbare Huawei Mate X. Bild: watson

Ich habe das Falt-Handy ausprobiert, das unsere Smartphones für immer verändern könnte

Huawei glaubt, dass in einigen Jahren Smartphones aller Marken auffaltbare Displays haben. Bevor es so weit ist, habe ich mir das erste Falt-Smartphone der Chinesen genauer angeschaut.



Es ist ein spezielles Gefühl. Ich halte zum ersten Mal das 2500 Franken teure Mate X in der Hand und falte das Smartphone vorsichtig zu einem Tablet auf. Das geht bereits beim ersten zögerlichen Versuch genau so einfach und intuitiv, wie ich es mir erhofft hatte. Ein kleiner Knopf auf der Rückseite löst die Verriegelung, nun lässt sich das biegsame Display spielend leicht auffalten. Statt eines Handys habe ich zwei Sekunden später ein extrem dünnes und erstaunlich leichtes Tablet in der Hand.

Huaweis Idee leuchtet ein: Zusammengefaltet lässt sich das Mate X wie ein normales Handy nutzen, aufgeklappt bietet das Display viel mehr Platz, um bequemer zu surfen, Videos zu schauen oder produktiver zu arbeiten. Auf dem aufgeklappten Touchscreen ist die Falzstelle bei normaler Tablet-Nutzung unsichtbar, nur bei direkter Lichteinstrahlung, wenn man in einem bestimmten Winkel von der Seite genau hinschaut, ist sie schwach erkennbar, wie das folgende GIF zeigt.

Animiertes GIF GIF abspielen

Klappt man das Falt-Handy auf, läuft der Film (oder eine andere Anwendung) nahtlos auf dem Tablet-Screen weiter. gif: watson

Monate vor dem offiziellen Verkaufsstart hat Huawei das einzige in Europa verfügbare Mate X für einen Tag nach Zürich gebracht, wo ich es in einem Luxus-Hotel knapp eine Stunde ausprobieren kann. Während Samsung sein erstes Falt-Smartphone Galaxy Fold hinter Vitrinen versteckt, kann ich mit Huaweis Mate X völlig frei «herumspielen». Auffalten, zusammenfalten, die Software testen, alles ist erlaubt. Die Huawei-Leute verlassen zwischendurch gar den Raum, und vertrauen mir das rare Testgerät unbeaufsichtigt an. Dies allein zeigt, wie überzeugt die Chinesen von ihrem ersten «Foldable» sind.

Der erste Eindruck

Selbst zusammengeklappt als Handy ist das Gerät erstaunlich dünn, Huawei spricht von 11 Millimetern. Ich habe es nicht nachgemessen, aber es passt problemlos in die Hosentasche. Das Falt-Handy hat ein 6,6 Zoll grosses, fast rahmenloses Display, es liegt angenehm in der Hand und ich habe keine Sekunde das Gefühl, es sei zu klobig. Trägt man enge Jeans, wird es jedoch eng, aber das gilt auch für jedes andere grosse Smartphone.

Die Rückseite des Smartphones lässt sich auffalten.

Bild

Die Griffleiste (Wölbung auf der Seite) beherbergt u. a. den USB-C-Anschluss, die Kamera und den Fingerabdruck-Scanner. bild: huawei

Aufgefaltet im Tablet-Modus ist das Mate X rund 8 Zoll gross und macht optisch eine gute Falle.

Bild

Mit gerade mal 5,4 Millimetern ist das Tablet extrem dünn. An der dicksten Stelle sind es 11 Millimeter. bild: huawei

Faltet man das Mate X wieder zusammen, rastet die umgebogene Tablet-Hälfte mit leichtem Druck auf die Rückseite ein.

