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ARCHIV - ZUM JAHRESABSCHLUSS 2018 VON SWISSCOM AM DONNERSTAG, 7. FEBRUAR 2019, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Swisscom Shop von aussen, fotografiert am Freitag, 19. Januar 2018, in Zuerich Oerlikon. Die Swisscom kaempft seit Tagen mit technischen Problemen. Betroffen sind Festnetz- sowie Mobilkunden. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Die Swisscom plant in Holland ein neues IT-Zentrum. Bild: KEYSTONE

Swisscom will bis 200 IT-Jobs in Holland schaffen

Informatikspezialisten sind in der Schweiz Mangelware. Nun plant die Swisscom nach Informationen von watson, in Rotterdam Dutzende IT-Cracks anzuheuern. Dies, obschon in der Schweiz hunderte Stellen abgebaut werden.



Alle reden von Digitalisierung. Aber in der Schweiz spitzt sich der Fachkräftemangel bei IT-Jobs massiv zu. Jetzt reagiert die Swisscom – und will laut Informationen von watson bis zu 200 IT-Jobs in Holland schaffen. Dazu könnten später Ableger in Berlin, Amsterdam und Dublin kommen.

Auf Anfrage bestätigt Swisscom, dass man verschiedene Orte in Westeuropa evaluiert habe. «Wir prüfen den Aufbau einer ergänzenden DevOps-Einheit in Holland», sagt Sprecher Armin Schädeli. Ein definitiver Entscheid sei noch nicht gefallen. In einer ersten Phase würden 40 Stellen aufgebaut. Die erwähnten Städte seien Tech-Hubs, die für Fachkräfte attraktiv sind. «Diese Leute sind sehr mobil und global orientiert.»

Was ist DevOps?

DevOps ist ein Kunstwort aus den Begriffen Development (englisch für Entwicklung) und IT Operations (englisch für IT-Betrieb). DevOps soll durch gemeinsame Prozesse und Software-Werkzeuge eine effektivere Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche ermöglichen.

Quelle: wikipedia

Der Staatsbetrieb will also Jobs im Ausland aufbauen. Dies, obschon Swisscom 2018 in der Schweiz 541 Stellen abgebaut hat und weitere Sparprogramme laufen.

«Es geht darum, das Geschäft der Swisscom langfristig zu schützen.»

Swisscom-Sprecher über das Auslands-Engagement

Für die Swisscom ist das kein Widerspruch. Es gehe nicht darum, Jobs aus der Schweiz ins Ausland zu verlagern.

Bei den Stellen in den Niederlanden handle es sich um hochspezialisierte Talente, die man auf dem Schweizer Arbeitsmarkt trotz intensiven Bemühungen nicht finden könne. «Die Stellen blieben sonst unbesetzt», so Schädeli. Zudem würde man die Jobs zuerst in der Schweiz ausschreiben. Es gehe letztlich darum, das Geschäft von Swisscom «langfristig zu schützen».

Dass mit der Auslagerung der Jobs auch Kosten reduziert werden sollen, bestreitet Swisscom.

Google schnappt IT-Talente weg

In der Tat tobt in der Schweiz ein Kampf um die besten IT-Cracks. Google wirbt die besten Talente der ETH schon ab, bevor sie überhaupt ihr Studium abgeschlossen haben. In Zürich arbeiten bereits 2500 IT-Spezialisten für den US-Tech-Giganten. Und es werden bald noch viel mehr sein: Die neuen Google-Büros an der Europaallee bieten Platz für 5000 Mitarbeitende.

Ein Insider sagt zu watson: «Uns wurde mitgeteilt, dass der Grund für die Massnahme der Swisscom sei, dass Firmen wie Google und Amazon in Zürich extrem attraktive ‹Packages› für die Akquirierung ihrer Mitarbeiter machen.»

Die Google-Büros in Zürich

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Google in Zürich
quelle: google
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Dies erstaunt Matthias Stürmer, Dozent für Digitale Nachhaltigkeit an der Uni Bern, wenig. «Es zieht viele Talente zu Google, weil die Firma attraktive Löhne zahlt und ein spannendes Umfeld bietet.» Schweizer Unternehmen könnten da nur schwer mithalten.

«Der Fachkräftemangel im IT-Bereich gefährdet die Digitalisierung in der Schweiz.»

Matthias Stürmer, IT-Spezialist

Der Fachkräftemangel im IT-Bereich sei eine Realität. «Dieser gefährdet die fortschreitende Digitalisierung und damit die Entwicklung unseres Landes».

Darum sei es unabdingbar, dass man auf allen Ebenen verstärkt in die Ausbildung investiere und die «digitalen Skills» der Mitarbeitenden ausbaue.

Swisscom sagt dazu, dass man auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden ein grosses Augenmerk lege. So seien im neuen, 2018 abgeschlossenen Gesamtarbeitsvertrag fünf Weiterbildungstage pro Mitarbeiter enthalten.

Hier wird ein Swisscom-Sendeturm gesprengt

Video: srf/SDA SRF

Die turbulente Geschichte des Schweizer Mobilfunks

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Die turbulente Geschichte des Schweizer Mobilfunks
quelle: keystone / martin ruetschi
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