Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
VA244 Remplissage CU1 FM19 au S3B, le 26-06-2018

Galileo-Satelliten in Französisch-Guayana, beim Auftanken. archivBild: galileognss.eu

Ausfall der Satelliten-Navigation Galileo hält an – doch es gibt Hoffnung



Nach dem praktisch vollständigen Ausfall der Galileo-Satelliten-Navigation macht die Wiederherstellung des Systems den Betreibern zufolge Fortschritte. Mehrere Elemente der Bodeninfrastruktur seien neu gestartet worden, teilte die zuständige EU-Behörde GSA am Mittwoch mit.

Genauere Angaben zur Ursache des Ausfalls wurden nicht gemacht. Experten würden weiter rund um die Uhr an der Fehlerbehebung arbeiten, hiess es. Es sei noch zu früh, ein genaues Datum für die vollständige Beseitigung des Problems zu benennen.

Grössere Probleme hatte es zuletzt im Januar 2017 gegeben. Damals waren die Atomuhren an Bord mehrerer Satelliten ausgefallen. Reserve-Uhren mussten die Zeitmessung übernehmen. Dass es sich bei dem jetzigen Ausfall um eine Wiederholung des damaligen Zwischenfalls handeln könnte, schloss eine GSA-Sprecherin aus.

Fast komplett ausgefallen

Das europäische Satelliten-Navigationssystem war am Freitag fast komplett ausgefallen. Die meisten Geräte schalteten automatisch auf das US-System GPS um. Durchgängig verfügbar blieb nur der Galileo-Such- und Rettungsdienst, der hilft, Menschen in Notlagen aufzuspüren.

Für private Nutzer dürften die Folgen des Systemausfalls gering bleiben. Ihr Smartphone wechsele automatisch zu einem anderen Navigationssystem, erklärte eine Sprecherin. Neben Galileo, das eine höhere Präzision bieten soll, stehen das amerikanische GPS- und auf manchen Geräten auch das russische Glonass-System zur Verfügung.

Erste Galileo-Dienste sind seit Dezember 2016 verfügbar, das System befindet sich aber noch in der sogenannten Initialphase. Eine durchgängige Erreichbarkeit wird noch nicht garantiert. Derzeit befinden sich 26 Galileo-Satelliten in der Umlaufbahn, vier weitere sollen Ende 2020 mit Ariane-Raketen ins All geschossen werden.

Mit dem milliardenschweren Prestigeprojekt Galileo will Europa unabhängig vom amerikanischen GPS werden. Kontrollzentren stehen im bayerischen Oberpfaffenhofen und im italienischen Fucino.

(dsc/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Facebook und Microsoft verlegen High-Speed-Kabel im Meer

Tauchboot mit acht Tonnen Kokain gestoppt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Joe Smith 17.07.2019 23:34
    Highlight Highlight Korrektur zum letzten Abschnitt: Obwohl es böse Zungen immer wieder behaupten, ist Galileo kein «Prestigeobjekt». Erstens will Europa damit seine Abhängigkeit vom vom US-Militär kontrollierten GPS loswerden, und zweitens soll Galileo im Endausbau für kommerzielle Anwendungen einige Funktionen anbieten, die GPS nicht hat.

Kommentar

Warum mir die SwissCovid-App ein persönliches Anliegen ist

Wir wissen, dass das Virus kranke und verletzliche Menschen bedroht. Was viele nicht realisieren ist, wie schnell es sehr persönlich werden kann.

Das da rechts – das sind meine Eltern.

In früheren, unbeschwerten Zeiten.

Heute lebt meine Mutter in einer Wohngruppe für demenzkranke Menschen. Vom Coronavirus weiss sie nichts. Sie ist in ihrer eigenen Welt.

Mein Vater besucht seine Frau so oft er kann. Sie wird liebevoll umsorgt und geduldig betreut im Heim. Von Menschen, die grossartige Arbeit leisten.

Von Menschen, die draussen unterwegs sind. Dort, wo das Virus kursiert. Wo sie auf dich treffen. Im gleichen Bus sind. Am Nebentisch sitzen.

Und …

Artikel lesen
Link zum Artikel