Bild

Mit einem kleinen Knopf auf der Rückseite lässt sich die Halterung wieder lösen, damit die Rückseite aufgeklappt werden kann. bild: watson

Nimmt man das Mate X zum ersten Mal in die Hand, fühlt es sich deutlich schwerer als ein normales Handy an, aber nicht zwingend zu schwer. Ein Blick aufs Datenblatt enthüllt, dass es 295 Gramm auf die Waage bringt. Herkömmliche Smartphones sind 150 bis 210 Gramm schwer. Das Mate X ist somit minim grösser und leichter als Apples iPad mini. Aufgeklappt habe ich beim Mate X das Gefühl ein leichtes Tablet zu halten. Meine grosse Befürchtung, Huaweis 2-in-1-Gerät sei zu klobig und/oder viel zu schwer, kann ich also knicken. Bereits die erste Generation ist ausreichend dünn und leicht, gegen diesbezüglich weitere Optimierungen hätte ich aber auch nichts einzuwenden.

Das biegsame Display fliesst quasi über das flexible Scharnier.

Bild

Gut zu sehen auf der Unterseite der USB-C-Anschluss. In beiden Tablet-Hälften steckt jeweils ein Akku. bild: watson

Als Tablet genutzt ist das Gerät quadratisch. Doch ist das auch praktisch und gut? Es ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig, aber der Mensch gewöhnt sich bekanntlich schnell an Neues. Auf meine Bemerkung hin, dass Videos so mit dicken schwarzen Rändern dargestellt würden, meint ein Huawei-Manager, dass Videos auf Social-Media-Plattformen eh im quadratischen Format abgespielt werden. Und selbst wenn Netflix-Serien auf dem Mate X schwarze Balken haben, besser als auf einem kleinen Handy-Display ist es so oder so.

Das Mate X ist minim grösser und leichter als Apples iPad mini.

Das hochauflösende OLED-Display wird von einem für Tablets äusserst schmalen Rahmen eingefasst. bild: watson

Im Tablet-Modus lassen sich zwei Apps gleichzeitig darstellen. bild: watson

Wie bei Android gewohnt, kann man zwei Apps gleichzeitig nutzen. Das ist insbesondere im Tablet-Modus sinnvoll und könnte für Geschäftskunden interessant sein. Bilder in der Fotogalerie lassen sich im Split-Screen-Modus beispielsweise einfach in eine E-Mail ziehen.

Doch beim Testen zeigt sich schnell, dass ich ein Gerät in der Hand halte, dessen Software noch nicht final ist. Zwar passen sich Apps beim Auf- oder Zuklappen nahtlos der neuen Displaygrösse an, aber noch sind kleine Ruckler auszumachen und ich starte ab und zu ungewollt ein App (vermutlich, wenn sich das Display auf der Rückseite beim Zusammenklappen nicht sofort deaktiviert). Huawei hat aber noch reichlich Zeit, die Benutzeroberfläche, die auf Android 9 basiert, weiter zu optimieren. Das Mate X soll bei uns im Sommer erscheinen, genauer wollen sich die Chinesen nicht festlegen.

Das Mate X von vorne, hinten und als Tablet

Bild

Das Tablet hat ein 8-Zoll-Display. Zum Handy gefaltet hat man vorne ein 6,6-Zoll-Display und hinten ein Display mit 6,38 Zoll. Der Rest der Rückseite nimmt die Griffleiste mit Fingerabdruck-Sensor, Kamera und USB-C-Port ein. bild: huawei

Das Display auf der Rückseite ist mit knapp 6,4 Zoll etwas kleiner, da die Griffleiste für Dreifach-Kamera, Blitzlicht und Entriegelungs-Button Platz einnimmt. Ein Vorteil dieser Bauform: Das Mate X braucht keine Front-Kamera. Für ein Selfie dreht man es um und nutzt die hochwertige Haupt-Kamera sowie das rückseitige Display. Dieses aktiviert sich automatisch, sobald man das Gerät umdreht.

Das Mate X braucht keine Front-Kamera ...

Bild

bild: watson

... da die Hauptkamera mit dem Display auf der Rückseite zur Selfie-Kamera wird.

