DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Fuck Instagram!»: Diesen Influencern gefällt die Like-Löschung überhaupt nicht

19.07.2019, 07:19

Diese Nachricht schlug in der Social-Media-Welt am Donnerstag wie eine Bombe ein: Instagram löscht die Likes!

  • Na gut, nur in sieben Ländern wird im Feed der Foto-App künftig testweise nicht mehr zu sehen sein, wie viele Menschen ein Foto geliked haben. Betroffen sind: Australien, Neuseeland, Brasilien, Kanada, Irland, Italien und Japan.
  • Der einzelne Nutzer wird über die «Gefällt mir»-Zahl seiner Freunde weiter informiert – nur für alle sichtbar ist die Like-Anzahl auf seinem Profil nun nicht mehr.
  • Ein Instagram-Sprecher begründete die Entscheidung so: «Die Idee ist, dass sich die Nutzer wirklich auf den Inhalt und die Erfahrung in der App konzentrieren, ohne sich Sorgen zu machen oder sich unter Druck zu setzen, wie viele Likes ein Beitrag erhalten wird.»

Enttäuschung und Wut bei den Influencern – aber auch Vorfreude

In der Schweiz waren die gelöschten Likes eher nur kurz Thema: Denn wer selbst nicht betroffen ist, regt sich auch nicht sonderlich auf. Ganz anders sieht das bei den Influencern in Australien aus, die sind nämlich von der Instagram-Umstellung betroffen.

Und manche Influencerin findet das gar nicht toll. Noch vor der Umstellung in der App am Donnerstag hatte das australische Model Tammy Hembrow, die offenbar eine frühere Freundin der Kardashians ist, geflucht: «Wenn das wirklich passiert, löschen wir die App aus unserem Leben. Fuck Instagram

Auf neun Millionen Follower kommt Hembrow auf der Plattform, und sie ist mit ihrem Frust nicht alleine: Jem Wolfe, ebenfalls Australierin und immerhin mehr als zwei Millionen Follower auf dem Konto, klagt gegenüber dem australischen Sender ABC: «Das ist schon demotivierend».

Wolfe fällt auf Instagram mit solchen Beiträgen auf.

Sie wolle jedoch weiter posten, die täglichen Likes seien wichtig für sie gewesen. Und auch der Australier Zak Helsby (immerhin 90'000 Abonennten) meint: Mit der Umstellung habe Instagram das «Rückgrat des Influencens» zertstört. Wer jetzt noch Influencer auf der Plattform werden wolle, der würde es besonders schwer haben. Denn Firmen könnten zukünftig nicht mehr erkennen, welcher Account besonders beliebt sei.

Mit ihrer Enttäuschung über das Update stehen die wenigen Empörten aber recht alleine da: Gegenüber dem Promi-Portal «Popsugar» meldeten sich zahlreiche digitale Grössen in Australien zu Wort – und lobten den Schritt der Plattform.

Die Influencerin Wolfe hat währenddessen bereits reagiert, und fährt auf ihrem Kanal nun eine neue Strategie: In dem ersten Post seit der Umstellung auf dem Profil der Australierin heisst es nun: «All eure Kommentare und eure Liebe bedeuten mir die Welt.»

Ihre Hoffnung: Mit vielen Kommentaren ihrer Fans nun neue Popularität auf der Plattform zu bekommen. Man lernt: Der Like-Button ist hier zwar Geschichte, aber die Lust nach mehr digitalem Applaus – die bleibt. (pb/watson.de)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Was der Sensenmann nebenberuflich macht? Influencer

1 / 34
Was der Sensenmann nebenberuflich macht? Influencer
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

10 Influencer, die sich einen richtigen Job suchen dürfen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

33 Beweise, dass das Stehen alleine eine unterhaltsame Kunst sein kann

Niemand will Stillstand. Das ist schade. Denn Stillstand kann an und für sich spektakulär, ja, atemberaubend sein. Eine Kunst wohl bemerkt, die nur das geschulte Auge verstehen kann.

Völlig egal, ob in der Wirtschaft, dem Alltag, dem Sportplatz – einfach still stehen ist nicht erstrebenswert. Immer soll es vorwärtsgehen und selbst wenn nicht, so soll man heroisch scheitern und dieses Scheitern dann rückblickend philosophisch einordnen und zur Stärke machen (LinkedIn lässt grüssen).

Dabei hat Stillstand einen ungerechtfertigt schlechten Ruf. Das findet (womöglich) auch der Instagram-Account @peoplestanding, der sich – es war zu vermuten – stehenden Menschen widmet. Und …

Artikel lesen
Link zum Artikel