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Russlands erster humanoider Roboter stürzt bei Präsentation

Russland präsentiert ersten humanoiden Roboter – der versagt brutal, Solowjow schäumt

13.11.2025, 09:1513.11.2025, 12:19

Nicht weniger als die Filmmusik von «Rocky III» musste herhalten, als am Dienstag der erste russische humanoide Roboter den Fail-Dienstag für sich entdeckte. Die Qualitäten des Geräts wurden an einer Tech-Messe in Moskau einem Fachpublikum präsentiert. Die Musik aus den 80ern schien dabei noch das Modernste.

Die Maschine mit dem Namen Aidol wackelte auf die Bühne, hob kurz den rechten Arm, um dann sauber упасть ничком.

Russischer Roboter stürzt bei Präsentation

Video: extern/noelreports.com

«упасть ничком» bedeutet so viel wie «aufs Gesicht zu fallen». Sofort versuchten Mitarbeiter, die Situation zu retten – doch auch das Spannen eines Sichtschutzes verlief nicht ganz wie im Training.

Für den Sturz wurde die Dunkelheit der Halle verantwortlich gemacht. Laut Wladimir Witukin, Gründer der Roboter-Firma, seien die Stereokameras nicht mit den prekären Lichtverhältnissen klargekommen. Das berichtet die Nachrichtenseite meduza. Diese operiert von Lettland aus und wird in Russland als «unerwünschte Organisation» eingestuft.

Beim zweiten Anlauf mit besseren Lichtverhältnissen habe die Präsentation dann geklappt. Der Roboter habe dafür allerdings gestützt werden müssen, berichtet eine Moskauer Nachrichtenagentur. Fast schon philosophisch deutet Entwickler Witukin den Vorfall: «Genau das ist Echtzeitlernen: Wenn ein erfolgreicher Fehler zu Wissen wird und ein erfolgloser zu Erfahrung. Ich hoffe, dass dieser Fehler zu Erfahrung wird.»

Aidols Stärke, so Alexej Jusakow, Chef der Nationalen Technologie-Initiative (NTI), sei sowieso nicht das Gehen, sondern seine Fähigkeit, zwölf Grundemotionen per Gesichtsausdruck zu kommunizieren. Ob Enttäuschung auch zu diesem Katalog gehört, ist uns nicht bekannt.

Während das Video weltweit für Lacher sorgt, kommt es im eigenen Land weniger gut an. Russlands Profi-Scharfmacher Wladimir Solowjow kann es kaum fassen und fragt, wann «die Hinrichtungen» stattfinden.

Und jetzt alle im Chor:
«Trying hard now!
It’s so hard now!
Trying hard now …»

«Wir machen keine Roboter, wir machen Menschen»

Video: watson/hanna dedial
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