Bild

Das rückseitige Display aktiviert sich automatisch, wenn man das Smartphone umdreht. bild: watson

Alle meine Befürchtungen ausräumen kann Huawei aber (noch) nicht: Das biegsame Display besteht nicht wie üblich aus Glas, sondern aus flexiblem Kunststoff. Auf die Frage, ob das teure Gerät somit nicht anfällig für Kratzer sei, gibt es nur ausweichende Antworten. Der Problematik ist man sich aber offenbar bewusst, da das Display des Vorführgeräts mit einer transparenten Schutzfolie geschützt ist. Zum Verkaufsstart im Sommer werde es zudem eine Schutzhülle für das Gerät geben.

Auf die Frage, wie oft oder wie lange Display und Scharnier das Falten mitmachen, kann Huawei ebenfalls keine konkrete Antwort liefern. Die Botschaft lautet sinngemäss: Macht euch keine Sorgen, wir haben das rund um die Uhr im Labor getestet. Viel mehr sagen kann Huawei naturgemäss auch noch nicht, es fehlen Erfahrungswerte aus der Praxis. Die Chinesen betonen: Das Mate X sei wie alle Geräte von Huawei auf eine Lebensdauer von drei Jahren ausgelegt und (mutige) Kunden erhalten zwei Jahre Garantie.

So weit, so gut, aber warum kostet das Teil ein halbes Vermögen?

Das 2500 Franken teure Mate X hat mehr Power und Speicherplatz als die allermeisten Laptops. Dies allein rechtfertigt den Preis aber noch nicht.

Huawei erklärt den horrenden Preis mit der mehrjährigen, kostspieligen Entwicklungszeit. Alleine das Scharnier bestehe aus rund 100 Einzelteilen und man habe drei Jahre gebraucht, um es zu perfektionieren. Auch der intern entwickelte 5G-Chip treibt die Kosten in die Höhe.

Zweitens sei das Mate X viel aufwändiger in der Produktion als ein normales Handy oder Tablet.

Und drittens fehle im Moment die Kapazität für eine Massenproduktion. Im besten Fall dürften die Chinesen in diesem Jahr einige Hunderttausend Geräte verkaufen, im Vergleich zum gesamten Smartphone-Markt ist das fast nichts. Das Ziel sei, die Produktion künftig zu steigern und somit die Kosten zu senken. Huawei will den Preis auffaltbarer Smartphones in zwei Jahren unter die Marke von 1000 Franken bringen. Später könnten diese Foldables auch in den Bereich von 500 Franken vorstossen.

Wer soll sich sowas kaufen?

Bild

Die Rückseite ist aus Metall. Das Scharnier in der Mitte zieht Fingerabdrücke magisch an. bild: watson

Das aktuelle Preisschild von 2500 Franken schränkt die Zielgruppe massiv ein: Huawei hofft mit der ersten Generation seines Foldables Geschäftsleute und tech­nik­af­fine Menschen mit dickem Portemonnaie anzusprechen. Diese erhalten dafür ein 5G-fähiges 2-in-1-Gerät, das mehr Power und Speicherplatz als die meisten Laptops hat.

Für eine Kaufempfehlung ist es dennoch viel zu früh. Erst ein ausführlicher, im besten Fall mehrwöchiger Test kann allfällige verborgene Probleme aufdecken. So gut mir das Gerät auf den ersten Blick gefällt, ich würde jedem Otto Normalverbraucher dringend raten auf die zweite oder gar dritte Generation zu warten.

Das Mate X funktioniert, kein Zweifel, aber es wäre mir nie und nimmer 2500 Franken wert. In einigen Jahren dürften Preise unter 1000 Franken realistisch sein. Denkbar ist auch, dass Swisscom, Sunrise und Salt die neuen Foldables über Handy-Abos subventionieren, da sie ein Interesse haben, teure 5G-Geräte zu verkaufen.

Das Fazit

Bild

bild: watson

Das Mate X sieht chic aus, lässt sich spielend leicht falten und es ist deutlich weniger klobig, als ich befürchtet hatte. Huawei hat es geschafft, meine Skepsis in vorsichtigen Optimismus zu kehren. Zur Erinnerung: Wir sehen hier die erste Generation faltbarer 2-in-1-Geräte und falls sich die neue Produktkategorie durchsetzt, könnten Foldables herkömmlichen Tablets durchaus das Wasser abgraben.

