Ebola
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Texas nurse Amber Vinson is helped up the steps of a waiting aircraft by personnel in this still image taken from video courtesy of NBC5- KXAS in Dallas, Texas October 15, 2014. Vinson, the second Texas nurse who had contracted Ebola was flown to Emory University Hospital in Atlanta, Georgia Wednesday after being transferred from Texas Presbyterian Hospital. She had treated Liberian patient Thomas Eric Duncan, who died of Ebola and was the first patient diagnosed with the virus in the United States.   REUTERS/NBC5-KXAS TV  (UNITED STATES - Tags: HEALTH DISASTER) NO SALES. NO ARCHIVES. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS

Die zweite infizierte Person in den USA, eine Krankenschwester, wird von Texas in ein Spital nach Dallas gebracht. bild: Nbc

Barack Obama

«Wir brauchen eine Art Swat-Team für Ebola-Fälle»

US-Präsident Obama kündigt konkrete Massnahmen für mögliche Ebola-Fälle in den USA an. Obama solle auch ein vorübergehendes Verbot für Flüge aus Westafrika in Erwägung ziehen, fordert John Boehner, Sprecher des US-Repräsentantenhauses. 



US-Präsident Barack Obama hat die Gefahr eines umfassenden Ebola-Ausbruchs in den USA als gering eingeschätzt. Zugleich kündigte er aber ein «viel aggressiveres» Vorgehen seiner Regierung bei neuen Erkrankungen an. 

President Barack Obama speaks about Ebola after a meeting in the Cabinet Room of the White House in Washington, Wednesday, Oct. 15, 2014, with members of his team coordinating the government’s response to the Ebola outbreak. (AP Photo/Jacquelyn Martin)

Bild: Jacquelyn Martin/AP/KEYSTONE

So soll in den USA ab sofort eine schnelle Eingreiftruppe der US-Seuchenbehörde CDC dafür sorgen, dass auch schlecht vorbereitete Spitäler bei neuen Ebola-Fällen richtig handeln. «Wir nehmen das auf höchster Regierungsebene sehr ernst», sagte Obama am Mittwoch nach einem Treffen mit dem CDC-Chef Tom Frieden, und seinen Top-Beratern beim Thema Gesundheit. «Wir wollen ein schnelles Einsatzteam, eine Art Swat-Team, das so schnell wie möglich vor Ort ist und den Mitarbeitern des Krankenhauses Schritt für Schritt zeigt, was zu tun ist.» 

«Wir nehmen das auf höchster Regierungsebene sehr ernst»

Barack Obama

Obama warnte vor einer weltweiten Verbreitung der lebensgefährlichen Epidemie. Sollte die Krankheit in Afrika ausser Kontrolle geraten, könne sie sich wegen des Reiseverkehrs auf dem ganzen Globus verbreiten. 

Republikaner erwägt Reisesperre für Westafrika

Die USA könnten vorübergehend Flüge aus Westafrika untersagen, um eine Verbreitung des Ebola-Virus in den USA zu verhindern. Diese Möglichkeit solle US-Präsident Barack Obama «unbedingt in Erwägung ziehen», sagte John Boehner, Sprecher des US-Repräsentantenhauses und einer der mächtigsten Republikaner der USA.

«In seiner Rede am 16. September hat Präsident Obama gesagt, das Risiko, dass sich Ebola in den USA verbreite, sei extrem gering», so Boehner. «Seither haben sich mehrere Amerikaner mit dem Virus infiziert und viele waren ihm möglicherweise ausgesetzt. Jetzt hören wir, dass eine Infizierte nach Ohio geflogen ist.» Zweifel an der Sicherheit des Flugverkehrs würden deshalb wachsen: «Der Präsident muss jetzt über geeignete Massnahmen nachdenken.» Dazu gehöre auch eine Reisesperre für Flugzeuge aus Westafrika. Die US-Regierung hat das bisher ausgeschlossen. 

In this photo taken Sept. 11, 2014, House Speaker John Boehner of Ohio speaks during a news conference on Capitol Hill in Washington. Boehner is telling Iraq’s prime minister that the House will ensure that the new government has all the U.S. support that it needs to combat Islamic militants. Boehner made the comments in a letter to Haider al-Abadi on Friday. In an unusual move, the prime minister wrote to the speaker two days ago. (AP Photo/J. Scott Applewhite)

Republikaner John-Boehner: «Der Präsident muss jetzt über geeignete Massnahmen nachdenken.» Bild: J. Scott Applewhite/AP/KEYSTONE

Die Furcht vor der Ausbreitung der tödlichen Seuche in den USA ist durch einen neuen Ebola-Fall geschürt worden: Es wurde bekannt, dass sich eine zweite Krankenschwester in Texas mit dem Virus angesteckt hat - und kurz vor dem Ausbruch der Krankheit zu ihrer Familie nach Ohio geflogen ist. Als sie ins Flugzeug stieg, habe sie bereits leichtes Fieber gehabt (37,5 Grad Celsius) und habe dies auch der US-Gesundheitsbehörde CDC gemeldet, berichten übereinstimmend die Nachrichtenagentur Reuters und der US-Fernsehsender CNN. Da die Temperatur unter der kritischen Marke von 38 Grad lag, habe man der Pflegerin nicht von dem Flug abgeraten. 

Nun wurden zur Sicherheit alle Mitreisenden dazu aufgerufen, sich zu melden. Da sich die Krankenschwester während des Fluges nicht übergeben und auch nicht geblutet habe, sei es aber sehr unwahrscheinlich, dass sich andere Passagiere bei ihr angesteckt hätten, sagte Tom Frieden, Leiter der US-Gesundheitsbehörde CDC. (sda/dpa/spon)

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