Stand heute kann das Mate X ein Tablet (noch) nicht vollständig ersetzen, aber in gewissen Situationen möchte man lediglich ein etwas grösseres Display – und genau hier könnten Foldables nützlich sein. Unterwegs im Zug oder abends auf dem Sofa einfach das Handy auffalten? Ziemlich verlockend.

Umfrage

Gehört den faltbaren Geräten die Zukunft?

  • Abstimmen

2,090

  • Ja, die Zukunft ist biegbar47%
  • Nein, das ist nur eine kurzfristige Spielerei35%
  • Ich möchte nur das Resultat sehen18%

Mir waren Tablets immer zu gross und zu schwer, um sie unterwegs mitzunehmen. Mit dem Mate X könnte ich mir zum ersten Mal vorstellen, doch noch ein gelegentlicher Tablet-User zu werden. Zumindest irgendwann, wenn die Geräte ausgereifter und wie von Huawei in Aussicht gestellt «nur» noch 500 bis 1000 Franken kosten werden.

Ein Video sagt mehr als tausend Worte? Voilà!

abspielen

Video: YouTube/MrMobile [Michael Fisher]

Das Mate X in Zahlen:

Abonniere unseren Newsletter

48
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
48Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gsnosn. 12.03.2019 03:22
    Highlight Highlight Paar Gedanken zum Handy / Tablet: Der Preis ist vielleicht bewusst hoch angesetzt, um genügend Marge zu haben für Reklamationen, Umtausch oder Reparatur innerhalb der Garantie. Der Faltmechanismus kann bzw. sollte Huawei ganz einfach im Labor testen können. Insofern weiss Huawei wie lange der Mechanismus funktioniert.
  • Todesstern 11.03.2019 18:58
    Highlight Highlight Also wenn diese waldbaden Smartphones unter die 1000 Schweizer Franken rutschen Säulen müssten die normalen, ja auch wieder mal endlich auf vernünftige Preise fallen.
    • Todesstern 11.03.2019 21:39
      Highlight Highlight Hach ja Spracheingabe 🤪😁
  • Cédric Wermutstropfen 11.03.2019 13:41
    Highlight Highlight Ich kaufe grundsätzlich nichts von chinesischen Unternehmen, wenn es sich sinnvoll vermeiden lässt. Sieht aber trotzdem interessant aus und die Entwicklungen innerhalb der nächsten paar Jahre werden umso faszinierender sein.
    • Mario Conconi 11.03.2019 16:11
      Highlight Highlight Was besitzt du denn für ein Smartphone?
    • Cédric Wermutstropfen 11.03.2019 18:50
      Highlight Highlight Genau um solchen Fragen vorzubeugen, habe ich doch meinem ersten Satz noch diesen tollen Nebensatz angehängt. Ausserdem kaufe ich schon von nicht chinesischen Unternehmen Produkte, welche diese in China (teilweise) herstellen lassen, darüber habe ich ja auch keine Aussage getätigt. Um Deine Frage zu beantworten: Ein Iphone.
    • rodman 11.03.2019 19:02
      Highlight Highlight Was ist denn so schlecht an China?
  • Nur ein Kommentar 11.03.2019 12:57
    Highlight Highlight Filme und Serien besser als auf dem kleinen Handybildschirm? Der Bildschirm ist in der Höhe grösser als in der Breite. Das Bild wird somit in aufrechter Position kleiner als wenn ich den Film im Querformat schaue sehe ich das richtig? Somit für Filme völlig Sinnbefreit. Sonst cooles Konzept ich freue mich was es da noch alles gibt.
  • iNDone 11.03.2019 12:21
    Highlight Highlight Es ist ein Falt-Tablet kein Fakt-Smartphone.
  • franzfifty 11.03.2019 11:41
    Highlight Highlight Ja es ist teuer, ja es gibt logischerweise noch keine Erfahrungswerte zum "Falt". Aber wieso sind alle eigentlich so pessimistisch? Es hat ja niemand gesagt, man MUSS es kaufen? Lasst doch der Technik und den Fantasien der Entwickler/Ingenieuren freien Lauf. Irgendwann sind diese dann guenstig, gut und keiner will mehr ohne sein. Irgendwo muss ja mal angefangen werden.
  • Zeit_Genosse 11.03.2019 11:17
    Highlight Highlight Grundsätzlich ist Innovation zu begrüssen und die ersten Faltbaren sind früher im Markt als ich erwartet habe. Jetzt braucht es Adaption weiterer Mitbewerber und der EarlyAdopter-User. Mal schauen wo das hinführt.
  • Albert E. 11.03.2019 11:13
    Highlight Highlight Erst wenn die Firma mit dem Apfel sowas bringt, schaue ich mir das näher an. Erst dann ist klar, dass das Potential hat.
    • Imfall 11.03.2019 11:28
      Highlight Highlight 🤦
    • trichie 11.03.2019 12:38
      Highlight Highlight Albert hat nicht so unrecht... man kann seine Aussage auch als "wenn selbst Apple mitmacht wird sich die Technologie tatsächlich langfristig durchsetzen" lesen.

      Wer dann das beste Faltdisplay haben wird wird sich zeigen. Chancen stehen aber gut für Firmen wie Apple da Qualität kostet und deren User i.d.R. eine recht hohe Zalungsbereitschaft haben...
    • Alnothur 11.03.2019 12:59
      Highlight Highlight Qualität wie die unterirdischen neuen Macbook-Tastaturen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum44 11.03.2019 10:51
    Highlight Highlight Abwarten, bis Xiaomi das Gerät kopiert äh selbst entwickelt und für einen Bruchteil des Preises auf den Markt bringt.
    • loquito 11.03.2019 11:21
      Highlight Highlight Sry, aber Xiaomi macht m. M. n vieles richtig. Und Innovationen bringen die auch. Was machen denn europäische Smartphone-hersteller? Ach ja mir ist kein einziger bekannt...
    • sunshineZH 11.03.2019 11:23
      Highlight Highlight Ja, die haben selber schon eines gezeigt. Warte auch darauf :)
  • Scaros_2 11.03.2019 10:35
    Highlight Highlight Ich vermisse im Beitrag eine These/Vermutung wie das Ding über 2 Jahre sich entwickelt. Wird es Abnutzung haben etc.? Sowas würde ich noch gerne wissen.
    • Korrektiv 11.03.2019 10:53
      Highlight Highlight Und wie soll der Tester das nach einer Stunde einschätzen können? Im Text wird dem Thema immerhin ein ganzer Absatz gewidmet:
      Auf die Frage, wie oft oder wie lange Display und Scharnier das Falten mitmachen, kann Huawei ebenfalls keine konkrete Antwort liefern. Die Botschaft lautet sinngemäss: Macht euch keine Sorgen, wir haben das rund um die Uhr im Labor getestet. Viel mehr sagen kann Huawei naturgemäss auch noch nicht, es fehlen Erfahrungswerte aus der Praxis. Die Chinesen betonen: Das Mate X sei wie alle Geräte von Huawei auf eine Lebensdauer von drei Jahren ausgelegt (...)
    • Oliver Wietlisbach 11.03.2019 11:30
      Highlight Highlight Beim Display bin ich vorsichtig optimistisch, dass es mehrere Jahre durchhalten könnte. Die Auswirkungen des Faltens konnte Huawei mit Labor-Tests relativ gut prüfen. Dies sollten sie also im Griff haben. Heikler ist vielleicht das fragil aussehende Scharnier. Fällt das Gerät mit dem Scharnier voran auf den Boden, würde ich für nichts garantieren. Drop Tests auf YouTube folgen sicher bald ... Generell kann ich sagen, dass die Verarbeitung einen guten Eindruck macht. Das Gerät hat aber natürlich mehr mechanische Teile und somit potenzielle Schwachpunkte als simplere Handys oder Tablets.
    • Scaros_2 11.03.2019 13:02
      Highlight Highlight Also darf man für ein Smartphone 1. Generation dieser Art durchaus zufrieden sein. Denke mit der Einführung weiterer Modelle wird die Qualität des Scharnier noch besser werden weil neue Methode ins spiel kommen.
  • dmark 11.03.2019 10:27
    Highlight Highlight Man sieht den Falz nicht?
    Wie sieht es in einigen Monaten aus, wenn es tagtäglich auf- und wieder zugeklappt wurde und sich die Kante "abgegriffen" hat?
    Auch in Bezug auf Pixelausfälle oder gebrochenen Flexleitungen usw... Ich warte mal ab.
    • Giftzwerg79 11.03.2019 11:07
      Highlight Highlight So offensichtlich war geplante Obsoleszenz noch nie.

      Man könnte sich ebenso gut fragen, wieviele Kilometer ein Fahrzeug mit sechseckigen Holzrädern zurücklegt, bis ein Wechsel des ganzen Reifensatzes nötig ist...
    • TanookiStormtrooper 11.03.2019 14:01
      Highlight Highlight Genau das denke ich mir auch. Alles was regelmässig an exakt der gleichen Stelle verbogen wird bricht/reisst unweigerlich irgendwann mal. Schon der Austausch eines normalen gebrochenen Bildschirms ist nicht ganz billig, dürfte aber hier noch eine ganz andere Nummer werden. Momentan eine nette Spielerei, aber erst in ein paar Jahren wird sich zeigen ob es den Praxistest übersteht.
  • djangobits 11.03.2019 10:18
    Highlight Highlight Grundsätzlich interessant. Pries jedoch hirnrissig. Ich werde sowas soweiso erst nach der 1 oder 2. Generation kaufen. Ich befürchte, die Klappstelle zeigt irgendwann hässliche Nachteile, wie Spuren auf dem Display, Risse oder sonst was.
  • Pinhead 11.03.2019 10:17
    Highlight Highlight "Alleine das Scharnier bestehe aus rund 100 Einzelteilen..."(...) Also bitte nie fallen lassen!
  • Damo Lokmic 11.03.2019 10:14
    Highlight Highlight Ich spekuliere einfach mal, dass früher oder später diese Falte beim Öffnen des Gerätes immer sichtbarer wird (siehe Start-GIF) - deshalb ein No for me - vorerst.
  • _stefan 11.03.2019 10:12
    Highlight Highlight Interessant zu sehen, wie Huawei und Samsung unterschiedliche Konzepte ihrer faltbaren Smartphones verfolgen.

    Das Samsung Galaxy X wird zwei Displays haben (ein kleines, kratzfestes aussen / das faltbare innen). Mal schauen, wie sich dies auf das Gewicht, Akkudauer, etc. auswirkt.
  • DocShi 11.03.2019 09:53
    Highlight Highlight Also wenn man den Preis und so auf Seite lässt, wirkt es aber durchdachter als das Samsung foldable oder der Xiaomi (name richtig?) Pendant.
    Ich glaube in 2 Jahren kann ich mein Tablet zu Hause lassen. Freue mich drauf.
    • der nubische Prinz 11.03.2019 11:55
      Highlight Highlight Es ist eben nicht durchdachter. Huawei hat hier Design vor Praktikabilität gestellt.
      Es sieht zwar viel schöner aus wenn das Display aussen ist, aber das faltbare Display ist aus Plastik und nicht Glas --> viel weicher, anfälliger für Kratzer. Samsung hat das anfällige Display im Gerät geschützt versteckt sodass es in der Tasche nicht zerkratzt wird. Sieht zwar scheisse aus, ist aber vermutlich besser für den Alltag.
    • DocShi 11.03.2019 12:39
      Highlight Highlight Das mit der Oberfläche sehen wir dann noch.
      Aber in Bezug auf Kamera, Anschlüsse etc. Schon. Wobei wir beide nur spekulieren können, denn in Hand hatten wir es beide nicht.
    • der nubische Prinz 11.03.2019 13:41
      Highlight Highlight Ich habe bei meinem Display aus Glas schon weitaus mehr Kratzer als mir lieb ist. Und ich wage jetzt einmal zu prophezeien, dass ein faltbares Display aus Plastik weniger hart ist.
  • hodeha 11.03.2019 09:34
    Highlight Highlight Ich frage mich wirklich ob beim Normalbenutzer dies Zukunft hat. Irgendwie habe ich meine Zweifel. Es erinnert mich irgendwie an "MINIDISC"...die sind auch in der Versenkung verschwunden.
    • hodeha 11.03.2019 09:53
      Highlight Highlight natürlich nicht, ich habe auch eine Stereoanlage gehabt und einen portablen Minidiscplayer. Schlecht waren die Dinger nicht! :-)
      Es gab doch noch eine Geschichte mit Blueray und "......." die sind auch verschwunden. HD Disc?
    • Butschina 11.03.2019 10:07
      Highlight Highlight Ich lese meine Bücher auf dem Smartphone. Für mich wäre ein grösseres Display daher praktisch. Ich habe nähmlich keine Lust nebst dem Smartphone noch einen E-reader oder Tablet mitzuführen. Mittlerweile habe ich mich zwar gut an das Lesen auf kleinem Display gewöhnt aber wenn der Preis runter kommt kann ich mir sowas gut vorstellen.
    • compuking 11.03.2019 10:15
      Highlight Highlight Du meinst die HD-DVD ;-)

      Früher gabs auch noch VHS und Super8
    Weitere Antworten anzeigen
  • Out of Order 11.03.2019 09:33
    Highlight Highlight Hm, hatte ich so gar nie angedacht. Aber nun ist also auch die Rückseite immer «verdöpelt». Sieht dann sicher schön aus, wenn man das aufklappt.

    Wie sieht das in der Praxis (Handson) aus?
    • 3,2,1... vorbei 11.03.2019 10:13
      Highlight Highlight Da es sich um einen Toutchscreen handelt, verdöpelt der Display so oder so. Oder wie bedienst Du dein aktuelles Smartphone. Immer mit Handschuhen? Also mein Display ist auch immer voll mit Fingerschlieren. Meist stören diese im Alltag nicht. Wenn doch: Einfach abwischen und fertig. Was soll da beim Faltdisplay anders sein?
    • Out of Order 11.03.2019 12:17
      Highlight Highlight @321
      Natürlich. Beim Falt-Handy hast Du die Finger hinten aber immer (!) auf dem Display (bei mir sind das drei), während ich vorne nur bediene.

      Wenn das Falt-Ding offen ist, kein Problem. Bei zugefaltetem Gerät stelle ich mir das nicht ideal vor. Oder willst Du kedes Mal beim Aufklappen das Ding erst putzen?

      Wir werden sehen, wenn die ersten live zu bestaunen sind.
    • purpletrain 11.03.2019 14:05
      Highlight Highlight Die Skeptiker hier erinnern mich ein bischen an die Skeptiker bei der Einführung der Smartphones. Zu gross, zu schwer, zu teuer und erst noch die Fingerabdrücke... schauen wir mal in ein paar Jahren.

Das iPhone ist das meistverkaufte Handy – zufriedener sind Schweizer mit 2 anderen Marken

Apples iPhone hält die Spitzenstellung in der Schweiz. Am zufriedensten sind die Kunden mit Samsung und Huawei – und eine altbekannte Marke gibt ihr Comeback.

Der unabhängige Online-Vergleichsdienst moneyland.ch hat Schweizer Konsumenten gefragt, welche Smartphones sie nutzen und wie zufrieden sie mit ihrem Gerät sind.Die repräsentative Umfrage bei 1'500 Personen zeigt, dass das iPhone von Apple das verbreitetste Smartphone bleibt, gefolgt von Samsung-Handys. Am zufriedensten sind die Schweizerinnen und Schweizer mit den Marken Samsung und Huawei. Apple kommt beim Faktor «Zufriedenheit» auf Rang 3. Zwischen den Geschlechtern, Altersgruppen und …

Artikel lesen
Link zum Artikel